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Umlaufwasserheizer

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

25.01.2021

Letztes Update

28.07.2021

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  • Umlaufwasserheizer

Definition und Funktion Umlaufwasserheizer | Kombiwasserheizer zur Trinkwassererwärmung

Inhalt des Wiki-Artikels

Umlaufwasserheizer zur Raumbeheizung: Definition, Funktion und Kombigeräte

Laut Definition ist ein Umlaufwasserheizer eine Therme zum Heizen, die mit Gas betrieben wird. Es handelt sich dabei um ein Wandgerät. Auch der Begriff Durchlaufheizer ist für Umlaufwasserheizer gebräuchlich. Die Funktion ist auf den Heizbetrieb ausgerichtet, allerdings können Umlaufwasserheizer mit einem Speicherwasserwärmer kombiniert und so auch zur Trinkwassererwärmung genutzt werden. Über die Gaszufuhr erhitzt der Umlaufwasserheizer in diesem Fall das Wasser eines Heizkreislaufs, das dann über den Vorlauf zu den Heizkörpern fließt, wo es Wärme abgibt. Das abgekühlte Wasser fließt über den Rücklauf zurück zum Durchlaufheizer und wird erneut erwärmt. Ein Umlauferhitzer, der auch Wasser erwärmt, wird als Kombiwasserheizer bezeichnet.1

Gasthermen und Solaranlagen

Zur Trinkwassererwärmung können auch klimafreundliche Solaranlagen eingesetzt werden. Der Trinkwarmwasserbedarf kann von diesen in der Regel aber nur im Sommer zu 100 Prozent gedeckt werden. Deshalb ist darüber hinaus ein Wassererwärmungssystem zur Nachheizung des Trinkwassers erforderlich. Unter anderem sind Gasthermen für diese Aufgabe geeignet. Der Umlaufwasserheizer schaltet sich ein, wenn die Warmwasserleitung geöffnet wird und der Druck der Zapfleitung dadurch abfällt. Ausschließlich temperaturgesteuerte Durchlaufheizer sind für die Kombination mit Solaranlagen geeignet. Das vorgewärmte Wasser aus dem Solarspeicher wird über die Gastherme nachgeheizt. Ist kein Warmwassernetz vorhanden oder liegt eine druckgesteuerte Regelung vor, kann kein Umlaufwasserheizer eingebunden werden.2

Was eine Therme vom Heizkessel unterscheidet

Hauptsächlich unterscheiden sich Thermen und Heizkessel durch die Menge des Wassers, das sie erwärmen. Ein Umlaufwasserheizer erhitzt eine kleinere Menge Wasser als ein Heizkessel. Aus diesem Grund ist bei Durchlaufheizern ein Mindestvolumenstrom notwendig. Bereits wenn der Brenner des Umlaufwasserheizers startet, ist die Wärmeleistung hoch, das Heizwasser nimmt die Wärme schnell auf. Bei modernen Geräten, die über eine sogenannte Leistungsmodulation verfügen, wird die Wärmeleistung automatisch auf den Bedarf abgestimmt. Heizkessel erwärmen das Wasser aufgrund der größeren Menge weniger schnell als Umlaufwasserheizer.3

Umlaufwasserheizer in der Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist eine Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden, die am 1. November 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst wurde. Unter anderem enthielt die EnEV ein Gutachten zu Nachrüstungsverpflichtungen alter Heizkessel. Darin fanden auch Umlaufwasserheizer Erwähnung. Empfohlen wurde, Standardheizkessel bis einschließlich Baujahr 1986 beziehungsweise 1982 außer Betrieb zu nehmen. Das Gutachten hatte außerdem eine Definition für Niedertemperaturheizkessel zum Inhalt, zudem wurde vermerkt, dass Umlaufwasserheizer wie Niedertemperaturkessel behandelt werden sollten, da sie diesen in ihrer Betriebsart ähnlich sind.

Kombiwasserheizer mit Trinkwassererwärmung

Ebenso wie der Umlaufwasserheizer ist der Kombiwasserheizer ein Wandgerät. Kombiwasserheizer dienen sowohl zur Beheizung von Räumen als auch zur Trinkwassererwärmung und werden auch Kombithermen genannt. Das Trinkwasser wird per Durchlauferhitzerprinzip erwärmt. Kombiwasserheizer gibt es in verschiedenen Ausführungen, die mit Gas oder Flüssiggas befeuert werden. Ein Speicherwasserwärmer ist erforderlich, wenn mit einem Durchlauferhitzer neben Heizwärme auch Warmwasser erzeugt werden soll. Er dient dazu, Trinkwasser zu erwärmen und das Warmwasser zu bevorraten. Speicherwasserwärmer zeichnen sich dadurch aus, dass sich ein gesonderter Wärmeerzeuger im Behälter befindet. Wie lange der Aufheizvorgang dauert, ist von der Größe des Speichers, der Wärmeleistung und der eingestellten Warmwassertemperatur abhängig.

Heizwasser und Trinkwasser sind in Kombithermen voneinander separiert, Ersteres fließt wie beim einfachen Umlaufwasserheizer durch den Heizkreislauf, im Kombiwasserheizer wird es erhitzt und an den Heizkörpern gibt es die aufgenommene Wärme ab. Auch bei dem Kombigerät ist wie beim Umlaufwasserheizer ein Mindestvolumenstrom nötig. Das Trinkwasser wird im Speicherwasserwärmer auf Temperatur gebracht, indem es an dem heißen Heizwasser vorbeifließt und dabei thermische Energie von ihm aufnimmt. Ein Kombiwasserheizer kann eine Wohnung oder ein Haus dezentral mit Wärme und Trinkwarmwasser versorgen. In der Regel ist der Kombiwasserheizer in der Küche oder im Bad an der Wand befestigt, da vorwiegend in diesen Räumen das Warmwasser benötigt wird. Der Vorteil von Umlaufwasserheizern und Kombigeräten ist, dass sie nur sehr wenig Platz benötigen.4

Moderne Gas-Umlaufwasserheizer

Moderne, mit Gas betriebene Umlaufwasserheizer verfügen über Ausdehnungsgefäße. Diese wirken bei einer Volumenänderung des Wassers wie ein Polster. Durch Erhitzung dehnt sich das Wasser aus, kühlt es wieder ab, verringert es sein Volumen. Durch die Ausdehnungsgefäße wird der Druck bei Temperaturänderungen konstant gehalten. Darüber hinaus sind elektronische Regelungen, Umwälzpumpen und Sicherheitseinrichtungen Bestandteile von Umlaufwasserheizern. Es ist möglich, nicht nur einen, sondern mehrere Heizkreise an einen Durchlaufheizer anzuschließen, in der Praxis ist dies zum Beispiel bei einer Fußbodenheizung entscheidend: Die verschiedenen Heizkreise können so einzeln angesteuert und unterschiedliche Temperaturen eingestellt werden.5

Durchlaufheizer in Ställen

Nicht nur in Wohnungen und Häusern, sondern auch in Ställen kommen Durchlaufheizer zum Einsatz – sie werden bei der Wasserversorgung von Tieren eingesetzt. Dabei bieten Umlaufwasserheizer gleich mehrere Vorteile, einer davon ist die konstante Fließgeschwindigkeit des Wassers in der Anlage. Durch eine Umwälzpumpe wird das Wasser im Fluss gehalten, wodurch es nicht verkeimt. Durch die ständige Bewegung ist die Wasserqualität besser, zudem gefriert fließendes nicht so schnell wie stehendes Wasser. Dieser Punkt ist auch deshalb so wichtig, weil sich das Volumen des Wasser vergrößert, wenn es zu Eis wird, und dadurch Rohre beziehungsweise Leitungen platzen können. Bei einem Umlaufwasserheizer wirkt ferner die Heizeinheit dem Gefrieren entgegen und das Wasser für die Tiere hat eine angenehme Temperatur, wenn es das Tränkebecken erreicht.6

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