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Speicherförderung

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

31.12.2021

Letztes Update

31.12.2021

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  • Speicherförderung

 

Förderprogramme von Bund und Ländern zur Speicherförderung

Inhalt des Wiki-Artikels

Mit Fortschreiten der Energiewende und der damit einhergehenden Umstellung auf erneuerbare Energien werden Speicher immer wichtiger. Um den Ausbau voranzubringen, wurde in Deutschland eine Speicherförderung eingeführt. Beispielsweise lief bis Ende 2018 das Förderprogramm 275 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen für Batteriespeicher. Nach Auslaufen des Programms ist nur noch eine Förderung aus dem Programm 270 ohne Zuschuss von der KfW-Bank möglich.

Eine Speicherförderung für Batteriespeicher wird aber auch von einigen Bundesländern und Kommunen gewährt. Außerdem fördern manche Stromanbieter den Einbau von Energiespeichern. Deshalb empfiehlt es sich, vor der Installation eines Speichers Informationen zu allen in Frage kommenden Förderprogrammen einzuholen und daraus das passende auszuwählen.

Welche Speicher werden gefördert?

Förderprogramme gibt es für Batteriespeicher sowie für diverse Speicher, die dazu dienen, die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern oder die Energiewende voranzubringen. Ein deutschlandweites Programm ist die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“, kurz BEG. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Kampagne „Deutschland macht’s effizient“. Durchgeführt wird die BEG vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Zusammenarbeit mit der KfW. Im Rahmen des BEG werden die folgenden Speicher gefördert:

  • Solarspeicher (bei Installation einer Solarthermieanlage)
  • Unterirdische Eis-, Erd- und Wasserspeicher (als Teil einer Wärmepumpenanlage)
  • Wärmespeicher (alle Arten Warmwasserspeicher, Eisspeicher, Hohlraumwärmespeicher u.)
  • Pufferspeicher für Heizungen
  • Stromspeicher

Eine Speicherförderung oder andere Förderungen der BEG kann von Privatpersonen, Eigentümergemeinschaften, Unternehmen, Freiberuflern, Kommunen und Körperschaften beantragt werden sowie von sonstigen juristischen Personen des Privatrechts. Das Förderprogramm umfasst drei Teilbereiche:

  • Wohngebäude
  • Nichtwohngebäude
  • Einzelmaßnahmen

Förderung von Batteriespeichern durch Bundesländer

Neben dem Bund bieten viele Bundesländer Speicherförderungen an. Mit einem Bonus sollen Eigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäuser dazu motiviert werden, sich am dezentralen Ausbau der Photovoltaik zu beteiligen, um den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung zu erhöhen.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg geht das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ in die nächste Runde. Für die Jahre 2021 und 2022 sind zehn Millionen Euro für die Speicherförderung vorgesehen. Die Fördermittel stammen aus dem Maßnahmenpaket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“, das auf die Förderung von klimafreundlichen Technologien abzielt, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

Bayern

Bayern fördert über das „PV-Speicher-Programm“ den Einbau von Batteriespeichern. Abhängig von der Kapazität des Batteriespeichers und der Leistung der dazugehörigen Photovoltaik-Anlage wird eine Speicherförderung von bis zu 3200 € gewährt.

Berlin

Berlins Förderprogramm „EnergiespeicherPLUS“ läuft bereits seit Oktober 2019 – und zwar erfolgreich. Die Nachfrage ist immer noch hoch, deshalb wurde 2021 beschlossen, das Programm fortzuführen. Wird ein Stromspeicher zusammen mit einer Solaranlage neu installiert, wird Unterstützung bis zu einer Höhe von 15 000 € gewährt. Eine Speicherförderung kann für die folgenden Stromspeicher beantragt werden:

  • Batteriespeicher
  • Salzwasserbatterien
  • Redox-Flow-Batterien
  • Wasserstoffspeichersysteme mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle

Hessen

In Hessen kann eine Förderung nach der „Richtlinie nach dem Hessischen Energiegesetz“ beantragt werden. Förderungsfähig sind unter anderem Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Nordrhein-Westfalen

Klimafreundliche Technologien bezuschusst Nordrhein-Westfalen – kurz NRW – im Rahmen des Programms „progres.nrw – Markteinführung“. Neben modernen, klimafreundlichen Technologien wie zum Beispiel Wohnungslüftungsanlagen sowie Bohrungen für Erdwärmepumpen werden Batteriespeicher beim Einbau einer neuen Photovoltaikanlage gefördert.

Rheinland-Pfalz

Bis zum 31.10.2021 lief das „Solar-Speicher-Programm“ in Rheinland-Pfalz. Bezuschusst wurde die Installation eines Batteriespeichers in Verbindung mit einer neuen Photovoltaik-Anlage. An seine Stelle tritt das „Solar-Speicher-Programm II“, das Neuerungen beinhaltet. Zum Beispiel werden zukünftig auch Batteriespeicher gefördert, die zusammen mit einer Wallbox oder Ladesäule errichtet werden.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt fördert Stromspeicher für Photovoltaik-Dachanlagen. Mit bis zu 5000 € wird der Kauf und Einbau eines Speichers gefördert, wenn gleichzeitig eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen oder die Leistung einer bestehenden mindestens verdoppelt wird. Hochrechnungen zufolge unterstützt das Förderprogramm bis Ende 2021 die Errichtung von rund 430 Energiespeichern mit einer Gesamtkapazität von mehr als 3000 Kilowattstunden (kWh).

Antragsstopp bei der Speicherförderung

Speicher werden in Deutschland schon seit einigen Jahren gefördert. Für manche Förderprogramme besteht inzwischen ein Antragsstopp, weil mit den bislang eingegangenen Anträgen die zur Verfügung stehenden Fördermittel ausgeschöpft sind.

Das Thüringer Programm „Solar Invest“ startete im Oktober 2016. Das Programm zur Speicherförderung umfasst Zuschüsse für Batteriespeicher und andere Speicher für bestehende und neue Photovoltaik-Anlagen. Neue Anlagen werden nur gefördert, wenn zugleich auch ein Speicher installiert wird. Die Fördermittel des Programms sind aufgrund des hohen Interesses seit April 2021 ausgeschöpft, deswegen besteht ein Antragsstopp.

Auch in Sachsen sind die Mittel bereits ausgeschöpft, seit Ende Mai 2021 kann kein Antrag mehr nach der „Förderrichtlinie Speicher/2021“ neu eingereicht werden. Ein Antragsstopp besteht außerdem für das „Kleinspeicher-Programm“ des Landes Brandenburg, das auf die Förderung von Stromspeichersystemen für Solarstrom abzielt.

In Niedersachsen gingen rund 19 000 Anträge für die Batteriespeicherförderung des Bundeslands ein. Gefördert werden Speicher in Verbindung mit dem Neubau einer Photovoltaikanlage oder einem Zubau mit einer Leistung von mindestens vier Kilowatt-Peak (kWp). Durch das inzwischen beendete Förderprogramm ist der Ausbau der Photovoltaik in Niedersachsen vorangeschritten.

Speicherförderung aktuell

Über laufende und geplante Speicherförderungen informieren Bundesländer und Kommunen online auf ihren Websites. Ist die Anschaffung eines Speichers geplant, lohnt es sich häufig, einen Blick darauf zu werfen. Teils werden Förderprogramme wieder aufgelegt oder neue Initiativen gestartet. Darüber hinaus bieten auch manche Stadtwerke und einige andere Stromanbieter Zuschüsse für den Einbau von Batteriespeichern an.

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