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Solare Heizungsunterstützung

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

07.04.2021

Letztes Update

29.07.2021

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  • Solare Heizungsunterstützung

Solare Heizungsunterstützung – Berechnung der Kollektorfläche und Kosten

Inhalt des Wiki-Artikels

Solare Heizungsunterstützung: mittels Photovoltaik Kosten sparen

Mit Hilfe der solaren Heizungsunterstützung lassen sich die Energiekosten für Wohngebäude senken. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, Emissionen zu verringern. Realisiert wird die nachhaltige Heizungsunterstützung über eine Solarthermieanlage. Neben Solarthermieanlagen, die allein der Heizungsunterstützung dienen, gibt es auch Anlagen, die zugleich Warmwasser bereiten. Wie viel Energie über die Photovoltaik gewonnen werden kann, ist von Art und Größe der Sonnenkollektoren sowie von der Ausrichtung und Neigung der Anlage zur solaren Heizungsunterstützung abhängig.1

Vor- und Nachteile von Solarthermie

Die solare Heizungsunterstützung bringt einige Vorteile mit sich. Räume werden ökologisch beheizt, es entstehen keinerlei Emissionen durch die Nutzung von Solarthermie. Ist die Anlage erst einmal installiert, heizen Sie praktisch kostenlos, da die Sonne die Energie liefert. Lediglich in Zeiten, in denen eine weitere Heizung zugeschaltet werden muss, um den Heizwärmebedarf zu decken, entstehen Kosten. Ein bedeutender Vorteil der solaren Heizungsunterstützung ist, dass die über die Kollektoren gewonnene Wärme auf einem tieferen Temperaturniveau nutzbar ist, wenn die Heizungsanlage dafür ausgelegt ist. Dies ist besonders in den kalten, sonnenarmen Monaten des Jahres relevant.

Mit der solaren Heizungsunterstützung sinken die Kosten für fossile Brennstoffe beträchtlich, denn die Alternativheizung wird nur dann zugeschaltet, wenn es notwendig ist. Bis zu 30 Prozent weniger Energie wird für die Heizung benötigt. Dient die Solarthermieanlage auch der Bereitung von Warmwasser, beläuft sich die Energieeinsparung in diesem Bereich sogar auf bis zu 60 Prozent. Darüber hinaus sind Sie unabhängiger von steigenden Rohstoffpreisen. Preissteigerungen für Öl und Gas sind in Zukunft wahrscheinlich. Solarthermieanlagen sind überaus effizient und platzsparend, denn sowohl der Speicher als auch das Heizgerät sind sehr kompakt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit solarthermischen Anlagen Strom zu sparen: Wird zum Beispiel die Waschmaschine an den Warmwasserspeicher der Solarthermieanlage angeschlossen, muss keine extra Energie aufgewendet werden, um das Wasser für den Waschgang zu erwärmen.

Neben vielen Vorteilen bringt die Solarthermie aber auch Nachteile mit sich. Die meiste Energie liefern Solarthermieanlagen im Sommer, wenn keine solare Heizungsunterstützung benötigt wird. Dagegen reicht die Sonneneinstrahlung im Winter oft nicht aus, um den Heizwärmebedarf komplett zu decken. Aus diesem Grund muss häufig ein weiterer Wärmeerzeuger installiert werden. Dies kann eine Öl-, Gas- oder Pelletheizung, aber auch eine Wärmepumpe sein. Außerdem ist die Installation der Solarthermieanlage oft sehr aufwändig, da die Rohre für die Wärmeträgerflüssigkeit vom Dach bis zum Solarspeicher verlegt werden müssen. Eine kombinierte Anlage für die solare Heizungsunterstützung und die Warmwasserbereitung ist für sehr kleine Haushalte mit einem geringen Warmwasserbedarf meist nicht wirtschaftlich.2

Berechnung der solaren Heizungsunterstützung

Damit sich eine solare Heizungsunterstützung lohnt, muss die Solarthermieanlage auf das Gebäude abgestimmt sein. Ist sie zu groß oder zu klein dimensioniert, sinkt nämlich die Effizienz. Günstig ist eine südliche Ausrichtung der Dachfläche mit einer Neigung von 45 bis 55 Grad. In diesem Fall kann über die Photovoltaik besonders viel Energie gewonnen werden, so dass die Kosten für die Alternativheizung deutlich sinken. Mit einer zehn bis 15 Quadratmeter großen Kollektorfläche und einem Pufferspeicher, der zwischen 700 und 1200 Litern fasst, lässt sich der Heizwärmebedarf in einem Altbau zu etwa zehn bis 20 Prozent und in einem Energiesparhaus zu 25 bis 40 Prozent decken. Wird die Anlage zur solaren Heizungsunterstützung auch zur Bereitung von Warmwasser genutzt, erfolgt eine personenabhängige Berechnung der benötigten Kollektorfläche. Ausgegangen wird dabei vom durchschnittlichen Verbrauch einer Person. Damit der Energiezugewinn voll ausgeschöpft werden kann, ist ein entsprechend großer Speicher nötig. Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt eine Kollektorfläche von fünf bis sechs Quadratmetern sowie einen Pufferspeicher mit einem Fassungsvolumen von 300 bis 400 Litern, um den Energiebedarf zu 50 bis 60 Prozent über Photovoltaik zu decken. Soll eine Spülmaschine oder Waschmaschine eingebunden werden, muss der Speicher um 30 bis 50 Liter pro Gerät erweitert werden.3

Kosten für die solare Heizungsunterstützung

Eine solare Heizungsunterstützung kann nicht nur bei Neubauten eingeplant werden, auch Nachrüsten ist möglich. Für eine Solarthermieanlage, die der solaren Heizungsunterstützung und der Warmwasserbereitung dient, muss bei einer Kollektorfläche von zehn bis zwölf Quadratmetern und einem Speicher mit einem Fassungsvermögen von 600 bis 800 Litern mit Kosten zwischen 8000 und 10 000 Euro gerechnet werden. Darüber hinaus müssen jährliche Wartungskosten von circa 80 Euro eingeplant werden.

Die Installation von Solarthermieanlagen wird durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert. Wer die Förderung beantragen will, muss bei der Planung und Umsetzung einen Energieberater einbinden – auch für dessen Dienste kann ein Zuschuss beantragt werden. Für die Installation einer Anlage zur solaren Heizungsunterstützung wird entweder ein Kredit oder ein Investitionszuschuss gewährt. Die Investitionskosten für eine Solarthermieanlage können sich durch Fördermittel deutlich reduzieren. Außerdem sinken die jährlichen Betriebskosten für die Heizung und die Bereitung von Warmwasser, so dass sich der nachträgliche Einbau durchaus lohnt. Nach Berechnungen der Verbraucherzentrale spart ein Vier-Personen-Haushalt innerhalb von 20 Jahren rund 6500 Euro für die Warmwasserbereitung und das Beheizen der Räume ein. Noch dazu reduzieren sich die CO2-Emissionen im Jahr um etwa 750 Kilo, auf 20 Jahre gerechnet sind das 15 Tonnen weniger als bei einer konventionellen Warmwasser- und Heizungsanlage.4

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