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Multi-Stecksystem

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

11.10.2021

Letztes Update

11.10.2021

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  • Multi-Stecksystem

Vorteile des Multi-Stecksystems und anderer Stecksysteme

Inhalt des Wiki-Artikels

Stecksysteme werden in der wasserführenden Gebäudetechnik eingesetzt, um Komponenten miteinander zu verbinden. Eine besondere Art ist das Multi-Stecksystem, das die Verbindung aller wasserführenden Bauteile besonders einfach macht.

Vorteile von Stecksystemen

In der Gebäudetechnik werden Stecksysteme genutzt, um Rohrleitungen von Heizwasser- oder Trinkwasser-Rohren mit Fittings – speziellen Verbindungsstücken – zu verbinden. Der große Vorteil von Stecksystemen ist, dass die Montage ohne Werkzeug möglich ist. Vor allem bei beengter Bauweise, zum Beispiel in einem Schacht, erleichtern Stecksysteme das Zusammenfügen. In engen Montageräumen mit einer hohen Fittingzahl geht die Installation mit einem Multi-Stecksystem viel schneller.

Abhängig vom Rohrsystem ist eine Vorbereitung des zu verbindenden Rohres erforderlich. Dieser Schritt ist aber nicht bei allen Rohrsystemen nötig. Einige wenige Hersteller bieten Stecksysteme an, bei denen die Verbindung wieder gelöst und das Fitting erneut verwendet werden kann. Insgesamt sind rund ein Dutzend Hersteller von werkzeugloser Verbindungstechnik am Markt tätig. Stecksysteme gibt es in vielen Formen und aus verschiedenen Materialien. Werden sie fachgerecht installiert, sind die Verbindungen gewöhnlich dauerhaft dicht.

Genormte Stecksysteme

Alle Stecksysteme, die in Deutschland auf den Markt kommen, müssen bestimmten Normen entsprechen. In eine Trinkwasseranlage dürfen laut der „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser“ (AVBWasserV) ausschließlich Teile eingebaut werden, die von einer anerkannten Prüfstelle getestet wurden und den Test bestanden haben. Außerdem müssen die Anforderungen der „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“, kurz Trinkwasserverordnung, erfüllt sein. Für diese sind die beiden Abkürzungen TrinkwV und TVO geläufig. Schließlich sind auch noch die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten, und zwar im Hinblick auf:

  • Planung
  • Bau
  • Betrieb

Eine Zertifizierung ist für Stecksysteme verpflichtend, diese kann zum Beispiel durch den DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) erfolgen. Ist ein Produkt DIN-DVGW- oder DVGW-zertifiziert, bedeutet das, dass es die Anforderungen des DVGW-Regelwerks erfüllt und mit den einschlägigen DIN-Normen übereinstimmt. Genormte Stecksysteme erfüllen die geltenden Hygienestandards, den Nachweis der Haltbarkeit und weitere Anforderungen. Das DVGW-Zeichen auf Produkten heißt allerdings nicht, dass dieses auch für eine Heizungsanlange genutzt werden kann. Denn es gibt auch Rohr- und Stecksysteme, die allein für die Kaltwasseranwendung konzipiert sind.

Arten an Stecksystemen

Neben dem Multi-Stecksystem gibt es weitere Arten an Stecksystemen. Die einzelnen Systeme setzen sich aus aufeinander abgestimmten Bauteilen zusammen, es sollten ausschließlich die im Lieferumfang enthaltenen Teile des Herstellers genutzt werden. Als Folge der Verwendung nicht zusammengehöriger Bauteile können undichte Stellen im Rohrleitungssystem auftreten. Vorwiegend werden Komplettsysteme für Trinkwasser, Heizungsanbindung und Fußbodenheizung angeboten. Stecksysteme für Heizungs- und Wasserrohre lassen sich in folgende Kategorien unterteilen:

  • Rohrleitungssysteme mit Steckverbindungen
  • Systeme mit mehreren Fittingarten
  • Steckfittingsysteme mit mehreren Rohrarten

Sowohl die Fittings als auch die Formstücke für das Stecksystem können aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Sogenannte Pressfittings sind für die mehrfache Benutzung gemacht. Fittings bestehen zum Beispiel aus den folgenden Materialien:

  • Edelstahl
  • Kunststoff
  • Kupfer
  • Messing

Nicht nur die Werkstoffe, auch die Formen der Fittings sind vielfältig. Mit ihnen können gerade Verbindungen, Umlenkungen oder Abzweige im Rohrsystem realisiert werden. Vorwiegend werden Fittings in kleinen Dimensionen von 16 bis 32 Millimeter genutzt. Für Metallrohre werden aber auch kleinere und größere Fittings angeboten. Ein Hersteller von Stecksystemen bietet sogar Steckfittings mit einem Durchmesser von 54 Millimetern für Kupfer- und Edelstahlrohre an, die beispielsweise in der Industrie eingesetzt werden. Fittings sind unter anderem in folgenden Formen erhältlich:

  • Muffe
  • 90-Grad-Bogen
  • 45-Grad-Bogen
  • T-Stück
  • Reduzierstück
  • Werkstoffübergang

Das Fitting eines Stecksystems verfügt über ein Dichtelement und ein Halteelement. Die Verbindungstechnik ist für die Haltbarkeit entscheidend. Es gibt verschiedene Halteelemente, manche klemmen das Rohr fest, andere krallen sich in den Werkstoff des Rohrs. Die Hersteller vermarkten sie unter diesen Namen:

  • Fixierring
  • Gripring
  • Haltekeil
  • Haltekralle
  • Klemmhülse
  • Klemmring
  • Zahnring

Die Haltevorrichtung kann teils im Wasser liegen oder so konstruiert sein, dass sie es nicht berührt. Zwischen Rohr und Fitting befindet sich ein Dichtelement, das meistens aus EPDM besteht.

Prinzip des Multi-Stecksystems

Das Prinzip des Multi-Stecksystems beruht darauf, dass alle wasserführenden Bauteile einfach mit einer Aqua-Platine verbunden werden können. Multi-Stecksysteme sind für den Anschluss an Heiz- und Trinkwasserrohre geeignet. Vorteilhaft an einem Multi-Stecksystem ist, dass Installation und Wartung einfach sind. Die Bauteile lassen sich leicht verbinden und wieder lösen, auch in engen Montageräumen. Multi-Stecksystem gibt es für Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern. Mit einem Multi-Stecksystem lässt sich leicht eine dauerhaft dichte Verbindung herstellen.

Anlagen zum Heizen und zur Warmwasserbereitung sollten immer von einer Fachkraft geplant und installiert werden, da neben der Auswahl des passenden Stecksystems noch viele weitere Faktoren zu berücksichtigen sind. Beispielsweise gibt es viele unterschiedliche Arten der Trinkwassererwärmung. Welche die richtige ist, hängt von den Bedingungen ab. Wer ein entsprechendes Eigenheim besitzt, kann eine Wärmepumpe installieren. Ein andere Möglichkeit, erneuerbare Energien zum Heizen und für die Warmwasserbereitung zu nutzen, stellen Solarthermieanlagen dar.

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