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Ladekarten für E-Autos

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

10.09.2020

Letztes Update

20.04.2022

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  • Ladekarten für E-Autos

Ladekarten für E-Autos – Informationen zu Anbietern, Tarifen und Ladeparks

Inhalt des Wiki-Artikel

Ladekarte für Elektroautos: Anbieter und Kosten

Für die Nutzung öffentlicher Ladestationen wird häufig eine Ladekarte benötigt. Über einen RFID-Chip wird damit eine Kostenerfassung ermöglicht, der Ladevorgang des Elektroautos startet erst, nachdem die Karte erfolgreich identifiziert wurde. Ladekarten werden von mehr als 200 Anbietern offeriert, eine Ladekarte funktioniert dementsprechend nicht unbedingt an allen Ladepunkten. Die Bezahlsysteme sind unterschiedlich, so dass sich die Kosten teils deutlich unterscheiden. Manche Anbieter nehmen eine Pauschale für das Laden der Akkus, andere rechnen pro Minute oder Kilowattstunde ab. Für einige Ladekarten ist eine Grundgebühr fällig, für andere nicht. Zum einen gibt es regional begrenzte Angebote, zum anderen Roaming-Netzwerke, welche die Nutzung von Stromtankstellen verschiedener Betreiber ermöglichen.1

Beispiele für Anbieter von Ladekarten

Die Auswahl an Anbietern von Ladekarten ist groß, sowohl Stadtwerke und Stromkonzerne als auch Autohersteller wie BMW oder Mineralölunternehmen bieten die Karten zum Laden von E-Autos an. In der Regel kann die Ladekarte beim jeweiligen Anbieter online bestellt werden. Bei der Anschaffung einer Ladekarte lohnt es sich, Tarife und die aktuellen Preise zu vergleichen. Es folgt eine Auswahl oft genutzter Ladekarten mit Informationen zu den Konditionen.

EnBW mobility+

Von der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) wird ein Kundenkonto mit verschiedenen Bezahlmöglichkeiten angeboten, gezahlt werden kann per Ladekarte, App oder Gutschein-Code. Bei mobility+ stehen verschiedene Tarife zur Auswahl, es gibt einen Standardtarif ohne Grundgebühr, bei dem pro Kilowattstunde abgerechnet wird, einen Vielladertarif mit Grundgebühr und günstigeren Kilowattstundenpreisen und einen Vorteilstarif für Strom- und Gaskunden der EnBW. Elektrofahrzeuge können an allen Ladepunkten der EnBW und Partnerladestationen aufgeladen werden.2

ADAC-Ladekarte

Neben der ADAC e-Charge Card hat der deutsche Automobilclub auch die Bezahlung per App im Angebot. Der ADAC kooperiert mit der EnBW und bietet damit eine Netzabdeckung von mehr als 90 Prozent in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es gibt zwei verschiedene Tarife für Wechselstrom- und Gleichstromladesäulen, abgerechnet wird pro Kilowattstunde. In Verbindung mit der Ladekarte gewährt der ADAC teils auch Rabatte.3

Ladekarten von Maingau

Der Energiekonzern Maingau hat neben der Ladekarte einen Ladechip und eine App im Programm. Sowohl die Karte als auch der Chip sind RFID-fähig, der Ladechip kann einfach am Schlüsselbund befestigt werden und ist somit immer direkt griffbereit. Es gibt einen Normalpreis-Tarif und einen vergünstigten Tarif für Maingau-Energiekunden, abgerechnet wird pro Kilowattstunde Strom und pro Minute Standzeit. Ladestationen, die mit der Maingau-Ladekarte genutzt werden können, stehen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und weiteren europäischen Ländern.4

InCharge Key von Vattenfall

Die Ladekarte des Energieunternehmens Vattenfall trägt den Namen InCharge Key. Alle Vattenfall-Ladestationen ermöglichen das Aufladen von Elektrofahrzeugen zu einem einheitlichen Preis, der pro Kilowattstunde berechnet wird. Die Preise an Ladepunkten von Roaming-Partnern können davon abweichen. Stromtankstellen, die mit der Ladekarte InCharge Key genutzt werden können, gibt es europaweit.5

Newmotion-Ladekarte

Zur Shell-Gruppe gehört Newmotion, neben der Ladekarte bietet das Unternehmen einen Schlüsselanhänger mit Chip zum Laden von Elektroautos an. Mit der Newmotion-Ladekarte können mehr als 155 000 öffentliche Ladestationen in ganz Europa genutzt werden. Die Kosten für das Laden werden pro Kilowattstunde berechnet und per Lastschriftverfahren mit ausgewiesener Mehrwertsteuer abgerechnet. Auch an Schnellladestationen können E-Fahrzeuge aufgeladen werden, ohne dass eine extra Karte erforderlich ist.6

Eon Drive Easy

Der Energiekonzern Eon bietet die Ladekarte Drive Easy an. Mit dieser können mehr als 8000 Ladepunkte in Deutschland genutzt werden. Auch das Aufladen per App ist möglich. Der Tarif von Eon beinhaltet eine monatliche Grundgebühr, dazu kommen Ladekosten. Abgerechnet wird abhängig vom Ladepunkt nach Kilowattstunden, pauschal über eine Einmalgebühr oder nach Standzeit. Kundinnen und Kunden erhalten jeden Monat eine Rechnung per E-Mail mit Einzelnachweisen aller Ladungsvorgänge.7

Ladekarten mit Flatrate

Eine Ladekarte mit Flatrate ist vor allem für Vielfahrer sinnvoll. Der Trend geht allerdings zur Abrechnung über Kilowattstunden oder Zeitintervalle. Es gibt aber noch einige Anbieter, die Flatrate-Ladekarten offerieren.8 Zu diesen gehört beispielsweise die Swb in Bremen, die eine Stromtankkarte für Kundinnen und Kunden in ihrem Versorgungsgebiet anbietet. Wer von dem Unternehmen Strom bezieht, bezahlt nur den halben Preis wie Nichtbezieher.9 Auch die Stadtwerke Tecklenburger Land bieten einen Flatrate-Tarif für Ladekarten an, für die eine einmalige Einrichtungsgebühr entrichtet werden muss. Dafür kann für eine moderate monatliche Gebühr beliebig oft Strom getankt werden. Neben Flatrates und Abrechnungen pro Einheit gibt es außerdem Angebote mit Festpreisen pro Ladung. Die Kosten für eine Schnellladung liegen für gewöhnlich etwas höher als die für eine Normalladung. Festpreise pro Ladung bietet zum Beispiel die Naturstrom AG ihren Gas- und Stromkunden an.10

Ladeparks für Elektrofahrzeuge

Europaweit wird die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge immer weiter ausgebaut. Wie bei den Ladekarten gibt es auch bei Ladestationen unterschiedliche Anbieter. Neben Ladepunkten mit nur einer oder zwei Säulen werden Ladeparks mit einem umfangreicheren Angebot an Lademöglichkeiten geschaffen. Ionity plant, insgesamt 400 Ladeparks an wichtigen europäischen Verkehrsachsen zu installieren, die im Durchschnitt mit sechs Ladesäulen ausgestattet sind.11 Am Autobahnkreuz Hilden wird Europas größter Ladepark „Seed & Greet“ für E-Autos verwirklicht, der mit 40 Superchargern von Tesla und 22 Ladeplätzen des niederländischen Anbieters Fastned, an denen Elektrofahrzeuge anderer Marken geladen werden können, ausgestattet wird. Der Strom für die Ladesäulen soll über eine Photovoltaikanlage und zwei Kleinwindkraftanlagen gewonnen werden.12 Ein Mega-Ladepark ist am Autohof Lutterberg an der A7 in Betrieb, 16 Supercharger von Tesla stehen bereits zur Verfügung, zwei Ionity-Ladesäulen sollen folgen.13 Ob die eigene Ladekarte an einer Ladestation akzeptiert wird, lässt sich in der Regel über eine App des Ladekartenanbieters feststellen.

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