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Klimaschutzinitiative

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

25.01.2021

Letztes Update

28.07.2021

  • Wiki
  • K
  • Klimaschutzinitiative

Themen und Projekte der Internationalen und Nationalen Klimaschutzinitiative

Inhalt des Wiki-Artikels

Die Internationale und die Nationale Klimaschutzinitiative Deutschland

Klimaschutzinitiativen gibt es auf nationaler und internationaler Ebene. Sie fördern Programme und Projekte zum Klimaschutz und tragen damit zur geplanten Energiewende bei. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) und die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) sind Förderinstrumente des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Seit 2008 fördert das BMU Projekte mit dem Ziel, Emissionen zu verringern, Energie effizienter nutzbar zu machen und mehr erneuerbare Energien einzusetzen. Durch die Internationale Klimaschutzinitiative soll die bilaterale Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern gestärkt und auf ein umfassendes globales Klimaschutzabkommen hingewirkt werden. Seit 2017 wird darüber hinaus die Kooperation mit EU-Ländern zur Erreichung der gesetzten Energie- und Klimaziele durch die Europäische Klimainitiative (EUKI) gefördert.1

Ziele und Projekte der Nationalen Klimaschutzinitiative

Die Nationale Klimaschutzinitiative unterstützt Projekte zum Klimaschutz in Deutschland. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Die Nationale Klimaschutzinitiative leistet einen Beitrag dazu, indem sie Klimaschutzprojekte fördert und Investitionen in Klimaschutztechnologien unterstützt. Zwischen 2008 und 2013 erhielten über 19 000 Projekte eine Förderung, insgesamt belief sich die Förderhöhe auf mehr als 421 Millionen Euro. Durch die Projekte konnten zwischen 2008 und 2011 rund 1,4 Millionen Tonnen CO2 und andere Treibhausgase vermieden werden. Förderprogramme gibt es sowohl für kommunale als auch für Einzelprojekte, besondere Schwerpunkte der Nationalen Klimaschutzinitiative sind gewerbliche Kälteanlagen, Mini-KWK-Anlagen und Hybridbusse.2

Investive kommunale Klimaschutz-Modellprojekte im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative müssen öffentlichkeitswirksam auf die Förderung hinweisen. Eine geeignete Maßnahme sind Informationstafeln, die über einen Zeitraum von fünf Jahren gut leserlich und sichtbar bleiben sollten. Der Förderhinweis samt Kombination aus dem Logo der Nationalen Klimaschutzinitiative und dem Logo des BMU muss auf weißem Grund stehen, Helvetica oder Times New Roman kommen als Schrift infrage. Ein Foto der Informationstafel ist an den zuständigen Bearbeiter beim Projektträger Jülich zu senden.3

PtJ – Klimaschutz mit dem Projektträger Jülich

Der Projektträger Jülich (PtJ) wurde 1974 ins Leben gerufen, um das erste Energieforschungsprogramm der Bundesregierung umzusetzen. Von der Grundlagenforschung bis zum Markteintritt bedient der PtJ Innovationsprozesse. Beim PtJ handelt es sich um eine weitgehend selbstständige Organisation mit Hauptsitz in Jülich, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Bonn und Rostock. Der Projektträger hat sich zum Ziel gesetzt, Förderinstrumente weiterzuentwickeln, um Innovationsprozesse voranzutreiben.4

Die Internationale Klimaschutzinitiative für Klima- und Artenschutz

Die Internationale Klimaschutzinitiative fördert weltweit Projekte, die dem Klimaschutz oder dem Erhalt der Biodiversität dienen. Von 2008 bis zum Jahr 2019 hat die IKI mehr als 730 Projekte in rund 60 Ländern mit insgesamt 3,9 Milliarden Euro unterstützt. Grundlegend für die Arbeit der Internationalen Klimaschutzinitiative sind diverse globale Vereinbarungen, unter anderem die folgenden:

  • Klimarahmenkonvention (UNFCCC – United Nations Framework Convention on Climate Change)
  • Biodiversitätskonvention (CBD – Convention on Biological Diversity)
  • Pariser Klimaschutzabkommen
  • New Urban Agenda (NUA)
  • Agenda 2030 mit Nachhaltigkeitszielen (SDGs – Sustainable Development Goals)
  • Montrealer Protokoll (Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht)
  • Bonn Challenge (globale Initiative zur Wiederbewaldung)
  • New York Declaration on Forests (NYDF – Initiative gegen Waldverlust)

Ausgewählt werden Projekte nach Themen und Ideenwettbewerben, auf diese Weise soll neben der Vielfalt sichergestellt werden, dass die besten Ideen verwirklicht werden. Von der Internationalen Klimaschutzinitiative werden Projekte in vier Themenbereichen gefördert:

  • Minderung von Treibhausgasen
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels
  • Erhalt natürlicher Kohlenstoffsenken, mit Schwerpunkt auf Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD+)
  • Schutz der biologischen Vielfalt

Die Internationale Klimaschutzinitiative fördert zum einen Projekte in der ganzen Welt, zum anderen startet sie aber auch eigenständige Großinitiativen zum Klimaschutz. Dazu zählt unter anderem das internationale Finanzierungsprogramm „NAMA Facility“ zur Bekämpfung des Klimawandels. Eine weitere IKI-Initiative ist das Klimaaktionsbündnis Salpetersäure (NACAG – Nitric Acid Climate Action Group), das Partnerländer hinsichtlich der technischen Umrüstung von Salpetersäurefabriken berät, um Lachgasemissionen zu verringern.5

Förderung durch die Europäische Klimaschutzinitiative

Die Europäische Klimaschutzinitiative wurde vom BMU initiiert, um die Klimapolitik innerhalb der EU voranzubringen und umzusetzen. In den Jahren 2017 und 2018 hat die EUKI 64 Projekte gefördert, 2019 hat sie 22 Projekte unterstützt. An den Projekten wirken 25 EU-Länder mit, darüber hinaus gibt es Projektaktivitäten in der Schweiz, Monaco und Liechtenstein. Die Förderung der Europäischen Klimaschutzinitiative konzentriert sich auf die folgenden Themen:

  • Klimapolitik
  • Energie
  • Gebäude und Kommunen
  • Mobilität
  • Landwirtschaft, Boden und Wald
  • Bewusstseinsbildung
  • Klimafreundliche Finanzierung
  • Nachhaltiges Wirtschaften

Ziele der Europäischen Klimaschutzinitiative sind Bewusstseinsbildung für die Hintergründe des Klimawandels, Förderung des Wissensaustauschs sowie der Brückenschlag zu EU-Förderprogrammen, um finanzielle Mittel in innovative Klimaschutzmaßnahmen zu lenken. Die EUKI strebt an, die Zusammenarbeit innerhalb der EU voranzubringen, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Förderberechtigt sind Regierungen, Gebietskörperschaften, die Zivilgesellschaft, Verbraucher und die gewerbliche Wirtschaft. Wie die Internationale Klimaschutzinitiative nutzt die EUKI Ideenwettbewerbe, um die vielversprechendsten Projekte zu unterstützen. Darüber hinaus erfolgen Ausschreibungen über das BMU, über die Projekte und Studien ausgewählt und gefördert werden.

Die von der Europäischen Klimaschutzinitiative geförderten Projekte sind von ganz unterschiedlicher Art. Beispielsweise wurde die Pflanzung von 2497 Eichen durch Grundschulkinder in Sizilien unterstützt – innerhalb von 40 Jahren binden diese Bäume rund 600 000 Kilogramm CO2. Ein weiteres Förderprojekt war die Gründung des Netzwerks „Alpine Partnerschaft für lokale Klimaaktionen“ (ALPACA), das sich dem Klimaschutz in den Alpen widmet.6

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