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JetFlow-System

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

09.09.2021

Letztes Update

09.09.2021

 

Das JetFlow-System in Heizkesseln

Inhalt des Wiki-Artikels

Der Begriff JetFlow-System ist in verschiedenen Bereichen gebräuchlich. Es gibt zum Beispiel ein Trinksystem, das den Namen „Jetflow Hydration System“ trägt. Manche Schiffe sind mit einem JetFlow-Steuerungssystem ausgestattet. Ist beim Thema Energie von einem JetFlow-System die Rede, ist in der Regel ein Bestandteil der Heizungsanlage gemeint.

Aufgabe des JetFlow-Systems

Heizkessel mit JetFlow-System weisen eine spezielle Wasserführung auf. Die Aufgabe des JetFlow-Systems besteht nämlich darin, das kalte Heizungsrücklaufwasser zielgerichtet durch den ganzen Heizkessel einer Heizungsanlage zu lenken. Auf diese Weise werden kühlere Bereiche im hinteren Teil des Heizkessels vermieden und das erwärmte Wasser bleibt auf Temperatur. Gleichzeitig wird mit dem JetFlow-System der Schwitzwasserbildung entgegengewirkt. Das JetFlow-System sorgt mit seinem Aufbau für eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Heizkessel, durch die Spannungsrisse der Gussglieder verhindert werden.

Aufbau einer Heizungsanlage

Eine Heizungsanlage setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Sie kann allein dem Beheizen von Räumen dienen oder darauf ausgelegt sein, gleichzeitig zu heizen und Warmwasser zu bereiten. Das Funktionsprinzip ist immer ähnlich, egal ob die Heizung mit einem fossilem Brennstoff oder erneuerbaren Energien betrieben wird. Die grundlegenden Bestandteile einer Heizungsanlage sind:

  • Wärmeerzeuger
  • Regelung
  • Rohrleitungen als Vor- und Rücklauf
  • Heizkörper oder Flächenheizung

Die einzelnen Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein. Wenn Wärme mittels eines Verbrennungsprozesses erzeugt wird, bei dem Abgase entstehen, ist außerdem ein Abgassystem wie zum Beispiel ein Schornstein erforderlich.

Wärmeerzeuger mit JetFlow-System

Wärme für das Haus kann auf unterschiedliche Weise gewonnen werden. Viele Gebäude in Deutschland sind mit einer Heizungsanlage mit Heizkessel ausgestattet, in dem fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas verfeuert werden. Auch die nachhaltigeren Pellets sind zur Wärmeerzeugung geeignet. Wer mit Pellets heizen will, braucht nicht unbedingt einen neuen Heizkessel, denn es gibt sogenannte Anbau-Pelletbrenner, mit denen zum Beispiel alte Ölkessel nachgerüstet werden können. Zudem kommen erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung infrage. Besonders nachhaltige Wärmeerzeuger sind:

Das JetFlow-System kommt vorwiegend in mit Öl oder Gas befeuerten Heizkesseln zum Einsatz. Beispielsweise ist der Dreizugkessel Vitorond 200 mit einem JetFlow-System ausgestattet. Der Kessel ist in Gusssegmentbauweise gefertigt und mit moderner Technik ausgestattet, mit Hilfe derer einerseits der Energieverbrauch gesenkt und andererseits Emissionen reduziert werden. Neben dem JetFlow-System sorgen weitere Komponenten für eine effektive Beheizung, darunter die Eutectoplex-Heizfläche. Inklusive Wärmedämmung, Brenner und Kesselkreisregelung kommt der Heizkessel abhängig von seiner Nennwärmeleistung auf ein Gewicht von 134 bis 210 kg. Der Dreizugkessel mit JetFlow-System ist mit einer Nennwärmeleistung von entweder 15 Kilowatt (kW), 18 kW, 22 kW, 27 kW oder 33 kW verfügbar und erreicht damit jeweils einen Normnutzungsgrad von 94,5 Prozent.

Die Regelung von Heizungsanlagen

Über die Regelung einer Heizungsanlage wird die Wärmebereitstellung gesteuert. Eine einfache Regelung richtet sich ausschließlich nach dem Wärmebedarf, der von den Heizleitungen angefragt wird. Es gibt aber auch weitaus komfortablere Regelungen, die mit Temperaturfühlern ausgestattet oder mit dem Internet verbunden sind und die Wettervorhersage miteinbeziehen. Eine entsprechend ausgestattete Heizungsanlage in einem Smart Home lässt sich sogar per App steuern. Sind die Regelung und die anderen Komponenten einer Heizungsanlage gut aufeinander abgestimmt, ist die Wärmeerzeugung besonders effizient. Auf diese Weise lassen sich Energie und Kosten sparen.

Wärmeverteilung über Rohrleitungen

Gleich ob die Wärme von einem Heizkessel mit JetFlow-System oder einem anderen Wärmeerzeuger bereitgestellt wird, die Verteilung der Wärme erfolgt über Rohrleitungen. Die Leitungen sind zu allen beheizbaren Räumen in einem Gebäude verlegt und bilden den Heizkreislauf. In den Rohrleitungen befindet sich in der Regel Heizwasser, das mittels einer oder mehrerer Pumpen zum Zirkulieren gebracht wird. Die Funktion der Pumpe sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden, denn wenn sie beeinträchtigt ist, kann es vorkommen, dass weit vom Wärmeerzeuger entfernte Heizkörper nur unzureichend mit Wärme versorgt werden, während die nahen Heizkörper überversorgt sind.

Wärmeabgabe an die Räume

Das vom Wärmeerzeuger erhitzte Heizwasser fließt durch die Rohrleitungen in Heizkörper oder eine Flächenheizung. Meistens sind Flächenheizungen als Fußbodenheizungen installiert, aber auch Wand- oder Deckenheizungen sind möglich. Heizkörper oder Flächenheizung übertragen die Wärmeenergie vom Heizwasser auf die Raumluft. Über die Luft breitet sich die Wärme im Raum aus und sorgt so an kälteren Tagen für angenehme Temperaturen und einen hohen Wohnkomfort.

Heizkessel mit JetFlow-System kaufen

Beim Kauf eines Heizkessels mit JetFlow-System müssen einige Dinge beachtet werden. Grundsätzlich sollte die Leistung des Heizkessels zum Gebäude passen. Über eine Heizlastberechnung kann ermittelt werden, welche Leistung empfehlenswert ist. Mit dem Rechenverfahren wird die Heizlast von Gebäuden berechnet. Die Heizlast gibt die Menge an Wärmeenergie an, die einem Gebäude zugeführt werden muss, damit es eine bestimmte Temperatur beibehält. Folgende Tipps helfen bei der Auswahl eines Heizkessels – sie gelten für alle Heizkessel, nicht nur für die mit JetFlow-System:

  • Heizkessel sollten so konstruiert sein, dass die Stillstandsverluste minimal sind. Stillstandsverluste treten während der Betriebspausen auf: Wärme wird ungenutzt abgeführt.
  • Besonders effizient ist die Brennwerttechnik, bei der auch die Kondensationswärme nutzbar gemacht wird.
  • Wird der Heizkessel in einem beheizten Raum aufgestellt, werden die Wärmeverluste des Kessels zu Wärmegewinnen des Raums.
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