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Heizband

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

07.09.2021

Letztes Update

07.09.2021

Definition Heizband und Heizbänder mit spezieller Funktion

Inhalt des Wiki-Artikels

Ein Heizband ist eine elektrische Begleitheizung, die vor allem zum Frostschutz oder zur Temperaturhaltung eingesetzt wird. Der Vorteil von Heizbändern ist, dass sie sehr flexibel sind. Deshalb können sie beispielsweise als Rohrbegleitheizband oder als Dachrinnenheizband eingesetzt werden. Das Heizband verhindert, dass Wasser gefriert und das Rohr oder die Dachrinne deshalb vielleicht sogar platzt.

Wie funktioniert ein Heizband?

Heizbänder bestehen aus einem leitfähigen Material mit einem hohen elektrischen Widerstand, das sich erhitzt, wenn Strom hindurchfließt. Wie hoch die Wärmeleistung ist, hängt unter anderem von der angelegten Spannung ab. Die Leistung eines Heizbands lässt sich über mehrere parallel oder in Reihe geschaltete Widerstände regulieren. Dabei darf der Stromfluss nie so stark werden, dass die Schmelztemperatur des Leitermaterials oder die Grenztemperatur der Isolierhülle erreicht wird. Ein Heizband setzt sich aus zwei verlitzten oder gewendelten Heizleitern zusammen, die von einer Isolierhülle umgeben und mittels einer zusätzlichen Isolierung verbunden sind, so dass sie parallel verlaufen und ein Band bilden.

Wo werden Heizbänder genutzt?

Aufgrund ihres Aufbaus sind Heizbänder zugleich widerstandsfähig und flexibel. Dies trifft zwar auch auf serielle Heizkabel zu, diese sind aber weniger leistungsstark. Heizbänder werden dementsprechend dort eingesetzt, wo eine hohe Leistung und viel Flexibilität erforderlich sind. Sie werden zum Beispiel zur Dachrinnen-, Behälter- und Rohrbeheizung genutzt. Außerdem sind Heizbänder geeignet, um Wege von Eis freizuhalten.

Heizbänder mit speziellen Funktionen

Grundsätzlich sind alle Heizbänder mit Mess- und Regeltechnik ausgestattet. In manchen Einsatzgebieten ist allerdings die Nutzung eines Heizbands mit spezieller Funktion sinnvoll. Das kann zum Beispiel eines der folgenden Heizbänder sein:

  • Selbstregulierendes Heizband
  • Heizband mit Thermostat
  • Düsenheizband

Selbstregulierendes Heizband

Selbstregulierende Heizbänder sind für Einsatzgebiete geeignet, wo eine konstante Temperatur erforderlich ist, die Umgebungstemperatur aber häufig schwankt. Bei einem selbstregelnden Heizband ist zwischen den beiden parallel verlaufenden Heizleitern ein kohlestoffhaltiger, bedingt leitender Kunststoff eingebracht, der auf die Umgebungstemperatur reagiert. Sinkt die Umgebungstemperatur, zieht sich der Kunststoff zusammen und die Kohlestoffteilchen werden zusammengedrückt. Auf diese Weise ergeben sich Strompfade, der Widerstand sinkt und der Stromfluss nimmt zu. Dadurch erwärmt sich das Heizband. Steigt die Umgebungstemperatur an, geht der Kunststoff wieder auseinander und die Kohlestoffteilchen verteilen sich. Infolgedessen nimmt der Stromfluss ab und das selbstregulierende Heizband kühlt ab. Einsatzgebiete für selbstregelnde Heizbänder sind beispielsweise Rohrleitungen oder Tanks, die nicht immer vollständig gefüllt sind. Der Vorteil dieses Heizbands ist, dass die Selbstregulierung separat über die gesamte Fläche des Bands erfolgt. Auf diese Weise wird die Wärmeleistung durchgängig an den Bedarf anpasst. Durch die individuelle Anpassung werden unnötige Energiekosten vermieden.

Heizband mit Thermostat

Bei einem Heizband mit Thermostat wird die Wärme im gesamten Band über ein zentrales Element geregelt. Ist das Thermostat mit einem Temperaturfühler ausgestattet, erfolgt die Regulierung der Temperatur automatisch.

Düsenheizband

Düsenheizbänder werden unter anderem in der Kunststoffverarbeitung eingesetzt. Kunststoffdichte Heizbänder sind an den Düsen von Spritzgießmaschinen angebracht, um für die richtige Temperatur dort zu sorgen. Weitere Einsatzgebiete für Düsenheizbänder sind:

  • Heißkanalwerkzeuge
  • Transferrohre in der Bitumenaufbereitung
  • Sondermaschinenbau
  • Kabelextrusion
  • Folienschweißgeräte
  • Abfülleinrichtungen in der Nahrungsmittelindustrie

Vor- und Nachteile selbstregelnder Heizbänder

Ein selbstregulierendes Heizband hat viele Vorteile, aber auch einen Nachteil: Es kostet deutlich mehr als ein gewöhnliches Heizband. Da Heizbänder in der Regel als Meterware verkauft werden, lässt sich zumindest die Länge genau anpassen. Demgegenüber stehen die Vorteile eines selbstregelnden Heizbands:

  • Hohe Flexibilität
  • Zuverlässige Funktion
  • Sicherer Betrieb
  • Einfache Installation
  • Wirtschaftlicher Betrieb

Durch die Selbstregulierung wird das Heizband in verschiedenen Abschnitten unterschiedlich warm. Aufgrund dieser individuellen Anpassung kann es auch nicht zu einem Überhitzen kommen, wenn sich Heizbänder kreuzen oder übereinander gewickelt sind. Somit sind Heizbänder in ihrer Funktion zuverlässig und sicher. Dazu kommt die hohe Flexibilität, dank der sich die Installation einfach gestaltet: Ein Heizband kann zum Beispiel ganz leicht um ein Rohr gewickelt werden. Selbstregelnde Heizbänder sind in verschiedenen Leistungsstufen verfügbar, so dass sie passend zum Bedarf ausgewählt werden können. Eine teure Regelungstechnik mit Temperaturfühler ist nicht erforderlich, das Heizband reguliert die Temperatur selbst. Es liefert immer genau so viel Wärme wie nötig, so dass keine überflüssigen Energiekosten anfallen.

Installation von Heizbändern

Da ein Heizband sehr flexibel ist, lässt es sich auch an schwierigen Stellen leicht anbringen. Bei der Installation eines Heizbands muss darauf geachtet werden, dass die Oberfläche, auf der es verlegt werden soll, möglichst sauber und frei von Unebenheiten ist. Die Installation sollte mit dem Originalzubehör erfolgen. Im Bereich von Pumpen, Ventilen und anderen Einbauteilen ist darauf zu achten, dass das Heizband so verlegt wird, dass Wartungen oder Reparaturen ohne größere mechanische Belastung der Heizleiter möglich sind. Für das Heizband angegebene Temperaturen sollten unbedingt eingehalten werden – dies gilt zum Beispiel für:

  • Minimale und maximale Umgebungstemperatur
  • Haltetemperatur

Die Haltetemperatur bezeichnet die Temperatur, die durch das Heizband konstant aufrechterhalten wird. Sie kann eingestellt werden, zum Beispiel über einen Temperaturregler. Heizbänder sind temperaturbeständig und für hohe Betriebstemperaturen geeignet. Außerdem sind sie feuchtigkeitsresistent und besitzen eine hohe chemische Widerstandsfähigkeit. Aus diesen Gründen eignet sich das Heizband auch für eine Installation in einem schwierigen Einsatzbereich.

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