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Fallschachtfeuerung

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

13.08.2021

Letztes Update

17.08.2022

  • Wiki
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  • Fallschachtfeuerung

Wissenswertes zur Fallschachtfeuerung bei Pelletöfen

Inhalt des Wiki-Artikels

Die Fallschachtfeuerung ist ein Feuerungssystem bei Pelletheizungen. Charakteristisch für diese Art der Feuerung ist, dass sich die Brennstoffzufuhr sehr genau dosieren lässt und nur ein sehr geringes Rückbrandrisiko besteht. Neben der Fallschachtfeuerung gibt es einige weitere Feuerungssysteme bei Heizungen, die mit Pellets betrieben werden.

Feuerungssysteme bei Pelletheizungen

Pelletheizungen sind vielfältig einsetzbar, sie sorgen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, kommunalen Gebäuden, Schulen, Kindergärten und gewerblichen Objekten für Wärme. Es gibt drei verschiedene Bauarten bei Pelletheizungen:

  • Pelletöfen
  • Pellet-Zentralheizungen
  • Pellet-Brenneraufsätze

Pelletöfen sind kompakte Heizgeräte, die im Wohnbereich aufgestellt werden und in der Regel einzelne Räume beheizen. Zu ihnen zählen mit Pellets befeuerte Kaminöfen. Dagegen werden Pellet-Zentralheizungen in Heizungsräumen installiert, sie heizen das gesamte Gebäude und erwärmen das Brauchwasser. Pellet-Brenneraufsätze dienen dazu, noch gut erhaltene Ölkessel auf Pellets umzurüsten. Der alte Kessel kann dann weiter genutzt werden, wird aber mit Pellets statt mit Öl befeuert. Bei Pelletheizungen gibt es folgende Feuerungssysteme:

  • Fallschachtfeuerung
  • Quereinschubfeuerung
  • Unterschubfeuerung
  • Walzenrostfeuerung
  • Wurfbefeuerung

Quereinschub- und Unterschubfeuerung

Bei der Quereinschubfeuerung werden die Pellets über eine Förderschnecke von der Seite in die Feuerfläche transportiert, bei der Unterschubfeuerung von unten. Diese Feuerungssysteme haben den Vorteil, dass wenig Asche bei der Verbrennung der Pellets entsteht, die sich dann in einem Aschebehälter unter der Feuerfläche sammelt. Darüber hinaus ist der Stand der Füllung leicht zu kontrollieren. Von Nachteil ist, dass die Pellets bereits bei der Förderung in Verbindung mit der Glutzone treten, dadurch schwelt die Pelletheizung länger nach, wodurch mehr Emissionen entstehen als bei anderen Feuerungssystemen. Quereinschub- und Unterschubfeuerung kommen häufig bei Pelletkesseln zum Einsatz.

Walzenrostfeuerung

Die Walzenrostfeuerung zeichnet sich dadurch aus, dass sich im Brennraum der Pelletheizung mehrere langsam drehende Stahlscheiben befinden. Die Pellets fallen von oben auf diese Walzen und werden durch die Rotation weitergeleitet. Die Zwischenräume werden bei jeder Umdrehung mittels eines Abstreifkamms gereinigt. Dies hat den Vorteil, dass die Asche nach unten fällt und oben Verbrennungsluft zugeführt werden kann.

Wurfbefeuerung

Bei der Wurfbefeuerung werden Pellets über ein Schleuderrad in den Brennraum befördert und über das gesamte Glutbett verteilt. Die Pellets können genau dosiert werden, Feinpartikel verbrennen schon auf dem Weg zur Glut. Vorteilhaft an diesem Feuerungssystem ist, dass es möglich ist, auch nur geringe Brennstoffmengen in den Feuerraum zu schleudern, wodurch sich die Temperatur besser regulieren lässt.

Aufbau und Vorteile der Fallschachtfeuerung

Die Fallschachtfeuerung ist ein System, bei dem die Pellets über die Förderschnecke zu einem Fallschacht transportiert werden, durch den sie dann aufs Glutbett fallen. Das Glutbett kann sich in einer Brennschale oder auf einem Kipprost befinden. Ist die Pelletheizung mit Fallschachtfeuerung mit einem Kipprost ausgerüstet, hat das den Vozug, dass die Asche automatisch in regelmäßigen Abständen in den Aschebehälter gekippt wird. Bei der Fallschachtfeuerung wird über seitliche Düsen Luft zugeführt. Die Vorteile dieses Feuerungssystems sind:

  • Die Pellets haben keine Verbindung zur Glutzone, so dass die Anlage schnell abgestellt werden kann. Dadurch werden keine überflüssigen Emissionen verursacht.
  • Die Pellets fangen bereits im Fall an zu glühen, landen gleichmäßig im Glutbett und werden gleichmäßig mit Luft versorgt, so dass sie annähernd restlos verbrennen.
  • Die Fallschachtfeuerung ist sehr verschleißarm.
  • Die Verbrennung kann genau gesteuert werden.
  • Die Fallschachtfeuerung ist rückbrandsicher.
  • Saubere Verbrennung mit hohem Wirkungsgrad.

Der Stand der Füllung kann bei der Fallschachtfeuerung entweder nur durch Nachschauen oder den Einbau einer Lambdasonde kontrolliert werden. Kaminöfen, die mit Pellets betrieben werden, sind vorwiegend mit einer Fallschachtfeuerung ausgestattet. Gezündet werden die Pellets bei einem Pelletofen mittels einer Zündpatrone. In dieser wird durchströmende Luft auf etwa 800 °C erhitzt und dem Brennraum zugeführt. Ein Saugzuggebläse dient dem Luftabzug. Die Abgase werden über den Schornstein abgeführt.

Wasserführende Pelletöfen mit Fallschachtfeuerung

Eine Sonderform von Pelletöfen sind wasserführende Pelletöfen. Mit diesen wird nicht nur der Raum geheizt, in dem sie stehen, sie geben gleichzeitig noch Wärme an den Heizwasserkreislauf der Zentralheizung und das Brauchwasser ab. Ebenso wie nicht wasserführende Öfen verfügen sie gewöhnlich über eine Fallschachtfeuerung. Bei wasserführenden Pelletöfen befindet sich eine an den Heizkreislauf angeschlossene Wassertasche meist neben und hinter der Brennkammer. Die heißen Abgase von der Verbrennung werden durch Wärmetauscherröhren geleitet, die von Wasser umspült sind, so dass die Wärme an dieses abgegeben wird. Abhängig von der Bauart werden 60 bis 90 Prozent der Wärmeleistung des Pelletofens in den Heizwasserkreislauf eingespeist. Die übrige Verbrennungswärme heizt den Raum auf, in dem sich der wasserführende Pelletofen befindet. Beim Kauf eines wasserführenden Pelletofens mit Fallschachtfeuerung muss die Raumgröße beachtet werden. Hat der Aufstellraum nur einen geringen Wärmebedarf, aber mit dem Pelletofen soll der gesamte Wärmebedarf eines Hauses gedeckt werden, kann der Raum schnell überhitzen. Deshalb sollte im Vorfeld der tatsächlich benötigte Wärmebedarf für den Aufstellungsraum, die Gebäudebeheizung und die Brauchwassererwärmung ermittelt werden. Wasserführende Pelletöfen mit Fallschachtfeuerung werden mit einer Nennwärmeleistung zwischen sechs bis 15 Kilowatt (kW) angeboten. Die Öfen werden modulierend geregelt, so dass die Heizleistung in einem Bereich von 30 bis 100 Prozent der Nennwärmeleistung eingestellt werden kann.

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