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Emissionen

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

19.05.2021

Letztes Update

17.08.2022

 

Daten zu den THG-Emissionen in Deutschland und weltweit

Inhalt des Wiki-Artikels

Emissionen weltweit, in der EU und in Deutschland

Der Begriff Emission bezeichnet eine von einer Quelle ausgehende Freisetzung von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen in die Atmosphäre. Die Quellen von Emissionen werden Emittenten genannt. Emissionen können natürlichen Ursprungs oder von Menschen verursacht sein. Natürliche Emittenten sind beispielsweise Sümpfe, die Methan emittieren, und Pflanzen, die Pollen emittieren. Durch Naturereignisse wie Waldbrände und Vulkanausbrüche emittieren Schadstoffe wie Ruß und Schwefeldioxid in die Atmosphäre. Anthropogene – menschengemachte – Emissionen gehen vor allem vom Verkehr, der Industrie und der Landwirtschaft aus.1

Immission und Transmission

Das Einwirken der von den Emittenten an die Umwelt abgegebenen Stoffe wird Immission genannt. Die Immissionen werden durch die Luftqualitätsüberwachung erfasst und bewertet. Im „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge“, kurz Bundes-Immissionsschutzgesetz, sind Regeln festgehalten, die schädliche Umwelteinwirkungen durch Emissionen verringern sollen. Ziel des Gesetzes ist, Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Grundwasser, die Atmosphäre und Kulturgüter zu schützen und schädlichen Umwelteinwirkungen vorzubeugen.

Transmission steht in der Physik für eine Größe für die Durchlässigkeit eines Mediums im Hinblick auf Wellen. Bezogen auf Emissionen bezeichnet der Begriff Transmission den Transport beziehungsweise die Ausbreitung und potenzielle Umwandlung von Stoffen in der Atmosphäre. Witterungsbedingte atmosphärische Verhältnisse beeinflussen die Transmission der Stoffe.2

Treibhausgasemissionen weltweit

Treibhausgase sind gasförmige Stoffe, die zum Treibhauseffekt beitragen. Beispielsweise gehören Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) zu den Treibhausgasen. Sie werden zum einen durch natürliche Quellen emittiert, zum anderen verursacht der Mensch seit Beginn der Industrialisierung vermehrt Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen). Die anthropogenen THG-Emissionen reichern sich in der Atmosphäre an und stören deren natürliches Gleichgewicht. Sie verstärken den natürlichen Treibhauseffekt und sorgen auf diese Weise dafür, dass die Durchschnittstemperatur der Erde steigt. Die Treibhausgasemissionen sind ursächlich für den menschengemachten Klimawandel.

Weltweit erreichten die THG-Emissionen im Jahr 2014 eine Höhe von 45,74 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent (CO2eq). Die globalen Treibhausgasemissionen pro Kopf lagen bei 6,29 t CO2eq. Industrielle Prozesse waren für 3,1 Milliarden t CO2eq weltweit verantwortlich. Einen hohen Anteil an den gesamten Emissionen hatte Methan mit 7,2 Milliarden t CO2eq. Nebstdem ist Kohlendioxid bei den THG-Emissionen sehr stark vertreten, es macht den größten Anteil aus. Im Jahr 2019 wurden weltweit 36,4 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen. Die Menge an ausgestoßenem Kohlenstoffdioxid steigt jährlich an. Den höchsten Anteil an den CO2-Emissionen hatte China mit mehr als 10 Milliarden t CO2, dies entspricht circa 28 Prozent. Auf China folgen die USA, Indien und Russland als größte CO2-Emittenten weltweit.3

Betrachtet man den CO2-Ausstoß pro Kopf, stellt sich die Rangfolge allerdings ganz anders da. Den höchsten CO2-Ausstoß pro Kopf wies 2018 Katar auf, er lag bei 31,27 Tonnen CO2. Den zweiten Platz nahmen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 19,99 Tonnen CO2 pro Kopf ein, gefolgt von Australien mit 15,32 t CO2, Kanada mit 15,25 t CO2 und den USA mit 15,03 t CO2 pro Kopf. China rangierte beim Pro-Kopf-Vergleich 2017 auf Platz 16 mit 6,84 t CO2, während Deutschland an elfter Stelle mit 8,4 t CO2 pro Kopf stand.4

THG-Emissionen in Deutschland und der EU

Im Jahr 2017 betrugen die gesamten THG-Emissionen in der Europäischen Union (EU) rund 4,32 Millionen Kilotonnen CO2-Äquivalent. Den höchsten Anteil an den Emissionen hatte Deutschland mit 906 611 Kilotonnen CO2eq. Nach Deutschland sind Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen und Spanien die größten Emittenten von Treibhausgasen. Vor allem der Energiesektor verursacht hohe THG-Emissionen, er war für 80,7 Prozent der Emissionen verantwortlich. Industrielle Prozesse und Produktnutzungen hatten einen Anteil von 7,82 Prozent an den Treibhausgasemissionen, die Landwirtschaft war für 8,72 Prozent verantwortlich und die Abfallwirtschaft für 2,75 Prozent.5

Deutschland verursachte 2020 rund 739 Millionen Tonnen CO2eq Treibhausgasemissionen. Seit dem Jahr 1990 sind sie damit deutlich gesunken, in jenem Jahr lagen sie noch bei 1249 Millionen t CO2eq. Die CO2-Emissionen beliefen sich 2020 in Deutschland auf 644 Millionen Tonnen, damit machten sie 87 Prozent aller emittierten Treibhausgase aus. Den größten Anteil verursachte die Verbrennung von Brennstoffen für die Energieerzeugung. Die THG-Emissionen Deutschlands werden nach Sektoren aufgegliedert, so dass ersichtlich ist, welche besonders viele verursachen und wo Einsparpotenzial besteht.6

Der Energiesektor ist für den Großteil der THG-Emissionen verantwortlich. Im Jahr 2019 betrugen die Emissionen in diesem Sektor 654 Millionen t CO2eq. Durch die Verbrennung von Mineralölprodukten wurden circa 248 Millionen t CO2 freigesetzt. Mehr als 119 Millionen Tonnen CO2eq Treibhausgasemissionen verursachte der Industriesektor. Daran hatte die Eisen/Stahl-Branche den größten Anteil, sie emittierte 35,6 Tonnen CO2-Äquivalent, das entspricht 30 Prozent der gesamten Industrie-Emissionen. Die CO2-Emissionen sind in Deutschland gegenüber dem Jahr 2018 deutlich gesunken, sie reduzierten sich um 54 Millionen Tonnen, also um 6,3 Prozent. Vor allem im Energiesektor wurden die Emissionen dank des vermehrten Einsatzes von erneuerbaren Energien deutlich gesenkt. Im Sektor Verkehr stiegen die CO2-Emissionen dagegen um 1,2 Millionen Tonnen auf 163,5 Millionen Tonnen an. Dies rührt daher, dass mehr und schwerere Autos auf den Straßen unterwegs sind.7

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