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CO2-Emission

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

18.11.2020

Letztes Update

12.05.2022

 

CO2-Emission – Definition, Verursacher, Grenzwerte für Autos und CO2-Rechner

Inhalt des Wiki-Artikels

CO2-Emission – Definition, Verursacher nach Sektoren und Berechnung

CO2-Emissionen gehören zu den Treibhausgasen, die Summenformel CO2 steht für Kohlenstoffdioxid. Dieses besteht aus Kohlenstoff und Sauerstoff, es ist ein farb- und geruchloses Gas. Natürlich entstandenes Kohlenstoffdioxid findet sich in der Atmosphäre, seit der Industrialisierung steigt sein Anteil allerdings an, da durch verschiedene technologische Entwicklungen vermehrt CO2-Emissionen verursacht werden. Sie entstehen bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien wie Holz, Kohle, Öl, Diesel, Benzin und Flüssiggas. Zusammen mit anderen Treibhausgasen verstärkt die CO2-Emission den Treibhauseffekt, was eine Erwärmung der Erde zufolge hat. Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben sich weltweit die meisten Länder auf eine Reduzierung ihrer CO2-Emissionen geeinigt.1

CO2-Emissionen in Deutschland nach Sektoren

Betrachtet man die seit 1850 verursachten Treibhausgasemissionen im globalen Vergleich, ist Deutschland für 4,6 Prozent davon verantwortlich. Die CO2-Emissionen pro Kopf sind aktuell mit 9,2 Tonnen im Jahr rund doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt.2 Besonders viel Kohlenstoffdioxid verursacht der Energiesektor, aber auch industrielle Prozesse und die Landwirtschaft tragen maßgeblich zu den Treibhausgasemissionen bei. Die folgenden Angaben zu den Emissionen beziehen sich alle auf das Jahr 2018.

Energie wird in Deutschland noch immer hauptsächlich aus fossilen, kohlenstoffhaltigen Energieträgern gewonnen. Mit einem Anteil von 83,9 Prozent ist der Energiesektor der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen, den mit Abstand größten Teil machen dabei CO2-Emissionen aus: 704 109 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid gehen auf das Konto des Energiesektors. Die energiebedingten Emissionen werden vor allem bei der Erzeugung von Strom und Wärme verursacht, aber auch der Straßenverkehr trägt deutlich zu den CO2-Emissionen bei.

Für die zweithöchsten CO2-Emissionen ist die Industrie mit 48 340 000 Tonnen verantwortlich. Auch die Industrieprozesse verursachen vor allem Kohlenstoffdioxid. Die meisten Emissionen in diesem Sektor erzeugen die Metallindustrie, die chemische Industrie und Unternehmen, die mineralische Produkte wie beispielsweise Zement herstellen. Neben Kohlenstoffdioxid wird eine große Menge an Lachgas von der Industrie abgesondert, an den gesamten Treibhausgasemissionen hat sie einen Anteil von 7,5 Prozent.

Die Landwirtschaft in Deutschland trägt 7,4 Prozent zu den Treibhausgasemissionen bei. Sie verursacht mit 2 914 000 Tonnen allerdings deutlich weniger CO2 als die beiden zuvor genannten Sektoren. Dafür hat sie einen hohen Anteil an Lachgas- und Methan-Emissionen, die noch um ein Vielfaches klimaschädlicher sind als Kohlenstoffdioxid. Die Emissionen stammen aus allen Bereichen des landwirtschaftlichen Betriebs, von Tieren, Mist und Gülle, den Feldern, die mit Mist oder Gülle gedüngt werden. Die Emissionen, die durch den Betrieb von Maschinen oder das Heizen von Ställen in der Landwirtschaft anfallen, zählen zum Energiesektor.

Ein weiterer Bereich, der zu den Treibhausgasemissionen beiträgt, ist die Abfallwirtschaft. Sie hat als Verursacher von Emissionen mit 1,1 % jedoch einen deutlich niedrigeren Anteil als die anderen Sektoren. In der Abfallwirtschaft fallen 9,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent-Emissionen an, aber keine direkte CO2-Emission. Im Vergleich zum Jahr 1990 sind die Emissionen um knapp 75 Prozent gesunken.3 CO2-Äquivalente sind andere Treibhausgase als Kohlenstoffdioxid, die zwecks besserer Vergleichbarkeit auf CO2 umgerechnet werden. Beispielsweise entspricht ein Kilogramm Methan 21 Kilogramm CO2-Äquivalent.4 Der Anteil von Kohlenstoffdioxid an den Gesamtemissionen liegt auf alle Sektoren bezogen bei 88 Prozent.5

CO2-Grenzwerte für Autos

Die meisten Autos in Deutschland werden mit fossilen Kraftstoffen betrieben, der Anteil an Erdgasautos, Hybridfahrzeugen und Elektroautos ist noch sehr gering. Ein mit Benzin oder Diesel angetriebenes Auto hat einen hohen Schadstoffausstoß. Je höher der Verbrauch ist, umso mehr CO2 verursacht ein Fahrzeug. Bereits im Jahr 1998 planten europäische Autohersteller, den CO2-Ausstoß auf 140 Gramm pro Kilometer zu reduzieren, was einem Verbrauch von etwa 5,5 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern entspricht. Seit 2015 sind die Hersteller verpflichtet, einen Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer einzuhalten. Zwei Jahre später zeigten sich kaum Fortschritte, 2017 lag der Wert bei 128 Gramm pro Kilometer. Verantwortlich dafür ist vor allem die Tatsache, dass Motorleistung und Fahrzeuggewicht immer weiter steigen.

Kaum erreichbar erscheint bei diese Sachlage das für 2021 festgesetzte Ziel, die CO2-Emissionen auf 95 Gramm pro Kilometer zu begrenzen. Statt jedoch auf sparsamere Fahrzeuge zu setzen, werden Messwerte als Grundlage genommen, die unter Laborbedingungen zustande kommen und nicht die realistischen Werte im Straßenverkehr abbilden. Um den CO2-Ausstoß tatsächlich deutlich zu senken, müssten Gewicht und Motorleistung von Autos reduziert statt erhöht werden.6

Eigene CO2-Emissionen berechnen

Mit Hilfe eines sogenannten CO2-Rechners kann jeder seine eigene CO2-Bilanz bestimmen. Das Umweltbundesamt stellt einen solchen Rechner online zur Verfügung. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Wärme- und Stromverbrauch, Mobilität und Ernährung. Neben Kohlenstoffdioxid werden beim Berechnen der CO2-Emissionen auch Methan und Lachgas berücksichtigt, die in CO2-Äquivalente umgerechnet werden. Neben der Information, wie hoch der eigene CO2-Ausstoß ist, bietet der Rechner die Möglichkeit, ein Szenario für die Zukunft zu entwerfen. Anhand dessen ist erkennbar, wo Einsparpotenzial besteht. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Äquivalent-Emissionen von mehr als elf Tonnen pro Kopf jährlich auf weniger als eine Tonne pro Person und Jahr zu reduzieren.7

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