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Biferrale Verbundheizfläche

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

07.01.2021

Letztes Update

17.08.2022

Biferrale Verbundheizfläche – Definition, Geschichte und Nutzung bei Heizungsanlagen

Inhalt des Wiki-Artikels

Die biferrale Verbundheizfläche als Teil der Heizungstechnik

Die biferrale Verbundheizfläche kommt bei Heizungsanlagen zum Einsatz, sie dient zur Wärmeübertragung zwischen Brenner und Heizwasser. Der Begriff biferral leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Eisen „Ferrum“ ab und verweist auf eine Zweiheit von Eisen: Biferrale Verbundheizflächen bestehen aus den zwei eisenhaltigen Materialien Guss und Stahl. In einen Stahlzylinder sind rippige Gusselemente eingebracht.

Die Innenschale aus Guss nimmt deutlich höhere Temperaturen als die Stahlhülle an, um die Heizwasser strömt. Auf diese Weise werden Korrosionen an den Eisenwerkstoffen auf ein Minimum begrenzt. Teils ist ein Wärmetauscher aus Edelstahl direkt an die biferrale Verbundheizfläche angeschlossen. Auf diese Weise geht bei der Wärmeübertragung kaum Energie verloren. In Verbindung mit einem Ölbrennwertkessel erreicht die biferrale Verbundheizfläche einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent.1

Geschichte der biferralen Verbundheizfläche

Entwickelt wurde die biferrale Verbundheizfläche in den 1970er Jahren. Dies stellte einen wichtigen Schritt in Richtung energiesparendes Heizen dar. Vorteile der zweischaligen Verbundheizfläche sind die hohe Betriebssicherheit und die lange Nutzungsdauer. Einer der Vorreiter war Viessmann, das Unternehmen verkaufte 1988 den millionsten Ölheizkessel mit biferraler Verbundheizfläche. In den 1980ern wuchs das Bewusstsein für die Umwelt, so dass man in der Heizungstechnik bestrebt war, Schadstoffemissionen zu senken. Die Entwicklung des Brennwertkessels in den 1990er Jahren war ein Meilenstein, denn im Vergleich zu einem Standardkessel verbraucht er bis zu 30 Prozent weniger Energie und verursacht dementsprechend weniger CO2-Emissionen. Bis heute ist die biferrale Verbundheizfläche ein wichtiger Bestandteil von Heizungsanlagen.2

Brennwerttechnik mit Solarthermie

Eine Ölheizung mit Brennwertkessel und biferraler Verbundheizfläche arbeitet energieeffizient und belastet dadurch die Umwelt weniger. Die Brennwerttechnik ist heutzutage oft schon darauf ausgelegt, dass anstelle von fossilem Öl auch Bioöl verwendet werden kann. Das Heizöl wird zu bis zu 98 Prozent in Wärme umgewandelt. Durch Einbindung einer Solarthermieanlage kann die Klimafreundlichkeit der Heizung weiter gesteigert werden. Die Kombination bietet sich auch für die solare Trinkwassererwärmung an. Mit der Nutzung von Solarthermie sinken die Betriebskosten, da weniger Heizöl verbraucht wird, darüber hinaus fördert die öffentliche Hand Anlagen, die mit erneuerbaren Energien gespeist werden.3

Heizkessel-Kombinationen mit Trinkwassererwärmung

Auch ohne Installation einer Solarthermieanlage kann die Trinkwassererwärmung mit der Raumheizung gekoppelt werden. Auf dem Markt werden neben Ölheizkesseln mit biferraler Verbundheizfläche rein zum Heizen Kombinationen mit Warmwasserspeicher angeboten. Von Vorteil ist, dass Kessel und Speicher eine platzsparende Einheit in einem Gehäuse bilden, denn auf diese Weise wird Raum gespart. Manche Kombinationen benötigen nicht einmal einen Quadratmeter Platz. Die biferrale Verbundheizfläche erhöht die Betriebssicherheit des Geräts und verlängert seine Lebensdauer.4

Funktionsweise der Brennwerttechnik

Die Brennwerttechnik ist wesentlich energieeffizienter als konventionelle Heizkessel, da sie die Energie nutzt, die bei alten Heizungsanlagen als Abwärme durch den Schornstein entweicht. Bei einer Heizung mit Brennwerttechnik und biferraler Verbundheizfläche wird diese Energie wieder in das System eingespeist. Bevor die Brennwerttechnik erfunden wurde, gab es keine technische Möglichkeit, um den bei einer Verbrennung entstehenden Wasserdampf zu nutzen. Neben Öl- gibt es auch Gasbrennwertkessel.

Bei der Verbrennung von Gas verbinden sich der Wasserstoff aus dem Brennstoff und der Sauerstoff aus der Luft zu Wasser und Kohlenstoffdioxid. Bei konventionellen Heizkesseln wird das entstehende Wasser nach dem Verbrennungsprozess in Form von Dampf zusammen mit den Abgasen abgeführt. Kommt hingegen die Brennwerttechnik zum Einsatz, wird der Wasserdampf bis unter den Taupunkt heruntergekühlt. Durch den Prozess der Verflüssigung wird Wärme freigesetzt, die dem Heizsystem wieder zugeführt wird. Nach der Kondensation ist aus dem Wasserdampf wieder Wasser geworden. Der Dampf wird in der Regel über das Rücklaufsystem der Heizung abgekühlt. Damit dies funktioniert, darf die Rücklauftemperatur nicht mehr als 57 °C betragen.

Mit der Brennwerttechnik lassen sich durch die Rückgewinnung von Energie besonders hohe Wirkungsgrade erzielen. Weitere Vorteile von Heizungsanlagen mit biferraler Verbundheizfläche und Brennwertkessel sind ein hoher Nutzungsgrad, geringe Wärmeverluste und eine deutliche Effizienzsteigerung gegenüber Standardkesseln, die mit einem geringeren Energieverbrauch und damit auch mit einer Kostenreduzierung einhergeht.5

Smarte Heizungen mit biferraler Verbundheizfläche

Moderne Heizungstechnik mit biferraler Verbundheizfläche kann einfach in ein Smart Home integriert werden. Dies bietet den Vorteil, dass die Heizung automatisch geregelt wird, wenn sie einmal wunschgemäß eingestellt wurde. Durch die Automatisierung lässt sich zudem Energie sparen. Geräte zur Einbindung in ein Smart Home sind mit einem entsprechenden Bedienelement ausgestattet. Eine „smarte“ Heizungsanlage mit biferraler Verbundheizfläche stellt automatisch zwischen Sommer- und Standardzeit um, bei einer witterungsgeführten Regelung passt sie die Heizleistung an die Außentemperatur an. Darüber hinaus ist es möglich, die Heizung in ein Kommunikationssystem einzubinden. Per Mobiltelefon oder über das Internet kann die Anlage aus der Ferne reguliert sowie ein- und ausgeschaltet werden.6

Kompakte Brennwertkessel im Einfamilienhaus

Der Einsatz eines Brennwertkessels mit biferraler Verbundheizfläche in Ein- und auch in Zweifamilienhäusern bringt viele Vorteile mit sich. Durch die hohe Effizienz wird weniger Energie verbraucht und die Heizkosten sinken. Brennwertheizungen können raumluftabhängig oder raumluftunabhängig arbeiten. Soll oder kann der Brennwertkessel nicht im Keller installiert werden, stehen kompakte, raumluftunabhängige Geräte zur Verfügung, die in so gut wie jedem Raum untergebracht werden können. Selbst im Dachgeschoss ist die Installation eines Heizgeräts in Form einer Dachheizzentrale möglich.7

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