Wallbox

Intelligent Laden mit einer Wallbox - Dein Guide für den Kauf und die Nutzung einer Wandladestation

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Die Wallbox: Volle Power für die Elektromobilität

In der Automobilbranche galt der Verbrennungsmotor lange Zeit als alternativlos. Nicht technologisch, aber wirtschaftlich: Für andere Antriebsformen gab es einfach keinen großen Markt. Das hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Spätestens seit die Weltgemeinschaft den Klimawandel als Tatsache und Treibhausgase wie CO2 als seine Hauptursache akzeptiert, werden Rufe nach neuen Lösungen laut – und damit auch nach neuen Antriebsarten.

Denn ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung ist es, den Verbrennungsmotor auf lange Sicht von den Straßen dieser Welt zu verbannen. Heißt das, wir müssen uns vom Luxus der Mobilität verabschieden? Nein, denn hier kommen die alternativen Antriebsformen ins Spiel. Allen voran: der Elektromotor.

Jedes Jahr nimmt der Anteil von Elektroautos am gesamtdeutschen Fahrzeugbestand zu – allerdings schleppender als in vielen anderen Industriestaaten. Einer der Hauptgründe dafür ist das noch lückenhafte Versorgungsnetzwerk. In vielen Großstädten und Ballungsgebieten ist das Nachladen des Elektroautos kein Problem. In ländlichen Gegenden sind Ladestationen dagegen Mangelware.

Doch zum Glück bietet die Technik auch hierfür eine Lösung. Mit einer privaten Wandladestation, einer sogenannten Wallbox, kannst du dein Elektroauto zu Hause aufladen – bequem, schnell und sicher. Alles, was du zu dieser intelligenten Lademöglichkeit wissen solltest, erfährst du in diesem E-Book.

Status quo der Wallbox in Deutschland

Um sich fortzubewegen, braucht ein Auto Energie. Während der Verbrennungsmotor diese aus Benzin oder Diesel bezieht, nutzen Elektrofahrzeuge elektrischen Strom. Du fragst dich jetzt vielleicht: „Steckdosen gibt es an jeder Ecke – wieso ist die Energieversorgung bei Elektroautos dann so ein Problem?“ Das ist eine berechtigte Frage, auf die wir im nächsten Kapitel ausführlicher eingehen werden. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt: Herkömmliche Steckdosen sind nicht für das Laden von Elektroautos gemacht. Denn ein Fahrzeug braucht viel mehr Energie als beispielsweise ein Fön, eine Lampe oder eine Waschmaschine.

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Viele Lücken im öffentlichen Raum

Deshalb sind spezielle Ladeeinrichtungen unabdingbar, wenn sich die Elektromobilität langfristig durchsetzen soll. Mit über 19.000 öffentlichen Ladestationen (Stand: Juni 2020) ist Deutschland im europaweiten Vergleich gut aufgestellt. Mehr Ladestationen gibt es nur in Frankreich und den Niederlanden: Jedes der beiden Länder verfügt über etwa 19.500 Stationen. Die Freude ist aber nur von kurzer Dauer. Denn wenn die Zahl der Elektroautos so kontinuierlich zunimmt wie erhofft, brauchen wir hierzulande mindestens 70.000 Ladestationen.

Mit 136.617 zugelassenen Elektrofahrzeugen (Stand: Januar 2020) ist Deutschland zwar noch weit entfernt von den gewünschten 7 bis 10 Millionen Elektroautos. Doch allein zwischen 2019 und 2020 ist die Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge um circa 64 Prozent gestiegen. Damit wir unsere Klimaziele erreichen, muss sich dieser Trend stabilisieren. Und dafür muss die Energieversorgung für Elektrofahrzeuge bundesweit gesichert sein.

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Bis 2030 möchte die Bundesregierung den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 um 55 Prozent senken. Dazu ist eine umfassende Energiewende notwendig: 2030 sollen erneuerbare Energien 65 Prozent des deutschen Stroms ausmachen. Bis 2050 soll unser Land weitestgehend klimaneutral aufgestellt sein. Angestrebt wird ein 80- bis 90-prozentiger Anteil erneuerbarer Energien. Mit dem „Klimaschutzprogramm 2030“ sowie dem Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2019 wird deshalb unter anderem der bundesweite Ausbau regenerativer Quellen zur Stromerzeugung gewährleistet. Das allein genügt jedoch nicht. Mindestens genauso wichtig ist ein Umdenken seitens der Bevölkerung. Nur so können dringend notwendige Entwicklungen wie die Mobilitätswende (umfasst beispielsweise den Umstieg auf Elektromobilität, neue Verkehrskonzepte wie Carsharing oder die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs) in der Gesellschaft Fuß fassen und langfristig Effekte erzielen.
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Private Ladestationen kaum verbreitet

Neben den öffentlichen spielen dabei auch private Ladestationen eine signifikante Rolle. In Deutschland gibt es aktuell gerade einmal 300 private Möglichkeiten zum Aufladen von Elektroautos (Stand: Juni 2020). Deshalb hat die Bundesregierung beschlossen, die Verbreitung voranzutreiben. Der im November 2019 vom Kabinett erstellte „Masterplan Ladeinfrastruktur“ sieht 50 Millionen Euro zur Förderung privater Ladepunkte vor.

Die Fördergelder sind ein erster Schritt und ein wichtiges Zeichen. Allerdings waren es bisher nicht nur finanzielle Gründe, die den Siegeszug der Wallbox ausgebremst haben: Miet- und Wohneigentumsrecht verkomplizieren das Installieren privater Lademöglichkeiten – oder verhindern es komplett. Mit einem Gesetzentwurf aus dem März 2020 möchte das Bundeskabinett dem entgegenwirken. Stimmt der Bundestag diesem zu, könnte die Gesetzesänderung noch 2020 wirksam werden – und die Elektromobilität so ein Riesenstück vorankommen.

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Eine Wallbox ist mehr als eine Steckdose

Bevor wir in die Tiefe gehen, lass uns einen Blick auf eine der wichtigsten Fragen werfen: Wieso brauchst du überhaupt eine Wallbox? Denn theoretisch kannst du dein Elektroauto auch an eine handelsübliche Steckdose anschließen und so mit Strom versorgen. Wie bereits angerissen, ist das allerdings nicht ratsam. Und zwar aus den folgenden Gründen.

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Eine Wallbox ist sicherer

Der Akku eines Elektroautos verlangt Haushaltssteckdosen eine Ladeleistung ab, auf die sie nicht ausgelegt sind. Durch die starke Belastung können Kabel, Steckdose oder Stecker überhitzen. Im besten Fall verschmoren sie dadurch lediglich – im schlimmsten Fall kommt es zu einem Kabelbrand.

Mit einer Wallbox reduzierst du jedes Risiko auf ein Minimum. Die Wandladestation verfügt über eine Stromüberwachung sowie eine Fehlerstromerkennung. Registriert sie eine Störung, kappt sie die Verbindung zum Stromnetz und bricht den Ladevorgang ab. Dadurch besteht für dich nicht die Gefahr eines Stromschlags bei feuchten Kontakten oder defekten Leitungen.

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Experten und Autohersteller empfehlen dringlichst die Nutzung einer Wallbox zum Laden von Elektroautos. Solltest du dich aus persönlichen Gründen dennoch dagegen entscheiden, lass deinen Anschluss sowie dein Stromnetz unbedingt von einem Fachmann prüfen.
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Eine Wallbox ist schneller

Nicht nur der Sicherheitsaspekt zeigt, dass sich Haushaltssteckdosen nur begrenzt für Elektroautos eignen: Mit der üblichen Steckdosen-Leistung von 2,3 Kilowattstunden sowie einer Spannung von 230 Volt dauert das Laden auch sehr lange. Wallboxen dagegen liefern bis zu 22 Kilowattstunden und sind an den Starkstrom (400 Volt beziehungsweise 32 Ampere) angeschlossen. Statt Ewigkeiten auf eine volle Batterie zu warten, kannst du mit einer privaten Wandladestation schon nach kurzer Zeit weiterfahren.

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Eine Wallbox ist effizienter

Eine Wallbox ist mehr als eine „bessere Steckdose“. Sie regelt intelligent die Kommunikation zwischen dem Stromnetz und der Ladeelektronik deines Elektroautos. Das heißt: Du kannst den Ladevorgang individuell konfigurieren. Zum einen lässt sich so die Ladeleistung regulieren. Zum anderen kannst du genau einstellen, wann dein Akku geladen werden soll. Du hast einen Energietarif mit günstigem Nachtstrom? Dann programmiere deine Ladestation so, dass sie ausschließlich nachts lädt. So sparst du effektiv und dauerhaft Kosten.

Manche Wallboxen haben außerdem einen integrierten Stromzähler. Dadurch ist es für dich ein Leichtes, deinen Energieverbrauch präzise zu überwachen. Und: Dass jemand anderes unbefugt deinen Strom anzapft, lässt sich bei einer Wallbox ebenfalls vermeiden. Mit dem entsprechenden Feature kannst du die Ladestation sperren – sogar aus der Ferne.

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Eine Wallbox ist nachhaltiger

Per se bist du mit einem Elektrofahrzeug umweltfreundlicher unterwegs. Du kannst die Nachhaltigkeit deines Autos noch verbessern: mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Diese kannst du mit deiner Wallbox koppeln. Fortan lädst du dein Elektroauto mit eigenem Solarstrom. Das ist klimaneutral und kostengünstiger. Und ein zusätzlicher Stromspeicher sorgt dafür, dass ungenutzte Energie nicht verloren geht und du jederzeit Strom zur Verfügung hast.

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Bei den meisten Wallboxen bekommst du einen genauen Überblick darüber, wie viel Strom aus deiner Photovoltaikanlage und wie viel aus dem Stromnetz stammt.

Die Wallbox im Detail

Du weißt jetzt, warum du dir für dein Elektroauto eine Wallbox anschaffen solltest. Kommen wir daher nun zu dem Gerät an sich, seinen Funktionen und Bestandteilen.

 

 

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Was ist eine Wallbox?

Eine Wallbox ist eine Ladestation, die – der Name verrät es bereits – an der Wand befestigt wird. Mit ihrer Hilfe kannst du dein Elektroauto zu Hause aufladen. Weil die Wallbox das Fahrzeug mit dem Stromnetz verbindet, heißt sie auch „Wall Connector“. Eine andere Bezeichnung ist „intelligente Wandladestation“.

Was macht die Wallbox?

Die Wallbox ist deine private Elektrotankstelle. Sie ist die Schnittstelle zwischen Strominfrastruktur und Ladekabelstecker (der seinerseits dafür sorgt, dass Energie in den Akku deines Autos gelangt). Damit alles sicher und reibungslos läuft, kommuniziert die Wallbox mit der Ladeelektronik des Fahrzeugs. So kann sie Überlastungen vorbeugen und bei Störungen den Ladeprozess abbrechen.

Wo kommt die Wallbox hin?

In der Theorie kannst du deine Wallbox überall anbringen – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Natürlich sollte sie sich an einer Stelle befinden, die du mit deinem Auto gut erreichst. Typische Orte für Wallboxen sind daher in der Garage oder unter einem Carport. Manche Unternehmen installieren die intelligenten Wandladestationen außerdem auf dem Firmenparkplatz.

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Mit einer Wallbox kannst du auch sogenannte Plug-in-Hybride aufladen. Hybrid-Autos sind Fahrzeuge, die 2 Antriebstechniken vereinen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor. Beim Großteil der Hybrid-Autos ist der Verbrennungsmotor durchgehend aktiv – und sei es nur, um dem Elektromotor Energie zu liefern. Plug-in-Hybride sind hier die (deutlich klimafreundlichere) Ausnahme: Bei ihnen kannst du selbst entscheiden, welchen Motor du zum Fahren nutzt. Theoretisch kannst du das Auto ausschließlich per Elektromotor fortbewegen – und den Akku separat aufladen, beispielsweise an einer Wandladestation.

Woraus besteht eine Wallbox?

Die Wandladestation setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, die alle wichtige Aufgaben übernehmen.

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Ladepunkt: Der Ladepunkt ist in dem Sinne kein Bauteil. Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen definiert einen Ladepunkt so: „Eine Einrichtung, die zum Aufladen von Elektromobilen geeignet und bestimmt ist und an der zur gleichen Zeit nur ein Elektromobil aufgeladen werden kann.“ Vereinfacht gesagt ist der Ladepunkt der Anschluss für dein Elektroauto. Diesen Anschluss stellst du mittels des Ladekabels beziehungsweise des Steckers her. Damit eine universelle Nutzbarkeit garantiert ist, unterliegen Ladepunkte gewissen DIN-Normen. Ferner wird unterschieden zwischen Normalladepunkten und Schnellladepunkten. Sie stellen – wie ihre Namen schon andeuten – unterschiedliche Ladeleistungen bereit, was sich auf die Dauer des Ladevorgangs auswirkt. Manche Wallboxen haben außerdem 2 Ladepunkte statt nur 1. Das heißt, du kannst 2 Elektroautos gleichzeitig an ihnen aufladen.

LED-Anzeige: Du möchtest wissen, ob deine Wallbox gerade aktiv ist oder wie lange der Ladevorgang noch dauert? Die LED-Anzeige versorgt dich mit allen wichtigen Informationen. Der genaue Funktionsumfang ist hier von Modell zu Modell unterschiedlich.

Anschlussklammer: Eine Wallbox stöpselst du nicht einfach in die Steckdose. Stattdessen wird sie direkt an einen separat reservierten Stromkreis in deinem Haus geklemmt – und zwar mithilfe der Anschlussklammer.

Electric Vehicle Charge Controller: Dass die Wallbox eine intelligente Ladestation ist, dafür sorgt der Electric Vehicle Charge Controller (kurz: Ladecontroller). Er steuert den Ladevorgang, legt die Ladeleistung fest und regelt die Kommunikation zwischen Wallbox und Fahrzeug. Je nach Modell und Funktionsumfang kannst du hier zudem einstellen, zu welchen Uhrzeiten die Wallbox dein Auto laden soll. Darüber hinaus überwacht das smarte Lastmanagement den Stromkreislauf in deinem Haus. Es erkennt, wenn dein Haushalt gerade viel Energie bezieht (wenn in etwa Waschmaschine, Spülmaschine und Computer gleichzeitig laufen). Besteht die Gefahr einer Überlastung, reagiert das Lastmanagement entsprechend und vermeidet so weitere Risiken.

Ladekabel und Ladestecker: Es braucht keine Magie, damit der Strom aus dem Netz in dein Auto kommt – nur ein Kabel plus Stecker. Im Normalfall sind sie fest in der Wallbox verbaut. Pro Ladepunkt gibt es ein Kabel. Und natürlich einen Stecker: Dabei handelt es sich üblicherweise um einen Typ-2- oder Mennekes-Stecker. Dieser Steckertyp gilt seit 2013 in der Europäischen Union als Standard für Elektroladestationen.

Schutzgeräte: In deiner Wallbox sind diverse Schutzgeräte integriert. Eines der wichtigsten ist der Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter), auch RCD (residual current device) genannt. Er kontrolliert den Stromkreislauf und achtet darauf, dass der „richtige“ Strom in das Auto gelangt. Denn der Akku deines Elektrofahrzeugs benötigt in der Regel Gleichstrom (DC). Im Stromnetzwerk befindet sich allerdings Wechselstrom (AC). Der Strom wird erst im Auto selbst umgewandelt. Der FI-Schalter sorgt dafür, dass es dabei nicht zu Komplikationen kommt. Zusätzlich gibt es noch ein DC-Fehlerstrommodul (bei manchen Wallboxen ist dieses Teil des FI-Schalters). Es verhindert, dass DC-Strom aus deinem Auto in das Stromnetzwerk gelangt. Denn das könnte fatale Folgen für die Elektrik und Elektronik in deinem Haushalt haben. Die Schutzgeräte stehen in ständigem Kontakt zum Electric Vehicle Charge Controller. Melden sie ein Problem, genau genommen Fehlstrom, reagiert der Ladecontroller mit entsprechenden Schutzmaßnahmen.

Leitungsschutzschalter: Ebenfalls für Sicherheit sorgt der Leitungsschutzschalter, auch bekannt als LS-Schalter oder Sicherungsautomat. Er schützt das Ladekabel vor Erwärmung durch zu hohen Strom beziehungsweise vor Überlastung. Fließt zu viel Strom durch den LS-Schalter, trennt dieser die Verbindung zum Stromnetz.

Schlüsselschalter oder Kartenleser: Besonders wenn du deine Wallbox an einem leicht zugänglichen Ort (beispielsweise einem Carport) installierst, möchtest du sie vor unbefugter Fremdnutzung schützen. Dabei hilft dir ein Schlüsselschalter oder RFID-Kartenleser. Denn erst nach Identifizierung und Aktivierung ist der Ladepunkt benutzbar.

Eichrechtskonformer Energiezähler: Du möchtest genau wissen, wie viel Strom dein Auto benötigt? Gut, dass die meisten Wallboxen über einen integrierten Energiezähler verfügen. Dadurch kannst du den Stromverbrauch deines Elektrofahrzeugs genau dokumentieren und vom sonstigen Energieaufwand in deinem Haushalt trennen. Dabei solltest du allerdings beachten: Der Energiezähler misst nur den Strom, der in den Akku deines Autos fließt. Der Betriebsstrom für deine Wallbox wird dabei nicht berücksichtigt.

Antenne oder Modem: Der Electric Vehicle Charge Controller ist nicht der einzige Computer in deiner Wallbox. Ein zweiter Rechner sendet mittels Antenne oder Modem Daten (zum Beispiel vom Ladecontroller oder vom Energiezähler) an ein Backend – in der Regel eine Cloud-Plattform. Dadurch kannst du dir verschiedene Funktionen der Wandladestation auch aus der Ferne zunutze machen: Du kannst die Benutzung steuern und überwachen, Ladevorgänge abrechnen und sogar den Strom mehrerer Ladestationen effizient an Autos verteilen.

Rechtliches zu deiner privaten Ladestation

Du bist schon überzeugt von der intelligenten Ladestation? Am liebsten würdest du sofort losgehen, dir eine Wallbox kaufen und sie bei dir zu Hause anbringen? Leider ist es nicht ganz so einfach – zumindest in manchen Fällen.

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Wallbox installieren als Mieter oder Wohnungseigentümer

Es ist nicht unüblich, dass für die Installation einer Wallbox bauliche Veränderungen notwendig sind. Wohnst du zur Miete, kommst du um die Einwilligung deines Vermieters nicht herum.

Und auch wenn du Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus bist, kannst du nicht einfach drauflos bauen: Nur wenn alle Parteien der Wohnungseigentümergemeinschaft dem Vorhaben zustimmen, darfst du eine private Ladestation montieren.

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Neues Miet- und Wohnungseigentumsrecht ändert alles

Das könnte sich schon sehr bald ändern. Denn im März 2020 hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, dem der Bundestag nur noch zustimmen muss (Stand: Juni 2020). Der Gesetzentwurf spricht Mietern und Wohnungseigentümern ein Recht auf eine private Ladestation zu.

So kannst du als Wohnungseigentümer künftig eine Wallbox in der Tiefgarage, auf dem Parkplatz oder am Gelände des Hauses anbringen – und zwar ohne Erlaubnis der anderen Parteien. Diese können nur über einzelne Details der Baumaßnahmen entscheiden, beispielsweise die verwendeten Materialien. Die Montage- und Wartungskosten für die Wallbox hast natürlich du als Antragsteller zu tragen.

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Für Mieter bleibt es schwierig

Bei einem Mietverhältnis ist die Angelegenheit weiterhin ein wenig komplizierter. Rein juristisch hast du durch die Gesetzesänderung Handhabe gegen einen unwilligen Vermieter. Möchtest du deinen Anspruch durchsetzen, erfordert das jedoch rechtliche Schritte – quasi einen Gerichtsentscheid. Mit einem derartigen Prozess sind hohe Kosten und eine starke nervliche Belastung verbunden, oft über einen langen Zeitraum.

Daher solltest du abwägen, ob sich dieses Vorgehen wirklich lohnt – zumal auch bei einem Entscheid zu deinen Gunsten noch lange nicht gesagt ist, dass der Vermieter seinen Verpflichtungen nachkommt. Übrigens: Die Kosten für die Wallbox musst du in jedem Fall übernehmen (außer du einigst dich mit deinem Vermieter anderweitig).

 

 

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Anmeldung der Wallbox beim Netzbetreiber

Von behördlicher Seite brauchst du keine Genehmigung für deine Wallbox – wohl aber vom Netzbetreiber. Früher handhabten Netzbetreiber diesen Sachverhalt unterschiedlich. Seit März 2019 ist das Thema Wallbox-Anmeldung gesetzlich geregelt. Seitdem gilt:

  • Wallboxen mit einer Leistung bis einschließlich 12 Kilovoltampere (entspricht 12 Kilowatt) müssen vor der Installation dem Netzbetreiber gemeldet werden.
  • Wandladestationen, deren Leistung 12 Kilovoltampere (beziehungsweise 12 Kilowatt) übersteigt, bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des Netzbetreibers.

Der Hintergrund ist simpel: Netzbetreiber sind dazu verpflichtet, die Stabilität der Energieversorgung zu garantieren. Eine Wallbox belastet das Netzwerk allerdings stark. Daher müssen die Betreiber vorab einschätzen, ob das Netz diesen Anforderungen gewachsen ist. Wenn sie über alle Ladestationen informiert sind, können sie außerdem Störungen und Überlastungen besser einordnen sowie schneller und effizienter Gegenmaßnahmen einleiten.

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Nachdem du einen Antrag für eine Wallbox (mit einer Leistung über 12 Kilovoltampere) gestellt hast, hat der Netzbetreiber 2 Monate Zeit für seine Antwort. Du weißt nicht, wer dein Netzbetreiber ist? Nicht in allen Fällen handelt es sich dabei um deinen Stromversorger. Dieser kann dir aber auf jeden Fall sagen, wer dein Netzbetreiber ist.

Was du beim Kauf deiner Wallbox beachten solltest

Hast du den bürokratischen Teil deiner Wallbox-Anschaffung hinter dich gebracht, kannst du zum spannenden Teil übergehen: dem Kauf deiner Wandladestation. Dabei kannst du nicht allzu viel falsch machen. Ein paar Kleinigkeiten solltest du dennoch beachten.

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Stecker und Ladeleistung passend zum Auto

Nicht jede Wallbox ist mit jedem Elektrofahrzeug kompatibel. Daher solltest du im ersten Schritt schauen, welches Modell für dein Auto geeignet ist. Ausschlaggebend sind dafür 2 Faktoren:

  • Elektroautos haben unterschiedliche Ladeleistungen: Die Spanne reicht von 3,6 Kilowatt bis 22 Kilowatt. Hat dein Wagen beispielsweise eine Ladeleistung von „nur“ 11 Kilowatt, ist eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 22 Kilowatt nicht sinnvoll. Denn je leistungsstärker die Station ist, desto höher ist in der Regel auch ihr Preis. Andererseits möchtest du dein Auto so schnell wie möglich laden. Hat das Fahrzeug eine deutlich höhere Ladeleistung als die Wallbox, dauert das Stromtanken vergleichsweise lange.
  • Ohne Stecker kein Strom: Selbstverständlich muss der Anschluss zu deinem Auto passen. Wie bereits geschildert, ist in der Europäischen Union der Typ-2-Stecker Standard. Dementsprechend sind die Fahrzeuge europäischer Hersteller mit diesem Steckertyp kompatibel. Auf dem asiatischen Markt findest du dagegen auch den Typ-1-Stecker. In solchen Fällen ist es praktisch, dass es sowohl Wallboxen mit fest verbautem Ladekabel als auch ohne Ladekabel gibt. Vorteil eines integrierten Ladekabels ist, dass du nicht jedes Mal zum Laden das Kabel auspacken und anschließen musst. Der Vorteil einer Ladestation ohne integriertes Kabel ist hingegen, dass du auch Autos mit dem jeweils gegensätzlichen Anschluss laden kannst. Dazu benötigst du lediglich ein Kabel mit einem Typ-1-Stecker an der einen und einem Typ-2-Stecker an der anderen Seite.
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In jedem Fall solltest du darauf achten, dass der Wallbox-Anbieter deiner Wahl einen technischen Support bei Fragen und Störungen bereitstellt – beispielsweise in Form einer Kundendienst-Hotline oder einem Vor-Ort-Service.

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Der Preis einer privaten Ladestation

Abseits dieser Kriterien ist die Auswahl deiner Wallbox letzten Endes Geschmackssache und eine Frage des Budgets: Wie bei technischen Geräten üblich, ist die Preisspanne bei Wallboxen groß. Abhängig von Hersteller, Ladeleistung und Features kannst du zwischen 300 und 4.000 Euro ausgeben.

Während für ältere Elektroautos günstigere Modelle (mit entsprechend schwacher Leistung zwischen 3,7 und 4,6 Kilowatt) ausreichen können, solltest du grundsätzlich nicht am falschen Ende sparen. Eine qualitativ hochwertige Wallbox mag auf den ersten Blick teuer erscheinen. Dafür kann sie dir viele Jahre treue Dienste leisten und rentiert sich auf lange Sicht. Denn neben Einsparungen in Sachen Reparatur- und Wartungskosten ist auch das Sicherheitsrisiko geringer.

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Kosten für Installation und Montage der Wallbox

Mit den Kosten für die Anschaffung der Wallbox ist es leider noch nicht getan. Die Ladestation muss von einem Fachbetrieb angebracht und in Betrieb genommen werden. Für die Installation solltest du im Schnitt zwischen 1.000 und 1.500 Euro einplanen (deutlich günstigere Angebot sind ebenso möglich wie deutlich kostenintensivere). Beeinflusst wird der Preis von Aspekten wie den baulichen Gegebenheiten und dem Gesamtaufwand (sind beispielswiese viele Wanddurchbrüche nötig oder müssen neue Schächte für Kabel geschaffen werden).

Darüber hinaus können Mehrkosten durch die Genehmigung seitens des Netzbetreibers entstehen. Auch hier variieren die Preise unter den verschiedenen Anbietern stark. Für eine einfache Genehmigung ohne weitere Umbau- und Sicherungsmaßnahmen zahlst du rund 500 Euro. Sind jedoch zusätzliche Schritte – zum Beispiel das Legen neuer Stromleitungen – notwendig, kommst du auf Kosten von bis zu 2.000 Euro.

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Die Gesamtkosten für deine Wallbox musst du unter Umständen nicht komplett allein tragen. Es gibt eine Vielzahl an Förderoptionen für private Ladestationen.

Von Förderung bis Ladedauer: 17 Tipps für deine Wallbox

Mit deiner eigenen Wallbox bist du unabhängig vom Elektrotankstellennetzwerk. Und mit unseren folgenden Tipps weißt du ganz genau, was du dabei beachten solltest.

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Baue deine Wallbox nur selbst, wenn du Ahnung von der Materie hast

Die teils hohen Preise von Wandladestationen wecken den Wunsch nach kostengünstigeren Alternativen. Du hast ein ausgeprägtes und erprobtes Elektrotechnik-Fachwissen? Bist du vielleicht sogar in diesem Bereich ausgebildet? Dann – und wirklich nur dann – kannst du deine Wallbox auch selbst bauen. Dazu brauchst du:

  • FI-Schutzschalter: registriert Fehlströme und kappt bei Störungen die Energiezufuhr
  • Installationsschutz: schaltet den Stromfluss nach Bedarf ein und aus
  • Phasenstromerkennung: sorgt dafür, dass die einzelnen Phasen des Stromnetzes nicht überlastet werden (wenn in etwa dein Elektroauto zu viel Energie aus einer einzelnen Phase erhält)
  • DC-Fehlerstrommodul: sichert gegen Fehlströme ab, wenn das Auto den Wechselstrom aus der Steckdose nicht in Gleichstrom umwandelt
  • Energiezähler: misst, wie viel Strom beim Laden genutzt wird
  • Notfallkondensator: entriegelt den Stecker, falls das Ladekabel während des Ladevorgangs entfernt werden muss
  • Electric Vehicle Charge Controller: regelt die Kommunikation zwischen Phasenstromerkennung und DC-Fehlerstrommodul

Möchtest du nicht alle Komponenten eigenhändig zusammensuchen, kannst du auch auf Bausätze zurückgreifen. Diese findest du schon ab gut 150 Euro im Fachhandel.

Lass deine Wallbox in jedem Fall von einem Fachbetrieb installieren

Elektrotechnik-Fachwissen hin oder her – sobald es an das Anschließen deiner Wandladestation geht, solltest du Profis ranlassen. Nur so kannst du sicher sein, dass alles ordnungsgemäß eingerichtet und das Stromnetz deines Hauses auf die Wallbox eingestellt ist. Außerdem können die Fachleute zusätzliche Sicherungen und Schalter in deinem Sicherungskasten einbauen. Es kann auch sein, dass neue Starkstromleitungen verlegt werden müssen. Spätestens an diesem Punkt sollte dir klar sein: Eine Wallbox sollten nur Experten installieren.

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Leih dir eine Wallbox, falls du noch keine eigene möchtest

Eine Alternative zur gekauften und zur selbstgebauten Wallbox ist, eine Wandladestation zu mieten. Hier gibt es diverse Angebote, die sich in ihrem Umfang unterscheiden. In vielen Fällen sind jedoch Lieferung und Abholung sowie eine technische Einweisung enthalten. Miet-Wallboxen kommen ohne aufwendige Installation aus und du kannst (je nach Mietdauer) Kosten sparen. Neben Portalen und Unternehmen, die auf die Vermietung von Ladestationen spezialisiert sind, bieten zum Beispiel auch einige Stadtwerke einen solchen Service an. Bei manchen Autohändlern und -herstellern kannst du außerdem eine Wallbox leasen, wenn du ein Elektroauto kaufst. Solltest du mit der Ladestation zufrieden sein, kannst du sie nach Ablauf des Leasingzeitraums (eventuell für einen kleinen Aufpreis) behalten.

Sei mit einer mobilen Wallbox unabhängig und jederzeit vorbereitet

Mobile Ladestationen sind eine weitere Möglichkeit, die Installation einer heimischen Wallbox zu umgehen. Zusätzlich bist du damit unterwegs auf der besseren Seite – wenn dir beispielsweise der Strom ausgeht und weit und breit keine Elektrotankstelle zu finden ist. Denn eine mobile Ladestation lässt sich bequem im Kofferraum deines Elektroautos transportieren. Du kannst sie sowohl mit normalen Haushaltssteckdosen (Schuko-Anschluss) als auch mit Industriesteckdosen (CEE-Anschluss) verbinden. Im Gegensatz zu Mode 2-Notfall-Ladekabeln (ein Adapterkabel, das den meisten Elektroautos standardmäßig beiliegt und mit dem du den Akku an „normale“ Steckdosen anschließen kannst) erreicht die mobile Wallbox eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt. Dabei bietet sie einen sicheren Schutz vor Überhitzung. Der Preis von mobilen Wallboxen liegt zwischen 600 und 1.600 Euro – abhängig von dem mitgelieferten Zubehör. Da die Installationskosten für die Ladestation bei der mobilen Variante wegfallen, bist du damit deutlich günstiger unterwegs. Dennoch sollte eine mobile Wallbox keine Dauerlösung sein.

 

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Plane deine Wallbox sorgfältig

Du hast dich entschieden, bei dir zu Hause eine Ladestation zu installieren? Dann ist erst einmal Planung angesagt. Erkundige dich, welche Wallbox optimal zu deinem Elektroauto passt. Falls du deine Wandladestation mit einer Photovoltaikanlage koppeln möchtest, braucht die Wallbox eine entsprechende Funktion. Achte außerdem auf andere Features wie WLAN zur Handysteuerung oder integrierte RFID-Kartenleser.

Finde die optimale Stelle für deine Wallbox

Genauso wichtig ist es, den richtigen Ort für die Wallbox zu finden. Am besten installierst du die Ladestation da, wo du dein Auto parkst. Die Wallbox sollte nicht der prallen Sonne oder starken Regengüssen ausgesetzt sein. Achte außerdem darauf, dass sich keine leicht brennbaren Flüssigkeiten und Gegenstände in ihrer Nähe befinden.

Wähle die richtige Wallbox-Art

Neben den bereits erläuterten Unterschieden bei Bedienkomfort und Ladeleistung gibt es eigentlich nur 2 Arten von Wallboxen: Gleichstrom- und Wechselstrom-Ladestationen. Die meisten Wallboxen funktionieren mit Wechselstrom. Dieser wird im Auto dann in den benötigten Gleichstrom umgewandelt. Bei Gleichstrom-Ladestationen fällt dieser Schritt weg. Sie laden dadurch schneller, sind aber auch deutlich teurer. Darum findest du sie weniger in Privathaushalten als vielmehr an Autobahnraststätten.

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Eine weitere Option ist die bidirektionale Wallbox. Diese kann Strom sowohl an die Autobatterie abgeben als auch von dieser aufnehmen. Mehr zur bidirektionalen Wallbox erfährst du im Kapitel „Die Zukunft der Wallbox“.

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Kombiniere deine Wallbox mit einem Stromzähler

Möchtest du deinen Energieverbrauch genau nachhalten – zum Beispiel wenn du deine Wandladestation mit anderen Parteien teilst und nachverfolgen möchtest, wer wann wie viel Strom getankt hat? Dann ist ein Stromzähler essenziell. Auch wenn du deine Energiekosten dokumentieren willst, beispielsweise für die Steuer oder weil dein Unternehmen deine Elektromobilität bezuschusst, ist ein Stromzähler hilfreich. Eine Wallbox mit Stromzähler ist aber auch in Mehrfamilienhäusern sinnvoll. Denn die Box bezieht Energie aus dem Allgemeinstrom der Hausgemeinschaft und lädt damit das Auto. Angenommen, du bist die einzige Person, die die Ladestation nutzt. Dann möchten die anderen Parteien selbstredend nicht für deinen Wallbox-Strom zur Kasse gebeten werden. Mit einem Stromzähler weißt du genau, wie viel Energie du verbraucht hast. Die Kosten für deinen Verbrauch kannst du dann aus der Jahresabrechnung herausrechnen und entsprechend mehr bezahlen.

Um den Energieverbrauch der Ladestation nachzuhalten, kannst du entweder ein separates Gerät installieren oder eine Wallbox mit integriertem Zähler kaufen. Achte dabei darauf, dass die Ladestation die Messgeräterichtlinien des Europäischen Parlaments erfüllt und die Zertifizierung MID (Measuring Instruments Directive) trägt.

Kaufe nicht mehr Ladeleistung als dein Auto nutzen kann

Bei Wallboxen gilt: Je höher die Ladeleistung, desto schneller ist dein Fahrzeug-Akku wieder voll. Bevor du jetzt aber eine Wallbox mit 22 Kilowatt kaufst, überprüfe erst die technischen Voraussetzungen deines Autos. Denn gegebenenfalls kann es eine so hohe Ladeleistung gar nicht nutzen. Dann wären die höheren Kosten einer 22-Kilowatt-Wallbox eine verschwendete Ausgabe. Umgekehrt gilt jedoch auch: Kann dein Fahrzeug die kraftvolle Ladeleistung von 22 Kilowatt nutzen, lohnt sich die Investition in eine Schnellladestation – sofern du bereit bist, den Preis dafür zu zahlen und die ausdrückliche Genehmigung des Netzbetreibers bekommst. Besonders wenn du viel mit dem Auto unterwegs bist oder möchtest, dass dein Fahrzeug flexibel einsatzbereit ist, kommen die Vorteile deiner Wallbox mit 22 Kilowatt zum Tragen.

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Kenne die Ladedauer deiner Wallbox

Abhängig von Fahrstil, Umweltfaktoren und Alter des Akkus kommst du mit einem Elektroauto bis zu 500 Kilometer weit. Hast du gerade erst zur Elektromobilität gewechselt, wirst du bald ein Gefühl für die Reichweite deines Elektroautos bekommen. Genauso kannst du recht schnell einschätzen, wie lange deine Wallbox zum Laden deines Fahrzeugs braucht.

Die Ladezeit kannst du jedoch auch mit einer simplen Formel berechnen. Dazu musst du nur die Kapazität deines Fahrzeug-Akkus kennen. Diese wird in Kilowattstunden angegeben. Teile den Wert anschließend durch die Ladeleistung deiner Wallbox in Kilowatt. Das Ergebnis ist die ungefähre Ladedauer deines Autos beziehungsweise deiner Wallbox.

Ein Beispiel: Ein Akku mit einer Kapazität von 50 Kilowattstunden wird über eine Wallbox mit 11 Kilowatt geladen. Dementsprechend dauert es 4,5 Stunden, bis die Batterie voll ist. Bedenke dabei, dass Aspekte wie die Außentemperatur und der Zustand des Akkus den Ladeprozess beeinflussen können.

Setze deine Wallbox ein, um dein Elektroauto optimal und effizient zu laden

Du kennst es vom Handy: Über die Jahre hinweg lässt die Leistungsfähigkeit des Akkus nach. Das ist bei der Batterie eines Elektrofahrzeugs nicht anders. Indem du ein paar grundsätzliche Faktoren berücksichtigst, kannst du die Lebensdauer des Akkus jedoch verlängern. So solltest du den Akku weder ganz leer werden noch über längere Zeit voll aufgeladen lassen. Ein Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent ist optimal. Hast du dein Auto gerade komplett aufgeladen, fahre am besten unmittelbar los. Das schont die Batterie. Ebenso wie langsames Laden: Strapaziere deinen Akku nicht zu stark und lade nicht immer nur im Schnelllademodus. Achte darüber hinaus auch auf die Außentemperaturen. Übermäßige Hitze mögen Akkus ebenso wenig wie eisige Kälte. Such dir für dein Elektroauto im Sommer nach Möglichkeit einen schattigen Parkplatz. Im Winter dagegen solltest du dein Fahrzeug idealerweise direkt nach der Fahrt laden. Dann ist es von der Nutzung noch warm – ein großer Vorteil für den Akku.

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Nutze das Lademanagement deiner Wandladestation

Viele Wallbox-Modelle haben ein integriertes Lademanagement. Mit dieser Funktion kannst du festlegen, woher die Ladestation den Strom beziehen soll. Im privaten Bereich ist das zum Beispiel sinnvoll, wenn du eine eigene Solaranlage besitzt. Außerdem kannst du einstellen, zu welchen Zeiten das Auto mit wie viel Strom geladen werden soll. Ist dein Strom nachts günstiger, kannst du die Wallbox entsprechend konfigurieren und viel Geld sparen.

In Unternehmen zahlt sich ein Lademanagement zusätzlich aus: Werden in deiner Firma mehrere Elektroautos geladen – das kann der Fall bei Geschäftsflotten oder Gemeinschaftsgaragen sein –, hilft das Managementsystem, die Ladeleistung optimal zu verteilen. Dadurch ist gewährleistet, dass alle Fahrzeuge Energie bekommen und Lastspitzen reduziert werden. Außerdem kannst du Prioritäten bei den Ladeprozessen setzen. Autos, die häufiger im Einsatz sind oder schneller wieder verfügbar sein müssen, werden dann bevorzugt behandelt.

Informiere dich über Fördermöglichkeiten für deine Wallbox

Anders als für Elektroautos (mehr dazu im nächsten Kapitel) gibt es für Wallboxen keine einheitliche Förderung vom Bund. Wie aber schon vorher in diesem E-Book geschildert, könnte sich das noch 2020 ändern: Sollte der Bundestag dem „Masterplan Ladeinfrastruktur“ zustimmen, wird die Regierung den Ausbau privater Lademöglichkeiten mit 50 Millionen Euro unterstützen.

Bis es so weit ist, kannst du regionale Förderprogramme nutzen. Viele Bundesländer, Städte und Kommunen bezuschussen Wallboxen. Energieversorger und Stadtwerke steuern ebenfalls in vielen Gegenden Gelder bei. Im Detail unterscheiden sich die Fördermodelle. Sie reichen von einer Teilübernahme der Anschaffungs- und Montagekosten bis zur Zahlung von Pauschalbeträgen. Erkundige dich am besten bei deinen Ansprechpartnern vor Ort, um dir die Förderung für deine Wallbox zu sichern.

Eine Besonderheit bietet außerdem die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau): Die Förderbank des Bundes bezuschusst die energetische Sanierung von Wohngebäuden. In erster Linie sind damit Maßnahmen wie Wärmedämmung, die Erneuerung von Fenstern oder die Optimierung von Heizungs- und Lüftungsanlagen gemeint. Installierst du im Zuge deiner Haussanierung jedoch eine Ladestation für Elektroautos, kannst du diese ebenfalls mitfinanzieren lassen. Konkret bedeutet das: Die KfW erstattet dir 10 bis 30 Prozent deiner gesamten Baukosten. Vorher brauchst du die Bestätigung eines Energieberaters, dass du förderfähig bist. Informiere dich am besten direkt bei der KfW über alle notwendigen Schritte.

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Denke über eine Wallbox für dein Unternehmen nach

Du bist Entscheider in einem Unternehmen? Dann solltest du die Anschaffung einer Firmen-Wallbox in Erwägung ziehen. Einerseits bietest du den Mitarbeitern und Besuchern damit einen praktischen Service. Anderseits kannst du so sicherstellen, dass der unternehmenseigene Elektro-Fuhrpark jederzeit einsatzbereit ist. Wichtig ist dabei, Prioritäten zu setzen und häufiger genutzte Wagen zu bevorzugen. Dabei kann auch eine Management-Plattform für Ladestationen hilfreich sind. Mit dieser kannst du Ladepunkte und -prozesse bestmöglich verwalten.

Versteuere die Wallbox für deinen Dienstwagen

Nutzt du dein Dienstfahrzeug auch als Privatwagen, wird dieses als sogenannter „geldwerter Vorteil“ besteuert. Normalerweise wird dabei monatlich 1 Prozent des Listenpreises angesetzt und zu deinem Lohn gezählt. Mit einem Elektroauto bist du im Vorteil: Hier werden nur 0,25 Prozent veranschlagt, sofern der Listenpreis des Fahrzeugs die Marke von 40.000 Euro nicht überschreitet. Teurere Modelle werden mit 0,5 Prozent des Listenpreises verteuert – genau wie Plug-in-Hybride. Hier ist jedoch auch der CO2-Ausstoß ausschlaggebend: Damit du dein Hybridfahrzeug zu den vergünstigten Konditionen versteuern kannst, darf es maximal 50 Gramm Kohlenstoffdioxid pro gefahrenem Kilometer ausstoßen. Außerdem ist eine bestimmte Reichweite (je nach Überlassungszeitraum 40, 60 oder 80 Kilometer) Mindestvoraussetzung.

Hast du eine private Ladestation zu Hause (die dein Arbeitnehmer dir leiht), musst du diese ebenfalls als geldwerten Vorteil angeben. Lohnsteuer oder Sozialabgaben werden jedoch nicht fällig. Überlässt beziehungsweise schenkt dein Arbeitgeber dir die Wallbox, muss dieser die Ladestation als geldwerten Vorteil versteuern. In der Regel zahlt er pauschal 25 Prozent Lohnsteuer, unabhängig vom Listenpreis der Wallbox. Das trifft sogar dann zu, wenn dein Arbeitgeber den Kauf deiner Wallbox nur anteilig bezuschusst hat.

Ein weiterer Punkt sind die Energiekosten: Kannst du dein privat genutztes Dienstfahrzeug kostenlos auf dem Firmengelände laden, zählt das ebenfalls als geldwerter Vorteil. Umgekehrt kannst du die Stromkosten steuerlich absetzen, wenn du den Firmenwagen zu Hause lädst. Dazu kann dein Arbeitgeber dir eine monatliche Pauschale von 25 Euro (für Hybrid-Autos) beziehungsweise 50 Euro (für Elektroautos) erstatten. Darüber hinaus kannst du hinsichtlich der anfallenden Kosten natürlich individuelle Vereinbarungen mit deinem Arbeitgeber treffen.

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Teile deine Ladestation im Rahmen von Wallbox-Sharing

Wir leben in Zeiten der Sharing Economy. Dabei werden Ressourcen miteinander geteilt und effizienter genutzt. Für Verbraucher bedeutet das vor allem Kostenersparnisse. Dasselbe kannst du auch mit deiner Wallbox machen. Indem du sie anderen Elektroauto-Besitzern zur Verfügung stellst, kannst du die Versorgungslage in Deutschland verbessern – und helfen, die Elektromobilität voranzutreiben.

Versichere deine Wallbox zusätzlich

Wandladestationen sind so konstruiert, dass sie viel aushalten und im Regelfall sehr sicher sind. Dennoch kann es geschehen, dass die Box beschädigt wird – beispielsweise durch Vandalismus, Wetterereignisse oder Kurzschlüsse. Eine einfache Kfz-Versicherung greift hier nicht. Du solltest daher eine Kaskoversicherung mit zusätzlicher Wallbox-Versicherung abschließen. Kommt es nämlich zu einem Fehler in der Kommunikation zwischen Wallbox und Fahrzeugakku, kann eine Überladung Schäden im dreistelligen Bereich verursachen. Und eine einfache Kaskoversicherung deckt lediglich die Beschädigung des Autos ab – nicht die der Ladestation.

Deine Hausratversicherung solltest du ebenfalls für die Wallbox optimieren und um eine Diebstahlversicherung erweitern. Wird deine Ladestation gestohlen, ersetzt die Versicherung den teuren Verlust zumeist mit bis zu 1.000 Euro. Bedingung hierfür ist, dass die Wallbox fest an der Wand montiert war. Für mobile Wallboxen gilt der Anspruch dementsprechend nicht.

Wallbox und Elektroauto

Wenn du dieses E-Book liest, bist du entweder im Besitz eines Elektroautos oder denkst über den Umstieg auf Elektromobilität nach. Das ist ein guter und wichtiger Schritt, um deine eigene CO2-Bilanz zu verbessern. Und die eigene Wallbox spielt dabei eine große Rolle.

Flexibler mit der eigenen Wandladestation

Bevor du dir ein Elektrofahrzeug zulegst, solltest du dich über die Lademöglichkeiten in deiner näheren Umgebung informieren. Besonders in ländlichen Gebieten und fernab von Ballungsräumen ist das Elektrotankstellennetz in Deutschland eher dürftig ausgebaut. In solchen Gegenden ist eine private Ladestation fast unumgänglich.

Aber selbst wenn die Versorgungslage in deiner Stadt unproblematisch ist, ist eine Wallbox sinnvoll. Denn du lädst damit günstiger als an Elektrotankstellen. Und du kannst dein Fahrzeug jederzeit und über längere Zeiträume „tanken“.

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Einige Energieversorger bieten spezielle Autostrom-Tarife an. Damit lädst du noch kostensparender als mit dem „normalen“ Haushaltsstrom.

Unabhängig mit Wallbox und Photovoltaik

Mit einem Elektroauto bist du in Sachen Treibstoff unabhängiger als mit Benzin- und Dieselfahrzeugen. Denn das ständige Auf und Ab der Ölpreise ist für dich unerheblich, wenn du mit Elektrizität fährst. Auch drohende Kraftstoff-Engpässe – Öl ist ein fossiler Brennstoff, der sich langsam, aber sicher dem Ende zuneigt – interessieren dich dann nicht. Mit einer Wallbox baust du diese Unabhängigkeit noch weiter aus. Du bist nicht auf Elektrotankstellen angewiesen und kannst selbst bestimmen, woher der Strom für deine Ladestation kommt.

Hier sei vor allem Energie aus regenerativen Quellen (sogenannter grüner oder Ökostrom) empfohlen. Damit besserst du deine Umweltbilanz noch weiter auf. Und möchtest du dich komplett von der externen Energieversorgung lossagen, kannst du dir eine Photovoltaikanlage zulegen.

Photovoltaik (kurz: PV, alternative Schreibweise: Fotovoltaik) ist ein technisches Verfahren, bei dem die Sonnenstrahlung zur Energiegewinnung dient. Mittels sogenannter Solarzellen wird die elektromagnetische Lichtenergie der Sonne in Strom umgewandelt. Photovoltaik findet heutzutage in vielen Formen und Dimensionen Verwendung – von kleinen Taschenrechnern über Solarfahrzeuge bis zu riesigen Anlagen auf Freiflächen.

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Zu unterscheiden sind Photovoltaikanlagen von Solarthermieanlagen. Während PV-Anlagen das Sonnenlicht in Strom umwandeln, nutzen Solarthermieanlagen die Energie zur Wärmeerzeugung (beispielsweise für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung). Beide Anlagentypen fallen in die Kategorie Solaranlagen.

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Falls du die Möglichkeiten hast, kannst du eine Photovoltaikanlage auf deinem Dach oder in deinem Garten installieren und die Energie in deine Wallbox leiten. Du tankst dein Elektroauto dann fortan mit Solarstrom – klimafreundlich und emissionsfrei. Ein Beispiel: Angenommen, dein Auto verbraucht 17 Kilowattstunden an Strom auf 100 Kilometer und deine Photovoltaikanlage liefert jährlich 5.000 Kilowattstunden Sonnenenergie. Dann kannst du monatlich knapp 2.500 Kilometer nur mit Strom aus deiner Photovoltaikanlage fahren.

Die Solarenergie, die du nicht für dein Elektroauto nutzt, kannst du im Haushalt einsetzen. Oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und damit Geld verdienen: Im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetz (trat im Jahr 2000 in Kraft) bekommen Anlagenbetreiber eine staatlich geregelte Vergütung. So kannst du den Ausbau regenerativer Energien in Deutschland voranbringen und helfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Denn beim Betrieb von Photovoltaikanlagen entstehen keinerlei Ab- und Treibhausgase.

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Lege dir für deine Photovoltaikanlage am besten einen Stromspeicher zu. Dann kannst du überschüssige Solarenergie – zumindest bis zu einem gewissen Grad – für später speichern. Ohne Speicher ist es wichtig, dass du die Sonnenstunden ausnutzt und dein Auto möglichst zu diesen Zeiten lädst. Übrigens: Mit einem Hausenergiemanagement-System kannst du die überschüssige Energie auch direkt in dein Elektroauto leiten.

Kleiner Exkurs: So kannst du dein Elektroauto fördern lassen

Die Bundesregierung hat längst erkannt, wie wichtig Elektromobilität ist: um unsere Klimaziele zu erreichen, um technische Innovation nach vorn zu bringen und um unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden. Darum fördert sie mit dem „Umweltbonus“ seit Juni 2016 den Kauf von Elektroautos. Das dafür notwendige Budget von 1,2 Milliarden Euro stammt zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den Autoherstellern.

Gefördert werden sowohl reine Elektroautos als auch sogenannte Plug-in-Hybride – also jene Hybridfahrzeuge, die du rein elektrisch betreiben kannst. Dein Wunschfahrzeug muss in der „Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge“ des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) enthalten sein. Wie hoch dein Zuschuss ist, hängt vom Listenpreis des gekauften Autos ab:

  • Liegt er unter 40.000 Euro, kriegst du 9.000 Euro (Elektroauto) beziehungsweise 6.750 Euro (Plug-in-Hybrid).
  • Fahrzeuge, die teurer sind, werden mit 7.500 Euro (Elektroauto) beziehungsweise 5.625 Euro (Plug-in-Hybrid) bezuschusst.

Diese Regelung gilt nach einem Beschluss vom 3. Juni 2020 vorerst bis zum 31. Dezember 2021. Danach tritt (voraussichtlich) wieder die alte Regelung in Kraft:

  • 6.000 Euro (Elektroauto) beziehungsweise 4.500 Euro (Plug-in-Hybrid) für Fahrzeuge bis 40.000 Euro.
  • 5.000 Euro (Elektroauto) beziehungsweise 3.750 Euro (Plug-in-Hybrid) für höhere Listenpreise.

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Die Zukunft der Wallbox

Wusstest du, dass es das Grundprinzip des Elektromotors schon seit dem vorletzten Jahrhundert gibt? Erst in den letzten 2 Jahrzehnten ist das Elektroauto wirklich in unserem Alltag angekommen und für die breite Masse interessant geworden. Dementsprechend ist auch die Elektromobilität noch lange nicht an ihren Grenzen. Und wie Elektroautos steht auch der Wallbox noch eine spannende Entwicklung bevor. 

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Innovation bidirektionale Wandladestation

Wie bei den meisten Technologien üblich wird auch die Wallbox mit der Zeit effizienter, verlässlicher und günstiger. Neben dieser generellen Optimierung kannst du dich auf eine richtige Innovation einstellen: die bidirektionale Wallbox. Mit einer solchen Ladestation kann der Strom in 2 Richtungen fließen – nicht nur vom Energielieferanten in das Auto, sondern auch umgekehrt. Ungenutzte Energie kannst du so in das Stromnetz zurückführen.

Das Fahrzeug dient dann als Zwischenspeicher. Das kann aufgrund der folgenden 2 Konzepte funktionieren:

  • V2H (Vehicle to Home, übersetzt: vom Fahrzeug in das Haus):
    Die ungenutzte Energie fließt wieder ins Hausstromnetz. Das ist besonders sinnvoll, wenn du eine Photovoltaikanlage besitzt. Tagsüber kann die Anlage dann den Fahrzeug-Akku aufladen. Nachts wird die überschüssige Energie in das Hausnetz gespeist und du kannst sie für deinen Haushalt nutzen. Das spart Strom und Geld.
  • V2G (Vehicle to Grid, übersetzt: vom Fahrzeug zum Netz):
    Statt in das Hausnetz kann die Energie auch in das öffentliche Stromnetz fließen. Das ist besonders für die Energieversorger vorteilhaft. Denn durch diesen Austausch können Stromschwankungen ausgeglichen und Verbrauchsspitzen abgefangen werden. Es ist durchaus denkbar, dass die Energieversorger diese Art der Unterstützung zukünftig vergüten.
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Herausforderungen der bidirektionalen Wallbox

Ausgereift ist die Technologie noch nicht. Zwar gibt es schon erste bidirektionale Wallboxen im Handel. Diese sind jedoch um einiges teurer als die „normalen“ Modelle. Außerdem eignet sich nicht jeder Akku für das bidirektionale Laden. Bislang hat nur eine Handvoll Hersteller Autos im Sortiment, die die Technologie unterstützen. Eine weitere Herausforderung stellen die Anschlüsse dar: Mit dem in der EU gängigen Typ-2-Stecker lässt sich bidirektionales Laden (bisher) nicht realisieren. Das geht nur mit den japanischen CHAdeMO-Steckern.

Das kann sich in der nahen Zukunft ändern. Denn bidirektionales Laden und V2H beziehungsweise V2G sind weitere Möglichkeiten, um Energie zu sparen und Ressourcen effizienter einzusetzen – ganz im Sinne von Klima- und Umweltfreundlichkeit.

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Wallbox als Powerbank und autonome Laderoboter

Die bidirektionale Ladestation ist nicht die einzige (angekündigte) Neuheit in der Welt der Wallboxen. Mehrere Autohersteller arbeiten an mobilen Ladestationen mit integriertem Energiespeicher. Du kannst die Wallbox dann vor der Fahrt aufladen und dein Auto später direkt über die mobile Box laden – ohne dass du sie an eine Steckdose anschließen musst. Vereinfacht gesagt funktioniert die Wallbox als Powerbank. Die verschiedenen Hersteller setzen auf unterschiedliche Batteriegrößen und stellen Reichweiten von mehreren 100 Kilometern in Aussicht. Dank Schnellladefunktion soll das Tanken des Elektroautos entsprechend fix gehen. Wann es die Powerbanks für das Auto im Handel geben wird, steht noch nicht fest. Ein großer deutscher Autokonzern hat Anfang 2020 jedoch erste mobile Schnellladesäulen in Wolfsburg aufgestellt.

Dasselbe Unternehmen hat 2019 eine Studie zu einer echten Innovation vorgelegt: autonome Laderoboter. Diese sollen sich auf öffentlichen Parkplätzen, in Tiefgaragen und in Parkhäusern selbstständig zu abgestellten Fahrzeugen bewegen und sie aufladen. Aktiviert werden die Roboter über das Assistenzsystem der Autos oder per App. Ausgerüstet mit Kameras und Sensoren können sie Hindernisse erkennen und so Zusammenstöße vermeiden. Zwar sind die autonomen Laderoboter noch Zukunftsmusik. Für die Elektromobilität könnten die maschinellen Helfer jedoch eine echt Revolution bedeuten.

Starte jetzt in Richtung Klimaneutralität

Der Klimawandel ist eines der größten Themen des noch jungen Jahrtausends. Dass wir ihn noch ausbremsen können, wissen die meisten. Für viele stellt sich jedoch die Frage: Wie? Schon kleine Änderungen in deinem persönlichen Alltag können eine immense Wirkung haben. So kannst du mit dem Umstieg auf Elektromobilität deine CO2-Emissionen im Verkehrsbereich eben mal halbieren. Kein Wunder, dass Elektroautos immer beliebter werden.

Viele zögern jedoch mit dem Wechsel zu Elektrofahrzeugen. Denn noch ist das Elektrotankstellennetz in Deutschland sehr lückenhaft. Das wird sich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren ändern. Doch bis dahin – und selbst dann – ist eine eigene Wandladestation eine tolle Lösung, um den Akku deines Autos jederzeit voll und das Fahrzeug einsatzbereit zu halten. Besonders in Kombination mit einer Photovoltaikanlage bist du mit einer Wallbox unabhängig und klimaneutraler unterwegs. Und dank diverser Fördermaßnahmen sowie sinkender Preise ist die Anschaffung einer Ladestation längst nicht mehr so kostenintensiv.

Der Weg zur eigenen Wallbox ist also kürzer, als du vielleicht dachtest. Fang lieber zu früh als zu spät an, über den Umstieg auf Elektromobilität und deine private Ladestation nachzudenken. Wenn du von dem Konzept überzeugt bist, gib deine Begeisterung an deine Freunde und Familie weiter: Teile deine Einsichten, Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen – ganz gleich, ob off- oder online. Gern kannst du auf dieses E-Book verweisen und es in den sozialen Medien posten. Denn wenn wir alle mitmachen, ist Elektromobilität schon bald mehr als nur eine Alternative – und die globale Erwärmung eine Herausforderung, die wir gemeinsam meistern können.

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Ricardo Izzi
Dein Energiewende Guide

Hallo liebe Communitymitglieder, ich bin Ricardo, 32 Jahre alt, als dein Guide, möchte ich gemeinsam mit dir die Reise deiner persönlichen Energiewende beschreiten. Mit Fachwissen und Witz führe ich dich durch die verschiedenen Bereiche des intelligenten fahrens und unterstütze dich bestmöglich dabei, deine persönliche Energiewende voranzutreiben. Als Eventmanager habe ich viele Veranstaltungen für Automobilkonzerne betreut und eng mit diesen zusammengearbeitet. Sei es ein Messeautritt auf der IAA, ein Launch-Event für ein neues Auto oder ein Kongress über die neusten Trends in der Branche. Diese über Jahre angesammelte Expertise möchte ich nun im Rahmen meiner Blog-Beträge an euch weitergeben.

Schau dir gerne alle meine Beiträge zum intelligenten Fahren in unserem Magazin an.