Die Wallbox

15 Tipps für die Anschaffung und Nutzung einer intelligenten Ladestation

 

Erfahren Sie alles zum Thema Wallbox für die Anschaffung und Nutzung einer intelligenten Ladestation!

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Elektromobilität wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen – gemeinsam mit Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Interessenten müssen sich dabei aber nicht einfach nur die Frage stellen, welches Elektrofahrzeug es in die heimatliche Garage schaffen soll, sondern auch, wie sich die Lademöglichkeiten gestalten. Die einfachste und beste Lösung für ein flexibles Laden ist eine Wallbox. Im folgenden erfahren Sie, was eine Wallbox ist, wie sie funktioniert, welche Gründe für eine Wallbox sprechen und vieles mehr. Kurz: Hier finden Sie den ultimativen Guide für die Nutzung einer intelligenten Ladestation.

Was ist eine Wallbox?

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Eine Wallbox ist eine kleine, an einer Wand angebrachte Ladestation für die Heimnutzung, die ein Elektroauto mit dem Stromnetz verbindet. Eine Wallbox – unter anderem auch Wall Connector oder ganz simpel „intelligente Wandladestation“ genannt – kann man sowohl im Innen- als auch im Außenbereich anbringen, also in der Garage oder unter einem Carport. Sie dient als Schnittstelle zwischen dem häuslichen Stromnetz und dem Ladekabelstecker und sorgt für eine sichere und reibungslose Kommunikation zwischen Strominfrastruktur, Ladekabel und Ladelektronik des Elektroautos. Das Ladekabel ist in der Regel fest in die Wallbox integriert. In Deutschland findet üblicherweise der Stecker Typ 2 (Mennekes-Stecker) Verwendung.



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Woraus besteht eine Wallbox?

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Ladepunkte:
Je nach Ausführung hat eine Wallbox ein bis zwei Ladepunkte des Typs 2 für Wechselspannung.

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LED-Anzeige:
Die LED-Anzeigen über den Ladepunkten zeigen den Status des Ladevorgangs an.

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Anschlussklammer:
Eine Wallbox hat keinen direkten Netzanschluss. Sie wird über Anschlussklammern an einen separat reservierten Stromkreis in einem Haus angeschlossen.


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Electric Vehicle Charge Controller:
Der Electric Vehicle Charge Controller ist für die Steuerung des Ladevorgangs durch die Wallbox verantwortlich. Er kommuniziert mit dem Fahrzeug und bestimmt den Ladevorgang und die Ladeleistung.

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Ladekabel:

Je nach Ausführung enthält eine Wallbox ein bis zwei Ladekabel, je nach Anzahl der Ladepunkte.

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Schutzgeräte:
Eine Wallbox verfügt über integrierte Schutzgeräte wie einen speziellen Fehlerstromschutzschalter mit DC-Fehlerstromerkennung je Ladepunkt.

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Leitungsschutzschalter:
Der Leitungsschutzschalter schützt das Ladekabel vor Überlastung.

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Schlüsselschalter/Kartenleser:
Der Nutzer muss sich identifizieren, um Zugang zum Ladepunkt zu erhalten. Dafür meldet er sich über einen Schlüsselschalter oder einen RFID-Kartenleser an, um den Ladepunkt freizuschalten.

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Eichrechtskonformer Zähler:
Dieser Zähler misst den Strom, der in das Fahrzeug fließt. So kann der Stromverbrauch für das Elektroauto vom restlichen Stromverbrauch im Haushalt getrennt erfasst werden.

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Antenne / Modem:
Per Antenne oder Modem ist die Wallbox mit dem Backend verbunden und kann Ladevorgänge abrechnen.


Gründe für eine Wallbox


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Theoretisch lässt sich ein Elektroauto auch über eine haushaltsübliche Steckdose mit 230 Volt aufladen. Allerdings dauert das Laden durch die geringe Leistung, die übertragen werden kann, sehr lange. Und noch viel kritischer: Nicht jedes Stromnetz oder jede Steckdose ist derart belastbar. Hier besteht das Risiko eines Kabelbrandes, wenn die Steckdose bzw. die Leitung über eine gewisse Dauer zu stark belastet wird. In jedem Fall wäre hier also die Prüfung des Anschlusses und des Stromnetzes durch einen Fachmann notwendig. Sowohl Experten als auch Automobilhersteller empfehlen, das Elektroauto eher an einer Wallbox aufzuladen. Welche konkreten Vorteile für eine Wallbox sprechen, haben wir für Sie hier aufgelistet:


Schnelle Ladung

Einer der Hauptgründe für die Nutzung einer Wallbox ist deren hohe Ladeleistung: Wallboxen sind wie Elektroherde an Starkstrom (400 Volt / 32 Ampere) angeschlossen, erzielen so höhere Ladeleistungen und somit auch kürzere Ladezeiten. Teilweise lassen sich Elektroautos dann zehnmal schneller laden, als wenn man sie an die üblichen Haushaltssteckdosen anschließt.


Effiziente Ladung und Nachhaltigkeit

Eine Wallbox dient als intelligenter An- und Ausschalter zwischen dem Stromnetz und der Ladelektronik der Elektroautos. Das bedeutet, dass man die Ladeleistung je nach Bedarf einstellen sowie das Timing für die Ladevorgänge flexibel gestalten und programmieren kann. Haben Besitzer von Elektroautos günstigen Nachstrom zur Verfügung, können sie die Ladestation für dessen Nutzung entsprechend programmieren und Kosten sparen. Vor allem in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher wird die Wallbox zu einer umweltbewussten und effizienten Lademöglichkeit: Der maximal erlaubte Strombezug aus einer Photovoltaikanlage oder einem Wärme- bzw. Batteriespeicher lässt sich regeln, indem die Wallbox zum Beispiel externe Zählerdaten ausliest.

 

Sicherheit

Ein weiterer Grund für die Nutzung einer Wallbox ist die höhere Sicherheit im Vergleich zu einer Steckdose. Eine Wallbox verhindert im Gegensatz zu herkömmlichen Steckdosen eine Überlastung der elektrischen Anlage, da die integrierte Technik auf die hohe Dauer-Ladeleistung ausgelegt ist und unter anderem auch, weil man die gewünschte Leistung entsprechend einstellen kann. Ein kostenintensiver separater Schutzschalter fällt weg. Moderne Wallboxen verfügen über eine Stromüberwachung sowie über eine Fehlerstromerkennung. Sobald die Wallbox eine Störung erkennt, bricht sie den Ladevorgang ab, indem sie die Verbindung vom Netz trennt. Diese Einrichtungen verhindern zum Beispiel, dass man einen gefährlichen Stromschlag bekommt, wenn eine Leitung defekt oder ein Kontakt feucht ist.



Kostenersparnis und Kostenkontrolle

Des Weiteren können Sie durch eine Wallbox Kosten sparen, da Sie die Ladung so programmieren können, dass Sie die Stunden nutzen, in denen der Strom am günstigsten ist. Auch die Sperrung der Wallbox ist möglich – ob vor Ort oder auch aus der Ferne – um eine unerwünschte Nutzung zu vermeiden. Manche Wallboxen verfügen zudem über integrierte Zählerstände, über die sich feststellen lässt, wie viel Strom für die Ladevorgänge verbraucht wurde.




Die Installation einer Wallbox


Es ist empfehlenswert, dass ein Fachmann die Installation der Wallbox übernimmt, da für eine Ladestation immer ein Starkstromanschluss notwendig ist. Es gibt mittlerweile Betriebe, die sich auf die Installation von Ladestationen spezialisiert haben, aber auch der Elektroinstallateur Ihres Vertrauens kann diese Aufgabe übernehmen.

 

Eignet sich das Haus für eine Wallbox?

Eine Wallbox ist in der Regel sehr leicht und wiegt circa 4 Kilogramm. Auch ältere Wände und Putzuntergründe sind demnach für die Montage geeignet. Sollte die Wand nicht ausreichend tragfähig sein, kann eine Wallbox fast immer auch auf speziellen Stellen montiert werden und eignet sich dadurch auch für Carports oder Außenstellplätze. Für den heimischen Netzanschluss ist eine private Ladestation mit einer Ladeleistung von 11 kW in der Regel kein Problem. Lassen Sie den Netzanschluss aber auf jeden Fall immer von einem Elektroinstallateur prüfen.

 

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In vier Schritten durch den Fachmann zur Wallbox

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Netzanschluss prüfen
Halten alle Anschlüsse und Kabel der Dauerbelastung stand? Ein Fachmann sollte in jedem Fall prüfen, ob der heimische Netzanschluss groß genug für eine Wallbox ausgelegt ist – was für gewöhnlich der Fall ist.

 

Anpassung des Verteilers
Gibt es dort, wo die Ladestation installiert werden soll, einen Starkstromanschluss? Wenn nicht, muss dieser erst neu gelegt werden. Das Gleiche gilt für die Versorgung im Hausverteilerkasten. Dafür legt der Fachmann eine neue Leitung, die mit einer Sicherung geschützt wird. Es besteht zudem die Möglichkeit, auf Wunsch einen Zwischenzähler zu installieren, der misst, wieviel Strom das Laden verbraucht. Wenn bereits ein Starkstromanschluss in der Garage oder im Carport vorhanden ist, kann dieser einfach für die Wallbox genutzt werden. Dann muss lediglich die Beschriftung im Verteilerkasten geändert werden und es geht direkt mit dem vierten Schritt weiter.

 

Wanddurchbruch
Ein Wanddurchbruch ist in der Regel nötig, da Verteilerkästen selten in der Garage oder draußen im Carport hängen. Damit der Strom auch tatsächlich an der Wallbox ankommt, wird die Leitung vom Verteilerkasten an den Installationsort der Wallbox gelegt – inklusive aller notwendigen Wanddurchbrüche. Diese sind aber mit einem einfachen Bohrer durchführbar.

 

Montage der Wallbox
Ist das Kabel gelegt – oder schon vorhanden –, wird die Wallbox an die Wand geschraubt. Elektrische Schutzeinrichtungen sind zwingend erforderlich und vorgeschrieben. Sind diese nicht bereits in der Wallbox verbaut, müssen sie in der Hausinstallation außerhalb der Wallbox vorgesehen werden. Das ist zulässig, ist für Sie aber ein weiterer Kostenfaktor.

 

Eventuell gibt es sogar für den Privathaushalt gesetzliche Rahmenbedingungen, die eingehalten werden müssen, die in der Ladesäulenverordnung (LSV) festgelegt sind. Wenn ein Fachbetrieb die Installation durchführt, haftet dieser auch für den korrekten Einbau.

 

 

 
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Brauche ich eine Genehmigung für eine Wallbox?

 

Wenn Sie Mieter oder Wohnungseigentümer sind, müssen Sie beachten, dass Ihr Vermieter oder die Wohnungseigentümergemeinschaft die Montage bzw. die Installation einer Wallbox ablehnen kann, sollten hierfür bauliche Veränderungen notwendig sein. Sie haben als Stellplatz-Besitzer und -Mieter keine rechtliche Handhabe, wenn Sie eine private Ladestation für ihr Elektroauto installieren möchten. Selbstständig getätigte Investitionen und Handlungen ohne Erlaubnis sind nicht zulässig.

Anmeldung der Wallbox beim Netzbetreiber

Die Installation der Wallbox muss unabhängig von der Ladeleistung beim örtlichen Netzbetreiber gemeldet werden. Das dient ausschließlich der Information und der Netzstabilität. Dem Netzbetreiber fällt es dann leichter, die lokalen Belastungen einzuordnen, eine stabile Versorgung für alle zu garantieren sowie eine Überlastung des Netzes zu vermeiden. Falls notwendig, kann er so frühzeitig Maßnahmen einleiten und das Netz für die neuen Anforderungen rüsten. Ab einer Ladeleistung von 22-kW, ist für die Installation sogar die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.


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Das müssen Sie beim Kauf einer Wallbox beachten

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Es gibt staatliche Förderungen von Solarthermie-Anlagen, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abwickelt. Konkret ist hier eine einmalige Förderung bei der Anschaffung der Solarthermie-Anlage gemeint. Dies gilt aber nur für Anlagen, die auf bereits bestehenden Gebäuden nachgerüstet werden und nicht für Neubauten. Eine langfristige Förderungsform – wie die der Einspeisevergütung bei Photovoltaik – gibt es für Solarthermie-Anlagen nicht.

Im ersten Schritt müssen Sie vor dem Kauf einer Wallbox berücksichtigen, welches Elektroauto Sie besitzen – denn ausschlaggebend ist die Ladeleistung Ihres Fahrzeugs. Die Spanne hierbei reicht von 3,7 kW bis 22 kW und je nach Elektroauto bzw. Batteriekapazität beträgt die Dauer eines Ladevorgangs unterschiedlich lang (siehe dazu auch Abschnitt „Ladedauer an Ihrer Wallbox: Beispiele“). Zudem gibt es Wallboxen mit oder auch ohne fest angebrachtes Ladekabel. Komfortabler ist die Variante mit Kabel, da Sie, sobald Sie laden müssen, nicht jedes Mal von Neuem das separate Kabel aus dem Auto holen müssen. Allerdings muss in diesem Fall der Stecker auch zum Fahrzeug passen. Unter den europäischen Autoherstellern ist der Typ-2-EU-Stecker am verbreitetsten. Mit ihm sind die meisten Ladestationen ausgestattet. Dieser Stecker wurde speziell für das Laden von Elektroautos entwickelt. Er tauscht auch zusätzlich zum Strom die Informationen mit dem Fahrzeug aus. Auf dem asiatischen Markt ist auch der Typ-1-Stecker gängig. Hierfür würden Sie dann ein passendes Anschlusskabel mit einem sogenannten Euro-Stecker benötigen, der auf der einen Seite einen Typ-2-Stecker und auf der anderen Seite einen Typ-1-Stecker hat. Achten Sie beim Kauf darauf, dass im Idealfall ein kompetenter Kundendienst verfügbar ist, sollte es mal zu einer Störung kommen.


Kosten für eine Wallbox

 


Die Gesamtkosten für eine Wallbox setzen sich aus den Kosten für die Ladestation, die notwendigen weiteren Komponenten, Installation und Abnahme des Ladesystems durch den Fachmann zusammen. Bei Wallboxen besteht eine große Preisspanne, die sich zwischen 500 und 2.500 Euro bewegt – unter anderem abhängig von Hersteller, Ausführung und Fahrzeugmodell. Es gibt auch Elektroauto-Hersteller, die sie vergünstigt oder kostenlos im Falle eines Autokaufs oder Leasings dazu anbieten. Die Kosten für die Installation betragen zusätzlich noch einmal je nach Rahmenbedingungen (bauliche Gegebenheiten, Länge des verlegten Kabels etc.) 800 bis 1.000 Euro.

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Exkurs: Was kostet das Laden eines Elektroautos zuhause?
In der Regel ist Laden günstiger als Tanken. Wie viel der Strom für Ihr Elektroauto kostet, berechnen Sie ganz einfach wie folgt: Multiplizieren Sie den Preis pro Kilowattstunde mit dem Energieverbrauch Ihres Elektroautos pro 100 Kilometer.

Wallbox ausleihen?

 

Wer sich im ersten Schritt noch keine Wallbox zulegen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich je nach Bedarf eine Ladestation auszuleihen bzw. zu mieten. Je nach Anbieter umfasst das Mieten einer Wallbox dann die Lieferung, die technische Einweisung durch das Fachpersonal sowie die Abholung nach Gebrauch. Der Vorteil einer ausgeliehenen Wallbox ist, dass keine Installation notwendig ist und die Wallbox überall einsetzbar ist. Die Mietdauer ist vom Anbieter abhängig.

 

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Welche Wallbox ist die Richtige?

 

Was die meisten Wallboxen gemeinsam haben, ist der feste Anschluss an die Hausinstallation. Meist durch den Typ-2-Stecker. Die Unterschiede, über die sich ein Käufer im Klaren sein muss, sind die Ladeleistung und der Bedienkomfort. Je nach Wallbox und Fahrzeug dauert das Laden nämlich sehr lange oder wird sehr verkürzt (siehe auch Abschnitt „Ladedauer an einer Wallbox: Beispiele“). Der ADAC empfiehlt eine 11-kW-Wallbox. Sie kann einphasig, aber auch zwei- und dreiphasig laden und reicht für eine Ladung über Nacht – auch bei größeren Batterien – in der Regel aus.

 

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Hinweis:
Wer vom schnellen Laden bis zu 22kW profitieren möchte, muss sicherstellen, dass sein Fahrzeug dafür ausgelegt ist. Bei vielen Herstellern kostet das einen Aufpreis bzw. ist das für manche Elektroautos gar nicht möglich.



Ladedauer an Ihrer Wallbox: Beispiele

Der ADAC hat Beispiele für die Ladedauer von Elektroautos per Wallbox aufgelistet. Wir haben für Sie im Folgenden zwei aufgeführt:

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So berechnen Sie die Ladedauer Ihres Elektroautos an der Wallbox

Die Reichweite von Elektroautos bewegt sich aktuell zwischen 120 und 500 Kilometern mit voller Ladung, abhängig von Fahrstil, Wetterbedingungen und Batteriealter. Die Ladedauer für Elektroauto- und Plug-in-Hybrid-Modelle variiert je nach Batteriekapazität und Ladeleistung der Wallbox. Als Fahrer ist es natürlich wichtig zu wissen, wie viel Zeit Sie zum Aufladen einplanen müssen.

Die Wallbox benötigt in der Regel einen Drehstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt. Dabei kann man dreiphasig laden. Bei einer Stromstärke von 16 Ampere erreicht die hauseigene Stromtankstelle eine Ladeleistung von 11 kW. Eine entsprechend gesicherte Wallbox mit 32 A Stromstärke kommt auf die doppelte Ladeleistung von 22 kW. Als Beispiel: Um einen 2019er BMW i3 mit 42,2-kW-Akku aufzuladen, benötigt man circa drei Stunden.

Nicht jeder Akku eines Elektroautos lädt gleich schnell. Dabei ist die Kapazität der Elektroauto-Batterie eine entscheidende Größe. Diese wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Je mehr Kapazität hier zur Verfügung steht, umso höher ist auch die Reichweite eines Elektroautos. 

Die Ladezeit für Ihr Elektroauto können Sie mit der folgenden Formel berechnen: Teilen Sie die Akkukapazität durch die Leistung der Wallbox, um die ungefähre Ladedauer Ihres Elektroautos zu erhalten (einige Nebenfaktoren, zum Beispiel die Außentemperatur, sind hier jedoch ausgeklammert).

Akkukapazität / Ladeleistung = Ladedauer in Stunden
Beispiel: 60 kWh / 22 kW = 2:45 h

Die Ladeleistung ist während des Ladevorgangs jedoch nicht konstant, sondern kann abhängig vom Zustand der Batterie limitiert sein.

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Welche Förderungen gibt es für eine Wallbox?

 

Während die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs durch den Umweltbonus gefördert wird, ist die Förderung von Wallboxen eher überschaubar und regional definiert. Dabei fehlt es in Deutschland an einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Die Förderungsbestreben des Bundes zum Ausbau der Ladeinfrastruktur fokussieren sich bisher auf öffentlich zugängliche Ladestationen, gemäß der Ladesäulenverordnung. Die Förderung privater Ladestationen hingegen ist noch nicht vorangeschritten, auch wenn das Thema in der Politik generell auf der Agenda steht. Wir haben hier einige Beispiele an Fördermöglichkeiten aufgelistet:

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Beispiel einer Wallbox-Förderung: progres.nrw

progres.nrw ist das Förderprogramm für regenerative Energien in Nordrhein-Westfalen, das sich mit seinem „Sofortprogramm Elektromobilität“ an Privatpersonen, freiberuflich Tätige und Unternehmen mit Sitz in NRW richtet. Für nicht öffentliche Ladepunkte wird 50 Prozent der „zuwendungsfähigen Ausgaben“, im Höchstfall 1.000 Euro pro Ladepunkt, erstattet. Für Kommunen und juristische Personen sind höhere Beträge vorgesehen.

 

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Förderung durch Kommunen

Es gibt einzelne Kommunen, die Wallboxen fördern, sowie kommunale und regionale Förderungsmöglichkeiten durch Energieversorger. Hier ein paar Beispiele:


  • München bezuschusst Montage und Installation einer Ladestation seit Januar 2019 mit 40 Prozent der Kosten, und das bis zu 3.000 Euro.

  • Die Stadt Mainz bezuschusst eine E-Ladestation mit 400 bis 600 Euro. 


Es gibt noch weitere Kommunen, die Ladestationen bezuschussen. Leider kann man hier keinen Pauschalbetrag nennen. Eine Nachfrage bei der Kommune ist aber in jedem Fall ratsam.

 


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Förderung durch Energieversorgungsunternehmen

Die Energieversorgungsunternehmen in Deutschland verfolgen den Ausbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur. Einige davon bieten individuelle Förderprogramme an und in diesem Rahmen zum Beispiel Komplettpakete, die Wallbox und Einbau, Ökostrom und die Nutzung öffentlicher E-Ladestationen umfassen.



Exkurs: Förderung von Elektroautos

 

Umweltbonus:

Wer sich in Deutschland ein Elektroauto zulegt, hat die Chance, dieses Vorhaben durch den sogenannten Umweltbonus fördern zu lassen. Im Juni 2016 startete die Bundesregierung diese Förderung von Elektroautos, die den CO2-Ausstoß verringern soll und sich an Privatpersonen, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen richtet. Das Fördervolumen beträgt 1,2 Milliarden Euro und wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den Automobilherstellern getragen. Die ursprüngliche Frist bis Juni 2019 wurde aktuell bis Ende 2020 verlängert. Durch das Programm werden reine Elektroautos mit 4.000 Euro und Plug-in-Hybride mit 3.000 Euro gefördert. Dabei darf der Netto-Basis-Listenpreis des Fahrzeugs die 60.000-Euro-Marke nicht überschreiten. Der Autohändler zieht den entsprechenden Betrag in voller Höhe beim Kauf ab oder er mindert die Rechnung nur um den Anteil, den der Automobilhersteller übernimmt. Der Käufer muss in diesem Fall die andere Hälfte der Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen (siehe auch Absatz „Antragstellung und Erhalt des Bonus“). Außerdem verdoppelt sich die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) von bisher fünf auf zehn Jahre. Dies gilt für alle kommenden Neuzulassungen bis Dezember 2020 sowie rückwirkend für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2016.

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Bedingungen für den Erhalt des Umweltbonus:

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Das Elektroauto muss in der BAFA-Liste der förderfähigen Elektroautos enthalten sein.

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Der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sein.

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Das Elektroauto muss innerhalb Deutschlands auf den Antragsteller und für mindestens sechs Monate zugelassen werden (Erstzulassung).

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Antragstellung und Erhalt des Bonus:

Den Antrag für die Förderung können Sie elektronisch auf der Seite des BAFA ausfüllen und den Kauf- bzw. Leasing-Vertrag hochladen. Spätestens neun Monate, nachdem Sie den Zuwendungsbescheid erhalten haben, muss die Zulassung des Elektroautos erfolgen. Laden Sie dann die Zulassungsbescheinigung Teil I und II auf der BAFA-Seite hoch. Sobald die Prüfung Ihres Antrags erfolgt ist, bekommen Sie den Anteil durch den Bund auf Ihr Konto überwiesen. Der Restbetrag wird direkt beim Kauf Ihres Elektroautos abgezogen.



So funktioniert eine Wallbox mit Photovoltaik

Mit der Kombination aus Wallbox und Photovoltaik verbessern Sie Ihre Ökobilanz doppelt. Sollten Sie bereits eine Photovoltaikanlage besitzen, dann ist Ihnen die Thematik schon bekannt. Wenn Sie jedoch noch darüber nachdenken, eine Photovoltaikanlage zu installieren oder das Thema für Sie noch komplett neu ist, dann können Sie sich über unseren Photovoltaik-Guide umfassend informieren.

 

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Exkurs: Was war noch einmal Photovoltaik?

In Kürze zum Einstieg: Bei Photovoltaik handelt es sich um ein technisches Verfahren, bei dem Lichtenergie (die elektromagnetische Strahlung der Sonne) in elektrische Energie umgewandelt wird. Dies geschieht mithilfe sogenannter Solarzellen, die als Solarmodule (zumeist) auf dem Dach installiert sind. Den erzeugten Strom kann man sowohl selbst nutzen als auch in das öffentliche Stromnetz gegen eine feste Vergütung einspeisen. Je nach Bedarf kann eine Photovoltaikanlage auch mit einem Stromspeicher kombiniert werden. Dieser speichert den nicht direkt selbst verbrauchten Solarstrom und stellt ihn genau dann zur Verfügung, wenn die Anlage weniger Strom produziert als für den Eigenbedarf nötig ist.
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Wallbox mit PV-Strom laden

Ein Elektroauto lässt sich natürlich ebenfalls mithilfe von Photovoltaikstrom aufladen. Und das lohnt sich! Eine PV-Anlage mit einer Leistung von 5 kWp jährlich kann bis zu 5.000 Kilowattstunden Strom liefern. Wenn der Energieverbrauch eines Elektroautos bei 17 kWh/100 km liegt, fahren Sie fast 2.500 km im Monat emissionsfrei. Die maximale Ladeleistung für ein Elektroauto mit Solarstrom ist unter anderem abhängig von der Größe der Photovoltaikanlage und dem Stromverbrauch durch andere Geräte im Haushalt. Je größer die Photovoltaikanlage und je kleiner der Verbrauch durch Ihre Haushaltgeräte, desto größer ist die mit PV-Strom maximal zur Verfügung stehende Ladeleistung für Ihr Elektrofahrzeug.

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Unidirektionale Anbindung

Aktuell fließt der Strom von der Photovoltaikanlage zur Wallbox und dann zum Elektroauto – man spricht dabei von einer unidirektionalen Anbindung.

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Bidirektionale Anbindung

In Zukunft wird es auch möglich sein, dass der Strom vom Elektroauto zurück in das Haus fließen und eingespeist werden kann. Das nennt man dann eine bidirektionale Verbindung, bei der das Elektrofahrzeug als Batteriespeicher fungiert. Wenn mehr Strom zur Verfügung steht, als zu diesem Zeitpunkt im Haus benötigt wird, wird das Elektroauto geladen. Ist weniger Strom als benötigt vorhanden (z.B. abends oder nachts), wird das Haus mit Strom aus der Autobatterie versorgt. Bidirektionale Ladestationen befinden sich jedoch noch in der Entwicklung.


Die Vorteile des Ladens durch Photovoltaik-Strom: Sie leben noch umweltbewusster und sparen weitere Kosten. Es gibt mittlerweile auch intelligente Lademanagement-Systeme, mit denen man den Ladeprozess einfach und bequem regulieren und überwachen kann. Die Entscheidung, ob das Auto lediglich durch PV-Strom geladen oder zusätzlicher Strom aus dem Netz bezogen werden soll, steht dem dann Benutzer frei. Über mobile Applikationen haben Sie die Möglichkeit, den Ladezustand als auch den Eigenverbrauch abzulesen.

 

Was man beim Laden mit Photovoltaik-Strom beachten muss:
Sollten Sie über eine Photovoltaikanlage, aber über keinen Stromspeicher verfügen, sind die Ladezeiten genau zu planen.
Nutzen Sie die Sonnenstunden und timen Sie entsprechend Ihren Laderhythmus, soweit möglich.

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Wallbox für Unternehmen


Auch für Unternehmen ist die Nutzung von Elektrofahrzeugen immer interessanter, zumal es heute immer wichtiger wird, umweltfreundlich und zukunftsorientiert zu handeln.

 

Ladekonzept aufstellen

Wenn es um einen ganzen Fuhrpark geht, dann müssen Sie das Konzept der Elektromobilität im ersten Schritt gründlich durchdenken: Wer mehrere Elektrofahrzeuge an einem Standort laden will, muss darauf achten, dass es zu keinen Engpässen im Fuhrpark kommt, denn sonst können die Fahrer die Elektroautos nicht voll ausschöpfen. Hier gilt es, Prioritäten zu setzen: Ein Fahrzeug von Service-Mitarbeitern zum Beispiel, die regelmäßig zu Kunden fahren, sollte so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sein. Die folgenden Fragen sollte man sich stellen, wenn man ein Ladekonzept für das eigene Unternehmen plant:

 

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Wann müssen welche Fahrzeuge geladen sein?
Welche Art von Ladestation passt für meinen Einsatzbereich?
Wie behalte ich die Kosten im Blick
Kann mein Unternehmen sparen, indem wir auf erneuerbare Energien setzen?
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Management-Plattform für Ladeprozesse

Es gibt die Möglichkeit, Management-Plattformen zu erwerben, mit denen man immer einen Überblick über den Status und den Verbrauch der Ladestationen hat. Mit einer solchen Plattform lassen sich die Ladepunkte und Ladevorgänge effizient verwalten und organisieren. Für Unternehmen bedeutet das, dass man die Anforderungen an Ladevorgänge individuell anpassen kann – für Kunden, Mitarbeiter oder auch Besucher. Je nach Hersteller können solche Lösungen auch Ratschläge zur Installation sowie Wartungs- und Benutzerservice umfassen.


Steuerliche Vorteile für Arbeitnehmer

Wer ein Elektroauto als Firmenwagen fährt, erhält Vorteile bei der Lohnsteuer. Seit Januar 2017 ist dies im „Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr“ geregelt. Wer einen Firmenwagen mit Elektro- oder Hybridantrieb nutzt, profitiert übrigens bereits seit 2013 von einer gesetzlichen Bonusregelung.

 
 
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