Der Ratgeber
zur Solaranlage

Photovoltaik oder Solarthermie

 

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 Photovoltaik oder Solarthermie? Ein Überblick

 
Sie denken darüber nach, sich eine Solaranlage installieren zu lassen? Sie möchten sich über die vielen Faktoren informieren, die dabei eine Rolle spielen?
Dann sind Sie hier genau richtig. Auf unserer Seite haben wir für Sie das Wichtigste zum Thema Solaranlage zusammengefasst – von Begrifflichkeiten,
über die Installation und Komponenten wie Speicher bis hin zu den Kosten und Förderungsmöglichkeiten.

Solaranlage: Strom oder Wärme?

 
Die Begriffe „Solaranlage“ und „Photovoltaikanlage“ werden fälschlicherweise häufig synonym verwendet. Dabei fallen unter das Wort „Solaranlage“ zwei Techniken, die sich zwar ähneln, jedoch unterschiedliche Ziele haben. Das ist zum einen die Solarthermie, bei der Sonnenenergie in Wärme umgewandelt wird. Hingegen zielt auf der anderen Seite Photovoltaik darauf ab, Sonnenstrahlen in Strom umzuwandeln.

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Solarthermie: Wärme in den eigenen vier Wänden

Solarthermie beschreibt die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme. Diese Technik wird in Gebäuden zum Beispiel zur Warmwasseraufbereitung oder zum Heizen genutzt. Sogenannte Solarkollektoren fangen die Sonnenstrahlen ein, und leiten sie über mit Wärmeträgerflüssigkeit gefüllte Rohre an den Warmwasserspeicher eines Hauses weiter. Die Wärme wird anschließend über einen Wärmetauscher an das Wasser im Speicher übertragen und kann sofort genutzt werden – oder auch erst bei konkretem Bedarf. Die abgekühlte Wärmeträgerflüssigkeit läuft anschließend wieder zu den Sonnenkollektoren zurück und wird dort erneut von der Sonne erwärmt. Viele Haushalte können ca. 50 bis 65 Prozent ihres jährlichen Warmwasserbedarfs per Solarthermie sicherstellen. Eine Solarthermie-Anlage hält somit die Kosten für Warmwasser
(und Heizung) niedrig.

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Photovoltaik: Effiziente Energieerzeugung

Durch Photovoltaik wird die Strahlungsenergie des Sonnenlichts in nutzbaren Strom umgewandelt. Das Grundprinzip ist ähnlich der Solarthermie, denn in beiden Fällen benötigt man eine große Fläche, um die Sonnenenergie per Sonnenkollektoren (bei der Solarthermie) bzw. Solarmodulen (bei einer Photovoltaikanlage) aufzufangen.

Bei einer Photovoltaikanlage wird der erzeugte Solarstrom zum eigenen Verbrauch genutzt oder aber in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Im letzteren Fall profitieren Sie von einer sogenannten Einspeisevergütung.

 
 
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Kosten einer Solaranlage

 

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Mit einer Photovoltaikanlage machen Sie sich unabhängig von den Strompreisen im öffentlichen Netz. Mit einer Solarthermie-Anlage senken Sie Ihre Heizkosten. Doch was kosten diese beiden Typen der Solaranlage in der Anschaffung und im Betrieb? Das haben wir für Sie zusammengefasst. Die Kosten für Photovoltaik- bzw. Solarthermieanlagen variieren natürlich je nach Anbieter.


Kosten für eine Solaranlage mit Photovoltaik

Durch Preissenkung der Solarmodule sind Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren günstiger geworden. Der Preisrückgang bei kauf einer Solaranlage ist teilweise auf Optimierungen des Produktionsprozesses zurückzuführen.

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   Eine Anlage inklusive der Montage und Inbetriebnahme kostet rund 1.350 Euro pro kWp
   Die größten Kosten bei der Anschaffung einer PV-Anlage machen generell die Solarmodule und der Wechselrichter aus.
   Die am häufigsten eingesetzten Module aus multikristallinem Silizium kosten mittlerweile durchschnittlich unter 700 Euro pro Kilowatt
   Für einen Wechselrichter betragen die Kosten bei sehr kleinen Anlagen von unter fünf Kilowatt etwas mehr als 300 Euro.
   Bei größeren Anlagen sind es circa 100 Euro weniger. Die Preisspannen der Anbieter sind sehr hoch. Jedoch weisen die teureren Wechselrichter
   zumeist Qualitätsvorteile bezüglich Lebensdauer und Wirkungsgrad auf
   Zusätzlich fallen einmalige Netzanschlusskosten an von 500 bis 1.000 Euro
   Die jährlichen Betriebskosten (Wartung, Reinigung, Versicherung und ggf. Reparaturen) von rund zwei Prozent des Kaufpreises
   Eine jährliche Gebühr für die Bereitstellung des Stromzählers (30-50 Euro)
   Sowie eventuelle Kosten für einen Stromspeicher von 6.000 bis 10.000 Euro an

Kosten für eine Solaranlage mit Solarthermie

Die größten Posten bei der Anschaffung einer Solarthermie-Anlage sind

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  die Kollektoren
  und der Wärmespeicher.

Kostentechnisch kommt es auch auf die Nutzung der Anlage an: Soll diese nur Warmwasser bereiten oder auch Heizungsunterstützung sein?
Und wie viel der benötigten Wärme soll die Anlage abdecken? Dies sind am Ende die Faktoren, die die Fläche der Solarkollektoren und die Größe des Wärmespeichers bestimmen. Wenn die Anlage ausschließlich der Warmwasserbereitung dient, sind etwa 1-1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person erforderlich. Soll die Solaranlage auch die Heizung unterstützen, kommt pro zehn Quadratmeter Wohnfläche ein weiterer Quadratmeter Kollektorfläche hinzu.
Die Solaranlagenpreise pro Quadratmeter Kollektorfläche liegen bei rund 300 Euro.

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   Man kann üblicherweise davon ausgehen, dass die Anschaffungskosten einer Solarthermie-Anlage für die Warmwasserbereitung zwischen 5.000 und
   8.000 Euro betragen, mit einer zusätzlichen Heizungsunterstützung steigen diese Kosten auf 8.000 bis 10.000 Euro.
   Für Anlagen ohne Heizunterstützung reicht meist ein Speichervolumen von 300 Litern aus. Ein Speicher dieser Größe kostet etwa 1.200 Euro.
   Soll die Solaranlage als Heizungsunterstützung dienen, benötigt man hingegen einen 1.000-Liter-Speicher, der etwa 2.000 Euro kostet.
   Für Anlagen mit Heizunterstützung können Sie alternativ auch den Einsatz von Vakuum-Röhrenkollektoren in Betracht ziehen.
   Die Kollektorfläche sinkt dann um etwa 40 Prozent. Diese Kollektoren sind allerdings kostenintensiver und schlagen mit etwa 1.000 Euro
   pro Quadratmeter zu Buche.

Zu den weiteren Kosten zählen:

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   die einmalige Montage und Installation von ca. 2.000 Euro
   sowie die jährlichen Betriebskosten (Wartung, Versicherung und Reparaturen) von 100 bis 150 Euro

Hinweis:
Sollten Ihnen die Anschaffungskosten zu hoch sein, dann ist es auch möglich, eine Solaranlage zu mieten – und das ab 50 Euro im Monat.
Enthalten sind dann alle Kosten von der Montage über die Wartung bis hin zu Reparaturen. Nach einer Laufzeit von 20 Jahren können Sie
die Solaranlage dann entweder kaufen oder abmontieren lassen.

Steuern bei einer Solaranlage: Was müssen Sie beachten?

 

 

Macht Sie der Betrieb einer Solaranlage zum Unternehmen? Ergeben sich für Sie steuerliche Vorteile? 

Gibt es bezüglich der steuerlichen Pflichten Unterschiede zwischen dem Betrieb einer Photovoltaikanlage und einer Solarthermie-Anlage? Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Informationen zum Thema Steuern.

 

Steuern und Photovoltaikanlagen

Welchen steuerlichen Pflichten unterliegen Sie als Betreiber einer Photovoltaikanlage? Aus steuerlicher Sicht macht Sie der Betrieb einer PV-Anlage – und der Verkauf des Stroms – zum Unternehmer.
Wenn Sie den produzierten Strom in das öffentliche Netz einspeisen und somit an den jeweiligen Netzbetreiber verkaufen, müssen Sie für die daraus erzielten Umsätze eine Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer) abführen. Darüber hinaus müssen Sie den Gewinn, den Sie durch die Solaranlage erzielen, in einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Von steuerlichen Pflichten befreit sind Sie nur, wenn Sie den erzeugten Strom ausschließlich selbst nutzen, die Solaranlage also eine private Angelegenheit ist.
 

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Folgende Punkte müssen Sie beachten, wenn Sie den Strom einspeisen/verkaufen:

Beachten Sie:

Sollte das Finanzamt Sie als Kleinunternehmer einstufen, müssen Sie keine Umsatzsteuererklärung abgeben. Von der Umsatzsteuerpflicht sind
Sie befreit, wenn Sie im vergangenen Jahr einen Jahresumsatz (inkl. anfallender Steuern) von weniger als 17.500 Euro hatten. Der zu erwartende Jahresumsatz im laufenden Kalenderjahr darf außerdem nicht mehr als 50.000 Euro betragen. Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllten, können Sie einen Antrag auf Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht stellen. Wird der Antrag angenommen, müssen Sie keine Umsatzsteuer ausweisen und abführen, können dafür aber die gezahlte Umsatzsteuer (zum Beispiel im Anschaffungspreis oder auch folgend bei Reparatur- oder Wartungskosten) auch nicht beim Finanzamt geltend machen.

Gewerbesteuer

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage führt zu Einkünften aus einem Gewerbebetrieb. Sie müssen deshalb Gewinn und Verlust durch die Anlage erfassen und den Solaranlagenbetrieb in die Einkommenssteuererklärung aufnehmen. Ob Sie Gewerbesteuer zahlen müssen, hängt von der Dimension Ihrer Photovoltaikanlage ab.
Haben Sie einen Gewinn von mehr als 24.500 Euro, so müssen Sie ein Gewerbe anmelden und Gewerbesteuer zahlen. Liegt der Gewinn unter dieser Grenze, ist eine Gewerbeanmeldung nicht erforderlich.

Den Gewinn durch eine Photovoltaikanlage ermitteln Sie, indem Sie die Betriebsausgaben (Abschreibung des Kaufpreises der Anlage, ggf. Kreditzinsen, ggf. Reparatur- und Wartungskosten, Versicherungen etc.) von den Betriebseinnahmen (Vergütung für eingespeisten Strom,
Betrag für selbst verbrauchten Strom – jeweils inkl. Umsatzsteuer)

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Steuern und Solarthermie-Anlagen

 

Bei Solarthermie-Anlagen fallen kaum steuerliche Besonderheiten an. Falls Einnahmen durch Vermietungen oder Verpachtungen entstehen, können Sie die Kosten für die Anlage über die Einkommenssteuer absetzen. Es ist als Vermieter möglich, die Investition in die Anlage auf Ihre Mieter in Form einer Mieterhöhung umzuschlagen. Dabei sind Sie berechtigt, die jährliche Miete um bis zu 11 Prozent der Baukosten zu erhöhen. Sie müssen Ihre Mieter über diese Erhöhung eindeutig aufklären. Als Vermieter sind Sie zudem mit Bau und Nutzung einer Solarthermie-Anlage dazu verpflichtet, eine Heizkostenabrechnung auszustellen.

 

 

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Absetzbarkeit der Solarthermie-Anlage

Die Absetzbarkeit von Investitionen in Solarwärmeanlagen richtet sich für natürliche Personen nach dem Einkommensteuergesetz. Demnach werden Investitionen in Solarwärmeanlagen im Zusammenhang mit Einkünften aus Vermietung oder Verpachtung oder Einkünften aus Gewerbebetrieb relevant.

 

Ein nicht gewerblich tätiger Vermieter erzielt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung – und Aufwendungen, die in diesem Zusammenhang anfallen, kann er als Werbungskosten steuerlich absetzen. Ein gewerblich tätiger Vermieter erzielt Einkünfte aus Gewerbebetrieb – und Aufwendungen, die in diesem Zusammenhang anfallen, kann er als Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Ob ein Vermieter gewerblich tätig ist oder nicht, sollte mit der Unterstützung eines Steuerberaters geklärt werden.

 

Steuerlich absetzbar sind die tatsächlich getätigten Investitionen in eine Solarwärmeanlage (Herstellungs-, Anschaffungskosten oder Erhaltungsaufwand). 
Die Aufwendungen für die Solaranlagen-Installation werden mit der persönlichen Einkommensteuererklärung geltend gemacht. Wie der Steuerabzug erfolgt, ist für die einzelnen Einkunftsarten genau festgelegt. Oft sind Vorauszahlungen auf die voraussichtliche Steuerschuld zu leisten. Bei der Installation von Solarwärmeanlagen kann die so genannte Bauabzugsteuer anfallen.

 

Für detaillierte Informationen zu Ihren steuerlichen Pflichten als Solaranlagenbetreiber informieren Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Finanzamt.



Förderung Ihrer Solaranlage


Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden seit 2002 regenerative Energien wie Photovoltaik gefördert. Im Fokus steht dabei das Ziel der Energiewende.


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Förderung von Photovoltaik

Befassen Sie sich in jedem Fall mit den Fördermöglichkeiten und günstigen Finanzierungsoptionen
für Ihre Photovoltaikanlage. Damit können Sie die Gesamtrendite der Anlage insgesamt positiv beeinflussen.

Option Einspeisevergütung

Förderungen gibt es generell für die Errichtung und Erweiterung von Solarthermie-Anlagen bis einschließlich 100 Quadratmeter Kollektorfläche. Folgende Nutzungszwecke müssen vorliegen:

  •       Ausschließliche Warmwasserbereitung
  •       Ausschließliche Raumheizung
  •       Kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung
  •       Zuführung der Wärme in Wärmenetze
  •       Zuführung der Kälte in Kältenetze
  •       Solare Kälteerzeugung

 

Gerne beraten wir Sie zu allen Themen rund um eine Solaranlage wie Kosten, Förderungen und Nutzungsmöglichkeiten!

 
 
Informieren Sie sich vorab, ob Ihre Anlage eine dieser Nutzungszwecke erfüllt und Ihnen somit eine Förderung möglich ist.
Es gibt unterschiedliche Fördermöglichkeiten, je nach Anlage:

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   Anlagen im Gebäudebestand: Basis- und Zusatzförderung; Innovations- und Zusatzförderung
   Anlagen im Neubau: Innovations- und Zusatzförderung
   Solarthermie-Anlagen mit Kollektoren ohne transparente Abdeckung auf der Frontseite erhalten keine Förderung.

Option BAFA-Förderung Ihre Solaranlage

Es gibt staatliche Förderungen von Solarthermie-Anlagen, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abwickelt. Konkret ist hier eine einmalige Förderung bei der Anschaffung der Solarthermie-Anlage gemeint. Dies gilt aber nur für Anlagen, die auf bereits bestehenden Gebäuden nachgerüstet werden und nicht für Neubauten. Eine langfristige Förderungsform – wie die der Einspeisevergütung bei Photovoltaik – gibt es für Solarthermie-Anlagen nicht.
 
Generell kann man zwischen einer Basis- und Bonusförderung unterscheiden. Bei der Basissolarförderung muss die Anlage die Mindestanforderungen an die Kollektorfläche und das Speichervolumen des Warmwasserspeichers erfüllen. Flachkollektoren müssen eine Fläche von mindestens neun Quadratmetern aufweisen und der Speicher ein Fassungsvermögen von mindestens 40 Litern pro Quadratmeter Kollektorfläche. Ein Bonus wird gewährt, wenn man mehrere Energiesparmaßnahmen kombiniert, zum Beispiel, wenn man eine Solarthermie-Anlage mit einer Wärmepumpe koppelt. Zudem erhalten Sie einen Bonus, wenn sich die Anlage auf einem Gebäude mit guter Wärmedämmung befindet und eine Heizunterstützung dazu geplant ist.
 
 
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Solarkredite

Staatliche Förderkredite vergibt zum Beispiel die KfW-Bank. Diese bietet viele unterschiedliche Förderprogramme an,
so zum Beispiel auch eine Solarförderung von Anlagen auf Neubauten. Die Antragstellung für einen Solarkredit bei der
KfW-Bank muss in allen Fällen vor Beginn Planung bzw. Montage erfolgen. Auch zahlreiche Privatbanken haben spezielle Solarkredite zu günstigen Konditionen in ihrem Portfolio. Generell weisen Solarkredite einen niedrigen Zinssatz auf und
eine tilgungsfreie Anfangsphase, sodass die finanzielle Belastung erst dann beginnt, sobald die Solaranlage in Betrieb ist.
Für Photovoltaikanlagen sind sogar Finanzierungen ohne Eigenkapital und ohne Grundbucheintragungen möglich,
wenn Sie die Einnahmen aus der Einspeisevergütung als Sicherheit abtreten.


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Solaranlagenförderung durch Ihr Stadtwerk: Warum es sich lohnt!

Wie bereits erwähnt, erhöhen Sie durch die Inanspruchnahme einer Förderung durch Zuschüsse/Einmalzahlungen durch Ihr Stadtwerk insgesamt die Rendite Ihrer Solaranlage. Viele Stadtwerke bzw. Energieversorgungsunternehmen bieten Rundum-sorglos-Pakete an, die flexible Finanzierungsmöglichkeiten, Beratung, Planung, Installation, Funktionsgarantie, Wartung und Versicherung beinhalten. Anlagenbetreiber erhalten somit professionelle Beratung, Planbarkeit und Zukunftssicherheit aus einer Hand.



Wie umweltfreundlich ist eine Solaranlage?

 
Der rasant wachsende Markt der Solaranlage hat äußerst positive Auswirkungen auf die Umweltbilanz: 
Die Installation einer Solaranlage hat schließlich nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch ökologische. Mit dieser umweltschonenden Art der Stromerzeugung tragen Sie wesentlich zur Energiewende bei und fördern erneuerbare Energien.

 

Solaranlagen mindern den Ausstoß von Luftschadstoffen

Unter anderem spart die Stromerzeugung durch eine Solaranlage fossile Brennstoffe und reduziert –
im Gegensatz zur Stromerzeugung mit Kohle oder Gas – den CO2-Ausstoß. Laut Statista wurden allein im Jahr 2016 in Deutschland rund 24 Millionen Tonnen CO2 durch den Einsatz von Photovoltaik eingespart. Generell mindert der Einsatz einer Solaranlage den Ausstoß von Luftschadstoffen, sodass Schädigungen der Umwelt wie der Treibhauseffekt, die Versauerung und der Angriff der Ozonschicht reduziert werden.

 

Energetische Amortisation und Energiebilanz einer Solaranlage

Durch die Verlagerung der Solarzellen-Herstellung nach China verschlechterte sich zunächst die Klimabilanz durch den starken Anstieg der CO2-Emissionen. Mit der fortwährenden Verbesserung der Abläufe konnte aber der Ausstoß von Kohlendioxid bei der Produktion in den letzten Jahren reduziert werden. Nach der Installation muss die Solaranlage einige Zeit Strom produzieren, bis sie so viel Energie erzeugt hat, wie ihre Produktion gekostet hat. Diesen Zeitraum nennt man energetische Amortisation. Wie lang dieser Zeitraum ist, hängt von
der Technologie der Solarzellen ab. Handelt es sich um kristalline Solarzellen, für deren Herstellung Silizium zum Einsatz kommt, beträgt die Amortisationszeit knapp drei Jahre. Bei Dünnschichtmodulen ist die Energiebilanz schon nach eineinhalb Jahren ausgeglichen, da der CO2-Ausstoß bei der Produktion nicht so hoch ist. Generell kann man aktuell von einer Amortisationszeit von drei bis sechs Jahren ausgehen.

 

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Das Recycling einer Solaranlage

Solaranlagen lassen sich zu rund 95 Prozent recyceln. Das bedeutet, dass das gewonnene Material für die Produktion neuer Anlagen erneut verwendet werden kann. Defekte Module lassen sich ebenfalls wieder nach dem Recycling in einer neuen und funktionsfähigen Solaranlage verbauen. Seit 2012 ist das Recycling von Solaranlagen übrigens per Gesetz vorgeschrieben.


Solaranlage energieeffizient kombinieren:
Wärmepumpe plus Solarthermie

 

Wenn ein Anlagenbetreiber eine Wärmepumpe und eine Solarthermie-Anlage kombiniert, kann er die Effizienz beider Systeme erhöhen – und generell energieeffizienter und sparsamer leben. Und das geschieht wie folgt:

Wärmepumpe und Solarthermie unterstützen sich gegenseitig

Wärmepumpen ziehen Wärme aus der Umgebung, also aus Erde, Wasser oder Luft, und erwärmen so das Gebäude. Eine Solarthermie-Anlage erzeugt Solarwärme, mit der man Warmwasser (Brauchwasser für Küche und Bad) oder Warmwasser- und Heizwasser bereitstellen kann. In den Sommermonaten erzeugt eine Solarthermie-Anlage mit einer Kollektorfläche von vier bis fünf Quadratmetern (typische Fläche für ein Einfamilienhaus), im Durchschnitt genügend Wärme, um das Brauchwasser fast komplett zu erwärmen. Deshalb braucht man in dieser Zeit die Wärmepumpe nicht. Während der anderen Jahreszeiten genügt die Sonnenkraft hierzulande oft nicht aus, um die Warmwasserbereitung solar zu decken – dann kommt die Wärmepumpe wieder zum Einsatz.
 
Generell kommt man über 12 Monate verteilt mit einer Solarthermie-Anlage zur Warmwasserverbreitung auf einen solaren Deckungsgrad von mehr als 50 Prozent. Mit der Solaranlage spart man also mehr als die Hälfte der Energie und die daraus resultierenden Kosten für die jährliche Warmwasserbereitung mit der Wärmepumpe. Mit einer größeren Solarthermie-Anlage zur Warm- und Heizwasserbereitung (Kollektorfläche: acht bis zehn Quadratmeter) erzielt man bei der Heizungsunterstützung im Schnitt eine solare Deckung zwischen 20 und 30 Prozent. Durch die Kombination Wärmepumpe plus Solarthermie-Anlage sparen Sie also ein Fünftel bis ein Drittel der bisherigen Heizenergie und Heizkosten.
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Zwei Arten, die Sonnenwärme zu nutzen

Sonnenwärme lässt sich durch das effiziente Duo Wärmepumpe und Solarthermie-Anlage auf zwei Arten nutzen: Entweder unterstützt die Solarthermie-Anlage die Wärmepumpe „direkt“, das bedeutet, dass die Solarwärme direkt in den Heizkreislauf fließt – oder aber die Unterstützung erfolgt „indirekt“, also durch eine Wärmerückführung. Hierbei wird überschüssige Solarwärme aus dem Solarspeicher ins Erdreich geführt, damit dieses nicht auskühlt.


Zwei Arten, Wärmepumpe und Solarthermie zu verknüpfen

Bei der ersten Variante wird die Solarthermie-Anlage in den Sekundärkreis (Wärmesenke) der Wärmepumpe eingebunden zur:

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Bei der zweiten Variante ist die Solarthermie-Anlage in den Primärkreis (Wärmequelle) der Wärmepumpe eingebunden. Dabei steigern Sie die Effizienz
beider Komponenten, da sich verfügbare Sonnenenergie länger nutzen lässt. Dies ist so, weil das Temperaturniveau im Primärkreis niedriger ist.

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Die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage zur Trink- und Heizwassererwärmung und deren Einbindung in den Primärkreis,
erfordert eine geeignete Regelstrategie, um den Solarertrag je nach Temperaturniveau der jeweiligen Nutzung zuzuführen.

Förderung der Kombination Wärmepumpe plus Solarthermie

Für die Kombination Wärmepumpe plus Solarthermie-Anlage können Sie Fördergelder beanspruchen, die Ihre Gesamtinvestitionen senken. Unter anderem bezuschusst auch das BAFA effiziente Wärmepumpen – sowohl im Gebäudebestand als auch in Neubauten. Die Kombination muss dafür die vom BAFA vorgegebenen Anforderungen erfüllen.

 

Für Wärmepumpen gibt es gestaffelte Innovationsförderungen:

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  500 Euro Förderung (Mindestbetrag) bei leistungsgeregelten oder monovalenten Luft-Wärmepumpen

  6.000 Euro Förderung (Mindestbetrag) bei Wasser-Wärmepumpen

  6.750 Euro Förderung für eine innovative Erd-Wärmepumpe mit Erdsondenbohrung im Gebäudebestand
 

Förderungen von Solarthermie-Anlagen:

Pauschal abhängig von Nutzungsart und Größe der Kollektorflächen fördert die BAFA die Inbetriebnahme von Solarthermie-Anlagen. Gestaffelt
bzw. aufgeteilt sind die Fördermöglichkeiten dabei wie folgt:

 

Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung:

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   Bei einer Bruttokollektorfläche von min. 7 bis 14 m²: 2.000 Euro
   Bei einer Bruttokollektorfläche von 15 bis 40 m²: 140 Euro pro m²

Reine Warmwasserbereitung:

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   Bei einer Bruttokollektorfläche von min. 3 und bis 10 m²: 500 Euro
   Bei einer Bruttokollektorfläche von 11 bis 40 m²: 50 Euro pro m²

Bei der Nutzung einer heizungsunterstützende Solarthermie-Anlage vergibt das BAFA weitere Förderungen, unter anderem einen Zusatzbonus von 20 Prozent auf die Summe der oben aufgeführten BAFA-Solarförderung sowie einen Investitionszuschuss von 600 Euro für die Optimierung des Heizungssystems.


 

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 Bei einer Solaranlage kommt es auch auf den Speicher an

 

Welche Rolle Speicher bei Ihrer Solaranlage – sowohl bei Photovoltaik- als auch bei Solarthermie-Anlagen spielen, beschreiben wir Ihnen in den folgenden Absätzen.

 

Wärme aus der Solaranlage: Solarthermie

Neben den Sonnenkollektoren auf dem Dach benötigen Sie für eine Solarthermie-Anlage noch einen Solarspeicher, einen Solarregler und eine Solarstation.
Ein Solarregler prüft unter anderem die Temperaturunterschiede im Speicher, zeigt die aktuelle Temperatur an, begrenzt diese und steuert die Pumpe.
Die Solarstation beinhaltet unter anderem die Pumpe zum Umwälzen des Wärmeträgers, ein Manometer zur Kontrolle des Anlagendrucks sowie ein Sicherheitsventil, wenn der Anlagendruck zu hoch sein sollte.
Einen besonderen Fokus möchten wir allerdings auf den Solarspeicher legen, bei dem es einige Faktoren zu beachten gibt, damit Ihre Anlage wirtschaftlich ist und bleibt. Schließlich wird hier das im Kollektor erwärmte Wasser gespeichert und bei Bedarf angezapft – der Solarspeicher speichert also die wertvolle Energie,
die Sie auf keinen Fall verlieren möchten.

Bei der Auswahl des richtigen Solarspeichers ist auf folgende Faktoren zu achten:
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Isolation

Der Speicher und auch die entsprechenden Anschlüsse sollten optimal gedämmt sein, damit keine Wärme verloren geht. „Schlechte“ Anschlüsse können einen Wärmeverlust von über 50 Prozent auslösen. Um eine Schwerkraftzirkulation im Speicher zu vermeiden, sollten die Warmwasseranschlüsse möglichst nur seitlich am Speicher installiert sein. Idealer wäre jedoch ein Warmwasseranschluss nach unten. Generell kann man sich als Richtwert merken, dass ein guter Speicher einen Wärmeverlust von circa 1,5 Kilowattstunden pro Tag hat.

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Schichtung im Speicher

Sogenannte Prallbleche sollten den ungehinderten Zufluss von Kaltwasser in den Speicher verhindern. Das hat den Grund,
dass einströmendes Kaltwasser die Schichtung im Speicher stört (kaltes Wasser unten und warmes Wasser oben) und somit zu Ertragsverluste führen kann. In manchen Fällen kann es sich auch lohnen, einen Schichtenspeicher zu kaufen. Dieser ist kostenintensiver, erzielt aber bis zu 15 Prozent höhere Erträge. Fragen Sie am besten bei Ihrem Fachmann nach, ob sich ein Schichtenspeicher für Sie lohnt.


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Haltbarkeit

Sollten Sie sich für einen emaillierten Speicher mit Opferanode oder Fremdstromanode entscheiden, hält dieser bis zu zehn Jahre. Während die Opferanode alle ein bis zwei Jahre geprüft werden sollte, ist die Fremdstromanode wartungsfrei.
Der Stromfluss durch die Anoden verhindert eine Korrosion des Speichers. Generell gibt es auch einen wartungsfreien Edelstahlspeicher, bei dem keine Opferanode notwendig ist, da Edelstahl nicht korrodiert. Dieser ist allerdings kostenintensiver.


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Kauf beim Fachmann

Engagieren Sie einen Fachmann, der sich um die ideale Zusammenstellung der unterschiedlichen Komponenten für eine Solarthermie-Anlage kümmert und Ihren individuellen Anforderungen gerecht wird.


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Größe

Die Größe eines Speichers wird in Litern angegeben, zeigt also an, wie viel Brauchwasser er fassen kann. Wie groß ein Speicher sein sollte, hängt unter anderem davon ab, wie viele Personen sich im Haushalt befinden, vom Warmwasserverbrauch und von der Fläche und Art der Sonnenkollektoren. Zudem ist seine Größe auch von den anderen Elementen der Anlage abhängig:
Ist er im Vergleich zu Sonnenkollektorfläche klein, kann die aufgefangene Energie nicht gespeichert werden und geht verloren. Ist der Speicher hingegen zu groß, dann wird es zu einer Herausforderung, die gewünschte Temperatur zu erreichen. Wenn das Brauchwasser in einem zu großen Speicher zu lange steht, können außerdem Keime entstehen.



Beispiel:
Ein Haushalt mit vier Personen benötigt zumeist einen 300-Liter-Solarspeicher.
Lassen Sie sich aber in jedem Fall von einem Fachmann beraten, um die richtige Größe für Ihren Haushalt zu bestimmen.
Hinweis:
Wenn Ihre Solarthermie-Anlage auch als Heizungsunterstützung eingeplant ist, dann müssen Sie direkt an einen Kombispeicher denken,
der über mindestens zwei Wärmetauscher verfügen sollte.
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Exkurs: Mögliche Störungen durch Schwerkraftzirkulation

Die häufigste Ursache für Störungen in einer Solaranlage ist Luft. Eine zuverlässige Anlagenentlüftung nach der Montage und im Betrieb ist deshalb unerlässlich. Sie sollten daher einen automatischen Entlüfter nachschalten und am höchsten Punkt der Anlage einen hochtemperaturbeständigen Kugelhahn montieren.

Eine Schwerkraftzirkulation über die angeschlossenen Rohrleitungen darf den Speicher nicht auskühlen. Eine häufige Beobachtung ist die nächtliche Auskühlung des Speichers über den Kollektor, wenn der Speicher im Keller steht: In der Nacht ist die Speichertemperatur höher als die Kollektortemperatur. Über die Kollektorzuleitungen strömt das warme (leichtere) Wasser aus dem Speicher in den Kollektor, kühlt sich dort ab und kommt anschließend abgekühlt wieder in den Speicher zurück. Ähnlich verläuft es mit den abgehenden Leitungen für Warmwasser zu den Zapfstellen im Haus. Verluste dieser Art – durch Warmwasserzirkulation im Warmwasserverteilungsnetz – verringert sich der solare Deckungsgrad. Deshalb sollten die Zirkulationsleitungen gedämmt sein oder man sollte ganz auf Zirkulation verzichten.

Strom aus einer Solaranlage: Photovoltaik

Bei einer Photovoltaikanlage mit Speicher wird überschüssiger Strom gespeichert, um ihn später bei Bedarf nutzen zu können. Der selbst produzierte Solarstrom lässt sich so flexibel im Eigenheim verbrauchen, auch wenn die Sonne mal nicht scheint – zum Beispiel abends oder nachts. Zunächst wird der erzeugte Strom für akute Stromverbraucher genutzt, wie zum Beispiel Haushaltsgeräte. Besteht ein Überschuss an Strom, wird dieser in die Batterie des Speichers geladen und dann angezapft, sobald man ihn benötigt, unter anderem auch, wenn man tagsüber mehr Strom benötigt als gerade durch die Sonnenenergie hergestellt wird.

 

 

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Ihre Solaranlage installieren: Was gibt es zu beachten?

Bevor Sie loslegen, sollten Sie bedenken, dass vor der Installation einer Solaranlage einige Aspekte zu beachten sind – wie zum Beispiel die Frage, ob Sie eine Genehmigung benötigen oder ob die Statik des Gebäudes der zusätzlichen Belastung standhält. Wir beantworten dazu in den nächsten Absätzen die wichtigsten Fragen.

 

Rechtliches rund um Ihre Solaranlage

Ist eine Baugenehmigung für eine Solaranlage notwendig?

Im Normalfall ist eine Baugenehmigung zum Anbringen einer Solaranlage nicht erforderlich. Doch je nach Situation kann diese Aufgabe für Hausbesitzer nichtsdestotrotz anfallen. Es ist vor allem davon abhängig, wo und wie eine Solaranlage angebracht werden soll. Kleinere Solaranlagen als Aufdachmontage von Privathäusern sind an sich genehmigungsfrei. Jedoch kann es durch die jeweilige Landesbauordnung hier zu Einschränkungen kommen. Eine Baugenehmigung für eine Solaranlage kann dann bis zu 1.000 Euro kosten.

Eine Genehmigung kann erforderlich sein, wenn ein Gebäude zum Beispiel unter Denkmalschutz oder dem sogenannten Ensembleschutz steht – oder wenn das Anbringen einer Solaranlage nicht dem Charakter der umliegenden Architektur und den zukünftigen Bebauungsplänen entspricht. Ob Sie zu einem dieser beiden Fälle gehören, erfragen Sie am besten bei den örtlichen Bauämtern und -verwaltungen. Weiterhin müssen Sie sich womöglich um eine Genehmigung kümmern, wenn es sich um ein öffentliches Gebäude oder um eine große Anlage handelt, die sich über ein Mehrfamilienhaus erstreckt – oder auch, wenn es sich um eine Fassadenanlage dreht, die aus der Gebäudehülle herausragt. Generell müssen Sie bei der Installation einer Solaranlage wichtige Faktoren beachten und Pflichten erfüllen, wie zum Beispiel Statik, Standortsicherheit oder Brandschutz. Sie können sich zumeist auch bei der Gemeinde oder bei den umliegenden Solarfachbetrieben darüber informieren, ob eine Genehmigung notwendig ist.



Wichtige Hinweise:
Freiflächenanlagen und Solarparks sind immer genehmigungspflichtig, da sie einen Eingriff in die Natur und in das Landschaftsbild darstellen –
zum Beispiel, wenn Sie für die verfügbare Fläche Bäume fällen müssen oder dies tun, um Verschattungen zu vermeiden. Zudem gibt es bezüglich der Baugenehmigungen kleine Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Generell zählt die Solaranlage zur Kategorie „bauliche Anlagen“. Deren Bestimmungen sind in den Bauordnungen der Länder geregelt.
Informieren Sie sich also zur Sicherheit über die Bauverordnung in Ihrem Bundesland.
Übrigens:
Wer kein eigenes Dach hat, kann trotzdem von den Vorteilen einer Solaranlage profitieren. Mieter können sich zu einer Betreibergesellschaft zusammenschließen und die geeigneten Dachflächen zum Beispiel bei der Kommune anmieten. Zu beachten sind hier rechtliche Aspekte, wie die Versicherung oder auch die Eintragung in das Grundbuch. Fun Fact: Es gibt Anbieter von Balkon-Anlagen sowie Photovoltaik-Zwergen, auch PV-Guerilla-Anlagen genannt. Diese bestehen aus einem oder einigen wenigen Modulen und einem Micro-Wechselrichter. Sie ermöglichen die direkte Einspeisung von Solarstrom in das Hausnetz.

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Die Zulassung einer Solaranlage

Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen sind laut Deutschem Institut für Bautechnik (DIBt) bauliche Anlagen im Sinne des Baurechts und fallen damit unabhängig vom Anlagentyp – Aufdach-, Flachdach-, Indach-, Fassaden- oder Freilandanlagen – unter die Landesbauordnungen. Alle nicht geregelten Bauprodukte bedürfen demnach einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung, eines allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses oder einer Zustimmung im Einzelfall durch die oberste Baubehörde des jeweiligen Bundeslandes. Unter diese Regelung fallen Photovoltaik-Module, Solarkollektoren, Montagesysteme und Befestigungsmittel für die Anlagenmontage innerhalb des Systems und am Bauwerk.

 

Der Antrag für die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung muss beim Deutschen Institut für Bautechnik gestellt werden. Diesem Antrag sollten Sie Nachweisverfahren bzw. Bemessungskonzept und Prüfkonzept beilegen sowie eine Erläuterung des Zulassungsobjektes und dessen Einsatz. Formulare für die Antragstellung gibt es unter: http://www.dibt.de/de/Zulassungen/abZ-Antrag.html.

 

Es gelten verschiedene Richtlinien und Ordnungen bezüglich der Zulassung einer Solaranlage – je nachdem, welche Art von Anlage Sie einsetzen. Bitte informieren Sie sich vorab bei einem Fachmann.


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Die Anmeldung Ihrer Solaranlage

Wenn Sie eine Solaranlage installieren und den Strom in das öffentliche Netz einspeisen, müssen Sie die Anlage bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) und beim jeweiligen Netzbetreiber anmelden.
Die Anmeldepflicht gilt auch, wenn Sie den Strom generell vermarkten (zum Beispiel an Mieter im Haus). Erweiterungen der Anlage müssen Sie ebenfalls melden. Die Anmeldungen erledigen Sie ganz einfach über das Portal der Bundesnetzagentur im Internet – und das am besten vor oder spätestens am Tag der Inbetriebnahme, aber nicht länger als zwei Wochen vorher. Beachten Sie: Das darf nur der Anlagenbetreiber tun, nicht Ihr Installateur oder andere Dritte.

Mit dem Netzbetreiber müssen Sie sich direkt in Verbindung setzen. Bitte denken Sie daran: Ein Verstoß gegen die Meldepflichten wird mit einer höheren EEG-Umlage sanktioniert. Außerdem steht dem Netzbetreiber das Recht zu,
eine Netzverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Laut Gesetz hat der Netzbetreiber acht Wochen Zeit für diese Prüfung. Melden Sie sich also rechtzeitig bei Ihrem Netzbetreiber, am besten noch vor der Montage der Solaranlage.
Bei Anlagen bis 10 kWp Leistung sollten bei der Netzverträglichkeitsprüfung keine Probleme auftreten.

Nach der Inbetriebnahme Ihrer Solaranlage wird ein sogenanntes Inbetriebnahmeprotokoll erstellt, das zusammen mit der Anmeldungsbescheinigung der Bundesnetzagentur an den Netzbetreiber übermittelt wird. Erst wenn Sie alle erforderlichen Unterlagen eingereicht haben, erhalten Sie die Einspeisevergütung durch Ihren Netzbetreiber.



Bauliche Anforderungen an Ihre Solaranlage

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Welche Anforderungen stellt eine Solaranlage
an Ihr Dach?

Im ersten Schritt sollten Sie sich fragen, ob eine geeignete Fläche vorliegt und ob die Standortbedingungen den wirtschaftlichen Betrieb einer Solaranlage ermöglichen. 
Zu den Standortbedingungen, die die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage beeinflussen, zählen die Globalstrahlung, die Dachneigung, die Dachausrichtung und mögliche Verschattungen.
Mehr Informationen zu diesen Bedingungen erhalten Sie unter dem nächsten Punkt „Standortanforderungen beim Bau einer Solaranlage“.
Fast jeder Dachtyp eignet sich, um eine Solaranlage anzubringen. Jedoch gibt es je nach Typ oder auch Montageart unterschiedliche Aspekte zu beachten. 
Ein Schrägdach zum Beispiel, die in Deutschland weit verbreitetste Bauart, eignet sich in Kombination mit dem richtigen Winkel und der richtigen Ausrichtung am besten für eine Solaranlage. Bei einem Pultdach hingegen, das nur zu einer Seite schräg abfällt, müssen Sie bedenken, dass es zu Leistungseinbußen kommen kann:
Da sich die Sonne bewegt, fangen die angebrachten Kollektoren bzw. Module dann nicht durchgehend die volle Sonnenenergie auf.
 

Standortanforderungen beim Bau einer Solaranlage

Zu den Standortbedingungen, die es vor dem Anbringen einer Solaranlage zu prüfen gilt, zählen die Globalstrahlung, die Dachneigung und -ausrichtung sowie mögliche Verschattungen.
Diese Faktoren bestimmen die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage.


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Globalstrahlung

Rechnen Sie damit, dass Sie je nach Anlage nach einigen Jahren im ca. 2- bis 3-Jahresrhythmus
Ihre Photovoltaikanlage einer Wartung unterziehen müssen. Diese kostet dann jeweils circa 250 Euro.

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Verschattungen

Ein Schatten, der zum Beispiel durch einen Schornstein oder andere Gebäude auf die Solaranlage fällt,
reduziert die Leistung einer Solaranlage. Deshalb sollten Sie die Planung der Solaranlage (Wie viel Kollektoren bzw.
Module nutzen wir? In welchen Abständen sollten sie zueinander stehen?) vorab detailliert vornehmen.

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Versicherung

Auch für die Versicherungskosten lässt sich kein pauschaler Wert nennen, denn die Kosten hängen davon ab,
wie Sie Ihre Photovoltaikanlage versichern. Sollten Sie aber eine zusätzliche Versicherung für Ihre Photovoltaikanlage abschließen, dann können Sie ungefähr mit zusätzlichen 30 bis 80 Euro pro Jahr rechnen.

 


Inwiefern eine Solaranlage die Statik Ihres Hauses beeinflussen

Eine Solaranlage bedeutet immer auch eine Belastung für das Dach. Wie hoch diese ist, hängt immer von dem Montagegestell und den Modulen, aber auch von dem Dachtyp ab – zum Beispiel Schrägdach vs. Flachdach. In jedem Fall ist es aber unerlässlich, vorab das Dach durch einen Statiker oder Architekten prüfen zu lassen.
Sie benötigen hierfür die Baupläne des Gebäudes, auf dem die Solaranlage installiert werden soll, sowie die anfangs erstellten Statikunterlagen.
Sollten Sie diese Unterlagen nicht mehr vorliegen haben, dann fragen Sie beim Bauamt nach oder auch bei dem Unternehmen, das den Bau durchgeführt hat. Die Kosten für eine Statikprüfung können zwischen 300 und 1.000 Euro betragen.
 
Hinweis:
Die Verantwortung für eine geprüfte und ausreichende Statik des Hauses liegt grundsätzlich beim Betreiber der Solaranlage
und nicht beim Unternehmen, das die Anlage installiert!

 
 
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