Intelligente Stromzähler

 


Per Smart Meter den Energieverbrauch
in Echtzeit berechnen

In den meisten Haushalten hängt noch ein klassischer Stromzähler, der „Ferraris-Zähler“ genannt wird. Sie kennen dieses Gerät aus Ihrem Keller - die verbrauchten Kilowattstunden werden dort mit einem Zählwerk dargestellt. Jährlich wird der Verbrauch „händisch“ abgelesen und dem Stromanbieter übermittelt, der daraus die Jahresabrechnung generiert.

Während der traditionelle Stromzähler die verbrauchten Kilowattstunden addiert und zwischen Zeiten oder Tarifen in der Regel nicht unterscheidet, misst ein neuer, intelligenter Stromzähler, auch Smart Meter genannt, ganz genau, wann wie viele Kilowattstunden verbraucht wurden. Hierfür wird im Sekunden- oder Minutentakt die Leistung sämtlicher elektrischer Haushaltsgeräte gemessen - egal ob Kühlschrank, Kaffeemaschine, HiFi-Anlage oder TV. Diese Verbrauchsdaten werden dann vom Smart Meter an den Stromanbieter und den Verbraucher selbst gesendet und aufbereitet.
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Smart Meter – Der digitale Stromzähler kann beim
Stromsparen helfen

Ein Smart Meter wird direkt in Ihren Stromkasten eingebaut. Es erfasst ständig alle Verbrauchsdaten und ordnet den Stromverbrauch sogar einzelnen Geräten relativ zuverlässig zu. Beim Einsatz eines Smart Meters haben Sie per Smartphone-App oder am Computer den Stromverbrauch aller Geräte jederzeit und überall im Blick. Der Stromverbrauch wird als Kurvendiagramm mit einer Zeitachse dargestellt. So können Sie verfolgen, wann und wofür Strom verbraucht wird und können Ihren Stromverbrauch gezielt steuern.

Gleichzeitig bekommen Sie endlich heraus, welche Haushaltsgeräte wirklich viel Strom verbrauchen und wie man mit den Haupt-Stromfressern am sparsamsten umgeht. Viele Haushalte, die bereits ein Smart Meter einsetzen, sparen durch die Änderung ihrer Verbrauchsgewohnheiten und die "Bändigung" ihrer Stromfresser bis zu 10% ihrer gesamten Stromkosten. 



Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass es sich dabei immer um zeitlich begrenzte Handlungen handelt, die sich nur teilweise auf das Verbrauchsverhalten im Alltag übertragen lassen. Natürlich müssen Ihre bekanntesten „Stromfresser“ wie Kühlschränke oder Gefriergeräte permanent laufen. Wer will sie schon abschalten? Die Benutzung von Wasserboiler, Unterhaltungselektronik, Ofen und Herd hängt aber deutlich von der Alltagsroutine der Verbraucher ab.

Um das Verbrauchsverhalten zu ändern, kann der Einsatz von Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülmaschine und Bügeleisen noch am ehesten beeinflusst werden. Aber auch hier werden durch Wohnsituationen oft Grenzen gesetzt. Dennoch können Sie mit einem intelligenten Stromzähler schneller als bisher festlegen, welche stromfressenden Geräte Sie bei nächster Gelegenheit gegen ein stromsparenderes Gerät austauschen sollten.

Probieren Sie einfach ein Smart Meter aus! Viele Stadtwerke fördern den Einsatz von Smart Metern und bieten die Geräte verbilligt zum Kauf an. Fragen Sie einfach bei Ihrem Stadtwerk nach.


Bis 2032 soll auf Smart Meter umgestellt werden

Der Umstieg auf die intelligenten Smart Meter Stromzähler wird in den nächsten Jahren Pflicht. So regelt es ein Gesetz des Deutschen Bundestages vom Juni 2016. Seit 2017 müssen folgende Zielgruppen ihre Stromzähler auf moderne Smart Meter umstellen:

Gewerbliche Verbraucher mit einem Stromverbrauch ab 10.000 Kilowattstunden pro Jahr

Verbraucher, die ein verringertes Netzentgelt für eine steuerbare Verbrauchseinrichtung (z.B. Wärmepumpe) vereinbart haben

Betreiber von Strom erzeugenden Anlagen (zum Beispiel Photovoltaik) mit einer Nennleistung von mehr als sieben Kilowatt

Ab 2020 alle Verbrauchsstellen mit einem Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden

Bei geringeren Verbräuchen sieht der Gesetzgeber keine Pflicht zum Umstieg vor. Ob jedoch in Privathaushalten ein Smart Meter verbaut wird, entscheiden die Netzbetreiber oder die Vermieter. Ab dem Jahr 2032 soll es keine alten Stromzähler mehr in Deutschland geben

Grundlegende Voraussetzung für den Pflichteinbau eines Smart Meters ist, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) die technische Möglichkeit der Ausstattung feststellt. Erst nach dieser Feststellung kann die flächendeckende Einführung (auch Roll-Out genannt) der intelligenten Stromzähler erfolgen.
Die Feststellung wird das BSI auf seinen Internetseiten veröffentlichen, wenn mindestens drei voneinander unabhängige Unternehmen intelligente Messsysteme anbieten, die den Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes genügen.
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Wer zahlt Ihren Umstieg auf den intelligenten Stromzähler?

So wie es aktuell aussieht, müssen Privathaushalte die Umbaukosten für den Einbau eines neuen Smart Meter Stromzählers selbst bezahlen. Auch die jährlichen Grundkosten für den Smart Meter könnten höher sein als bei den klassischen Zählern.

Der Gesetzgeber sieht zwar Obergrenzen vor, die der möglichen Ersparnis durch die intelligenten Stromzähler entsprechen sollen. Doch viele Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass die Verbraucher am Ende draufzahlen werden.

Prüfen Sie also, ob Sie z.B. bei Ihrem Stadtwerk eine finanzielle Förderung für Ihr Smart Meter erhalten können. Viele Stadtwerke bieten Smart Meter verbilligt an oder unterstützen finanziell den Einbau durch ausgewählte Handwerker in Ihrer Nähe.