Smart Home

Mehr Sicherheit & Komfort im intelligenten Zuhause

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Smart Home: Mehr Sicherheit und Komfort im intelligenten Zuhause

Energieeinsparung, Komfort und Sicherheit: Es gibt schlagkräftige Argumente für die Vernetzung des eigenen Zuhauses. Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Haustechnik können miteinander kommunizieren und uns Alltagsaufgaben abnehmen. Dazu kommen Sensoren, die Umgebungseinflüsse erfassen und das Haus dynamisch auf Situationsveränderungen reagieren lassen. Alles läuft in einer Zentrale zusammen, die gleichzeitig den Anbindungspunkt an das Internet darstellt. So sind die erfassten Informationen jederzeit und von überall aus verfügbar.

Als Bewohner hält dich das Smart Home nicht nur aus der Ferne über die Vorgänge in und um das Haus oder die Wohnung auf dem Laufenden. Selbstverständlich kannst du jederzeit steuernd eingreifen. Doch es macht gerade den Charme aus, das nicht tun zu müssen. Eine Stunde vor deiner Ankunft das Wohnzimmer für den Fernsehabend auf Wohlfühltemperatur heizen oder alarmiert werden, wenn sich jemand eigenmächtig Zutritt zur Wohnung verschafft? Das ist mit einem Smart Home kein Problem. Ein intelligentes Zuhause kann selbst auf Veränderungen in seiner Umwelt reagieren, ohne dass du tätig werden musst. Das spart Zeit und bringt die Flexibilität, die ein eingeschränkt planbarer Tagesrhythmus erfordert. Davon profitiert auch das Sicherheitsgefühl. Wenn du schon im Zug sitzt und trotzdem noch einmal prüfen willst, ob zu Hause alle Geräte ausgeschaltet sind, musst du nur das Smartphone zücken. Ist das Haus umfassend vernetzt, lässt sich die Alarmanlage in derselben App aktivieren.

Was beim Smart Home schon vor einigen Jahren alles machbar war, zeigt das Haus der Gegenwart: Der Entwurf entstand im Rahmen eines Architekturwettbewerbs, aufgebaut wurde das Haus mit flexiblem Wohnkonzept auf dem Gelände der Bundesgartenschau im Jahr 2005 in München. Mit seinem Raumkonzept soll sich das Haus an alle Lebensphasen und Lebensentwürfe anpassen. Nutzungsmöglichkeiten für Familien mit Kindern, Wohngemeinschaften von Erwachsenen oder mehrere abgetrennte Wohnungen sollen der Veränderlichkeit der Lebensweise Rechnung tragen. Der zweite wichtige Aspekt: Das Haus ist umfassend vernetzt. Dabei laufen sämtliche Funktionen in einem mobilen Endgerät als Schnittstelle zusammen. Von hier aus überwacht der Bewohner etwa den Status von Lichtsteuerung, Fenstern, Türen, Rollläden und Heizung. Auch Entertainment-Funktionen wie eine Musiksteuerung haben die Architekten in das Haus integriert.

Mit Komfort und Sicherheit setzt das Smart Home heute bei unseren Grundbedürfnissen an. Der Mehrwert ist spürbar, jedoch kaum direkt messbar. Anders ist es bei der Energieeinsparung: Vor allem im Bereich der Licht- und Heizungssteuerung spart die intelligente Vernetzung bares Geld. Doch darüber hinaus lassen sich Geräte und Funktionen aus nahezu allen Bereichen des Wohnens in das Smart Home integrieren. Dabei stellen die Außenmauern keine Grenze dar. Schließlich setzen viele Anwender bereits auf die Vorzüge des Smart Gardening. Schon heute gibt es in Deutschland rund 7,8 Millionen Smart Homes (Stand: 2020). Im Jahr 2024 sollen sogar um die 36 statt bisher 20 Prozent der Haushalte über mindestens ein Smart-Home-Gerät verfügen.

Die Herausforderung liegt vor allem in der individuellen Definition des optimalen Smart-Home-Konzeptes für das eigene Zuhause. Schließlich musst du deinen individuellen Mix aus Sicherheit, Komfort und Effizienz finden. Welche Funktionen möchtest du smart machen und wie viel Budget steht dir zur Verfügung? Auch das Smart Home hat nicht nur Vorteile, sodass du potenzielle Schwächen in deinen Überlegungen berücksichtigen solltest. Dabei hilft ein Blick in die Zukunft. Denn ein intelligentes Zuhause lässt sich modular erweitern. So kannst du definieren, welche Bereiche du zuerst automatisieren willst und für welche Funktionen du noch weiter fortgeschrittene Systeme abwarten möchtest. Denn in diesem Punkt sind sich die Experten einig: Die größte Herausforderung bei der Gestaltung des eigenen intelligenten Zuhauses ist die durchgängig stimmige Ausgestaltung des Gesamtsystems.

Smart Home: Die Vision vom vernetzten Zuhause

Ein Smart Home oder intelligentes Zuhause basiert auf der umfassenden Vernetzung von Haushalts- und Unterhaltungselektronik, erweitert um Haustechnik und Bauteile wie Fenster oder Türen. Die Komponenten können als Sender und Empfänger fungieren. Dabei kommunizieren sie Sensordaten an eine Steuerzentrale oder direkt an andere verteilte Smart-Home-Komponenten. Geräte, die mit einem Aktor ausgestattet sind, empfangen wiederum Steuersignale. 

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Beispiel elektronischer Fensterantrieb: Ein Sensor informiert die Zentrale des Smart Homes darüber, dass das Fenster im Wohnzimmer geöffnet ist. Melden Raumtemperaturfühler einen Temperaturabfall im Innenraum, erhält der Antrieb das Signal zum Schließen des Fensters. So lässt sich auch eine automatische Routine zum Lüften umsetzen. Der Vernetzungsgrad des Zuhauses bestimmt, wie das aussehen kann. Ist zusätzlich die Heizung an das Netzwerk angebunden, kann die Routine erweitert werden. Schon bevor sich die Fenster automatisch zum Lüften öffnen, gibt die Heizung weniger Wärme in jenen Raum ab, damit sie nicht nach draußen entweichen kann. Sind die Fenster wieder geschlossen, dann bringt die Heizung die Raumluft umgehend erneut auf die Zieltemperatur.
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Internet of Things als technische Grundlage

Die technische Machbarkeit der Vernetzung im intelligenten Zuhause ist längst keine Herausforderung mehr. Denn das Smart Home ist eine Anwendung des Internet of Things (IoT). Dieses Netz ermöglicht den ortsunabhängigen Informationsaustausch zwischen physischen und virtuellen Gegenständen, aber auch Menschen. Dafür kommt der kabelgebundene Datenaustausch genauso zum Einsatz wie zahlreiche verschiedene Funkstandards. So können die elektronischen Systeme selbstständig Informationen austauschen und auf Basis festgelegter Routinen oder künstlicher Intelligenz agieren. Doch der Mensch kann weiterhin aktiv eingreifen und bestimmen, was geschehen soll. Die Effizienzpotenziale sind erheblich. Das gilt ebenso für andere Anwendungsfälle des IoT:

  • Smart Farming
  • Smart City
  • Industrie 4.0
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Wissenswertes: Andere IoT-Anwendungen

Beim Smart Farming steuern sich Landmaschinen teilweise selbst, wobei die Arbeitsplanung beispielsweise von Sensordaten über den Bodenzustand oder Wetterinformationssystemen gestützt wird. Das trägt zu einer ressourcenschonenden und effizienten Bewirtschaftung bei.

In der Smart City kommunizieren alle Verkehrsteilnehmer miteinander. Autos wissen, wann die Ampeln umschalten, und können ihre Geschwindigkeit entsprechend regeln. So rollen sie energiesparend aus oder beschleunigen, um einen optimalen Verkehrsfluss zu ermöglichen. Die Abfalllogistik kann die Straßen entlasten, denn sie folgt nun nicht mehr einem Abfuhrkalender: Sensoren teilen dem Dienstleister mit, wenn der Füllstand des Containers den Sollwert für die Leerung erreicht.

Vom Kunden individuelle designte Produkte, die ohne Zeitverzug aus hoch automatisierten Produktionsanlagen ihren Weg zum Kunden finden: Das ist eine Vision der Industrie 4.0, die nur die umfassende Vernetzung aller Prozessstufen Wirklichkeit werden lassen kann.

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Smart Home vs. Hausautomation: Wir bringen Ordnung in den Begriffsdschungel

Was ist was in Sachen Vernetzung des eigenen Zuhauses? Die Begriffe Smart Home, Hausautomation, Haussteuerung oder Smart Living sind in aller Munde und das lässt die Grenzen zwischen den Konzepten immer mehr verschwimmen. Zwar nutzen Interessierte und Fachleute das Wortpaar Smart Home und Hausautomation gern als Synonyme, doch im engeren Sinne stellt die Hausautomation einen Teilaspekt des Smart Homes dar.

Während das Smart Home nahezu alle Funktionen des Wohnens in einem Netzwerk des Informationsaustausches zusammenfasst, bezieht sich die Hausautomation vor allem auf die Haustechnik. Hier geht es also insbesondere um fest im Haus installierte Komponenten:

  • Beleuchtung
  • Jalousien
  • Alarmanlage
  • Heizung
  • Lüftung

Die Hausautomation umfasst auch, dass diese Teilsysteme ferngesteuert oder intelligent agieren. Das macht die Hausautomation zu einem Kernaspekt des vernetzten Wohnens: Denn gerade Lichtsteuerung und Videoüberwachung sind die Smart-Home-Anwendungen, die laut einer repräsentativen Studie des IT-Verbandes Bitkom hierzulande bislang die größte Verbreitung erreicht haben.

Die Begriffe Smart Home, Smart Living oder Haussteuerung sind breiter gefasst: Sie erweitern das Prinzip auf Unterhaltungselektronik wie Musikanlage oder Heimkino und Haushaltsgeräte für die Essenszubereitung oder das Waschen und Trocknen von Kleidung. Dazu kommen erweiterte Sicherheitsfunktionen zur sensorgestützten Überwachung oder smarte Stromzähler. Doch mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Die intelligente Vernetzung der Komponenten ist der Schlüssel

Ein Smart Home basiert auf dem Informationsaustausch zwischen dem Menschen und allen vernetzten technischen Komponenten. Aktuelle Smart-Home-Lösungen nutzen eine große Bandbreite technischer Komponenten. 

Smart-Home-Komponenten im Überblick

Damit ein intelligentes Zuhause auf seine Umwelt reagieren kann, müssen Informationen wie Helligkeit oder Temperatur erfasst und in verarbeitbare elektronische Signale übersetzt werden. Das ist die Aufgabe der Sensoren im Smart Home.

Doch erst Aktoren machen das Haus wirklich handlungsfähig. Sie betätigen Türantriebe oder stellen die Ventilposition in den Heizungsrohren so ein, dass die für den Wärmetransfer benötigte Durchflussmenge erreicht wird.

Was die einzelnen Komponenten tun sollen, das entscheidet die Steuerzentrale. Sie ist der zentrale Knoten, in der alle Sensoren und Aktoren zusammenlaufen. Sie ist auch das Gateway, das die Anbindung an das Internet sicherstellt und so erst die Steuerung des Systems aus der Ferne ermöglicht. Die Steuerzentrale muss die Informationen verarbeiten und kann nach fest hinterlegten Strategien agieren. Sie kann ihre Entscheidungen alternativ basierend auf einem selbstständigen Lernprozess fällen. Intelligente Steuerungen lernen zum Beispiel den Tagesrhythmus der Bewohner. So kann die Steuerung bereits deine präferierte Lieblingsmusik im Hintergrund abspielen lassen, wenn du deine Wohnung betrittst. Selbstverständlich kannst du über die Steuerzentrale direkt oder über deine Bediengeräte in das Geschehen eingreifen. Am Display der Steuerzentrale oder an Smartphone und Tablet legst du neue Strategien an oder gibst direkte Befehle. Die Spracherkennung wird immer beliebter: So sparst du dir den Weg zum Display und das Öffnen der App am Smartphone.

Neben den Kernkomponenten klinken sich auch Gadgets in das Smart Home ein. Das sind zum Beispiel Bluetooth- und WLAN-Lautsprecher mit Multiroom-System oder Saug- und Mähroboter. Diese Gadgets stellen übrigens für viele den Einstieg in das vernetzte Zuhause dar.

Die Komponenten eines Smart Homes auf einen Blick

Sensoren

Aktoren
Steuerzentrale
Bediengeräte
Gadgets
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Sensoren

Die am häufigsten eingesetzten Sensoren im Smart Home sind wohl Fenster- und Türkontakte. Sie überwachen den Öffnungszustand und haben meist eine Doppelfunktion: Ihre Informationen können der Heizungssteuerung genauso dienen wie dem Alarmsystem.

  • Öffnest du ein Fenster zum Lüften, drosselt die Heizungssteuerung die Wärmeabgabe in diesem Raum, um Wärmeverluste zu vermeiden.
  • Vergisst du vor deiner Abreise ein offenes Fenster, kannst du das aus der Ferne prüfen und eine Vertrauensperson bitten, das Fenster für dich zu schließen. Sind die Fenster mit Antrieben ausgerüstet, bringt ein einfacher Befehl über die App das gleiche Ergebnis.
  • Öffnet sich verdächtigerweise ein Fenster, ohne dass sich jemand in der Wohnung befinden sollte, dann können Sicherheitsdienst oder Polizei alarmiert werden.

Für umfassende Heizungs- und Klimatisierungsanwendungen sind zusätzlich Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren, Außenfühler und Sensoren für die Sonneneinstrahlung erforderlich.

Sicherheitssysteme für das Smart Home (Smart Home Security) nutzen die ganze Bandbreite verfügbarer Sensoren für die Überwachung des Geschehens in und um die Wohnung herum:

  • Glasbruchsensoren detektieren anhand charakteristischer Erschütterungen, ob sich jemand an Türen oder Fenstern zu schaffen macht.
  • Rauch- und Feuchtigkeitsmelder schlagen Alarm, wenn sich ein Feuer oder Wasser in deinem Zuhause ausbreitet. So können Brände oder Rohrbrüche frühzeitig erkannt werden, obwohl Haus oder Wohnung verwaist sind.
  • Kamerasysteme sind meistens mit Bewegungsmeldern gekoppelt. Diese erkennen die Präsenz von Personen und geben damit das Signal für die Aufzeichnung. Sie können aber auch die Beleuchtung aktivieren.
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Aktoren

Aktoren setzen die Befehle aus der Steuerzentrale in die Tat um. Dazu übersetzen sie die elektronischen Steuersignale in mechanische Bewegungen. Beispiele sind Antriebe für ganze Türen oder Türschlösser, Fenster und Rollläden. Das sind besonders teure Komponenten, die vor allem für sehr umfassende Smart-Home-Konzepte Verwendung finden. Der Zugewinn an Komfort ist jedoch erheblich.

Verbreitetere Aktoren finden sich in Heizkörperthermostaten. Statt des manuellen Drehens am Drehgriff sorgt hier ein Stellantrieb für die richtige Stellung des Heizkörperventils.

Aktoren benötigen in der Regel deutlich mehr Energie als Sensoren. Das wird gerade dann zur Herausforderung, wenn die Aktoren im Sichtbereich zum Einsatz kommen. Hier würden Kabel für die Energiezufuhr stören. Gerade bei smarten Heizkörperthermostaten, die eine beliebte Nachrüstlösung für das Smart Home darstellen, ist das der Fall. Die Hersteller stecken daher viel Aufwand in die Steigerung der Energieeffizienz der Antriebe und innovative Methoden zur Energierückgewinnung. So werden in etwa die Wechselintervalle für Batterien immer länger.

Die einfachste Form der Aktoren sind Funksteckdosen. Sie lassen sich per Fernbedienung oder App einschalten und versorgen die angeschlossenen Geräte mit Strom. Die Leseleuchte oder indirekte LED-Beleuchtung kannst du so aus der Ferne bedienen, obwohl kein fester Lichtschalter verbaut ist. Besonders interessant auch für Geräte mit hohem Stromverbrauch im Stand-by: Funksteckdosen bremsen den Energiehunger solcher Geräte deutlich aus, denn sie trennen sie bei Nichtgebrauch vollständig vom Strom. Das kann die Grundlast im Haus wirksam senken. Steckdosen mit Zeitschaltuhr eignen sich am besten für ein festes Betriebsschema.

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Steuerzentrale

Wie bereits erwähnt, ist die Steuerzentrale der Knotenpunkt, der alle Komponenten eines Smart Homes miteinander verbindet. Dazu laufen hier Kabel und Funksignale zusammen.

Bei umfangreichen Smart-Home-Systemen erfüllen kleine Server mit einer Vielzahl von Anschlussterminals für Kabel die Funktion der Steuerzentrale. Sie sind meist unsichtbar verbaut, sodass die Steuerung über ein oder mehrere Displays im Wohnraum erfolgen kann. Kleinere Steuerzentralen befinden sich oft direkt im Wohnraum. Sie eignen sich zur Aufputzmontage und sind dementsprechend besonders gut für kabellose Verbindungen geeignet. Diese Geräte können über ein integriertes Display mit grafischer Benutzeroberfläche verfügen. Steuerzentralen können aber auch in der Form einem WLAN-Router ähneln. In diesem Fall kannst du sie einfach unauffällig im Wohnraum unterbringen.

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Den Zugang zum Internet stellen die Geräte über WLAN oder Netzwerkanschluss her. Je nach Hersteller heißen die Geräte Controller, Zentrale oder Gateway.
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Bediengeräte

Willst du bei jedem Befehl, den du deinem vernetzten Zuhause geben willst, zum Display gehen und ihn dort mühsam eintippen? Das widerspricht deutlich dem Kernprinzip eines Smart Homes. Auch die in jedem Raum anzubringenden kleineren Displays und Schalter sind nicht immer eine zufriedenstellende Lösung. Daher gibt es viele weitere und vor allem deutlich komfortablere Möglichkeiten, dem Smart Home deine Wünsche mitzuteilen.

Allen voran sind das Tablets und Smartphones. Diese Geräte haben wir sowieso meistens bei uns. Je besser die einzelnen Komponenten des Smart Homes miteinander harmonieren, desto weniger Apps musst du auf deinem Bediengerät installieren.

Wohl weniger alltagstauglich, aber dennoch möglich: der Zugang zur Steuerzentrale über eine Web-Oberfläche. Diese Möglichkeit eignet sich vor allem für die Erstinstallation und die Anpassung der Konfiguration deines intelligenten Zuhauses.

Noch einfacher als Apps ist nur die Sprachsteuerung. Die Lösungen der Tech-Giganten Google und Amazon lassen sich in viele andere Smart-Home-Systeme integrieren. Mit entsprechenden Modulen stehen der Google Assistant oder Alexa zudem offline zur Verfügung. Auch Apples Siri oder die Produkte kleinerer Anbieter verstehen sich mit vielen verschiedenen Smart-Home-Systemen.

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Gadgets

Für viele markieren Gadgets den Einstieg in das vernetzte Zuhause. Denn die Geräte sind besonders günstig zu haben und geben einen ersten Einblick in die technischen Möglichkeiten. Denke an Bluetooth-Lautsprecher, Fitness-Armbänder oder Saug- und Mähroboter. Daneben finden oft fernsteuerbare Lampen mit stufenlos einstellbarer Lichtfarbe zuerst den Weg in das Zuhause von Smart-Home-Interessierten.

Meist reicht die Verbindung per WLAN oder Bluetooth aus, um die Geräte in den Alltag zu integrieren. Eine Steuerzentrale ist dabei nicht nötig. Spannend wird es aber dann, wenn du später verschiedene Geräte mehrerer Hersteller in ein größeres Smart-Home-System integrieren willst. Denn es gibt eine Vielzahl herstellerspezifischer Standards und nicht alle sind miteinander kompatibel. So kann es durchaus sein, dass du von der Steuerzentrale aus nicht mehr alle Funktionen des entsprechenden Gerätes nutzen kannst. Dann hilft meist nur der Umweg über die herstellereigene App. Doch die Smart-Home-Technologie entwickelt sich ständig weiter. Eine entsprechende Nachfrage vorausgesetzt, bekommen die Universal-Apps der Tech-Giganten die notwendigen Skills für die Interaktion mit smarten Gadgets aus allen Bereichen des Lebens. Zu Google Home und Alexa gesellen sich beispielsweise Conrad Connect und iHaus als Alternativen.

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Wenig Standardisierung: Kabelverbindungen und Funkstandards

Das bringt uns zu einem Thema, das in der Praxis für viel Ärger sorgen kann: Wie gut ein Smart Home funktioniert, hängt maßgeblich von der Kompatibilität der Komponenten ab. Eine nahtlose Integration ist dann gewährleistet, wenn du einem System oder einem Hersteller treu bleibst. Doch das ist nicht immer leicht: Nicht jeder Hersteller bedient alle Smart-Home-Funktionen gleichermaßen gut. So gibt es Spezialisten für die Heizungssteuerung, für Multiroom-Audiosysteme oder für Smart Home Security. Gerade wenn du deinen Einstieg in das Smart Home über Gadgets gefunden hast, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nicht alle Geräte aus dem Baukasten eines Herstellers stammen. Dann kann die Einrichtung der Komponenten einen größeren Aufwand verursachen. Im schlimmsten Fall verstehen sich die Geräte nur über Umwege.

Denn manche Hersteller setzen auf gänzlich eigene Systeme, andere bedienen sich mehr oder weniger offener Standards. Die Entscheidung für ein System will also wohl überlegt sein. Grundsätzlich lässt sich zwischen der kabelgebundenen Kommunikation und dem Datenaustausch per Funkverbindung unterscheiden.

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Kabelgebundene Systeme im Überblick

Die verbreiteten kabelgebundenen Standards haben ihre ursprünglichen Kernanwendungen vor allem bei der Hausautomation. Da die Leitungen im Mauerwerk verlaufen, erweist sich ihre nachträgliche Integration als überaus aufwendig und teuer.

Zwar gibt es bei manchen Herstellern noch individuelle Schwerpunkte (Crestron ist vor allem für die Mediensteuerung bekannt), doch die Systeme decken mittlerweile nahezu die gesamte Bandbreite der Smart-Home-Anwendungen ab.

Die Kommunikationsstandards basieren auf einem Bussystem. Hier teilen sich die angeschlossenen Komponenten den Weg der Signalübertragung. Das macht den Aufwand für die Verkabelung gegenüber technischen Vorläufern überschaubar. In Sachen Zuverlässigkeit und Strahlungsemissionen kann keine Funktechnologie dem Kabel das Wasser reichen. Jedoch verstehen sich die Bussysteme untereinander nicht uneingeschränkt. Die Installation und Inbetriebnahme solcher Systeme solltest du den Profis überlassen. Eine Ausnahme sind Powerline-Systeme: Sie nutzen bestehende Stromleitungen zur Signalübertragung. So wird die Steckdose zur Schnittstelle für die Hausautomation.

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KNX

Bei KNX handelt es sich um einen offenen Standard führender europäischer Hersteller für Installationstechnik mit Fokus auf die Hausautomation.

Loxone

Loxone ist ein proprietäres System für alle Smart-Home-Funktionen mit eingeschränkter KNX-Unterstützung. Die Vorteile gegenüber KNX liegen in der einfacheren Einrichtung und Bedienung.

Crestron

Dahinter verbirgt sich ein herstellereigenes System für alle Smart-Home-Anwendungsfälle. Spezialgebiet ist die Mediensteuerung. Die Kombination aus Crestron für Medien und KNX für Hausautomation ist verbreitet. Geräte von Drittherstellern lassen sich integrieren.

DALI

DALI ist ein Standard für die Steuerung umfassender Beleuchtungslösungen. Entsprechende Gateways stellen die Verbindung zu KNX und anderen Smart-Home-Systemen her.

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Vor- und Nachteile von kabelgebundenen Systemen:

Vorteile

  • Kabelverbindungen sind stabiler und energiesparender als Funkverbindungen.
  • Außerdem überzeugen sie in Sachen Strahlungsemission und Sicherheit gegenüber Hackerangriffen.

Nachteile

  • Kabelverbindungen sind aufwendig in der Installation.
  • Sie verursachen deutliche Mehrkosten im Neubau; die Nachrüstung in Altbauten ist noch aufwendiger.

Geeignet für

  • Vor allem Antriebe für Türen, Fenster und Jalousien benötigen eine Energieversorgung über Kabel.
  • Die Kombination mit einer funkgestützten Datenübertragung ist möglich und kann Kosten sparen.
  • Die Kabel lassen sich nur bei Neubau und umfangreicher Renovierung mit vertretbarem Aufwand verlegen.
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Funkstandards im Überblick

Funksysteme eignen sich vor allem zum Nachrüsten in Mietwohnungen oder Bestandsbauten. Die Vielfalt ist bei den Funkstandards noch größer. Für ausgewachsene Smart-Home-Systeme geht es hier weniger um die Allroundstandards WLAN und Bluetooth, sondern vielmehr um spezielle Funkprotokolle für das vernetzte Zuhause.

Gegenüber WLAN und Bluetooth zeichnen sich die Funkstandards für das Smart Home durch eine höhere Zuverlässigkeit und einen geringeren Energieverbrauch aus. Das ist besonders wichtig, da viele Sensoren im Smart Home keine kabelgebundene Energieversorgung haben. Daher haben sich die Hersteller einiges einfallen lassen: Manche Geräte gewinnen selbstständig Energie zurück. Sie aktivieren sich nur, wenn sie eine Statusänderung zur Steuerzentrale kommunizieren müssen. Jedoch ist die Funkreichweite der einzelnen Geräte energiebedingt begrenzt. Dies kann bei längeren Entfernungen zur Basisstation zu Übertragungsproblemen führen. Ein weiterer intelligenter Ansatz sind Mesh-Netzwerke. Hier können auch dezentrale Komponenten senden und empfangen, sodass eine direkte Verbindung zur Steuerzentrale nicht mehr notwendig ist. Damit lässt sich der Funkbereich flexibel erweitern. Signale können so auch ohne überflüssige Umwege über die Zentrale zum Empfänger gelangen.

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DECT ULE

Die Technik wurde ursprünglich für die Sprachübertragung entwickelt. Übertragungsqualität und Sicherheit sprechen für den Standard. Bei der Kombination von Geräten verschiedener Hersteller kommt es in der Regel zu Problemen. DECT ULE eignet sich vor allem für die Umsetzung abgegrenzter Smart-Home-Anwendungen wie der Heizungssteuerung ohne den Anspruch einer Integration in ein vollständig vernetztes Haus.

EnOcean

Das größte Argument für den Standard EnOcean sind die batterielosen Funkmodule. Möglich machen das intelligente Ansätze zur Gewinnung von Energie aus der Umwelt (Energy Harvesting). Der Standard nutzt Mesh-Netzwerke und eignet sich für die Kombination mit kabelgebundenen Systemen für die Hausautomation

Zigbee

Auch Zigbee integriert Ansätze für Energy Harvesting. Die Netzwerke lassen sich sehr komfortabel einrichten. Große und etablierte Smart-Home-Hersteller bieten geeignete Produkte an. Seit dem Release von Zigbee 3.0 sind die Komponenten aller Systemanbieter zumindest mit Einschränkungen untereinander kompatibel.

Z-Wave

Z-Wave gehört mit EnOcean und Zigbee derzeit zu den Standards mit der größten Verbreitung. Das System ist vor allem auf Endanwender ausgerichtet und überzeugt dementsprechend mit einer komfortablen Installation und Bedienung. Die Geräteauswahl ist größer als bei Zigbee.

BidCoS

BidCoS ist der proprietäre Funkstandard des Systems Homematic IP. Die Komponenten sind zu vergleichsweise günstigen Preisen zu haben. Wenn du dich für den Standard entscheidest, solltest du dir aber sicher sein, dass du mit den Produkten des Herstellers deine Vorstellungen vom eigenen Smart Home umsetzen kannst.

KNX RF

Der Standard KNX RF ist der Versuch, einen zum kabelgebundenen Bussystem passenden Funkstandard am Markt zu etablieren. Die komplexe Inbetriebnahme und hohen Gerätepreise hemmen die Akzeptanz des Systems. Das System eignet sich vor allem für die nachträgliche funkbasierte Erweiterung eines bestehenden KNX-Netzes.

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Vor- und Nachteile von Funkstandards:

Vorteile

  • Es handelt sich um eine flexible Nachrüstlösung für Alt- und Neubau.
  • Die Einrichtung ist für interessierte Laien in der Regel problemlos machbar.

Nachteile

  • Achte unbedingt auf die Kompatibilität der Komponenten.
  • Viele Funkstandards können die Produktauswahl kompliziert gestalten.
  • Um die Datensicherheit zu gewährleisten, solltest du dich bei der Inbetriebnahme an die Herstelleranweisungen halten.

Geeignet für

  • Wenn du dein Smart Home schrittweise selbst aufbauen willst, ohne in die Bausubstanz eingreifen zu wollen, solltest du auf einen Funkstandard mit guter Marktakzeptanz setzen.
  • Überlege unbedingt, ob das System deiner Wahl alle relevanten Smart-Home-Funktionen abdecken kann.
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Unser Tipp: Informiere dich ausführlich im Fachhandel und online, wie gut deine bestehenden Komponenten und deine nächste Errungenschaft für das Smart Home zusammenpassen. Das spart im Nachhinein viel Ärger und Frustration bei dem Versuch, inkompatible Systeme zu kombinieren. Und nur so stellt sich das in der Werbung angepriesene Komfortplus tatsächlich bei dir zu Hause ein.

Einsatzbereiche von Smart Home

Das vernetzte Zuhause gestaltet den Alltag zeitsparend, komfortabel und sicher. Dazu setzt es an nahezu allen Aspekten des täglichen Lebens an. Wir haben die 3 wichtigsten Bereiche für dich identifiziert:

  • Energieeffizienz
  • Komfort und Entertainment
  • Sicherheit
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Energieeffizienz

Beim Thema Energieeffizienz werden die Vorteile eines intelligenten Zuhauses objektiv messbar. Denn dabei geht es um den Schutz wertvoller Ressourcen. Das gilt für deine Energiekosten genauso wie für die Auswirkungen der Herstellung von Strom und Wärme auf unsere Umwelt. In diesem Bereich unterscheidet sich auch die Definition des Hauptzwecks des Smart Homes. Hier steht nicht die Maximierung des Komforts im Fokus. Das vernetzte Zuhause soll stattdessen den Energieverbrauch minimieren, ohne dass es zu spürbaren Komforteinbußen für dich und die weiteren Bewohner kommt. Dazu stimmt es die Erzeugung von Wärme und Strom optimal auf den Bedarf der angeschlossenen Geräte ab.

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Smarte Heizungssteuerung

Die Heizung erzeugt stets nur so viel Wärme, wie benötigt wird, um Brauchwasser zu erhitzen oder die Räume zu heizen. Das Smart Home agiert dabei vorausschauend: Abends drosselt es die Wärmezufuhr im Wohnzimmer rechtzeitig, sodass die nächtlichen Energieverluste im Rahmen bleiben. Bevor du aufstehst, heizt die smarte Heizungssteuerung das Badezimmer für die Morgendusche vor. Manche Systeme nutzen Geofencing (GPS- oder mobilfunkgestützte Standorterkennung), um die Räume pünktlich temperieren zu können, bevor du nach Hause kommst. Ausnahmen von fix programmierten Tagesabläufen sind aber jederzeit möglich: Viele Hersteller sehen beispielsweise einen Partymodus vor, der sich auf Knopfdruck aktivieren lässt.

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Durch die Installation einer smarten Heizungssteuerung kannst du eine Energieeinsparung von bis zu 8 Prozent realisieren. Doch nicht jeder Haushalt wird diesen Wert erreichen. Hast du vorher schon die Heizungsthermostate und die zentrale Heizungssteuerung auf deine Bedürfnisse abgestimmt, fällt der Effekt entsprechend geringer aus.
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Smart Metering

Ähnlich vorbildlich wirtschaftet das intelligente Zuhause auch mit der elektrischen Energie. Produzierst du mit einer Photovoltaikanlage deinen eigenen Strom, dann gestaltet die Steuerzentrale das optimale Nutzungsmuster. So speist die Anlage den Strom gegen eine Vergütung in das öffentliche Netz ein, wenn es gerade keine lokale Verwendung gibt. Wird viel Strom produziert, werden energiehungrige Geräte wie Waschmaschine, Trockner oder Poolheizung aktiviert. Bei hohem Stromaufkommen kann eine Wärmepumpe tagsüber einen Wärmespeicher füllen, der das Warmwasser für die Feierabenddusche und die Wärme für den heimischen Kinoabend liefert.

Ähnlich intelligent werden die Systeme in Zukunft daneben mit Strom vom Energieversorger umgehen können. Sogenannte Smart Meter erhalten Informationen über den aktuellen Strompreis. Dieser wird in Zukunft abhängig von Angebot und Nachfrage dynamisch schwanken. Ist der Strom günstig, aktiviert das Smart Home energieintensive Geräte. Auch hier besteht das Kernprinzip in der besseren Synchronisierung von Energieerzeugung und Verbrauch: Das hilft beim Abbau von Überkapazitäten und verhindert Verluste, die mit den eingeschränkten Möglichkeiten zur Speicherung von Strom verbunden sind.

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Komfort und Entertainment

Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine Kernanwendung des Smart Homes, die sich vor allem auf den Bereich der Hausautomation bezieht. Doch auch der Komfort erhöht sich deutlich durch die intelligente Steuerung von Heizung, Lüftung und weiteren Funktionen der Haustechnik. Daneben sind es zahlreiche rein komfortorientierte Funktionen, die viele Menschen für das Smart Home begeistern. Sie sorgen oft für einen ungekannten Entertainment-Faktor im Zuhause.
Heimkinofreunde schätzen das Smart-TV als Schaltzentrale für alle Audio- und Videofunktionen. Auf Knopfdruck oder per Sprachbefehl kann der Fernseher aus einem Wohnzimmer ein vollwertiges Heimkino machen. Dann verdunkeln Jalousien den Raum und sorgen für kontrastreiche Bilder. Die Lautsprecheranlage schaltet vom Stereobetrieb in den Surround-Sound-Modus und das Klangprofil passt sich deinen Präferenzen für Filme an. Von der Hauptbeleuchtung wechselt die Zentrale auf eine dezente Ambientebeleuchtung.

Auch wichtig für das angenehme Zusammenleben mit mehreren Personen: Während im Wohnzimmer Blockbuster laufen, können Eltern, Kinder, Partner oder Mitbewohner in jedem anderen Raum ihre Lieblingsmusik über Multiroom-Lautsprecher hören. Dabei haben sie ebenso ständig Zugriff auf die zentral gespeicherte Musikbibliothek. Ältere Fernseher werden durch Streaming-Sticks zum Verbindungskünstler. So lassen sich smarte LED-Lichtsysteme über den Fernseher steuern – und natürlich per Sprachbefehl. Selbst die Bilder von der Haustürkamera kannst du als Live-Feed auf dem Fernseher ansehen. Natürlich tragen eine Lichtsteuerung oder vom Tablet aus bedienbare Jalousien auch abseits vom Heimkino zu einem deutlichen Plus beim Wohnkomfort bei.

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Nicht zu vernachlässigen: Das Smart Home unterstützt Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Sie können ihre Wohnumgebung deutlich einfacher als bisher auf ihre Bedürfnisse abstimmen. Zusätzlich kannst du sie dabei aus der Ferne unterstützen. Denn mit Anlagen zur Sprachkommunikation kannst du dich vom Smartphone aus mit den Bewohnern im Haus austauschen.
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Sicherheit

Auch beim Thema Sicherheit sind die Übergänge fließend. Schließlich kann es das Sicherheitsgefühl aller Bewohner erheblich steigern, wenn sie selbst aus der Ferne füreinander da sein können. Gleichzeitig sichert sich ein intelligentes Zuhause selbst. Vielfältige Sensoren erkennen Bedrohungen für Haus und Bewohner frühzeitig. Dabei kann es sich genauso um Defekte an der Hausinstallation handeln wie um Versuche Unbefugter, sich Zutritt zu deiner Immobilie zu verschaffen.

Rauchmelder und Wassersensoren schlagen Alarm, wenn ein Brand oder ein Wassereintritt droht. Damit erfährst du beispielsweise sofort, wenn sich ein Wasserrohrbruch ereignet. Wie bei einem Brand ist die frühzeitige Erkennung solcher Notfälle durch nichts zu ersetzen. Kannst du selbst in deiner Abwesenheit sofort Handwerker ins Haus lassen, können sie die Folgeschäden meist deutlich mindern. Denn je mehr Wasser ausläuft, desto stärker werden Einrichtung, Boden und Mauerwerk in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Smart Home schützt auch vor Schäden, die dir und deinem Zuhause durch Fremde drohen. Das intelligente Zuhause kann nicht nur durch Glasbruchmelder, Bewegungssensoren und Kameras frühzeitig Alarm schlagen. Es simuliert daneben deine Anwesenheit und schreckt so Einbrecher schon beim Auskundschaften deines Zuhauses ab. Nach außen hin erscheint dein Haus bewohnt, wenn sich morgens die Jalousien öffnen und abends zuerst das Licht im Wohnzimmer und dann im Schlafzimmer brennt. Der automatische Betrieb von Fernseher oder Radio macht den Eindruck der Anwesenheitssimulation perfekt.

Gleichzeitig kannst du dich mit einem Blick auf Smartphone oder Tablet auch vom Strand aus versichern, dass die Simulation funktioniert. Überwachungskameras im Innenraum und im Außenbereich streamen ihr Bildmaterial ins Internet. Natürlich wirst du alarmiert, wenn die Sensoren verdächtige Vorgänge registrieren. Dann kannst du entscheiden, ob du die Polizei oder einen Sicherheitsdienst alarmieren willst. Alarmsirenen haben nichts von ihrer bewährten Wirksamkeit eingebüßt und sie werden sogar noch besser. Über unterschiedliche Alarmtöne und Lautstärken können sie angemessen auf die erkannte Situation reagieren.

Auch beim Thema Smart Home Security lautet die gute Nachricht: Es gibt einsteigerfreundliche Lösungen. Die Anwesenheitssimulation gelingt zumindest bei Licht und Entertainment-Geräten über Zwischenstecker, die von einem zentralen Controller angesprochen werden. Möchtest du aber zum Beispiel Jalousien miteinbeziehen, kann sich das schon deutlich aufwendiger gestalten. Das Smart Home wird durch elektronische Schließsysteme mit Antrieb für Fenster, Türschlösser und Tore teuer. Sensoren für die Überwachung von Glasflächen oder den Öffnungszustand von Türen und Fenstern sind dagegen oft Bestandteil der Kombipakete, die beinahe alle Hersteller für Einsteiger schnüren. Dazu gehören neben der Alarmzentrale zumindest Bewegungsmelder und Kameras. Umfangreichere Sets enthalten zusätzliche Komponenten wie Rauch- und Wassermelder.

Vorteile eines Smart Homes

Die wichtigsten Vorteile des Smart Homes ergeben sich aus den Kernanwendungen: Das intelligente Zuhause steigert die gefühlte und die tatsächliche Sicherheit der Bewohner. Egal ob als Nachrüstlösung oder als umfangreiches kabelgebundenes System im Neubau: Das Smart Home kann deinen Wohnkomfort in neue Sphären bringen. Im Hinblick auf die Bereiche Stromverbrauch und -erzeugung sowie Heizung kann das smarte Energiemanagement ein beachtliches Einsparpotenzial realisieren.

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Ein Smart Home verbessert deine Energiebilanz

Eine bessere Synchronisierung von Energieversorgung und Energieverbrauch sowie vorausschauende Planung: Das sind die Prinzipien, mit denen das Smart Home Einsparungen bei Heizung und Stromverbrauch erzielt.

Dazu kombiniert die intelligente Steuerzentrale alle Informationsressourcen, wie das Beispiel Heizung zeigt. Sie liest Sensoren aus, die die Außen- und Innentemperatur, den Wind und die Luftfeuchtigkeit überwachen. Daneben erhält die Zentrale über das Internet Prognosen zur Wetterentwicklung. Dank Geofencing weiß die smarte Heizung auch rechtzeitig, wann du nach Hause kommst. Die Zentrale schließt Jalousien, wenn abends zu viel Wärme nach außen verloren geht und beschattet das Haus im Sommer, um die Temperaturen ohne aktive Klimatisierung niedrig zu halten.

Das Einsparpotenzial, das mit einer intelligenten Heizungsregelung verbunden ist, ist unbestritten. Das gilt bereits jetzt schon für den Stromverbrauch. Hier setzt das Smart Home bisher vor allem an der persönlichen Stromproduktion an. Durch die Optimierung des eigenen zeitlichen Verbrauchsprofils erreichst du einen hohen Eigenverbrauch. Das ist oft die nachhaltigste Option. In Zukunft werden sich über das Smart Metering noch bessere Einsparmöglichkeiten bei der Nutzung von Strom aus dem öffentlichen Netz ergeben.

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Eins solltest du nicht außer Acht lassen: Die Komponenten des Smart Homes sind selbst Stromverbraucher. Einen Teil der in den Bereichen Stromverbrauch und Heizwärme eingesparten Energie verbrauchen die Smart-Home-Komponenten also selbst. Hier gilt: Nutze Nacht- und Energiesparmodi, um die Grundlast zu senken.
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Intelligente Geräte machen aus deinem Zuhause eine Entertainment-Zentrale

Auf Knopfdruck wird das Wohnzimmer zum Heimkino und die Terrasse zum Outdoor-Konzertgelände mit stimmungsvoller Beleuchtung. Damit im Smart Home ein perfekter Eindruck entsteht, müssen viele Komponenten zusammenwirken. Beleuchtung, Unterhaltungselektronik und Verschattung sind die wichtigsten Elemente.

Smart-Home-Lösungen mit Fokus auf Entertainment sind perfekt dazu geeignet, um den Traum vom Heimkino wahr werden zu lassen. Dabei verschwinden Leinwände unsichtbar in der Decke, wenn du sie nicht brauchst. Selbst potente Lautsprechersysteme lassen sich so integrieren, dass sie das Wohnzimmer im Alltag optisch kaum beeinträchtigen. Witterungsunempfindliche Außenlautsprecher und Multiroom-Lautsprecher für die Innenräume sorgen dafür, dass du deine Lieblingsmusik stets bei dir hast.

Smartes Home-Entertainment muss nicht so teuer und aufwendig sein, wie viele denken. Natürlich schlagen Premiumlösungen wie motorbetriebene Leinwände und raffinierte Beleuchtungslösungen mit hohen Anschaffungskosten zu Buche. Dazu kommt der erhebliche Aufwand für Kabelverbindungen.

Doch durch die intelligente Kombination von Smart-Home-Komponenten lassen sich auch mit bescheidenen Mitteln überzeugende Lösungen schaffen. Wichtig ist hier vor allem ein Smart-TV, das als Steuerzentrale für alle Entertainment-Funktionen dienen kann. Selbst elektronisch steuerbare Innenjalousien lassen sich mit überschaubarem Aufwand nachrüsten. Es gibt Varianten, die mit einem komfortabel aufladbaren Akku arbeiten. Du musst also keine Bedenken bezüglich störender Kabel haben.

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Das intelligente Zuhause schützt sich selbst

Das Gefühl von Sicherheit ist durch nichts zu ersetzen. Wenn du dich aus der Ferne ab und zu versichern kannst, dass zu Hause alles in Ordnung ist, kannst du deinen Urlaub noch unbeschwerter genießen. Das gilt selbstverständlich genauso für Dienstreisen, bei denen andere Bewohner im Haus bleiben.

Anwesenheitssimulation, Fernzugriff auf Live-Kamerabilder oder ein Alarm bei Rauchentwicklung: Das Smart Home hält dich auf dem Laufenden und schützt sich dabei selbst. Routinen mit mehreren Eskalationsstufen schützen die Bewohner im Notfall. Das kann zum Beispiel so aussehen: Registriert der Rauchmelder verdächtige Veränderungen in der Raumluft, alarmiert er die Bewohner durch ein akustisches Signal. Wenn das Alarmsignal im definierten Zeitraum nicht deaktiviert wird, geht ein Notruf an die Feuerwehr. Gleichzeitig kann das Smart Home die Bewohner bei der Flucht unterstützen. Dazu öffnen sich Türen, die auf den definierten Fluchtwegen liegen. Gleichzeitig schaltet sich die Beleuchtung ein, damit die Bewohner keine Zeit verlieren.

Antriebe für Türen und Fenster sind die teuersten Komponenten im geschilderten Szenario. Alle übrigen Funktionen kannst du oft bereits mit den Einsteigerpaketen verschiedener Hersteller realisieren.

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Vor umfangreicheren Arbeiten solltest du dich auf jeden Fall bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) über die Förderfähigkeit für Sicherheitstechnik informieren. Einbruchmeldefunktionen auf Basis von Smart-Home-Lösungen fallen in die Kategorie Einbruchschutz des KfW-Förderprogramms 159 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“.
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Das Smart Home lässt Barrieren für Menschen mit Handicap fallen

Der Herd schaltet sich automatisch ab, wenn die Bewohner das Haus verlassen. Rollläden fahren morgens selbsttätig nach oben. Das sind Funktionen, die uns allen mehr Komfort und Sicherheit bieten. Doch für Menschen mit Einschränkungen bedeuten sie mehr. Das Smart Home verhilft ihnen zu mehr Selbstständigkeit und bringt ein deutliches Plus an Lebensqualität.

Dieser Aspekt des Smart Homes ist auch unter der Bezeichnung Ambient Assisted Living (AAL) bekannt. Charakteristisch ist die situationsabhängige und unaufdringliche Hilfestellung. Die Assistenzsysteme lernen die Bedürfnisse der Bewohner kennen und unterstützen, ohne dass die Hilfe aktiv angefordert werden muss.

So erleichtern Smart-Home-Lösungen das Aufstehen und Zubettgehen durch die entsprechende Jalousiesteuerung oder die Raumheizung. Beispielsweise geht das Licht morgens an, ohne dass es einer Schalterbetätigung bedarf. Das bringt nicht nur Komfort, sondern spart daneben Energiekosten für vergessene Lampen.

AAL-Anwendungen im Smart Home entlasten nicht nur Menschen mit Krankheiten oder körperlichen und geistigen Einschränkungen, sondern auch Familienmitglieder und Pflegepersonal. So kannst du etwa von der Arbeit aus per Kamera mit Sprechanlage mit dem Bewohner kommunizieren oder am Smartphone prüfen, ob möglicherweise gefährliche Haushaltsgeräte eingeschaltet sind. Wie bereits geschildert, unterstützt die KfW Maßnahmen für die Schaffung eines barrierefreien Zuhauses im Rahmen des Förderprogramms 159 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“. Krankenversicherungen unterstützen zunehmend die Entwicklung von AAL-Anwendungen. Perspektivisch könnten sie weitere Fördermöglichkeiten bereitstellen.

Nachteile eines Smart Homes

Die Möglichkeit, sich ein Smart Home aus verschiedenen Komponenten unterschiedlicher Hersteller über längere Zeit hinweg aufzubauen, ist Fluch und Segen zugleich. Denn du kannst dich für jeden Teilbereich aus dem Sortiment der besten Hersteller bedienen. Doch willst du sicherstellen, dass am Ende alles zusammenpasst, musst du viel Rechercheaufwand betreiben. Schließlich nutzen nicht alle Hersteller die gleichen Standards für Funk und kabelgebundene Kommunikation. Auch einzelne Hersteller können ihre Protokolle zur Datenübertragung mit der Zeit ändern.

Das stellt natürlich kein großes Problem dar, wenn du dich auf eine oder mehrere Teilanwendungen des Smart Homes beschränken willst. Hier kannst du mit den Setangeboten der Hersteller zu überschaubaren Kosten ein vollständiges System mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten erwerben. Besonders in den Bereichen Smart Home Security und Heizungssteuerung ist das verbreitet. Hast du den Anspruch, ein umfassendes Smart Home – beispielsweise mit Antrieben für Türen und Fenster sowie elektronischen Schließsystemen – umzusetzen, gelingt das vor allem mit kabelgebundenen Systemen. Schon beim Neubau können abhängig von deinen Anforderungen erhebliche Kosten entstehen. Im Altbau musst du mit noch einmal höheren Ausgaben rechnen.

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Angesichts hoher Kosten bringt ein Smart Home zu wenig Nutzen

Wenn du in den Genuss eines wirklich umfassend vernetzten Wohnens kommen willst, musst du viel Geld in die Hand nehmen. Doch wie viel das Smart Home kostet, liegt vor allem an deinen persönlichen Anforderungen.

Kabelbasierte Smart-Home-Systeme sind die teuerste Variante und bieten sich nur bei Neubau oder umfangreicher Renovierung zu vertretbaren Kosten an. Auch hier musst du mit Kosten von mehreren Tausend Euro rechnen. Beim Smart Home sind deinen Ideen und damit den Kosten kaum Grenzen gesetzt. Selbst in Neubauten haben funkbasierte Systeme einen Kostenvorteil. Immer öfter kommen auch Kombinationen aus kabel- und funkbasierten Komponenten zum Einsatz.

Willst du flexibel bleiben und die Kosten unter Kontrolle behalten, solltest du mit einem Einsteigerset eines etablierten Anbieters starten. Diese Angebote bringen in der Praxis bereits einen erheblichen Mehrwert. Achte darauf, einen offenen Standard zu wählen, damit du dein Smart Home flexibel erweitern kann. Bei themenbezogenen Komplettsets für Smart Home Security oder Heizungssteuerung liefern sich die Hersteller einen Preiswettbewerb. Umfangreiche Sicherheitspakete kosten um die 600 Euro, komplette Systeme zur Heizungssteuerung sind sogar ab 400 Euro zu haben.

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Inkompatible Geräte machen die Einrichtung zeitaufwendig und die Bedienung frustrierend

Die Einrichtung kabelgebundener Smart Homes ist Profisache. Denn hier ist oft eine Programmierung erforderlich. Entsprechend treten Installateure und Systemintegratoren als Anbieter auf. Sie planen, montieren und installieren die Komponenten. Die meisten Funksysteme kannst du mit etwas Geschick selbst einrichten. Doch obwohl sie flexibler und einfacher zu konfigurieren sind, haben auch diese Geräte ihre Tücken.

Wir haben es bereits in der Übersicht der wichtigsten Funkstandards erwähnt: Es handelt sich um lebende Systeme. Das heißt, dass sich die Standards weiterentwickeln. Unterschiedliche Gerätegenerationen desselben Standards müssen nicht uneingeschränkt zueinanderpassen. Das gilt analog auch für Komponenten unterschiedlicher Hersteller, die auf dem Papier nach dem identischen Standard arbeiten. Daher solltest du dich vor dem Kauf deiner Komponenten besonders ausführlich darüber informieren, wie gut neue und bestehende Geräte miteinander harmonieren. 

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Die Barrieren zwischen inkompatiblen Teilsystemen lassen sich beispielsweise durch den Dienst IFTTT überbrücken. Kurz für „If This Then That“ ist es hier möglich, von Bedingungen abhängige Szenarien zu definieren. So tauschen beispielsweise Fensterkontakte einer Heizungssteuerung Informationen mit der Alarmzentrale eines anderen Anbieters aus.
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Die Vernetzung setzt sensible Daten dem Zugriff Dritter aus

Smart Homes lernen unsere Vorlieben kennen und tauschen ständig Echtzeitinformationen über Aktivitäten im und um das Haus aus. Das ist ein gefundenes Fressen für Kriminelle.

Tatsächlich sind Bedenken zu Sicherheit und Datenschutz eines der größten Hemmnisse für Smart Home in Deutschland. Das bestätigt die bereits erwähnte Bitkom-Studie. Für Hacker stellt besonders die Funkübertragung ein interessantes Angriffsziel dar. Sie können die Nutzer ausspionieren und sich sogar Zugriff auf die Steuerzentrale verschaffen. Das ist fatal, denn dann stehen ihnen auch sensible Funktionen wie die elektronische Türöffnung offen.

Der Datenaustausch per Kabel ist wohl bei Weitem die sicherste Lösung. Doch selbst hier besteht häufig das Problem, dass sensible Information in den Clouds der Systemhersteller verarbeitet werden. Vor allem Sprachassistenten sorgen für viel Misstrauen. Schließlich können sie auch dann zuhören, wenn sie nicht angesprochen sind. Häufige Begründung: Die Geräte nutzen die Informationen, um ihre Dienste noch besser auf die Bewohner abzustimmen. Jedoch kommen die Systeme einiger Hersteller ohne cloudbasierte Services aus. Das Smart Home lässt sich also ohne Internet umsetzen. Allerdings fällt dann mit der Fernsteuerung ein wichtiges Feature weg. 

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Hier lautet unser Tipp: Achte bei der Einrichtung der Geräte sehr genau auf die Sicherheitshinweise der Hersteller. Das ist die beste Abwehr gegen Angriffe auf dein Smart Home.

Vor- und Nachteile des Smart Homes auf einen Blick

Ein Smart Home verbessert deine Energiebilanz.

Ein Smart Home ist teuer.
Intelligente Geräte machen aus deinem Zuhause eine Entertainment-Zentrale.
Inkompatible Geräte machen die Einrichtung zeitaufwendig und die Bedienung frustrierend.
Das intelligente Zuhause schützt sich selbst.
Die Vernetzung setzt sensible Daten dem Zugriff Dritter aus.

Das Smart Home lässt Barrieren für Menschen mit Handicap fallen.

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Unsere 7 Tipps für dein Smart Home

Das Smart Home erleichtert uns den Alltag, indem es mitdenkt und uns unbequeme Aufgaben abnimmt. Doch der Weg zum vernetzten Zuhause kann mühsam sein. Unsere folgenden 7 Tipps sollen dir helfen, ein für dich stimmiges Smart Home zu gestalten. 

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Definiere deine individuellen Anforderungen

Nicht jeder träumt vom voll vernetzten Zuhause. Für manche Anwender ist ein Smart Home mit enger eingegrenztem Funktionsumfang genau das Richtige. Definiere deine Hauptanwendungsgebiete, damit du zielgerichtet vorgehen kannst. Das ist die Entscheidungsgrundlage für die Auswahl des Smart-Home-Systems und dessen Umfang. So kommst du mit optimalen Kosten zum gewünschten Ziel.

Baue dein Smart Home schrittweise aus

Nach wie vor steigen viele Anwender über die smarte Heizungssteuerung tiefer in das Thema Smart Home ein. Diese Smart-Home-Anwendung steigert den Komfort und bringt dir einen unmittelbaren Kostenvorteil. Systeme zur Heizungssteuerung funktionieren auch sehr gut als Stand-alone-Lösung ohne Basisstation oder Internetzugang. So kannst du das Smart Home testen, bevor du ein komplexes und teures System umsetzt. Entsprechende Standards vorausgesetzt, stellt auch die nachträgliche Integration mehrerer Systeme kein Problem dar. Verschiedene Systeme lassen sich über Universal-Apps oder Web-Plattformen verknüpfen.

Setze auf offene Standards

Herstellerabhängige Systeme spielen ihre Stärken beim Installationsaufwand und bei der Benutzererfahrung aus. Die Komponenten sind optimal aufeinander abgestimmt und verstehen sich meist ganz von allein. Doch mit offenen Standards bleibst du unabhängig von einzelnen Herstellern. Hier kannst du frei die optimalen Komponenten für jeden Anwendungsbereich auswählen. Mit etwas mehr Recherche- und Einrichtungsaufwand schaffst du dir zusätzliche Freiheitsgrade bei der Gestaltung deines persönlichen Smart Homes.

Keine Scheu vor kabellosen Komponenten

Selbst im Neubau kommen kabellose Smart-Home-Komponenten zum Einsatz. Sie sind längst keine reine Nachrüstlösung mehr. Intelligente Technologien machen Sensoren sogar energieautark. Bestehende Hausautomationssysteme lassen sich über Gateways mit Funkkomponenten erweitern. Viele Experten raten ihren Kunden zur Kombination aus KNX für die Hausautomation und Funksensoren für die übrigen Anwendungen. Funkkomponenten geben dir deutlich mehr Möglichkeiten, die Konfiguration selbst vorzunehmen.

Schaffe hohe Sicherheitsstandards

Moderne Funksysteme für das Smart Home haben hohe Standards bei der Verschlüsselung. Der Schwachpunkt liegt oft am WLAN-Router. Starke Passwörter und zeitgemäße Verschlüsselungsstandards wehren viele Angriffe ab.

Nutze Fördermöglichkeiten

Viele Smart-Home-Funktionen sind förderfähig. Das gilt für die Unterstützung älterer und kranker Menschen genauso wie für die Verbesserung des Einbruch- und Brandschutzes. Informiere dich unbedingt vor der Umsetzung über die Fördermöglichkeiten. Hast du die Komponenten bereits installiert, ist es meist zu spät für die Antragstellung.

Halte dein Smart Home auf dem neuesten Stand

Die Hersteller entwickeln ihre Systeme permanent weiter. Dass sich 2 Smart-Home-Systeme bisher nicht verstehen wollten, heißt nicht, dass es für immer so bleibt. Steuerzentralen erhalten neue Skills und auch Hardware-Gateways können neue Funktionen ermöglichen. Nutze Updates zur Fehlerbehebung und um einen hohen Sicherheitsstandard aufrechtzuerhalten.

Die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft

Intelligente Stromzähler und Heizungssysteme, die unsere Gewohnheiten und Vorlieben erlernen: In der Zukunft wird zumindest unsere Haustechnik immer smarter. Das bringt vor allem Vorteile bei der Energieeffizienz. Weil der Gesetzgeber hieran ein großes Interesse hat, werden Smart Meter per Gesetz zur Pflicht erklärt. Seit Januar 2020 müssen Haushalte mit einem hohen jährlichen Stromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden ein intelligentes Strommesssystem einbauen lassen. Später werden alle übrigen Haushalte folgen.

Wer seinen Wohnkomfort steigern möchte, dem werden die Anbieter in Zukunft noch mehr intelligente Unterstützung anbieten können. Fortschritte auf dem Gebiet des maschinellen Lernens lassen die Systeme immer vorausschauender handeln. Die Interaktion über Apps und Sprachsteuerung kann in diesem Zusammenhang an Bedeutung verlieren. Das Smart Home weiß selbst immer besser, was wir wann wollen.

Doch auch die Sprachverarbeitung optimiert sich kontinuierlich. Wir müssen uns bei der Kommunikation immer weniger an feste Satzstrukturen halten, sondern können unsere persönlichen Assistenten auf ganz natürliche Weise ansprechen. Bei der Sicherheit versprechen sich Experten deutliche Fortschritte von der künstlichen Intelligenz. Smarte Häuser der Zukunft werden Gefahren noch früher erkennen und die Risikoschwere noch besser einschätzen können. Das gewährleistet eine angemessene Reaktion durch das System.

Bei all dem gibt es eine Herausforderung: Eine Vielzahl von verschiedenen Kommunikationsstandards prägt den Markt für Smart-Home-Komponenten. Verbraucher wünschen sich kompatible Systeme, die ihnen viel Flexibilität bieten. Das stellt eine Chance für neue Dienstleistungsangebote dar. Es besteht zunehmend Bedarf an professionellen Beratern, die die Planung stimmiger Smart-Home-Konzepte und die Pflege bestehender Systeme übernehmen.

Dabei bleibt das Smart Home kein abgeschlossenes System, sondern wird zum integralen Bestandteil ganzer Gebäudekonzepte. Weil das Smart Home den Energieeinsatz für das Wohnen immer effizienter gestaltet, wird es zunehmend wichtig für das nachhaltige Wohnen. Architekten und Bauingenieure werden die Komponenten standardmäßig in ihre Planung aufnehmen. Durchgängige Konzepte werden auch zu einer weiteren Steigerung der Nachhaltigkeit beim Wohnen beitragen.

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Das eigene Smart Home intelligent gestalten

Das Smart Home ist schon heute Realität und es kann mehr als die meisten wissen. Lernfähige Systeme stellen sich immer besser auf uns ein und Funktionen lassen sich zunehmend per Software nachrüsten. Die Zeit ist also reif für die Umsetzung deiner eigenen Ideen für das Smart Home. Denn Komfort, Energieeinsparung und Sicherheit sind gewichtige Argumente. Schon bei der genannten Bitkom-Umfrage im Jahr 2018 gaben 31 Prozent der Befragten an, Smart-Home-Anwendungen bei ihrer nächsten Entscheidung für eine Immobilie berücksichtigen zu wollen. Die Herausforderung besteht zunehmend nicht in der Frage, ob, sondern wie ein Smart Home umgesetzt werden soll.

Dabei hat ein planvolles Vorgehen seine Vorteile. Das gilt unabhängig davon, ob du in deinem Neubau von Anfang an die nötigen Kabel verlegen lässt oder ob du auf Funkkomponenten setzt. Beide Verbindungstechnologien sind ausgereift und zunehmend untereinander kompatibel. Funkbasierte Systeme halten die Kosten gering und geben Bewohnern von Mietwohnungen oder Altbauten die notwendige Flexibilität. Bestehende Hausautomationssysteme werden noch besser, wenn du sie mit neuen Komponenten erweiterst.

Bei der Umsetzung hast du alle Freiheiten. Damit der Wunsch vom Smart Home nicht das Budget sprengt, solltest du aber auch kritisch hinterfragen, welchen Funktionsumfang du wirklich brauchst. Wir empfehlen: Nimm dir die Zeit für die Sammlung deiner Anforderungen. Dann kannst du gezielt die optimale Lösung für dich finden. Wählst du etablierte Systeme, hältst du dir alle Möglichkeiten beim späteren Modifizieren und Nachrüsten deines Smart Homes offen. Denn wer einmal die Vorzüge eines intelligenten Zuhauses erfahren hat, der wird weitere Anwendungsfälle finden.

Der Einstieg lohnt sich, denn schon bald werden wir Smart-Home-Systeme ganz selbstverständlich handhaben. Es wird die nächste flächendeckende Innovationsstufe beim Wohnen, ähnlich wie früher die Etablierung von fließendem Wasser oder Zentralheizungen.

Egal was dich motiviert, dich näher mit dem Thema Smart Home zu beschäftigen: Beinahe jeder findet zumindest ein individuelles Smart-Home-Anwendungsgebiet, das einen deutlichen Mehrwert schafft. Bei der praktischen Umsetzung treten aber oft viele Fragen auf. Mit diesem E-Book wollen wir daher einen fundierten Überblick schaffen und Hemmnisse für den Einstieg in das Smart Home beseitigen. Teile dieses E-Book online mit Menschen, die vor ähnlichen Fragestellungen stehen. So kannst du dich mit Interessierten und Anwendern in deinem Freundes- und Bekanntenkreis austauschen und von ihren Erfahrungen profitieren.

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Lisa Becker
Dein Energiewende Guide

Mein Name ist Lisa, ich bin 32 Jahre alt, lebe mit meinem Mann und unseren drei Mädels im wunderschönen Saarland und arbeite als Community Managerin bei net4energy. Da ich seit meinem Berufsstart in der Energiewelt viele Entwicklungen mitverfolgt und Erfahrungen gesammelt habe kann ich meinen Lesern jede Menge Input mitgeben. Die Ideen gehen mir so schnell nicht aus und gerne bin ich der Guide an deiner Seite zu deiner Energiewende im Bereich intelligent wohnen.

Schau dir gerne alle meine Beiträge zum intelligenten Wohnen in unserem Magazin an.