Photovoltaikanlage
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Photovoltaikanlage: Definition, Begriffe und Komponenten

 


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Gewonnene Energie aus regenerativen Ressourcen

Strom mit Sonnenenergie erzeugen, selbst nutzen und den Überschuss ins Netz einspeisen: Das kann inzwischen jeder,
der über ein für Photovoltaik geeignetes Dach verfügt. Trotz gesunkener Einspeisevergütungen seit 2017 und verringerter Förderungen seit Ende 2018 sind Photovoltaikanlagen auch für Privathaushalte weiterhin attraktiv. 

Da die Investitionskosten in den letzten Jahren deutlich gesunken sind, rechnet sich die Investition bei intelligenter Anlagenplanung und Eigennutzung des selbst erzeugten Solarstroms. Durch die Kombination mit einem Speichersystem lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern. Die Speichertechnik und der Markt für Speichersysteme haben sich in den letzten fünf Jahren rasant weiterentwickelt – und auch in diesem Bereich sind die Preise gesunken.

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Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Mithilfe von Photovoltaik wird die Strahlungsenergie des Sonnenlichts in nutzbaren Strom umgewandelt. Bereits der Name verdeutlicht, dass eine Photovoltaikanlage aus Licht Strom erzeugen kann. Phos oder Photos steht für das griechische Wort für „Licht“ und Volt für die Messeinheit für die elektrische Spannung. 

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Vorsicht vor unterschiedlichen Begriffen!

Häufig werden Photovoltaikanlagen als Solaranlagen bezeichnet. Das ist allerdings nicht ganz richtig, da begriffstechnisch sowohl Photovoltaikanlagen als auch sogenannte Solarthermieanlagen zur Gruppe der Solaranlagen zählen. In beiden Fällen wird die Energie der Sonne aufgefangen und umgewandelt. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass Photovoltaikanlagen das Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln. Solarthermieanlagen hingegen gewinnen aus der Sonnenenergie Wärme,
um damit das Heiz- und Brauchwasser zu erhitzen.

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Was passiert in der Solarzelle einer Photovoltaikanlage?

Die Solarzelle einer Photovoltaikanlage besteht aus dem Halbleitermaterial Silizium. Eine Eigenschaft von Halbleitern
ist die hohe Leitfähigkeit bei Energiezufuhr. Bei Photovoltaik ist diese Energiezufuhr das eingefangene Licht.
Das Sonnenlicht besteht aus winzigen Teilchen, den sogenannten Photonen, die von der Sonne ausgehen.

Wenn diese auf die Siliziumatome der Solarzelle treffen, übertragen sie ihre Energie auf lose Elektronen und stoßen
sie von den Atomen ab. Die Photonen könnten mit der weißen Kugel in einem Poolspiel verglichen werden, die ihre Energie
an die farbigen Kugeln weitergibt, die sie berührt.

Trifft Sonnenlicht auf die Solarzelle, werden Elektronen in der Zelle angeregt, welche sich bewegen und über ein Kabel wandern. Eine Bewegung von Elektronen ist gleichbedeutend mit Strom. Der in der Zelle erzeugte Strom wird dann über Stromkabel weiter ins Haus transportiert.

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Woraus besteht eine Photovoltaikanlage?

Die Grundlage jeder Photovoltaikanlage bilden die Solarmodule, die das Sonnenlicht in Strom umwandeln.
Die Module werden mithilfe eines Montagesystems am Dach befestigt. Solarkabel transportieren den erzeugten Strom
weiter ins Haus. Ein Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom um.
Viele Photovoltaikanlagen verfügen zudem über einen zusätzlichen Einspeisezähler, welcher die ins Netz eingespeiste Strommenge erfasst. Bei Bedarf kann eine Photovoltaikanlage auch mit einem Stromspeicher kombiniert werden.
Dieser speichert den nicht direkt selbst verbrauchten Solarstrom und stellt ihn später zur Verfügung, wenn die Anlage weniger Strom produziert als für den Eigenbedarf nötig ist.

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Kosten einer Photovoltaikanlage

Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den letzten zehn Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, was unter anderem am technologischen Fortschritt und am Angebot liegt. Laut Experten wird sich dieser Trend – wenn auch etwas langsamer – in Zukunft fortsetzen. Im Jahr 2019 lässt sich sagen, dass die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage bei ca. 1 Prozent der Investitionskosten liegen und damit sehr niedrig sind. Gleiches gilt für die Finanzierung.

Der Preis für eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus liegt derzeit im Durchschnitt bei 1.300 Euro pro kWp.
Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage kostet in der Anschaffung in diesem Fall unter 8.000 Euro.


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Die gesamten Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage

  • Solarmodule,
  • Wechselrichter,
  • Verkabelung,
  • Zweirichtungszähler,
  • Speicher,
  • Montagesystem und Montagekosten sowie
  • Planungskosten und Kosten für die Inbetriebnahme.

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage wird sowohl durch die Investitionskosten, als auch durch die Einsparungen durch vermiedenen Netzbezug bzw. Einnahmen durch die Einspeisevergütung bestimmt.

Zu den Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage gehören die Kosten für Komponenten wie Solarmodule, Wechselrichter, die Verkabelung, das Montagesystem, zusätzlich entstehen jedoch auch Kosten für die Montage selbst, hinzukommende Planungskosten, die Kosten für die Inbetriebnahme und die Kosten für den Zweirichtungszähler. Da bei Anlagen bis 30 kW zwischen dem Einbau eines Rundsteuerempfängers und der Drosselung der Einspeiseleistung auf 70 % gewählt werden kann, kommen eventuell noch die Kosten für den Rundsteuerempfänger hinzu. Letztlich kommt schließlich die Mehrwertsteuer, die man sich jedoch vom Finanzamt erstatten lassen kann. 

Gerne beraten wir Sie kostenlos und unverbindlich zu Ihrer eigenen Photovoltaikanlage sowie den Fördermöglichkeiten.

Einen Überblick über die Anschaffungskosten im Einzelnen, erhalten Sie hier:  

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Solarmodule

Solarmodule sind in den letzten Jahren immer preiswerter geworden. Ursache für die stark fallenden Preise ist einerseits der hohe Wettbewerb – also der starke Konkurrenzdruck durch asiatische Billiganbieter. Andererseits führen die sogenannten positiven Skaleneffekte zu sinkenden Preisen. Anders formuliert: Je mehr Photovoltaik-Module produziert werden, umso preiswerter wird die Produktion für jedes einzelne Solarmodul. Die Preise für Solarmodule lassen sich sehr leicht anhand der Kosten in Euro pro Watt Peak vergleichen. Anfang 2019 lagen die durchschnittlichen Preise hierfür je nach Qualität des gewählten Moduls zwischen 45 Cent und 90 Cent.


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Wechselrichter

Die Wechselrichter machen ca. 15 Prozent der Investitionskosten für die Solarstromanlage aus. Je nach Größe, Ausrichtung und Verschattungssituation wird unter Umständen mehr als ein Wechselrichter fällig, was die Kosten erhöht. Die Preise für einen Wechselrichter hängen im Wesentlichen von der Leistungsgröße ab. Pro Kilowatt Wechselrichterleistung kann man mit ca. 200 Euro netto rechnen. Kleinere Wechselrichter kosten relativ gesehen bis zu 30 Prozent mehr als große, da der Herstellungsaufwand für das Gehäuse und die meisten elektronischen Bauteile bei kleinen und großen Wechselrichtern ähnlich ist. Ein 5- Kilowatt-Wechselrichter kostet derzeit „nur“ ca. 1.000 Euro.

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Verkabelung

Die Verkabelung der Photovoltaikanlage kann hohe Verluste erzeugen. Um dies zu verhindern, müssen Solarkabel mit einem entsprechend großen Querschnitt gewählt werden. Je größer der Querschnitt, umso teurer ist die Verkabelung, sowohl auf der DC- wie der AC-Seite. Je nach Abnahmemenge, Querschnitt und Leitungsmaterial liegt der Preis für ein Meter Solarkabel zwischen 1 und 5 Euro. Preise für die Anschlusskabel für Wechselrichter oder Laderegler sind ebenfalls noch zu addieren (20 bis 50 Euro) sowie für die Stecker.

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Speicher

Weiter unten auf dieser Seite finden Sie einen separaten Absatz zum Thema Batteriespeicher und ausführliche Informationen zu den anfallenden Kosten.

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Photovoltaik-Montagesystem

Wie wird die Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert? Je nach Material und Beständigkeit des Montagesystems wird auch hier noch einmal ein großer Posten zusätzlich zu den Anschaffungskosten fällig. Die genauen Kosten hängen neben der Anlagengröße von mehreren Faktoren ab, z.B. ob man sich für ein normales oder ein Kreuzschienensystem entscheidet,
wie hoch die Schnee- und Windlast ist etc. Durchschnittlich betragen die Kosten für das Montagesystem zwischen 100 und 150 Euro pro kWp. Hinzu kommen jedoch auch hier die Montagekosten für die Unterkonstruktion, das macht pro kWp rund weitere 100 Euro aus.

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Netzanschluss

Die Kosten für den Netzanschluss ergeben sich aus den Netzanschlusskosten nach § 13, Abs. 1. des EEG. Dazu zählen der Bau oder Umbau des Zählerkasten sowie der Ankauf oder die Miete des Einspeisezählers (Miete ca. 30 € p.a. / einmaliger Kauf zwischen 500-1.000 Euro).

Experten raten zur Miete, da die derzeitige Prognose sagt, dass unter Berücksichtigung des Geldwertverlustes durch die Inflation die Miete in 20 Jahren günstiger sein wird.

Beachten Sie: Photovoltaikanlage ist nicht gleich Photovoltaikanlage. Legen Sie also großen Wert auf Qualität. Auf lange Sicht wird es nicht günstiger sein, wenn Sie auf diese und die damit einhergehenden Garantien verzichten. Prüfen Sie also die Angebote genau und kaufen Sie hochwertige Produkte. Hierzu kann Sie auch ein Fachmann in Ihrer Nähe beraten.


 

Die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage

 

 

  • Wartung
  • Reparaturen
  • Rücklagen für neuen Wechselrichter oder anderweitige Ersatzteile
  • eventuelle Reinigungskosten
  • Versicherungskosten
  • Zählergebühr von 15 bis 35 Euro

Die laufenden Betriebskosten sind in den ersten Jahren sehr gering. Wie zu Anfang bereits erwähnt, rechnet man hier mit 1 Prozent des Anlagenwertes pro Jahr. Doch mit der Zeit können (wie bei allen technischen Anlagen) Wartungen oder kleine Reparaturen anfallen.


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Wartung

Rechnen Sie damit, dass Sie je nach Anlage nach einigen Jahren im ca. 2- bis 3-Jahresrhythmus Ihre Photovoltaikanlage
einer Wartung unterziehen müssen. Diese kostet dann jeweils circa 250 Euro.

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Reinigung

Über die Häufigkeit der Reinigungen lässt sich keine allgemeine Aussage treffen. Sie sollten stets ein Auge auf Ihre Photovoltaikanlage haben, um Verschattungen zu vermeiden. Leichter Schmutz wie Staub spült der Regen ab,
hartnäckiger Schmutz wie Vogelkot oder Laub sollten Sie jedoch entfernen (lassen). Die Kosten einer Reinigung durch
einen Fachmann betragen für ein Einfamilienhaus circa 72 Euro.

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Versicherung

Auch für die Versicherungskosten lässt sich kein pauschaler Wert nennen, denn die Kosten hängen davon ab,
wie Sie Ihre Photovoltaikanlage versichern. Sollten Sie aber eine zusätzliche Versicherung für Ihre Photovoltaikanlage abschließen, dann können Sie ungefähr mit zusätzlichen 30 bis 80 Euro pro Jahr rechnen.

 


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Größe einer Photovoltaikanlage bzw. Kilowatt-Bedarf berechnen


Sie verfolgen mit der Montage einer Photovoltaikanlage das folgende Ziel: Sie möchten langfristig die Stromrechnung senken. Dazu müssen Sie sich aber vorab genau informieren, welche Anlagengröße die richtige für Sie ist. Zur Einordnung: Die durchschnittliche Anlagengrößen auf Einfamilienhäusern variiert zwischen 3 und 10 kWp. Entscheidend für die Dimensionierung Ihrer Photovoltaikanlage ist Ihr durchschnittlicher jährlicher Stromverbrauch.

Um diesen zu ermitteln, berechnen Sie am besten einen Durchschnittswert aus Ihren letzten Stromrechnungen.

 

So berechnen Sie den höchstmöglichen Stromertrag:

Im ersten Schritt müssen Sie herausfinden, wie viel Kilowatt peak (kWp) Photovoltaik maximal auf der auf Ihrem Dach vorhandenen Fläche installiert werden kann. Der mögliche Anlagenertrag ergibt sich aus der individuellen Sonneneinstrahlung, Dachgröße und Dachausrichtung. Sonneneinstrahlung: Die Sonneneinstrahlung ist in Süddeutschland (über 1.300 kWh/m²) stärker als in Norddeutschland (unter 1110 kWh/m²), sodass hier höhere Erträge erzielt werden. Daher darf eine Photovoltaikanlage in Bayern zum Beispiel etwas kleiner ausfallen als eine Photovoltaikanlage in Mecklenburg-Vorpommern – und dabei trotzdem die gleiche Leistung bringen. Die örtliche Sonneneinstrahlung spielt also eine große Rolle zur Bestimmung der Anlagengröße. Dachfläche: Im zweiten Schritt sollte geprüft werden, wie viel Quadratmeter Dachfläche für die Montage einer Photovoltaikanlage zur Verfügung stehen. Dachausrichtung: Die Ausrichtung und Neigung des Daches haben ebenfalls Auswirkungen auf die Anlagengröße. Ist die Ausrichtung schlechter, sollte die Anlage größer ausfallen. Beträgt sie die optimalen 30 Grad gen Süden, reicht im Vergleich auch eine kleinere Anlage.

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Die maximale Anlagengröße berechnen Sie nun wie folgt:

Eine Beispielrechnung:


Dachfläche = 60m²
Einstrahlung = 1100 W/m²/Jahr
Anlagenleistung: 60m²/10= 6 kWp
Stromertrag: 6 kWp x 1100 = 6600 kWh/a


Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage


Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage zu berechnen, stellt sich etwas schwieriger dar, da nicht alle Faktoren, die man dabei berücksichtigen muss, im Voraus zu bestimmen sind. Möchten Sie grob die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage berechnen, dann müssen Sie die Investitionskosten, Betriebs- und Wartungskosten, ggf. Finanzierungskosten, Zinssatz und Inflation, Eigenverbrauchs- und Einspeisemenge sowie Energiepreissteigerungsrate in diese Rechnung einbeziehen. Dabei sind vor allem die letzten beiden Faktoren von Unsicherheiten geprägt – wie hoch die Strompreise generell im Laufe der kommenden Jahre sein werden, 

ist schließlich reine Prognose. Die Investition in eine Photovoltaikanlage bezeichnet man üblicherweise als wirtschaftlich, wenn ihr über 20 Jahre mehr Einnahmen erzielt werden können, als sie Kosten verursacht.

 

Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage

Die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage können Sie – wie die Wirtschaftlichkeit – zumindest grob berechnen. Dafür müssen Sie die Summe der Ausgaben der Summe der Einnahmen gegenüberstellen. 

Zu den Ausgaben zählen die gesamten Investitionskosten (Solarmodule, Kauf von Kleinteilen, Abnahme- und Zählergebühren, Montagekosten etc.), laufende Kosten (Versicherungen, Betriebskosten wie Kosten für Stromverbrauch der Anlage, Wartungs- und Reparaturkosten) 
und gegebenenfalls Zinszahlungen (falls Sie die Anlage über ein Darlehen finanziert haben).
Zu den Einnahmen zählen der erwartete Solarstromertrag plus die daraus resultierende garantierte Einspeisevergütung und gegebenenfalls Förderungen wie rückzahlungsfreie Subventionen von Bundesland, Kommune und Energieversorger.

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Das finale Ergebnis gibt an, wann aus dem Ausgabeüberhang ein Einnahmeüberschuss wird.
Die Amortisationszeit einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage, die vollständig aus Eigenmitteln finanziert wurde, beträgt zwischen 10 und 13 Jahren.
Wurde die Anlage mithilfe eines Darlehens finanziert, beträgt sie – aufgrund der Finanzierungskosten – hingegen 11 bis 14 Jahre.
 
 
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Der Betrieb einer Photovoltaikanlage

Welche Rolle spielt die Qualität einer Photovoltaikanlage? Erhöhen sich durch sie die Brandrisiken? Und ist ein Anschluss an den Blitzableiter notwendig?
Dies und mehr erfahren Sie unter den folgenden Absätzen zum Betrieb einer Photovoltaikanlage.

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Welche Rolle spielt die Qualität für die Haltbarkeit einer Photovoltaikanlage?

Hersteller von Photovoltaikanlagen geben heutzutage bis zu 25 Jahre Garantie auf Photovoltaik-Module. Mit zunehmendem Alter der Anlage reduziert sich generell die erzeugte Strommenge. Das nennt man Degradation. In der Regel geben Hersteller eine Garantie von 80 Prozent der angegeben Leistung nach 20 bis 25 Jahren. Die Leistungsminderung hängt aber natürlich auch von der Qualität der Photovoltaikanlage und den Modulen ab.

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Gibt es Brandrisiken beim Einsatz einer Photovoltaikanlage?

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts aus dem Jahr 2018 besteht bei Photovoltaikanlagen im Vergleich zu anderen technischen Anlagen kein besonders erhöhtes Brandrisiko. Erfolgt die Installation nach Vorschrift und durch professionelle Dienstleister, sei hier von keiner erhöhten Gefahr auszugehen.


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Wie hoch sind die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage?

In den ersten Jahren fallen bei einer Photovoltaikanlage noch keine Wartungsarbeiten an. Mit der Zeit können diese aber notwendig sein (durch Reinigungen) sowie Reparaturen. Für die laufenden Kosten rechnet man insgesamt circa 1 Prozent des Anlagenwertes pro Jahr.


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Wie sollte man Photovoltaikanlagen versichern?

Da eine Photovoltaikanlage jederzeit dem Wetter ausgesetzt ist, kann es durch Sturm, Hagel oder auch Blitzschlag zu Schäden kommen. Um sich hier zu abzusichern, können Sie eine separate Photovoltaik-Versicherung abschließen oder die Anlage auch in eine bestehende Versicherung wie zum Beispiel die Gebäudeversicherung aufnehmen. Darüber hinaus bietet es sich an,
die Anlage zur Sicherheit in die Haftpflichtversicherung zu integrieren.


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Wie erfolgt die Reinigung einer Photovoltaikanlage?

Geringer und leichter Schmutz wie Staub auf den Photovoltaikanlagen wird auf natürliche Weise von Regen entfernt. Jedoch sollten haftende Verschmutzungen (zum Beispiel festklebendes Laub) gezielt entfernt werden, da dies zu Verschattungen und somit zu Leistungseinbußen der Photovoltaikanlage führen kann. Regelmäßige Reinigungen, die einfach manuell durchgeführt werden, können die Erträge um bis zu zwei bis sieben Prozent steigern. Allerdings sollten Sie die Reinigung einem Fachmann überlassen.


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Ist ein Anschluss an den Blitzableiter notwendig?

Die Photovoltaikanlage erhöht nicht das Risiko eines Blitzschlages, sollte aber trotz allem in jedem Fall an den Blitzschutz angeschlossen werden bzw. (abhängig von der Verschaltung der Anlage) an den Potentialausgleich. Oftmals verlangen auch Versicherungen den Nachweis eines wirksamen Blitzschutzes. Sie müssen außerdem bedenken, dass im Falle eines Blitzeinschlags die Kosten aufgrund der vorhandenen und anschließend beschädigten Photovoltaikanlage höher ausfallen.
Im schlimmsten Fall wäre nicht nur die Anlage beschädigt, sondern es könnte eine Einkopplung ins Stromnetz folgen, die einen Stromausfall verursacht.



Photovoltaikanlage: Netzeinspeisung oder Selbstversorgung?

 

Eine Photovoltaikanlage können Sie auf unterschiedliche Art und Weise nutzen. Möchten Sie den erzeugten Strom einspeisen? Was gibt es in diesem Fall zu beachten? Oder sehen Sie sich eher als Selbstversorger? Wir haben die wichtigsten Informationen zu den beiden Möglichkeiten im Folgenden für Sie zusammengefasst.


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Netzeinspeisung der Photovoltaikanlage

Was passiert beim Einspeisen des Stroms aus der Photovoltaikanlage?

Die Photovoltaikanlage speist den gewonnenen Solarstrom in das öffentliche Stromnetz ein und Sie erhalten dafür eine Vergütung.
Dafür wird – neben dem Stromzähler – ein Einspeisezähler installiert, der misst, wie viel Strom von der PV-Anlage in das Stromnetz
eingespeist wird. Laut EEG ist der Stromnetzanbieter verpflichtet, diesen Strom zu kaufen und die Vergütung dafür ist gesetzlich geregelt.

 

Welche rechtlichen und formellen Voraussetzungen sind zu beachten?

Sie müssen im ersten Schritt einen Netzanschluss beim örtlichen Stromversorger beantragen, und das vor der Montage Ihrer Photovoltaikanlage.
Dieser Antrag stellt gleichzeitig die Anmeldung zur Einspeisung dar. Beachten Sie, dass es bis zu acht Wochen dauern kann, bis der Antrag
bearbeitet wird. In dieser Zeit müssen Sie eine Netzverträglichkeitsprüfung voll abschließen. Zudem sind Sie verpflichtet, Ihre Anlage bei
der Bundesnetzagentur (BNetzA) anzumelden. Das können Sie ganz einfach online erledigen.

Welche technischen Voraussetzungen muss eine Photovoltaikanlage für eine Einspeisung mitbringen?

Sie benötigen neben der Photovoltaikanlage mehrere technische Komponenten, um einspeisen zu können: Dazu zählen

  • ein Netzeinspeisegerät (NEG), das unter anderem den Netzanschluss überwacht, Fehlströme erkennt und Betriebsdaten speichert,
  • einen Einspeisezähler, der die Strommenge misst, die ins öffentliche Netz eingespeist wird,
  • und ein Einspeisemanagement, um die Leistung der Anlage jederzeit verringern und somit eine Überlastung des öffentlichen Stromnetzes vermeiden zu können.

Lohnt sich das Einspeisen von Strom mit einer Photovoltaikanlage?

Die Einspeisevergütungen sind über die Jahre gesunken, aber nach wie vor lukrativ. Da die Kosten für Photovoltaik-Module und Speicher gesunken sind,
ist es aber auch besonders wirtschaftlich, über mehrere Jahrzehnte hinweg den Solarstrom selbst zu nutzen und somit dauerhaft die Kosten zu senken. 

 


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Selbstversorgung mit der Photovoltaikanlage

Die Photovoltaikanlage als Inselanlage: Was ist das?

Wenn eine Photovoltaikanlage als Inselanlage betrieben wird, bedeutet das, dass Sie unabhängig von jedem öffentlichen Netz Strom beziehen – es handelt sich also um eine autarke Solastromerzeugung. Das wird zum Beispiel dann notwendig, wenn Sie längere Zeit in einer Berghütte oder in einem Wohnmobil leben.
Auch in Ferien- und Gartenhäusern kommt die PV-Anlage als Inselanlage zum Einsatz. Um eine PV-Anlage als Inselanlage nutzen zu können, benötigen Sie einen Solargenerator (aus Solarmodulen), einen Generatoranschlusskasten, einen Wechselrichter, einen Laderegler und einen Photovoltaik-Speicher bzw. einen Akku. Generell funktioniert diese Art von PV-Anlage so, dass Sie den Strom entweder direkt verbrauchen oder in Akkus zwischenspeichern, um ihn dann bei Bedarf verbrauchen zu können. Die angeschlossenen Geräte, die Sie nutzen möchten, sollten im Idealfall eine hohe Energieeffizienz aufweisen.

Photovoltaikanlage mit Energiespeicher

Energiespeicher sind bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen nicht zwingend notwendig, aber von Vorteil. Da die Einspeisevergütungen tendenziell sinken,
ist es für Hausbesitzer auf Dauer sparsamer, den Solarstrom zwischen zu speichern und selbst zu nutzen. Zudem eignet sich ein Speicher zum Auffangen von Leistungsspitzen: Anlagenbetreiber dient das zur Versorgungsicherheit und Netzbetreibern der Sicherheit, dass das öffentliche Netz nicht überlastet wird.

Wie lassen sich die Photovoltaik-Module verbinden? Zwei Möglichkeiten

Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei Möglichkeiten vor, wie Sie Photovoltaikanlagen miteinander verbinden können. Sprechen Sie auch mit Ihrem Installateur darüber, welche Methode für Sie am geeignetsten ist. Zum Beispiel spielen hier Beschattungs- und Witterungsverhältnisse eine entscheidende Rolle.


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Die heutige Standardversion bei kleinen Solargeneratoren sind Strangwechselrichter mit oder auch ohne Transformator. Hier werden PV-Module zu Strängen in Reihe geschaltet, die erst auf Wechselstromseite zusammengeführt werden. Jeder Strang bekommt dafür seinen eigenen Wechselrichter. Vorteilhaft bei dieser Variante ist, dass die Gleichstrominstallation kleiner ausfällt und bei einer Reihenschaltung die Verluste durch Verschattung geringer sind, weil sich diese immer nur auf einen einzelnen Strang auswirken.


Förderung von Photovoltaikanlagen

 

Die KfW stellt umfangreiche Programme zur Förderung von erneuerbaren Energien, also auch der Förderung von Photovoltaikanlagen, zur Verfügung. Bis Ende 2018 gab es darüber hinaus noch die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderung des zu der Photovoltaikanlage gehörenden Energiespeichers. Dieses Förderungsprogramm ist jedoch zu Beginn 2019 ausgelaufen. Für Informationen zur Förderung wenden Sie sich an Ihre Hausbank, Ihr zuständiges Stadtwerk oder informieren Sie sich direkt auf der Internetseite der KfW.

Zusätzlich zur Förderung durch den Bund ermöglichen drei Bundesländer Zuschüsse auf Landesebene: Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen fördern Photovoltaikanalgen.

So schreibt das Land Thüringen: Mit bis zu 20 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften bis zu 40 Prozent für die PV-Anlage und bis zu 50 Prozent für PV- Anlage und Speicher) der Gesamtkosten werden mit „Solar Invest“-Neuinvestitionen in Photovoltaikanlagen gefördert. Voraussetzung ist, dass der erzeugte Strom der Eigen- oder Direktversorgung dient und nicht in ein öffentliches Netz eingeleitet wird. Mit dem gleichen Fördersatz sind Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen oder die Erweiterung von Stromspeichern und Wärmespeichern (Warmwasser-, Kältespeicher-, Power-to-heat-Anlagen) förderfähig. Investitionen in vorhandene Photovoltaikanlagen mit stationären Energiespeichersystemen, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen, werden ebenfalls mit bis zu 20 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften bis zu 40 Prozent) gefördert.

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Photovoltaikanlage mieten. Eine echte Alternative zum Kauf?

Die zwei größten Vorteile beim Mieten einer Solaranlage sind die Einfachheit und das Vermeiden von hohen Investitionskosten. Nutzer des Solaranlagen-Pachtmodells bzw. Mietmodells müssen sich um nichts kümmern und erhalten ein Rundum-sorglos-Paket, in dem Planung, Montage, Wartung, Versicherung und der Ersatz von defekten Teilen sowie ein dauerhafter Kundenservice inklusive sind.

Wer eine Solaranlage hingegen kauft, muss sich um all das selbst kümmern und einige Tausend Euro ausgeben. Sowohl die Höhe der Photovoltaik-Investitionskosten als auch die Solaranlagen-Miete hängen in erster Linie von der Größe der gemieteten oder gekauften Anlage ab. Die Solaranlagen-Miete bewegt sich bei Ein- und Zweifamilienhausanlagen zumeist zwischen 50 Euro und knapp über 100 Euro pro Monat. Diese Solaranlagen-Miete wird dann über 20 Jahre hinweg konstant bleibend gezahlt. Danach kann man die Anlage quasi umsonst übernehmen. Der Solarstrom wird nun von der Sonne frei Haus geliefert.

Solaranlagen-Mieter können den durch die Photovoltaikanlage produzierten Strom selbst komplett nutzen und den nicht genutzten Solarstrom vom eigenen Dach in das Netz einspeisen. So kann auch beim Mieten der Solaranlage neben der Stromkosten-Ersparnis noch eine Einspeisevergütung kassiert werden. Die Wirtschaftlichkeit hängt insbesondere vom Stromverbrauchsprofil und den Kosten für Strom ab. Kompetente Solarteure (Fachkräfte für Solartechnik) erstellen detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Miete oder den Kauf einer Solaranlage. Nur so hat man eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Eine reine Preisauskunft reicht bei Solaranlagen nicht aus, denn Mängel stecken oftmals im Detail der Verträge. Hier prüfen Sie bitte genau, welche Kosten und Serviceleistungen in einem sog. „Rundum-sorglos-Paket“ enthalten sind.


Photovoltaikanlage plus Batteriespeicher: Funktion und Kosten

 

Wer die Größe seiner Photovoltaikanlage sinnvoll plant, kann – in Verbindung mit einem Stromspeicher – einen Eigenverbrauchsanteil von 60-80%, erzielen. Batterien sind besonders leistungsstarke Kurzzeitspeicher, die sich für ein effizientes Strommanagement anbieten. Schließlich scheint nicht jeden Tag den ganzen Tag die Sonne, sodass das Speichern des erzeugten Stromes für eine Nutzung bei Bedarf sinnvoll ist. Durch den Einsatz von Batteriespeichern wird das Stromnetz entlastet und Verbraucher können ihre Energiekosten erheblich senken.


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Wie funktionieren Batteriespeicher?

Batteriespeichersysteme bestehen aus zwei Komponenten, nämlich aus der Batterie und dem Wechselrichter bzw. Laderegler. Letzterer kontrolliert das Aufladen der Batterie oder auch das Einspeisen in das öffentliche Stromnetz.
Wenn Ihre Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugt als gerade benötigt wird, wird die Batterie mit dem Überschuss aufgeladen.
Dieser Überschuss kommt zum Einsatz, sobald die Sonne mal nicht scheint und der Strombedarf durch den aktuell erzeugten Strom nicht gedeckt werden kann. Im Fall einer Einspeisung ins öffentliche Stromnetz, speist Ihre Photovoltaikanlage erst ein, sobald der Batteriespeicher voll ist. Speicher lassen sich schnell und flexibel installieren durch Unternehmen vom Fach.
Wichtig sind vorherige Abmessungen und Gewichtseinschätzungen, um sicherzugehen, dass Sie auch eine entsprechende Abstellmöglichkeit für den Speicher haben. Je nach Modell und Hersteller beträgt die Lebensdauer von Stromspeichern zwischen 5 und 15 Jahren. Schauen Sie sich unterschiedliche Angebote an und legen Sie dabei Wert auf eine gute Kombination aus Preis, Lebensdauer und Effizienz. Lassen Sie sich zudem von Ihrem Installateur einen Speicherpass ausstellen.


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Größe und Kapazität eines Batteriespeichers

Wie groß Ihr Speicher sein sollte bzw. wie viel Kapazitäten er mitbringen sollte, hängt von Ihrem Strombedarf und von der Photovoltaikanlage ab. Generell sollte er groß genug sein, um einen Haushalt von abends bis zum nächsten Morgen mit Strom versorgen zu können. 
Als Beispiel: Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von ca. 4.500 Kilowattstunden fordert eine Speichergröße von 4 bis 6 kWh.

Ist der Speicher zu klein oder zu groß, können zusätzliche Kosten entstehen. Sollte er zu klein sein, kann er nicht genug Strom speichern und für Sie folgt ein Zukauf von Netzstrom – inklusive des Verlusts an Autarkie. Das sind unnötige Kosten, die Sie durch die richtige Wahl des Speichers vermeiden können. Sollte der Speicher zu groß sein, wird der nicht benötigte Strom dauerhaft gespeichert, wodurch die Netzeinspeisung entfällt – und für Sie ebenfalls die Einspeisevergütung. Die Regel lautet: Pro 1.000 Kilowattstunden Stromverbrauch brauchen Sie Solarmodule mit 1 Kilowatt Leistung. Pro Kilowatt Photovoltaik-Leistung sollte 0,5 bis 1 Kilowattstunde Speicherkapazität vorhanden sein. So können Sie die Hälfte Ihres Strombedarfs selbst decken. Generell ist es wichtig, bevor Sie sich für eine Größe des Speichers festlegen, dass Sie zwischen dem Investitionssaufwand und dem gewünschten Unabhängigkeitsgrad vom Netzstrom abwägen.


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Lebensdauer von Batteriespeichern

Wie bereits aufgeführt, beträgt die Lebensdauer von Batteriespeichern je nach Modell und Hersteller zwischen 5 und 15 Jahren oder auch höher. Als Ende der Lebensdauer eines Batteriespeichers zählt man den Zeitpunkt, an dem sich die Speicherkapazität auf 80 Prozent verringert hat. 
Eine genaue und allgemeine Festlegung dieses Zeitpunktes ist nicht möglich. Generell wirken zwei Alterungsmechanismen auf Batteriespeicher. Zum einen ist das die Zyklenfestigkeit, die angibt, wie oft ein Speicher geladen und wieder entladen werden kann ohne Einbruch der Speicherkapazität. Fragen Sie beim Kauf eines Speichers also nach der Zyklenzahl. Zum anderen hat ein Batteriespeicher eine kalendarische Lebensdauer. 
Die Speicherkapazität wird auch verringert, wenn die Materialien in der Batterie mit der Zeit altern. Sowohl der Ladezustand als auch die Temperatur der Umgebung beeinflussen die kalendarische Lebensdauer einer Batterie.


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Wie haben sich die Batteriespeicher-Preise für Photovoltaikanlagen entwickelt?

Die Preise der bereits angesprochenen Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen Jahren ähnlich stark gesunken wie die der Photovoltaikanlagen selbst. Seit 2013 haben sie sich für kleine Batteriespeicher halbiert. Vor allem die Speicherzellen dieser Geräte werden immer günstiger. Durch Massenproduktion reduzieren die Hersteller ihre Kosten.

Der Betrieb von großen Batteriekraftwerken und Anlagen für Gewerbebetriebe lohnt sich bereits seit 2016. Bei kleinen Systemen für Haushalte fallen die Kosten für Elektronik und Sensoren im Verhältnis stärker ins Gewicht – seit Mitte 2017 gibt es erste kleinere Geräte, die sich für einen Haushalt rechnen können. Davon profitieren Sie, wenn das Speichern einer Kilowattstunde Solarstrom für Sie ca. 20 Cent oder weniger kostet.


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Wann rechnet sich ein Batteriespeicher für Sie?

Ein Speicher beginnt sich zu rechnen, wenn die Kosten für das Erzeugen und Speichern einer Kilowattstunde dem Arbeitspreis für Ihren Strombezug aus dem Netz entsprechen. Produzieren Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage Strom für 10 Cent pro Kilowattstunde, darf Sie damit das Speichern noch 12 bis 20 Cent kosten. In Summe kommen Sie dann auf 22 bis 30 Cent pro Kilowattstunde – das entspricht der Höhe des Arbeitspreises für Strom aus dem Stromnetz in Deutschland,
der je nach Tarif und Höhe von Ort zu Ort schwankt. Die höchsten Arbeitspreise zahlen dabei in der Regel Haushalte in Regionen mit hohen Netzentgelten. 
Das ist in Teilen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland oder Sachsen-Anhalt der Fall. Speicherkosten von rund 20 Cent pro Kilowattstunde erreichen Sie, wenn Sie für den Batteriespeicher beim Kauf rund 1.000 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlen und den Speicher 20 Jahre betreiben können. Ob sich das Gerät für Sie also rechnet, hängt entscheidend von Ihren Investitionskosten und von der Lebensdauer der Batterie ab. Einen Teil der Ausgaben können Sie sich übrigens über staatliche Förderprogramme zurückholen.

 
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Photovoltaikanlage: Speicherkosten je nach Investition und Lebensdauer

 

 

Investitionskosten

je kWh

Speicherkapazität

Speicherkosten

bei 20

Betriebsjahren

Speicherkosten

bei 15

Betriebsjahren

Speicherkosten

bei 10

Betriebsjahren
1.100 Euro/kWh  22 ct/kWh  29 ct/kWh  43 ct/kWh
 1.100 Euro/kWh  20 ct/kWh  26 ct/kWh  39 ct/kWh
 900 Euro/kWh  18 ct/kWh  24 ct/kWh  35 ct/kWh
 800 Euro/kWh  16 ct/kWh  21 ct/kWh  31 ct/kWh
700 Euro/kWh  14 ct/kWh  18 ct/kWh 27 ct/kWh
600 Euro/kWh  12 ct/kWh  16 ct/kWh  23 ct/kWh

Alle Werte sind auf volle Cent gerundet.
Berechnung aufgrund folgender Annahmen: Größe der Photovoltaikanlage 5 Kilowatt Leistung, Speicherkapazität der Batterie 3 Kilowattstunden, Wartungskosten für den Speicher 2 Prozent der Investitionskosten für den Speicher pro Jahr. Die Stromproduktion der Photovoltaikanlage beträgt 1.000 Kilowattstunden pro installiertes Kilowatt Leistung pro Jahr, die Inflationsrate 2 Prozent, und der Eigenverbrauch des Stroms wird nicht durch Lastmanagement maximiert.
Quelle: Finanztip-Berechnung mit Hilfe des Beratungstools Batteriespeicher des Öko-Instituts (Stand: 20. Juli 2018)


Die Tabelle zeigt: Lassen sich Speicher für nur 600 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität anschaffen und 20 Jahre betreiben, lohnt sich ihr Betrieb überall in Deutschland – unabhängig von den Tarifen der Stromversorger. Hält ein Gerät nur zehn Jahre, rechnet sich ein Speicher kaum. Für Betreiber von älteren Photovoltaikanlagen sieht die Kalkulation besser aus. 

Läuft die EEG-Vergütung nach 20 Jahren ab, ist die Photovoltaikanlage längst refinanziert. Die Eigentümer produzieren dann Strom zu Kosten von nahezu 0 Euro. 
Es fallen nur noch Betriebskosten an, etwa für die Überwachung und die Wartung der Photovoltaikanlagen. Wollen die Eigentümer die Systeme weiter betreiben, können sie den Strom natürlich weiter ins Netz speisen. Sie müssen sich dann aber um den Verkauf kümmern. 
Die Börsenstrompreise lagen 2018 im Schnitt bei 4 bis 5 Cent pro Kilowattstunde. Das lohnt sich nicht, wenn der Bezug aus dem Stromnetz um ein Vielfaches teurer ist. Das Speichern einer Kilowattstunde Solarstrom für 20 Cent wäre in diesem Fall auch günstiger als die Belieferung durch einen Stromversorger. Es ist daher zu erwarten, dass der Absatz an Batteriespeichern ab 2021 stark anzieht. Beobachter prognostizieren, dass die Preise für Speichersysteme dann noch schneller sinken.

 

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Was kosten Batteriespeicher?

Die günstigsten Speichersysteme – also Batterie inklusive Wechselrichter – kosten nur noch rund 600 Euro (brutto) pro Kilowattstunde Speicherkapazität.
Netto, also ohne Mehrwertsteuer, sind das rund 500 Euro pro Kilowattstunde. Im Schnitt zahlten Endkunden im Jahr 2017 für kleine Speicher rund 1.300 Euro brutto pro Kilowattstunde – netto also rund 1.100 Euro.

19 Prozent Mehrwertsteuer bedeuten einen erheblichen Preisunterschied und können bestimmen, ob sich eine Investition rechnet oder nicht. Ob Sie die Steuer zahlen müssen, können Sie aber selbst entscheiden – zumindest, wenn Sie die Photovoltaikanlage und den Batteriespeicher zusammen anschaffen und überschüssigen Strom auch verkaufen. Denn sobald Sie Strom verkaufen, sind Sie in der Regel Unternehmer und müssen Ihre Photovoltaikanlage in der Steuererklärung berücksichtigen. Bei geringen Einkünften aus unternehmerischer Tätigkeit können Sie wählen, ob Sie Umsatzsteuer auf Ihre Einkünfte abführen oder nicht. Entscheiden Sie sich für die Regelbesteuerung, können Sie die Steuer auf den Kaufpreis vom Finanzamt zurückholen.

Dann müssen Sie aber auch Umsatzsteuer auf den selbst verbrauchten Strom – egal ob direkt verbraucht oder zwischengespeichert – abführen.
Rüsten Sie den Speicher zu Ihrer Photovoltaikanlage nach, um Ihren Eigenverbrauch zu erhöhen, liegt für die Finanzbehörden kein gewerblicher Einsatz des Geräts vor. Somit können Sie keine Vorsteuer geltend machen. Wie hoch die Preise sind, hängt zudem stark von demjenigen ab, der Ihnen den Speicher verkauft – der Installateur oder Energiedienstleister kauft die Geräte zu geringeren Preisen ein, als er Ihnen berechnet. Holen Sie daher mehrere Angebote ein, ehe Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Und noch eins ist wichtig: Batteriespeicher werden auf lange Laufzeiten ausgelegt, daher sind umfassende Garantien auf die Lebensdauer unabdingbar. Entsprechend den Bedingungen der KfW-Förderung ist es empfehlenswert, auf eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren zu achten.


Die Sache mit dem Winkel: Lichteinfall und Photovoltaikanlage

 

Die Voraussetzung für die ertragreiche Nutzung einer Photovoltaikanlage ist der optimale Lichteinfall und eine schattenfreie Montage. Das bedeutet, dass Sie beim Anbringen der PV-Anlage einige Dinge beachten müssen. Angefangen bei Ihrem Dach!

Generell sollte eine Photovoltaikanlage immer in Richtung Süden blicken. Am effektivsten ist sie dabei, wenn
das Sonnenlicht in einem 90-Grad-Winkel auf die Solarzelle trifft. Diesen Winkel können Sie durch die Bewegung der Sonne natürlich nicht durchgehend sicherstellen, jedoch gilt für Deutschland, dass die größten Solarerträge erzielt werden, wenn die PV-Anlage in einem Winkel von circa 30 Grad gen Süden ausgerichtet ist. Die Verluste, die man an Einstrahlung oder auch Reflektion verbüßt, sind auf diese Weise am geringsten. Generell lässt sich sagen, dass ein Aufstellwinkel zwischen 10 und 50 Grad die besten Ergebnisse liefert.

 

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Dachtypen und Montagen: Die Anbringung einer Photovoltaikanlage

 

Ihr Dachtyp bestimmt, wie Sie Ihre Photovoltaikanlage am besten anbringen sollten – denn hier gibt es mehr als eine Lösung.
Informieren Sie sich in den folgenden Absätzen über die verschiedenen Dachtypen und welche Montage sich folglich für Sie am besten eignet.

Schrägdach

Das Schrägdach ist die am weitest verbreitete Bauart in Deutschland und aufgrund der idealen Dachneigung das geeignetste Dach für
die Installation und Nutzung einer Photovoltaikanlage. Die Anlage lässt sich bei diesem Dachtyp sowohl
per Aufdachmontage als auch per Indachmontage anbringen.

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Die Aufdachmontage

Bei dieser Variante sind die Photovoltaik-Module durch eine Metallkonstruktion befestigt. Dies hat mehrere Vorteile: Mal abgesehen davon,
dass es eine sehr simple Art der Montage ist, gibt es eine Art Zwischenraum zwischen den Modulen und dem Dach – unter den Modulen ist also
noch etwas Luft und es kommt zu keiner Überhitzung der PV-Module.   

Die Indachmontage

Diese Montageart ist was für’s Auge: Spezielle Solarmodule ersetzen hier die Dachziegel. Sie werden also in das Dach und auf die Unterkonstruktion
integriert. Ihr Dach sieht so schöner aus, jedoch ist diese Variante kostenintensiver und es besteht ein höheres Risiko, dass die Module schlecht
belüftet sind, sich schneller aufheizen und deshalb weniger Leistung bringen. Der Vorteil ist jedoch, dass die Photovoltaikanlage hier vor
der Witterung besser geschützt ist als bei der Aufdachlösung.

Flachdach

Wenn Ihr Haus ein Flachdach hat, dann wird die Photovoltaikanlage auf einem Metallgestell montiert und im entsprechenden Winkel aufgestellt.
Den Neigungswinkel der Photovoltaikanlage (sowie auch in den meisten Fällen deren Ausrichtung) können Sie bei dieser Art der Montage frei wählen,
da Sie hier unabhängig von einer Dachneigung sind. Wichtig ist, dass die Photovoltaik-Module in einem bestimmten Abstand zueinander montiert
werden – Sie können so zwar nicht die gesamte Dachfläche nutzen, müssen aber in jedem Fall gegenseitige Verschattungen vermeiden.
Diese Abstände haben zudem den Vorteil, dass die Module zugänglicher sind bei beispielsweise Reinigungs- oder Wartungsarbeiten.
Generell ist die Anbringung einer Photovoltaikanlage auf einem Flachdach einfacher, da man kein Gerüst für die Montage benötigt.
Da ein Flachdach aber eine bessere Angriffsfläche für Wind ist, ist hier auf eine besonders stabile Anbringung zu achten. Außerdem darf
die Befestigung der Trägerkonstruktion nicht die Dichtigkeit des Daches beschädigen. Im Idealfall lassen Sie vor der Montage einen Statiker
einen Blick auf das Dach werfen, damit Sie die Befestigung genau planen können und kein Risiko besteht, dass das Dach dem dauerhaften
Gewicht nicht standhält. 

Pultdach

Bei einem Pultdach fällt das Dach ohne Giebel von einer Seite zur anderen ab. Natürlich ist auch bei diesem Dachtyp die Anbringung
einer Photovoltaikanlage möglich. Jedoch müssen Sie beachten, dass generell die Ausrichtung gen Süden für die optimale Nutzung
einer PV-Anlage relevant ist. Je nachdem wir Ihr Pultdach fällt, ist eine volle Nutzung der Sonneneinstrahlung also nicht möglich. 

 
 
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Weitere Montage-Varianten für Photovoltaikanlagen

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Dachhaken/Dachanker

Dachhaken bzw. Dachanker werden unter den Ziegeln am Dachsparren angebracht und sind dazu da, die Trägerkonstruktion für die Photovoltaikanlage zu halten. Das Dach selbst wird somit also entlastet. Es ist äußerst wichtig, dass man die angegebene Anzahl von Dachankern strikt einhält: Je höher die Anzahl an Dachankern, umso geringer ist nämlich der Druck auf das Dachgestühl. Das ist vor allem bei älteren Dachstühlen von großer Bedeutung.
 

Fassaden-Montage

Auch an einer Fassade ist die Montage einer Photovoltaikanlage möglich. Allerdings ist hier zu beachten, dass es durch den vertikalen Winkel zu einer Ertragsminderung von circa 30 Prozent kommen kann. Der Vorteil bei der Anbringung an einer Fassade ist, dass hier meist Dünnschicht-Module zum Einsatz kommen, die optisch ansprechender sind.
 

Solardachziegel

Solardachziegel sind die unauffällige und attraktivere Variante zu den klassischen Photovoltaik-Modulen. Sie ersetzen die normalen Dachziegel, werden auf die gleiche Art verlegt und sind kaum von ihnen zu unterscheiden. Die einzelnen Ziegel sind auf der Unterseite durch elektrische Steckverbindungen zusammengeführt. Sowohl auf Neubauten als auch auf bereits bestehenden Dächern lassen sich die Solarziegel anbringen.


Was gibt es VOR der Montage der Photovoltaikanlage zu beachten?

 

Sie haben Ihren Dachtyp geprüft, wissen, auf welche Art Sie Ihre Photovoltaikanlage montieren müssen und möchten loslegen.
Doch es gibt zwei wichtige Dinge vorab zu beachten, bevor Sie mit der Anbringung starten. Lesen Sie die folgenden Absätze über Verschattungen
und Dachstatik, um mehr zu erfahren.

Verschattung vermeiden

Die Verschattung eines Photovoltaik-Moduls kann zu großen Verlusten führen. Der Bereich der Solarzelle, auf den der Schatten fällt, erzeugt wenig
oder auch gar keinen Strom. Bei einer Photovoltaikanlage in Serienschaltung legt jedoch immer genau das PV-Modul mit der wenigsten Sonneneinstrahlung
die Menge des insgesamt fließenden Solarstroms fest – die Einbußen sind vorprogrammiert. Bereits ein kleiner Schatten kann zu großen Verlusten in der Stromerzeugung führen. Verschattungen durch zum Beispiel Schornsteine, Bäume oder auch andere Photovoltaik-Module sollten also weitestgehend vermieden werden.
 
 

Dachstatik prüfen

Damit eine Photovoltaikanlage über Jahrzehnte hinweg genutzt werden kann, sollten Sie vorab das Dach gründlich prüfen lassen. Sind zum Beispiel vorher noch Reparaturen notwendig, die sich nach der Installation als schwierig erweisen würden? Wie gestalten sich Reparaturen in Zukunft? Hatten Sie zum Beispiel noch den Einbau eines Dachfensters geplant, für den es jetzt Zeit wäre?

Zudem müssen Sie an einen ganz relevanten Faktor denken: die Dachstatik! Ihr Dach und Haus müssen fähig sein, das Gewicht der Photovoltaikanlage sowie Wind- und Schneelast zu tragen. Deshalb ist eine Statikprüfung des Daches sowie des gesamten Gebäudes vor der Montage der Photovoltaikanlage unerlässlich. Faktoren, die hier – wortwörtlich – ins Gewicht fallen, sind Solarmodule, Gestelle und das Befestigungsmaterial, die nach vorherrschenden Normen, Wind- und Schneezonen oder auch individuellen Lastgegebenheiten vor Ort ausgewählt werden müssen. Bei einer Statikprüfung sollten auch die regionalen Besonderheiten beachtet werden, wie zum Beispiel starker Schneefall in einigen Gebieten.

 
 
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