Die Wärmepumpe

Produzieren Sie Wärme, Kühlung und Warmwasser einfach selbst. Mit regenerativer Energie aus der Umwelt.


Warum eine Wärmepumpe?

In Deutschland bestimmt die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) darüber, wie viel Energie ein privater Hausneubau mit seiner Heizungsanlage maximal verbrauchen darf. Zu diesem Zweck zieht die EnEV nicht nur die selbst verbrauchte Energie der Heizungsanlage heran (z. B. die verbrauchte Menge an Erdgas, Pellets oder Heizöl), sondern es zählt der gesamte Primärenergiebedarf. Hierunter versteht man sämtliche Energie, die auf der gesamten Wertschöpfungskette Ihrer Heizenergie bis zu Ihrer Tür verbraucht worden ist, also bei der Produktion und Bereitstellung der selbst verbrauchten Energie. Bei Heizöl sind das z. B. die Förderung, Raffinerie, der Transport und die Verteilung des verbrauchten Heizöls bis zu Ihrem Heizkeller. Je mehr Energie also die Produktion Ihrer Heizenergie verschlingt, umso höher bzw. unangenehmer werden die Auflagen der EnEV an Ihre Heizungsanlage. Da hilft es, dass eine Wärmepumpenheizung weniger CO2 produziert als alle konventionellen Heizsysteme wie z. B. die Gasheizung, Ölheizung, Holzheizung oder Pelletheizung. Betrachten Sie also ruhig Ihre Wärmepumpe als einen konsequenten Beitrag zum Umweltschutz und zur Energiewende in Deutschland.

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Die Heizung mit Wärmepumpe – die zukunftssichere Art
der Heizungstechnik

Häuser mit einer Wärmepumpe - genauer gesagt mit einer Wärmepumpenheizung - sind im Unterschied zu Häusern mit einer Gasheizung oder Ölheizung auf alle aktuellen Anforderungen der EnEV bestens eingerichtet und müssen künftige Verschärfungen der EnEV ebenfalls nicht fürchten. Eine Wärmepumpenheizung benötigt keine Vorproduktion oder einen Transport der benötigten Energie, denn sie bezieht die Energie für Ihre Heizungsanlage und Warmwasserbereitung kostenlos und direkt vor Ort – aus der Luft, aus dem Wasser oder der Erde rund um Ihr Haus.

Ca. 75 Prozent der benötigten Energie für die Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser eines Privathauses lassen sich mithilfe einer Wärmepumpe „kostenlos“ direkt erzeugen. Die übrigen 25 Prozent der benötigten Energie zum Betrieb der Wärmepumpe und zur Verteilung von Wärme und Warmwasser in Ihrem Haus werden durch Strom gespeist. Diesen Strom können Sie von Ihrem Stadtwerk beziehen (z. B. als Ökostrom aus erneuerbaren Energien) – oder sogar mit Hilfe einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach direkt erzeugen.

Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdboden. Sie schöpfen somit schonend aus den kostenlosen und unerschöpflichen Energieressourcen unseres Planeten. Damit zählen sie zu den fortschrittlichsten und umweltfreundlichsten Arten der Heizungstechnik und Warmwassertechnik überhaupt. Wärmepumpen sind für alle drei Einsatzarten (Luft, Wasser, Erde) mit speziellen Technologien erhältlich.

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Eine Luftwärmepumpe oder auch Luft-Wasser-Wärmepumpe überträgt die Wärme aus der Umgebungsluft oder sogar aus Abluft in das zu heizende Haus. Durch die geschickte Nutzung von Kühlflüssigkeiten, Kompression und Heiztechnik ist sie in jeder Jahreszeit einsatzbereit, bei hohen Temperaturen im Sommer genauso wie bei starken Minusgraden im Winter.
Eine Wasserwärmepumpe (auch Wasser-Wasser-Wärmepumpe) pumpt relativ warmes Grundwasser aus der Erde, entzieht dem Wasser etwas Wärme und leitet das Grundwasser zurück in den Boden. Solche Pumpen sind natürlich genehmigungspflichtig, um das Erdreich und das Grundwasser zu schützen.
Eine Erdwärmepumpe oder auch geothermische Wärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) holt die Wärme über eine Sonde oder über einen Flächenkollektor direkt aus der Erde. Die Nutzung der Erdwärme mithilfe einer Erdwärmepumpe bzw. Erdwärmeheizung ist komfortabel und überall auf der Welt nutzbar, denn die Temperatur des Bodens bereits 10 bis 15 Meter unter der Erdoberfläche reicht für den Betrieb einer Erdwärmepumpe aus.

Eine Wärmepumpe verwendet die unbegrenzten und kostenlosen Energiequellen aus Luft, Wasser und Erde. Wärmepumpen erzeugen keine Wärme. Sie nehmen die vorhandene Wärme aus der Umwelt (Luft, Wasser, Erde) und machen sie durch moderne Heizungstechnologie thermisch nutzbar. Wenn Sie zudem über eine Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher verfügen, haben Sie direkt eine jederzeit einsatzfähige Warmwasserbereitung in Ihrem Heizungssystem. Eine solche Warmwasser-Wärmepumpe steigert Ihre Unabhängigkeit von anderen Energieträgern wie z. B. Erdgas weiter und senkt die Energiekosten und Betriebskosten Ihrer Heizungsanlage.


Worin bestehen die zentralen Vorteile einer Wärmepumpe?

Mithilfe einer Wärmepumpe machen Sie Ihre eigene Energieversorgung zu einem großen Teil unabhängig von begrenzten Energiequellen, die nicht erneuerbar sind, wie z. B. Öl und Erdgas. Niemand kann die Preisentwicklung bei fossilen Brennstoffen, aber auch bei nachwachsenden Rohstoffen wie Biomasse oder Holzpellets voraussehen. Von all diesen Preisentwicklungen und etwaigen Versorgungsengpässen kann man sich mit einer Wärmepumpe tendenziell unabhängig machen und die Autarkie der eigenen Versorgung mit Heizenergie und Warmwasser steigern. Je teurer konventionelle Energieträger wie z. B. Erdgas in der Zukunft werden, umso attraktiver werden Wärmepumpen bei der Heizungsmodernisierung und beim Neubau privater Häuser und Wohnungen.

Da Wärmepumpen selbst unter harten Bedingungen wie einem Winter mit Außentemperaturen von -20 °C zuverlässig arbeiten, setzen sie sich langsam aber sicher im privaten Wohnungsbau in allen Gegenden Deutschlands durch. Wärmepumpen arbeiten relativ geräuscharm und sind auch bei kleineren Gebäudeflächen bereits wirkungsvoll einsetzbar. Im Sommer kann eine Wärmepumpe eingesetzt werden, um das Haus entsprechend zu kühlen, indem die Pumpe die Wärme aus der Innenluft übernimmt und sie nach außen bzw. in den Boden ableitet.
Somit resultiert ein echter Zusatznutzen, den keine andere Heizungstechnik bietet.



Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist ein zentrales Heiz- und Kühlsystem, das Wärme aus der Luft, dem Boden oder Wasser aus der Umwelt auf einen Heizkreislauf z. B. eines Hauses überträgt. Die Funktionsweise einer Erdwärmepumpe hat in gewisser Weise viel mit einem Kühlschrank zu tun. Ein Kühlschrank macht einen kühlen Ort
(im Inneren des Kühlschranks) viel kühler, indem er die Wärme an einen deutlich wärmeren Ort
(den Bereich, der das Innere des Kühlschranks umgibt) überträgt, sodass dieser wärmer wird.

 

Bei einer Wärmepumpe greift man zu einem Trick. Das niedrige Temperaturniveau der Wärmequellen Boden, Luft oder Grundwasser reicht natürlich von allein zum Heizen nicht aus. Daher wird die in Luft, Wasser oder Boden enthaltene Wärmeenergie in einer Wärmepumpenheizung „konzentriert“, um die zur Beheizung benötigten Temperaturen zu erreichen. Dazu nutzt die Wärmepumpe ein Kältemittel, das sich in einem geschlossenen Kühl-/Heiz-Kreislauf befindet und das bereits bei geringen Temperaturen von einem flüssigen
in einen gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Dieses Kältemittel wird durch die Wärme in Luft, Boden oder Erde leicht erwärmt und gelangt dann im flüssigen Zustand in einen Verdampfer. Es verdampft dort mithilfe der aufgenommenen Wärmeenergie und wird nun im gasförmigen Zustand mithilfe eines Verdichters komprimiert. Das erhöht nicht nur den Druck, sondern auch gleichzeitig die Temperatur des Kältemittels. Jetzt kann die zum Heizen ausreichende Wärmeenergie in einem Verflüssiger direkt an das Heizungssystem übergeben werden.
Aus der relativ geringen Umweltwärme ist eine durchaus angenehme Heiz- und Warmwasserwärme geworden. Dem Kältemittel wurde die Wärme nun entzogen, es kühlt sich ab, wird wieder flüssig und gelangt zu einem „Expansionsventil“, bei dem der noch hohe Druck gesenkt, das Kältemittel entspannt und der flüssige Zustand wiederhergestellt wird. Jetzt wird das Kältemittel wieder zurück in den Kreislauf eingespeist und nimmt erneut seine Arbeit auf. Die Wärmepumpe selbst mit allen Komponenten (insbes. dem Verdichter) wird mit Strom betrieben.

Das Prinzip einer Wärmepumpe ist immer vergleichbar, egal ob die Energie aus dem Boden, dem Wasser oder der Luft stammt. Über einen Wärmeaustausch und in der Regel einen entsprechenden Flüssigkeitskreislauf wird die Wärme aus Luft, Erde oder Wasser auf ein eigenes Heizsystem übertragen, dort oftmals mit einem Verdichter komprimiert und so in den Heizkreislauf des zu heizenden Hauses bzw. der Wohnung überführt.
So kann man sogar gleichzeitig Heizwärme und Warmwasser erzeugen.

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Was sind die Kosten einer Wärmepumpe?

Wärmepumpen sind weitaus vorteilhafter und meist kostengünstiger als herkömmliche Heiz- und Kühlsysteme, da sie als Energiequelle nicht etwa speziell erzeugte Energieträger benötigen, sondern die natürliche und kostenlose Wärme aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdboden beziehen. Sie arbeiten nicht nur beim Heizen oder Aufbereiten von Warmwasser, sondern auch bei der Kühlung Ihres Hauses im Sommer mit maximaler Effizienz. Wärmepumpen sparen nicht nur Energie und Geld, sondern tragen auch zur Reduzierung der Luftverschmutzung bei.

Die Preise für die Anschaffung sowie die Kosten für die Erschließung einer Wärmepumpe hängen von vielen Faktoren ab. Die Preise und Kosten unterscheiden sich nach Wärmepumpen-Typ: Luft-Wärmepumpen,
Erd-Wärmepumpen, Wasser-Wärmepumpen, Brauchwasser-Wärmepumpen. Alle großen und renommierten Hersteller wie Vaillant, Viessmann oder Stiebel Eltron bieten umfangreiche Modellpaletten mit Wärmepumpen für jeden Einsatzzweck. Es kommt auf die Planung Ihrer Wärmepumpen Anlage an, um hohe Stromkosten beim Betrieb zu vermeiden. Sind z.B. die Zuleitungen eines Luftwärmetauschers hin zur Wärmepumpenanlage zu lang, drohen erhebliche Effizienzverluste bzw. Mehrkosten durch den Strom, der zum Anlagenbetrieb erforderlich ist. Eine gut geplante Wärmepumpen-Anlage ist aber in aller Regel - trotz Investitionskosten – wirtschaftlich.

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Lassen Sie Ihre Wärmepumpe richtig planen und fördern

Lassen Sie sich also bei der Planung Ihrer Wärmepumpenheizung in jedem Falle professionell beraten. Heizungsinstallationsbetriebe sind heute größtenteils auf die Beratung, Planung und den Bau von modernen Wärmepumpen eingestellt. Darüber hinaus hilft Ihnen meist auch Ihr lokales Stadtwerk bei der Planung mit.
Viele Stadtwerke haben ganze Programme zur Unterstützung der eigenen Energieerzeugung von Haushalten aufgelegt und fördern Sie bei der Planung, Installation und beim Betrieb der Anlage. Das können finanzielle Anreize und Fördergelder (auch öffentlich beantragte Fördergelder) sein oder auch spezielle, günstige Stromtarife für den Betrieb Ihrer Wärmepumpe. Das Resultat: Ihre Wärmepumpen-Kosten werden deutlich abgesenkt.

Um möglichst alle zur Verfügung stehenden Fördermittel für den Bau Ihrer Wärmepumpe zu nutzen, sollten Sie ggf. den Bundesverband Wärmepumpe ansprechen.
Dort kennt man alle aktuellen Förderprogramme für Wärmepumpen-Anlagen von Bund und Ländern. Beschaffen Sie in jedem Falle maßgeschneiderte Informationen
zur möglichen Höhe des Zuschusses, zu technischen Anforderungen sowie zum richtigen Antragsverfahren.

Vergessen Sie nicht zu prüfen, ob Sie Ihre neue Wärmepumpen-Heizung direkt von Anfang an mit einer Photovoltaikanlage kombinieren wollen, um auch Ihre Stromerzeugung selbst in die Hand zu nehmen. Nicht vergessen: Wenn Sie Ihre Wärmepumpe (egal ob Luft, Erde oder Wasser) mit dem Strom einer eigenen Photovoltaikanlage betreiben, senken Sie dadurch nochmals ganz erheblich die Betriebskosten Ihrer Heizungsanlage. Mehr Umweltschutz können Sie mit Ihrer privaten Heizungsanlage heutzutage kaum betreiben.