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Den Energieverbrauch beim Streaming in Luxemburg reduzieren

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

10.12.2021

Inhalt des Blogartikel

Streaming: So steht es um den Energieverbrauch

Die meisten von uns achten bereits auf ein klimaschonendes Verhalten. Und dazu gehört auch ganz klar das Stromsparen. Doch hättest du gedacht, dass ausgerechnet das, was aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, für einen hohen Stromverbrauch sorgt? Die Rede ist vom Streaming. Tatsächlich verbraucht jede WhatsApp-Nachricht, jedes Surfen im Internet und jeder Post auf den sozialen Netzwerken Energie. Erst recht steigt der allgemeine Energieverbrauch beim Streaming von Videos oder Musik – bei dir zu Hause und bei all den Rechenzentren, in denen die Server stehen, die dir diese Dienste überhaupt erst möglich machen. Wie hoch der Energieverbrauch beim Streaming ist und wie du ihn senken kannst, erklären wir hier.

 

So viel Strom braucht das Internet

Damit das World Wide Web, das Internet, überhaupt zur Verfügung stehen kann, befinden sich überall auf der Welt riesige Server, die jede einzelne Website und jede App Tag und Nacht bereithalten. 

Diese Server verbrauchen also rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr gewaltige Mengen an Energie – doch nicht nur für all die Suchanfragen im Netz und all die Streamingportale.

Während ihrer Arbeit produzieren diese Server nämlich auch jede Menge Wärme. Um nicht zu überhitzen, müssen sie gekühlt werden. Und zwar auf eine Temperatur von etwa 22 bis 24 Grad Celsius. Auch dafür steigt der Energieverbrauch logischerweise an.

In Deutschland werden für Computer, Smartphones, Tablets und Fernseher inzwischen 47 Milliarden Kilowattstunden (kWh) an Strom verbraucht. Ein großer Teil davon entfällt auf die Rechenzentren, von denen es mittlerweile über 50.000 hierzulande gibt. Sie allein haben im Jahr 2017 13,2 Milliarden kWh Strom verbraucht – ungefähr so viel, wie die Stadt Berlin insgesamt.

 

Streaming lässt den Energieverbrauch in die Höhe schnellen

Seit Jahren erleben Streamingdienste wie beispielsweise Netflix, YouTube, Amazon Prime oder auch all die Mediatheken der Fernsehsender einen echten Boom. Vor allem die Coronakrise hat diesen Portalen ein gewaltiges Plus beschert.

Doch leider hat das Streamen von Videos, Serien oder Musik auch seine Schattenseiten. Schätzungsweise 80 Prozent des Datenverkehrs weltweit wird mittlerweile von Streamingdiensten generiert.

Und vom gesamten Stromverbrauch auf der Erde entfällt 1 Prozent komplett auf das Anschauen von Videofilmen.

Das Internet produziert auch jede Menge CO2

Nicht nur der Stromverbrauch durch das Internet ist enorm. Weltweit werden durch IT-Geräte und Internetanwendungen jährlich rund 800 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) produziert. Das ist ungefähr so viel wie die gesamte Emission an Treibhausgas in Deutschland.

Ralph Hintemann, Energieforscher am Borderstep-Institut für Innovation und Nachhaltigkeit in Berlin, hat ausgerechnet, dass

  • in Deutschland jeden Tag durchschnittlich etwa 1 Milliarde E-Mails geschrieben werden. Jede Mail produziert ein Gramm Kohlenstoffdioxid, das sind demnach 1.000 Tonnen täglich.
  • 1 Stunde Streaming von Videos ebenso viel CO2 produziert wie 1 Kilometer Autofahren.
  • jede der täglich etwa 3,45 Milliarden Suchanfragen bei den Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing 0,2 Gramm CO2 verursacht.

12 Tipps: So sparst du Strom im Internet und beim Streaming

Jeder von uns kann dazu beitragen, dass der Stromverbrauch beim Streaming und Surfen und damit auch die CO2-Emissionen wenigstens ein bisschen geringer werden. Hier die besten Tipps:

  1. gelesene E-Mails vom Server löschen
  2. lieber Hyperlinks statt E-Mails mit großen Anhängen versenden
  3. von unnötigen Newslettern abmelden
  4. Fotos und Videos nicht auf der Cloud, sondern auf einer DVD, CD oder einen USB-Stick speichern
  5. für das Streamen einen TV-Tuner statt des Internet-TVs für Laptop und PC nutzen
  6. Streaming über ein Endgerät wie Tablet oder Laptop ist sparsamer als über das TV-Gerät
  7. seltener PC-Games mit Internetanbindung spielen
  8. nicht mehrere Internetgeräte gleichzeitig nutzen
  9. die Auflösung bei Bildern und Videos (über die Einstellung „Wiedergabequalität“) reduzieren
  10. die Helligkeit auf dem Notebook und dem Smartphone herunterdimmen
  11. Geräte nicht im Stand-by-Modus belassen, sondern ausschalten
  12. Ladegeräte aus der Steckdose ziehen, wenn das Gerät geladen ist

Beim Streaming sind alle gefragt

Das Internet – vor allem das Streamen – sorgt für einen erheblichen Energieverbrauch und zugleich einen hohen CO2-Ausstoß. Vor allem die Rechenzentren benötigen gewaltige Mengen an Energie. Forscher gehen davon aus, dass sich der Bedarf in den kommenden Jahren noch vervielfachen wird.

Darum ist es sinnvoll, den Umgang mit dem World Wide Web bewusster zu gestalten und nachhaltiger zu surfen oder zu streamen.

Auf diese Weise kann jeder dazu beitragen, nicht nur den CO2-Ausstoß zu verringern, sondern auch ganz privat Energie zu sparen.

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