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Prämien für Elektroautos in Luxemburg

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

15.June 2021

Letztes Update

17.01.2022

Sichere dir deine Elektroauto-Prämie

Luxemburg fördert neue E-Autos mit bis zu 8.000 Euro. Dabei unterscheidet sich die Förderhöhe nach der Antriebsart und -leistung. Private Ladestationen erhalten einen Zuschuss von bis zu 1.650 Euro.

Inhalt des Blogartikels

Elektroauto-Prämie in Luxemburg: Fördergelder erleichtern den Umstieg auf E-Mobilität

Die Kaufpreise für Fahrzeuge mit Elektromotor sind im Vergleich zu Verbrennern wesentlich höher, wodurch viele Interessenten noch vor dem Kauf zurückschrecken. Immerhin können sich die Listenpreise bei vergleichbaren Modellen in derselben Fahrzeugkategorie um bis zu 10.000 Euro unterscheiden. Um die höheren Anschaffungskosten abzufedern und für Konsumenten den Umstieg auf die E-Mobilität zu erleichtern, gibt es im Großherzogtum attraktive Fördergelder. Diese fallen je nach Fahrzeugtyp und -leistung unterschiedlich hoch aus und sind an einige Voraussetzungen geknüpft. Wir haben recherchiert und die wichtigsten Eckpunkte der E-Auto-Prämie in Luxemburg übersichtlich für dich zusammengestellt.

Der Klima- und Energieplan schafft Anreize zum Umstieg auf E-Mobilität

Die Basis für die Fördergelder im Bereich der E-Mobilität in Luxemburg sind der Integrierte Klima- und Energieplan (PNEC) (sowie das Förderprogramm „Clever fueren“. Neben der stärkeren Nutzung von Erneuerbaren Energien, Steigerung der Energieeffizienz und umfassenden Energieeinsparungen setzt der nationale Klima- und Energieplan einen Schwerpunkt im Bereich der Mobilität. Das Ziel der Regierung ist ambitiös: Bis 2025 soll der Fuhrpark im Großherzogtum zu 49 Prozent aus Elektroautos bestehen. Die Veränderung der Fahrzeugflotte ist zusammen mit weiteren Maßnahmen wie dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ein relevanter Beitrag zum Erreichen der Klimaziele. Bis 2030 soll der Ausstoß an klimaschädlichem CO₂ im Vergleich zu 2005 schließlich um 55 Prozent reduziert werden.

Auf dem Weg dahin müssen aber noch einige Hürden überwunden werden: Der Anteil von E-Autos am gesamten Kfz-Bestand Luxemburgs liegt erst bei rund 1 Prozent. Hybridfahrzeuge konnten ihren Anteil auf rund 3 Prozent erhöhen. Nach wie vor dominant: besonders klimaschädliche Diesel.

Langfristig gesehen werden Fahrzeuge mit E-Antrieb allerdings eine stärkere Rolle spielen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die finanzielle Unterstützung beim Autokauf leisten ihren Beitrag dazu.

 

Mit diesen staatlichen Prämien kannst du rechnen

Im März 2021 wurde das Förderprogramm „Clever fueren“ verlängert und angepasst. Die Richtlinien für die Förderung der nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität gelten vorerst bis zum 31. März 2022. Dabei werden für Privatpersonen nicht nur reine Elektrofahrzeuge, sondern auch wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge und Plug-in-Hybride gefördert. Die Höhe der Prämien fallen allerdings je nach Fahrzeugtyp, teils auch nach der Leistung, unterschiedlich hoch aus.

  • Elektroautos mit 100 Prozent E-Antrieb oder wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge werden durch eine einmalige Kaufprämie von 8.000 Euro bezuschusst. Bei leistungsstarken Fahrzeugen, die einen Verbrauch von mehr als 18 kWh/100 km haben, reduziert sich die Prämie auf 3.000 Euro. Dadurch werden ökonomische Fahrzeuge stärker subventioniert.
  • Plug-in-Hybride werden ab dem 1. April 2021 nur mehr mit 1.500 Euro bezuschusst. Hier gilt, dass das Fahrzeug maximal 50 g CO₂/km ausstoßen darf.
  • Auch für viele weitere Fahrzeuge, die im Rahmen der Energiewende positive Auswirkungen auf den Klimaschutz haben, gibt es Förderungen. Diese reichen von 600 Euro für ein neues Fahrrad oder Pedelec bis 1.000 Euro für E-Kleinfahrzeuge oder E-Roller. Dabei werden maximal 50 Prozent des Kaufpreises ohne Mehrwertsteuer gefördert.

Allerdings gibt es hier eine Ausnahme: Fahrzeuge mit 7 Sitzen für große Familien erhalten auch bei einem Verbrauch von mehr als 18 kWh/100 km die volle Prämie von 8.000 Euro.

Unser Tipp: Eine exakte Übersicht über die Fördermöglichkeiten findest du auf der Website des „Clever fueren“-Programms. Wenn du dich für ein neues Auto mit Elektro- oder Hybridantrieb interessierst, lohnt ein Check beim ACL. Die Experten des ACL haben eine aktuelle Liste der verfügbaren Automodelle zusammengestellt. Dort erfährst du, mit welcher Prämie das konkrete Fahrzeug vom Staat gefördert wird.

 

„Clever fueren“-Förderung unterstützt private Ladestationen

Bis zu 8.000 Euro Zuschuss vom Staat für den Kauf eines E-Autos sind bereits ein richtig guter Anreiz für deinen persönlichen Umstieg auf die E-Mobilität. Neben den positiven Effekten für das Klima und deinem Beitrag zur Verhinderung der Erderwärmung sparen E-Autos langfristig gesehen auch Kosten. Durch die langen Wartungsintervalle und niedrigeren Energiepreise sinken die Betriebskosten.

Allerdings benötigen E-Autos eine spezielle Ladeinfrastruktur. Das Netz an öffentlichen Ladesäulen, in Luxemburg von Chargy betrieben, soll bis Ende 2021 auf rund 800 Stationen an Standorten in den Gemeinden sowie an Park & Ride-Parkplätzen ansteigen.

Um das Laden direkt am Wohnort attraktiver zu gestalten, schafft das „Clever lueden“-Programm finanzielle Anreize zur Installation von privaten Ladestationen. Für eine Einzelstation mit 1-3 Stellplätzen gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent der Kosten (exkl. Mehrwertsteuer) bis maximal 750 Euro. Intelligente Ladestationen werden mit bis zu 1.200 Euro gefördert. Der Zuschuss für größere Ladeinfrastruktur (ab 4 Stellplätzen) beträgt sogar bis zu 1.650 Euro.

 

Die Antragstellung – vom Kauf bis zur Auszahlung der Elektroauto-Prämie

Dein Ansprechpartner für die E-Auto-Prämie ist das Umweltamt (Administration de l’environnement). Damit die Behörde entscheiden und die Prämie zeitnah auszahlen kann, musst du einige Formalitäten beachten:

  • Du musst Eigentümer oder Halter des in Luxemburg zugelassenen Fahrzeugs sein. Dafür ist es unerheblich, ob du Einwohner oder Nichtansässiger bist.
  • Auch bei Miet- oder Leasingverträgen gibt es die Fördergelder, aber selbstverständlich nur einmal! Wenn der Fahrzeugeigentümer bereits eine Kaufprämie bezogen hat, kannst du sie kein zweites Mal beantragen.
  • Das Fahrzeug muss spätestens 6 Monate nach der Inbetriebnahme zugelassen worden sein.

Wichtig: Du kannst den Antrag auf Förderung erst 7 Monate nach der Zulassung auf deinen Namen einreichen, bei Mietfahrzeugen musst du 12 Monate warten. Für den Zeitraum zwischen Kauf und Auszahlung musst du den Förderbetrag also vorstrecken. Das Antragsformular, weitere Informationen zu den Voraussetzungen und welche Belege eingereicht werden müssen, findest du kompakt und übersichtlich auf Guichet.lu.

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