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Das kann eine Mini-Wärmepumpe - Funktionen im Überblick

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

24.March 2021

Letztes Update

09.12.2021

Ist eine Mini-Wärmepumpe sinnvoll?

Oft fehlt der Platz für eine konventionelle Wärmepumpe. In diesem Beitrag erfährst du, ob eine Mini-Wärmepumpe die Lösung ist und wo ihre Einsatzbereiche liegen.

Inhalt des Blogartikel

Was ist eine Mini-Wärmepumpe?

Die Bezeichnung „mini“ ist eigentlich irreführend. Denn es handelt sich hierbei nicht zwingend um Miniatur-Wärmepumpen oder Wärmepumpen mit besonders geringen Gehäuseabmessungen. Grundsätzlich bezieht sich das Wort „mini“ auf die Leistung der Umweltheizung. Diese liegt bei Mini-Wärmepumpen unter 7 Kilowatt. Hinsichtlich der Anwendungsvielfalt stehen sie klassischen Wärmepumpen aber in nichts nach. Du kannst sie für folgende Zwecke einsetzen:

  • Beheizung von Häusern mit geringem Wärmebedarf, beispielsweise Niedrigenergiehaus
  • Etagenheizung in Mehrfamilienhäusern
  • Hybridheizung in Kombination mit einer Pellet-, Gas- oder Ölheizung
  • in einem Passivhaus kombiniert mit Photovoltaik
  • Trinkwassererwärmung, über Kombi- oder Solarspeicher auch im Zusammenspiel mit Solarthermie
  • Zusatznutzen: Kellerentfeuchtung (Abluftwärmepumpe)
  • Zusatznutzen: Räume mit der Wärmepumpe kühlen (Heizungswärmepumpe)

Mini-Wärmepumpen gibt es als Heizung und als Brauchwarmwassergeräte. Die Wärmequelle ist, je nach Art der Wärmepumpe, die Erdwärme, Luft oder Abluft.

Oft sind Mini-Wärmepumpen aber tatsächlich kleiner als konventionelle Wärmepumpen. Der Platzbedarf der Inneneinheit ist oft nicht größer als der einer Waschmaschine und kleiner als der von anderen Wärmepumpen. Die Geräte bringen ausreichend Leistung mit, sodass du sie in deinem Einfamilienhaus, in Mehrfamilienhäusern (als Etagenheizung) oder im Ferienhaus nutzen kannst. So integrierst du kostenfreie und saubere Umweltwärme in deine Energieversorgung. Wenn du eine Mini-Wärmepumpe nachrüsten möchtest, kannst du diese auch mit einem möglicherweise vorhandenen Gas- oder Ölkessel kombinieren. Auf diese Weise erhältst du eine sogenannte Hybridheizung, zum Beispiel eine Hybridheizung mit Gas und Wärmepumpe.

Mini-Wärmepumpe mit der Wärmequelle Erdreich

Im Handel gibt es eine neue Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Nutzung der Wärmequelle Erdreich, die mit einer Heizleistung von 3 Kilowatt die kleinste ihrer Art auf dem Markt sein soll. Optisch erinnert die Mini-Wärmepumpe sehr ein eine moderne Gastherme. Da das kompakte Wärmepumpensystem auf einen maximalen Wärmebedarf ausgelegt ist, eignet es sich gut für den Einsatz in Häusern mit mehreren Wohneinheiten, in denen der Heizbedarf sehr gering und der Warmwasserbedarf normal ist. Um hier mit Erdwärme heizen zu können, installierst du in jeder einzelnen Wohnung eine Mini-Wärmepumpe. Für die Warmwasserbereitung eignet sich ein platzsparender Warmwasserspeicher. 

Du hast auch die Möglichkeit, ein Hybridsystem zu planen. Falls du eine eBus-fähige Gas- oder Ölheizung hast, kannst du unter Umständen ein intelligentes Hybrid-Management nutzen. Anhand der Außentemperatur ermittelt das Managementsystem, welche Vorlauftemperatur erforderlich ist. Außerdem ist es in der Lage, die aktuellen Gas- und Strompreise miteinander zu vergleichen. So kann es die Energie einsetzen, mit der du so effizient und günstig wie möglich heizt. Der Vorteil derartiger Hybridsysteme ist, dass du durch den vorhandenen Wärmeerzeuger (mit Pellets, Gas oder Öl) auch einen höheren Warmwasserbedarf komfortabel abdecken kannst. Eine Ergänzung mit Solarmodulen ist ebenfalls möglich.

Um an heißen Tagen im Haus für Abkühlung zu sorgen, sind manche Sole-Wasser-Wärmepumpen auch als Mini-Wärmepumpe mit einer integrierten passiven Kühlfunktion ausgestattet. Dadurch gibt die Anlage die Wärme aus den Räumen über das Wärmeverteilsystem an den Solekreislauf ab.

Du brauchst aber nicht unbedingt Erdwärme. Es eignen sich auch Luft und Grundwasserbrunnen als Wärmequelle sowie Niedertemperatur-Fernwärme und Abwärme aus Industrieprozessen.

Mini-Wärmepumpe mit der Wärmequelle Luft

Einer der Wärmepumpen-Pioniere aus Bayern hat eine kleine Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Heizen, Kühlen, Lüften und zur Warmwasserbereitung im Programm. Um mögliche Installationsfehler und somit schlechtere Effizienzwerte zu vermeiden, ist bereits werksseitig die hydraulische Anbindung an das Wärmeverteilsystem des Gebäudes vorkonfiguriert.

Die Mini-Wärmepumpe ist mit einer Invertertechnologie ausgestattet. Besteht wenig Wärmebedarf, arbeitet die Anlage weniger als bei einem großen Wärmebedarf. Die Leistungsaufnahme bzw. Heizleistung lässt sich stufenlos anpassen. Dadurch hältst du den energetischen Aufwand, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, so klein wie möglich. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Wirtschaftlichkeit bzw. den Wirkungsgrad aus.

Derartige Anlagen sind trotz Ventilator sehr leise. In diesem Beispiel liegt der Schalldruckpegel der Außeneinheit bei 27 Dezibel (dB(A)) und damit auf Flüsterniveau. Aufgrund der geringen dB-Werte kannst du den Abstand zu den Nachbarn reduzieren.

Mini-Wärmepumpen wie diese verfügen auch über ein Touch-Display und eine Smartphone-App. So kannst du für jedes Zimmer Einstellungen vornehmen oder dir beispielsweise den Istzustand anzeigen lassen. Über die Internetanbindung kann die kleine Wärmepumpe bei auftretenden Unregelmäßigkeiten selbsttätig den Kundendienst informieren.

Mini-Wärmepumpe als Luft-Luft-Wärmepumpe

Die sehr kleinen Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich ausschließlich für Passivhäuser oder Häuser mit einem sehr geringen Wärmebedarf. Da die Geräte keinen Kältemittelkreislauf besitzen, sind sie eigentlich keine Wärmepumpen, sondern Lüftungswärmesysteme. Für die Wärmeverteilung kommt eine Lüftungsanlage mit integrierter Luft-Luft-Wärmepumpe zum Einsatz. Die Wärmeübertragung erfolgt nicht über das Heizungswasser, sondern ausschließlich über die Lüftungsanlage. Ein Platten-Wärmetauscher nimmt die Wärme der verbrauchten Raumluft auf. Anschließend gibt der Wärmetauscher sie an die angesaugte Frischluft ab. Auf diese Weise kannst du etwa 90 Prozent der Wärme aus der verbrauchten Raumluft verwerten.

 

Lohnt sich die Anschaffung einer Mini-Wärmepumpe?

Eine Mini-Wärmepumpe ist überall dort eine gute Lösung, wo du wenig Platz hast, aber trotzdem nachhaltig und umweltschonend heizen möchtest. Zudem spricht die Anwendungsvielfalt für die kleinen Wärmepumpen. Du kannst sie in deinen Neubau integrieren oder auch mit bestehenden Heizsystemen kombinieren und so Energie sparen.

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