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Fördermittel für Heizungen in Luxemburg

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

20.June 2021

Letztes Update

13.04.2022

Förderung für neue Heizungen

Luxemburg subventioniert den Austausch alter Öl- und Gasheizungen gegen klimafreundliche Alternativen mit bis zu 13.000 Euro. Die Prämien variieren nach Art der Anlage und Wohnform.

Inhalt des Blogartikels

Austauschprämien für eine neue Heizung - welche Subventionen gibt es vom Staat?

Die Klimawende betrifft uns alle und fordert das persönliche Engagement in den eigenen vier Wänden heraus. Denn hier gibt es ein großes Potenzial: Nach wie vor arbeiten viele Heizungsanlagen mit den fossilen Brennstoffen Öl und Gas. Sie stoßen unverhältnismäßig viel klimaschädliches CO₂ aus. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer stehen vor den Fragen: Welche Heizung ist gut für das Klima? Wann sollte der Austausch erfolgen? Welche laufenden Kosten können reduziert werden und welche Beihilfen gibt es vom Staat?

Wir beleuchten einige wichtige Punkte zu diesen Fragen und klären dich darüber auf, mit welchen Subventionen dein persönlicher Beitrag zur Klimawende belohnt wird.

 

Heizungen stoßen Treibhausgase aus – deswegen fördert der Staat erneuerbare Energien

Wohn- und Zweckgebäude sind zu rund 12 Prozent an den gesamten Klimaemissionen Luxemburgs beteiligt. Ein Großteil davon entsteht bei der Erzeugung von Wärme, vor allem für das Heizen. Die Regierung sieht ein großes Potenzial in der Senkung dieses Werts durch mehrere Maßnahmen: Energetische Renovierungen, hohe Neubaustandards und der Ersatz alter Öl- und Gasheizungen sollen langfristig gesehen zum Erfolg führen.

Denn tatsächlich sind Ölheizungen wahre Klimakiller und stoßen für die Erwärmung eines Einfamilienhauses viele Tonnen CO₂ pro Jahr aus. Um den Umstieg auf energieeffiziente und klimafreundliche Alternativen für die Bürger zu ermöglichen und gleichzeitig die hohen Kosten für eine Neuinstallation der Heizung abzufedern, gibt es im Großherzogtum attraktive Austauschprämien. Mit diesen kannst du mehrere Tausend Euro sparen. So soll das Ziel der Regierung, den Anteil regenerativer Energien bis 2030 auf 25 Prozent zu erhöhen, erreicht werden.

 

Ein Heizkessel-Ersatz lohnt sich in den meisten Fällen

Auf den ersten Blick schrecken viele Haus- und Wohnungsbesitzer davor zurück, die noch funktionierende Heizung auszutauschen. Der Grund: Die Kosten für eine neue Heizungsanlage sind hoch und überschreiten schnell die Grenze von 20.000 Euro und mehr. Allerdings sinken langfristig gesehen die Betriebskosten, da moderne, effiziente und klimafreundliche Alternativen wesentlich sparsamer arbeiten. Durch geringere Wartungsintervalle und den niedrigeren Verbrauch an preiswerten Energieträgern sinken die laufenden Betriebskosten. Die Amortisation tritt bereits nach einigen Jahren ein. Neben den finanziellen Aspekten haben klimafreundliche Anlagen einen unbezahlbaren Vorteil: Sie sind dein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

Mit dem Heizungs-Check bekommst du wichtige Informationen, die dir bei der Entscheidungsfindung helfen. Bei diesem 1-stündigen Inspektionsverfahren wird deine bestehende Heizungsanlage nach einem Kriterienkatalog geprüft. In einem Bericht erfährst du, wie es um deine Anlage steht. Am besten lässt du den Check gleich bei der periodischen Inspektion durch den Heizungsinstallateur durchführen, das spart Zeit und Geld.

Auch der kostenlose Energiecheck von myenergy ist definitiv empfehlenswert und eine große Hilfe, wenn du eine neue Heizung einbauen möchtest. Bei dieser Energiegrundberatung wird nicht nur die Heizungsanlage, sondern gleich das ganze Gebäude unter die Lupe genommen. In einem Endbericht werden kompakt und übersichtlich Handlungsempfehlungen aufgelistet, mit denen du dein Haus und deine technischen Anlagen effizient auf die Zukunft vorbereiten kannst.

Der Bonus: Dieser Energiecheck ist kostenlos und enthält auch Angaben dazu, welche finanziellen Beihilfen für dich in Frage kommen.

 

So viel kostet eine neue Heizungsanlage

Abhängig von der Größe, Leistung und dem Umfang der notwendigen Bauarbeiten zum Austausch der Anlage kannst du mit folgenden Richtwerten für eine neue Heizung rechnen:

Thermische Solaranlagen 4.000 bis 10.000 Euro,

Holz- und Pelletheizung 17.000 bis 25.000 Euro,

Wärmepumpe 12.000 bis 25.000 Euro,

Brennstoffzelle 25.000 bis 56.000 Euro.

Für viele Verbraucher ist diese Investition eine große Herausforderung. Deswegen gibt es vonseiten des Staates attraktive Prämien- und Subsidienprogramme, die den Umstieg mit einem finanziellen Ausgleich unterstützen.

 

Clever hëtzen – Sue spueren: Das Förderprogramm für Luxemburg

Das bereits über die letzten Jahre bewährte Förderprogramm „clever hëtzen“ im Rahmen der PRIMe House-Subventionen wurde bis zum 31. Dezember 2021 neu ausgeschrieben. Es ist die Basis für alle Subventionen zum Einbau von hocheffizienten und klimafreundlichen Heizungsanlagen in den privaten Haushalten. Zusätzlich zu dieser Förderung gibt es bis Ende 2021 auf viele neue Anlagen den sogenannten Ersatz-Bonus in Höhe von 30 Prozent. Dieser Bonus wird beim Umstieg von Öl- oder Gasheizungen auf effiziente und klimafreundliche Anlagen mit regenerativen Energien gewährt. Dadurch erhöht sich die gesamte Fördersumme immens!

Der Einbau dieser Technologien wird im Großherzogtum gefördert:

  • Solarheizanlagen
  • Photovoltaikanlagen
  • Wärmepumpen
  • Holzheizungen (Pellets/Hackschnitzel/Scheitholz und Kombinationen davon)
  • Einrichtung bzw. Anschluss an ein Wärmenetz

Mit diesen Förderbeiträgen kannst du konkret rechnen

Die Beihilfen und Austauschprämien fallen unterschiedlich hoch aus. Sie unterscheiden sich je nach Art der Anlagentechnik und ihrer Leistung. Wir haben die konkreten Förderbeträge des Umweltministeriums für zwei besonders beliebte Technologien etwas genauer unter die Lupe genommen:

Erdwärmepumpe

Die staatliche Beihilfe beträgt aktuell 62,5 Prozent der förderfähigen Kosten. Dabei gilt ein Höchstbetrag von 10.000 Euro für Einfamilienhäuser und 7.500 Euro pro Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus (max. 37.500 Euro).

Zusätzlich gewährt der Staat den Ersatz-Bonus in Höhe von 30 Prozent auf alte Öl- und Gasheizungen. Dadurch erhöht sich die Beihilfe auf 13.000 Euro für ein Einfamilienhaus oder 9.750 Euro für eine Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus. Wohnanlagen mit 5 oder mehr Wohnungen werden mit maximal 48.750 Euro gefördert.

Pellet- und Hackschnitzelkessel

Für eine neue Pellet- oder Hackschnitzelheizung im Einfamilienhaus erhältst du eine Förderung von 50 Prozent der gesamten Kosten bis maximal 6.250 Euro. Zusätzlich dazu gibt es durch den Ersatz-Bonus 30 Prozent Aufschlag (1.875 Euro). Wenn du deine neue Anlage noch durch einen Pufferspeicher ergänzen lässt, erhältst du einen weiteren Bonus von 15 Prozent (937,50 Euro). Die maximale Subvention beträgt also 9.062,50 Euro für ein Einfamilienhaus. In einem Mehrfamilienhaus mit 5 oder mehr Wohneinheiten beträgt die maximale Fördersumme sogar 43.500 Euro.

Weitere Beispiele für die aktuellen Fördersummen findest du auf den Infoseiten von clever hëtzen.

 

Darum ist 2021 der perfekte Zeitpunkt für eine neue Heizung

Im Moment sind die Fördersummen besonders hoch. Der Grund dafür ist das Neistart Lëtzebuerg-Programm. Dieses Konjunkturprogramm, das 2020 nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie aufgelegt wurde und die wirtschaftlichen Folgen der Krise dämpfen soll, wurde bis Ende 2021 verlängert. Für Privathaushalte locken daher besonders hohe Förderbeträge beim Umstieg auf erneuerbare Energien sowie weitere Renovierungsmaßnahmen.

Für dich getestet – die myrenovation-App

Den besten Überblick über alle Förderangebote für den Ersatz deiner alten Heizungsanlage gibt dir die myrenovation-App. Nach der Eingabe der Gebäudeart und des Wohnorts zeigt die App die maximal mögliche Subvention für geförderte Heizungssysteme an. Ein weiterer Vorteil: Manche Kommunen fördern den Austausch von alten Heizkesseln zusätzlich. Die App zeigt an, ob du zusätzliche Fördergelder von deiner Gemeinde beziehen kannst.

 

Der Antrag auf Förderung – Dokumente und Fristen

Für viele Haus- und Wohnungsbesitzer ist die Antragsstellung eine große Hürde. Verschiedene Anträge müssen ausgefüllt werden, unterschiedliche Rechnungen und weitere Dokumente sind einzureichen. Zuständig ist die Zentrale Anlaufstelle für Wohnungsbeihilfen.

Den Antrag auf Förderung kannst du in der Regel erst nach dem vollständigen Abschluss der Arbeiten und Ausstellung der endgültigen Rechnung einreichen. Dafür hast du mindestens 4 Jahre Zeit. Zusätzlich zum Formular DEPA-2017 Natürliche Person, sind der Kostenvoranschlag, Rechnungen, Zahlungsbelege, technische Datenblätter und manchmal auch ein Bericht über die Durchführung der Energieberatung beizulegen. Sollte die Behörde für die Bearbeitung deines Antrags noch weitere Unterlagen benötigen, wird sie sich bei dir melden.

Übrigens: Die Wohnbeihilfenstelle ist zuständig für alle Förderungen. Deswegen genügt ein Antrag. Nur wenn zusätzlich noch eine kommunale Beihilfe verfügbar ist, musst du dich an deine Gemeinde wenden.

 

Finanzierungshilfen – Niedrigzins-Darlehen

Mit den Klimadarlehen kannst du durch den Staat eine attraktive Vorfinanzierung erhalten. Dadurch können auch weniger finanzkräftige Haushalte von den hohen staatlichen Subventionen beim Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien profitieren.

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