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Solar-Camping: Ein nachhaltiger Urlaub

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

30.11.2021

Solar-Camping: Volle Solarpower für unterwegs

Wohnmobile, Caravans und Wohnwagen liegen voll im Trend. Auf Komfort möchte dabei aber natürlich niemand verzichten. Solar-Camping ist dafür eine perfekte Lösung.

Inhalt des Blogartikels

Darum sind mobile Solaranlagen beim Camping sinnvoll

Viele Camper planen nach dem Sommer schon für die kommende Saison. Wer rechtzeitig reserviert, kann die Reise entspannt antreten. Auch Winter-Camping liegt voll im Trend: Ein Drittel aller Camping-Urlauber bevorzugt inzwischen die kalte Jahreszeit. Egal, wann du verreist, auf Komfort musst du in deinem Wohnwagen nicht verzichten. Dazu gehört auch die Stromversorgung. Wenn du auf dem Campingplatz Geld sparen möchtest oder sicher gehen willst, dass dein Strom sauber und nachhaltig erzeugt wird, ist Solar-Camping genau die richtige Lösung für dich. In diesem Beitrag erfährst du, welche mobilen Solaranlagen es gibt und auf was du dabei achten solltest.

Für das Solar-Camping kannst du Photovoltaikanlagen nutzen, die fest auf dem Wohnmobil montiert sind. Der Nachteil hierbei ist, dass du die flach auf dem Wohnwagen angebrachte Solaranlage nicht immer optimal zur Sonne ausrichten kannst.

Bei mobilen Solaranlagen gibt es dieses Problem in der Regel nicht. Diese kannst du mit wenigen Handgriffen dem Sonnenstand anpassen. Dadurch realisierst du auch bessere Solarerträge. Das ist zum Beispiel im Winter vorteilhaft, wenn die solare Energieausbeute geringer ist als im Sommer. Sommer-Camper können das Wohnmobil in den Schatten stellen, während die kleine Solaranlage in der prallen Sonne fleißig Energie sammelt, um sauberen Strom zu erzeugen.

Zudem kannst du mobile PV-Anlagen selbstverständlich auch außerhalb des Camping-Urlaubs ohne Wohnmobil nutzen, beispielsweise im Garten oder auf dem Balkon. Gerade im Garten ist die solare Stromversorgung ideal. Schließlich sparst du dir das Legen von langen Stromverlängerungskabeln, die schnell zur Stolperfalle werden können.

Daraus besteht eine mobile PV-Anlage

  • bis zu 2 Solarmodule (im Koffer oder gefaltet)
  • Laderegler
  • Solarkabel
  • Batterie
  • Standfüße oder Untergestell

Mobile Solaranlagen im Überblick

Zu den mobilen PV-Anlagen zählen sogenannte Solarkoffer und faltbare Solarmodule. Es gibt sie für jeden Geldbeutel und in verschiedenen Leistungsgrößen. Der wichtigste Unterschied ist sicher das Gewicht. Solarkoffer können schon einmal um die 15 Kilo auf die Waage bringen. Das faltbare Pendant wiegt meist nur um die 5 Kilo.

Bei der Robustheit gibt es ebenfalls Unterschiede. Hier hat der Solarkoffer die Nase vorn. Er ist standfester, allerdings auch anfälliger für Beschädigungen der Glasabdeckung durch Stöße. Achte daher beim Aufstellen darauf, dass keine Steine oder harten Gegenstände herumliegen, auf die das Solarmodul fallen könnte, falls eine heftige Windböe diese doch einmal zu Fall bringen sollte. Die Leistungsspannbreite bewegt sich bei beiden zwischen etwa 40 und 200 Watt Peak. So ist sicher für jeden Energiebedarf etwas dabei.

Ein Alurahmen gibt sowohl den Solarpanels als auch dem Koffer die erforderliche Stabilität. Eine Aufständerung oder Füße sorgen für einen sicheren Stand. Die Oberfläche ist, wie du es von PV-Anlagen auf dem Dach kennst, aus Glas. Dadurch erklärt sich das meist relativ hohe Gewicht. Da du die Solarmodule zusammenklappen kannst, ist der Solarkoffer nur halb so groß wie das PV-Modul auf dem Dach eines Wohnmobils und lässt sich verhältnismäßig gut verstauen.

Faltbares PV-Modul

Die faltbare Variante besteht je nach Leistung aus 3 oder mehr Solarmodulen, die du zwei- bis dreimal falten kannst. Sie wiegt nur ungefähr 2 bis 5 Kilogramm und ist mit circa 50 Zentimeter Länge, 44 Zentimeter Breite und 2 bis 3 Zentimeter Stärke einfach unterzubringen und leicht zu tragen.

Die Solarmodule sind in eine Tasche aus Stoff eingearbeitet, die gleichzeitig als Verpackung dient. Die Solarzellen befinden sich auf glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und werden von einer Kunststofffolie überzogen. Aus diesem Grund sind sie auch sehr leicht und widerstandsfähig gegen Stöße und Stürze. Faltbare PV-Module kannst du aufhängen oder über ein spezielles Gestänge aufstellen. Du kannst sie sogar hinter die Frontscheibe deines Autos oder Wohnmobils legen.

 

Darauf solltest du beim Solar-Camping achten

Leider ist bei Solarkoffern und faltbaren Solarmodulen nicht immer der erforderliche Solarladeregler im Lieferumfang enthalten. Den brauchst du aber unbedingt. Denn der Solarladeregler wandelt den Solarstrom in den für die Batterie erforderlichen Ladestrom um. Er schützt also hauptsächlich die Batterie vor Überladung.

Meist werden PWM-Laderegler (PWM: pulse width modulation, übersetzt: Pulslängenmodulation) eingesetzt, welche die Solaranlage und Batterie direkt verbinden. Hier entspricht der Ladestrom dem Strom des Solarmoduls. MPPT-Laderegler (MPPT: Maximum Power Point Tracking, übersetzt: Maximal-Leistungspunkt-Suche) sind hingegen effizienter, weil sie zusätzlich die volle Leistung des Solarmoduls nutzen. Sie sorgen also dafür, dass das Optimum an Solarenergie verwertet werden kann. Dadurch ermöglichen sie einen 15 bis 30 Prozent höheren Solarstromertrag. Normalerweise können 12-Volt-Blei-Gel-Batterien und Blei-Säure-Batterien geladen werden.

Du solltest beachten, dass das Solar-Ladekabel ebenfalls nicht immer im Lieferumfang enthalten ist. Im Handel gibt es allerdings auch Komplettpakete. Mit so einem mobilen Solarset bist du auf der sicheren Seite. In der Regel musst du die Solarbatterie beziehungsweise Bordbatterie extra kaufen – es sei denn, sie ist bereits als Versorgungsbatterie vorhanden.

Willst du die PV-Anlage zur Stromversorgung auf dem Dach des Fahrzeugs verbauen, enthält das Komplettset zusätzlich ein Kabel für die Dachdurchführung, Montageprofile – Haltespoiler beziehungsweise Spoilerprofil – für die Solarmodule, passende Schrauben sowie ein Klebeset. Eine Montageanleitung ist selbstverständlich auch dabei.

So viel Leistung brauchst du beim Solar-Camping je nach Bedarf:

  • 25 bis 40 Watt: zur Erhaltung der Batterieladung
  • 55 bis 60 Watt: zum Betrieb von Kleinverbrauchern wie Licht und Radio
  • 80 bis 100 Watt: Radio, Licht oder TV
  • ab 120 Watt: TV (inklusive Sat), Licht, Radio, kleines Heizsystem
  • über 160 Watt: Vollversorgung, TV (inklusive Sat), Licht, Radio, kleines Heizsystem, Kühlschrank

Selbstverständlich kannst du jede mobile PV-Anlage problemlos erweitern, um sie im Bedarfsfall entsprechend anzupassen. Lediglich auf dem Dach des Wohnmobils oder Caravans sind der Erweiterung zwangsläufig Grenzen gesetzt.

 

Solar-Camping: Kosten und Nutzen

Der Preis für mobile Solaranlagen hängt von verschiedenen Faktoren wie der Leistung ab. Eine 12-Volt-Anlage mit 200 Watt Nennleistung kostet beispielsweise etwa 1.000 Euro – inklusive Batterie, Laderegler und Verkabelung. Für kleinere PV-Anlagen mit einer Leistung von 20 Watt zahlst du weniger. Sie sind schon ab 75 Euro erhältlich.

Die Preisentwicklung von Photovoltaik zeigt, dass die einzelnen Komponenten immer günstiger werden oder zumindest preisstabil sind. Bekannte Anbieter beziehungsweise Marken von Anlagen für das Solar-Camping sind beispielsweise Berger, Büttner, Carbest, Offgridtec und Phaesun.

 

Solare Stromversorgung für Zelten, Wandern und Trekking

Mit CIGS-Technologie (CIGS: Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) hergestellte, faltbare Solarmodule sind ideal für die mobile Stromversorgung im „kleinen“ Rahmen. Diese Dünnschichtmodule kannst du dank des geringen Gewichts am Zelt, am Rucksack oder auch an einem Baum befestigen. Sie sind unzerbrechlich. Selbst bei schwachem Sonnenlicht oder Teilverschattung erzeugen sie noch ausreichend Strom, um beispielsweise Licht zu generieren. Solche faltbaren Solarmodule mit 7 oder 15 Watt sind bereits mit einem USB-Ausgang ausgestattet, damit du dein Handy oder andere Kleinverbraucher aufladen kannst.

Vor allem für Outdoorfans sind diese Photovoltaikmodule sehr praktisch, denn du kannst während deiner Wanderung Strom mithilfe der Sonne erzeugen. Auch der Transport im Fahrradgepäckträger ist kein Problem. Wem das alles zu aufwendig ist, für den bietet sich die Anschaffung einer Mini-Solarleuchte mit 5 Volt-Solarzelle und LED-Lampe an, die bis zu 15 Stunden Licht für das Zelt oder den Lagerplatz liefert.

 

Strom von der Sonne auch für unterwegs

Ihre mobile Solaranlage wollen viele Camper genauso wenig missen wie ihr geliebtes Wohnmobil. Leistungsstarke Modelle sind besonders interessant. Kombiniert mit einer Batterie hast du auch bei Schlechtwetter und nachts ausreichend Strom. So kannst du deinen Camping-Urlaub umweltfreundlich genießen sowie Kosten und Energie sparen.

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