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Förderungen für deine Photovoltaik

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

20.July 2021

Letztes Update

01.12.2021

Mit diesen Förderungen für deine Photovoltaik kannst du rechnen

Die Kosten für eine neue Photovoltaikanlage werden in Luxemburg von staatlicher Seite gefördert. Neben Einmalprämien für neue PV-Anlagen wird auch die Einspeisung von selbst produziertem Solarstrom bezuschusst.

Inhalt des Blogartikels

Photovoltaik Förderung in Luxemburg

Eine Photovoltaikanlage, zum Beispiel auf dem Dach deines Ein- oder Mehrfamilienhauses, ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Sie nutzt die Kraft der Sonne und wandelt diese in elektrische Energie um, die du selbst nutzen und in das Stromnetz einspeisen kannst. Ziel des Energieministeriums ist es, die Entwicklung der Solarenergie weiter zu fördern. Das Potenzial ist groß: 2019 produzierte Luxemburg 160 MW (Megawatt) Strom durch Photovoltaik (PV). Dies entspricht dem Strombedarf von ca. 100.000 Haushalten.

Wir klären in diesem Beitrag, was du bei der Konzeption einer Photovoltaikanlage beachten musst, an welche Profis du dich für eine Beratung wenden kannst und wie du dir die finanzielle Unterstützung aus den staatlichen Förderprogrammen sicherst.

Übrigens: Damit du an die Prämien und Fördermittel kommst, ist ein schrittweises Vorgehen zu empfehlen. So verpasst du keine Chance, dass deine Anlage eine maximale Leistung bei möglichst geringen Kosten liefert.

 

Eine neue Photovoltaikanlage soll entstehen – aber eignet sich dein Dach dafür?

Im Großherzogtum scheint die Sonne im Durchschnitt knapp 2.300 Stunden pro Jahr, das sind rund 75 Sonnenstunden pro Monat. Um dieses Potenzial an kostenloser und endlos vorhandener Energie nutzen zu können, benötigst du eine perfekt konzipierte und an deine Situation angepasste Photovoltaikanlage. Denn nicht überall ist die Sonneneinstrahlung ausreichend, um die Stärken der Sonnenenergie profitabel zu nutzen.

Für eine erste Einschätzung, ob sich dein Dach für Photovoltaik eignet, gibt es ein praktisches Online-Tool. Der nationale Energiekataster gibt für jedes Dach Luxemburgs einen Richtwert zur Nutzbarkeit für die Solarenergie. Über das Geoportail kannst du die Adresse deines Wohnsitzes angeben und anhand der Farben (grün bis rot) erkennen, wie es um das Solarpotenzial deines Daches bestellt ist.

Eine empfehlenswerte Möglichkeit zur Abschätzung des PV-Potenzials ist eine kostenlose Energieberatung. Myenergy, die nationale Struktur zur Förderung einer nachhaltigen Energiewende, bietet Beratungstermine direkt vor Ort. Dabei klärt der Profi die Möglichkeiten zum Einbau einer PV-Anlage und erstellt einen Bericht mit Angaben zu den Fördermöglichkeiten.

Eine dritte Möglichkeit bietet natürlich auch ein Beratungstermin mit einem Installateur. Er kann eine Wirtschaftlichkeitssimulation starten, die dir verlässliche Werte zur Rentabilität der Investition in eine Photovoltaikanlage gibt.

 

Du möchtest eine Photovoltaikanlage einbauen? Diese Förderungen stehen zur Verfügung

Luxemburg subventioniert unter dem Motto «Clever solar – e Spuerbuch um Daach» die Nutzung der Solarenergie auf verschiedenen Wegen. Neben einmaligen Prämien für die Installation einer PV-Anlage sorgt die Einspeisevergütung für einen langfristigen Ertrag. Ihre Höhe hängt von einigen Faktoren ab.

Prämien nach dem PRIMe House Förderprogramm

Im Rahmen der PRIMe House Förderung schreibt der Staat eine Förderung von 20 Prozent für Anlagen auf der Gebäudehülle (Dächer, Mauern, etc.) von Einfamilienhäusern aus. Gefördert werden dabei Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von maximal 30 kW. Der Höchstbetrag beläuft sich auf 500 Euro pro kWp (Kilowatt-Peak).

Wichtig: Diese Prämie gibt es im Rahmen der Neistart Lëtzebuerg-Initiative, die die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie durch zusätzliche staatliche Unterstützung abfedern soll. Diese Förderung ist aktuell bis zum 31.12.2021 (letztes Rechnungsdatum) ausgeschrieben.

Weitere Informationen zu dieser Prämie findest du auf Cleversolar und den Detailseiten des PRIMe House-Programms.

Einspeisevergütung

Zusätzlich zu den einmaligen Prämien zum Einbau einer Photovoltaikanlage (PVA) erhältst du je nach Leistung deiner Anlage die sogenannte Einspeisevergütung. Sie funktioniert wie ein zusätzliches Einkommen für den von dir produzierten Solarstrom. Für die Einspeisung dieses Überschusses in das Gesamtnetz bekommst du folgende Beträge erstattet:

Private PVA bis 10 kWp Leistung

2021: 15,52 Cent/kWh

2022: 15,06 Cent/kWh

2023: 14,61 Cent/kWh

Private PVA mit 10 bis 30 kWp Leistung

2021: 14,58 Cent/kWh

2022: 14,15 Cent/kWh

2023: 13,72 Cent/kWh

Private PVA (ohne Kooperative) mit 30 kWp bis 100 kWp Leistung

2021: 12,44 Cent/kWh

2022: 11,94 Cent/kWh

2023: 11,47 Cent/kWh

Private PVA (ohne Kooperative) mit 100 kWp bis 200 kWp Leistung

2021: 11,98 Cent/kWh

2022: 11,50 Cent/kWh

2023: 11,04 Cent/kWh

Zusätzliche Fördermittel der Gemeinden

In einigen Gemeinden kannst du neben den PRIMe House-Prämien und der Einspeisevergütung auch noch Fördergelder auf kommunaler Ebene erhalten. Ob du dich für diese Art der Subvention qualifizierst, erfährst du am besten direkt bei deiner Gemeindeverwaltung.

 

Vom Antrag bis zur Auszahlung – diese Schritte sind notwendig

Damit sich deine persönliche Photovoltaikanlage für eine Förderung qualifiziert, sind einige Schritte notwendig. Insgesamt ist der Prozess der Entscheidung für eine Photovoltaikanlage, deren Einbau, Anmeldung beim Netzbetreiber und Beantragung von Subventionen auch für Laien realisierbar. Schließlich stehen dir sowohl die Energieberatung und der mit den Arbeiten betraute Installateur bei aufkommenden Fragen zur Verfügung.

Am besten gehst du Schritt-für-Schritt nach diesem Ablauf vor:

  1. Prüfung des Standorts
  2. Angebote einholen
  3. Genehmigungen einholen
  4. Photovoltaikanlage einbauen lassen
  5. Subventionen beantragen

Durch eine Energieberatung und einen Blick in den Online-Solarkataster kannst du bereits vorab klären, ob eine PV-Anlage auf deinem Hausdach sinnvoll ist.

Hole beim Installateur deines Vertrauens ein Angebot ein. Da sich die Preise sowohl für die Technik als auch die Arbeiten unterscheiden können, ist wie bei allen baulichen Maßnahmen ein Zweit- oder sogar Drittangebot sinnvoll. Ein guter Installateur wird eine Ertragssimulation erstellen, die dir auch bei der Entscheidung nach finanziellen Gesichtspunkten helfen wird.

Deine Gemeinde ist der Ansprechpartner, falls Genehmigungen oder eine Anmeldung notwendig sind. Hier kannst du dich nochmal zu den Konditionen der kommunalen Fördergelder erkundigen.

Auch dein Netzbetreiber muss deiner privaten Stromerzeugungsanlage zustimmen, diese genehmigen und zum Ende der Arbeiten abnehmen.

Der Installateur richtet die PV-Anlage am gewählten Standort ein. Sollten noch weitere Gewerke, wie zum Beispiel ein Dachdecker oder Elektriker notwendig sein, werden diese von deinem Installateur gemeinsam mit dir koordiniert.

Nach Abschluss der Arbeiten kannst du Beihilfen nach dem PRIMe House-Förderprogramm beantragen. Aktuell werden dafür Rechnungen bis zum 31.12.2021 berücksichtigt. Die Antragsformulare findest du hier.

Den Vertrag für die Einspeisevergütung musst du direkt mit dem Netzbetreiber abschließen. Dies ist direkt nach der abschließenden Abnahme deiner Anlage, also sobald du selbst Solarstrom produzierst, möglich. Anschließend erhältst du die Förderung.

Unser Tipp: Mit einem Klimadarlehen kannst du auch große Beträge zu attraktiven Konditionen finanzieren.

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