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Der Wasserverbrauch einer Spülmaschine

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

01.02.2022

Letztes Update

25.04.2022

So steht es um den Wasserverbrauch deiner Spülmaschine

Eine Spülmaschine nimmt dir die unangenehme Aufgabe des Geschirrspülens ab. Aber wie sieht es dabei mit dem Wasserverbrauch aus? Ist das Abwaschen per Hand günstiger oder teurer?

Inhalt des Blogartikels

Wie viel macht der Wasserverbrauch einer Spülmaschine in einem Haushalt aus?

Vor Jahren wurden Spülmaschinen von verbrauchsbewussten Familien eher skeptisch betrachtet. Wasser- und Stromverbrauch waren relativ hoch und das Geschirr wurde nicht immer so sauber wie gewünscht. Damals hat es sich auch eingebürgert, das Geschirr vorab unter laufendem Wasser zu spülen. Diese Angewohnheit führte zu noch mehr Wasserverbrauch im Zusammenhang mit der Nutzung eines Geschirrspülers. Und somit war das Handspülen tatsächlich sparsamer.

Aber seitdem hat sich viel getan. Schon 1990 wurde für Geschirrspüler ein Energiesparlabel eingeführt. Das bezog sich jedoch damals nur auf den Verbrauch von Energie. Erst seit 2011 sind für das Label erheblich mehr Angaben vorgeschrieben, unter anderem wird seither auch der Wasserverbrauch miteinbezogen. Im Ergebnis verbrauchen moderne Spülmaschinen heute etwa 40 Prozent weniger Wasser als die Geräte, die vor 10 Jahren im Handel waren. Doch was bedeutet das konkret?

Im Schnitt verbraucht eine moderne Maschine, je nach genutztem Programm, zwischen 6,5 und 15 Litern Wasser pro Spülgang. Zur besseren Orientierung für die Kunden muss auf dem Energiesparlabel auf der Maschine unter anderem der jährliche Wasserverbrauch angegeben werden. Zur Ermittlung dieses Durchschnittswertes wird von 280 Spülgängen pro Jahr ausgegangen.

Mit den oben genannten Werten ergibt sich ein Wasserverbrauch von 1.820 bis 4.200 Litern Wasser pro Jahr. Pro Monat sind das rund 152 bis 350 Liter. 280 Spülgänge pro Jahr sind etwas mehr als 5 in der Woche. Bei der durchschnittlichen vierköpfigen Familie ist das ein realistischer Wert.

Interessant ist das jedoch erst, wenn du den Wasserverbrauch des Geschirrspülers mit dem gesamten Verbrauch vergleichst. In Deutschland liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch einer vierköpfigen Familie bei 186.000 Liter pro Jahr. Der Anteil der modernen Spülmaschine liegt daher nur im niedrigen, einstelligen Prozentbereich.

Welche Kosten verursacht eine Spülmaschine?

Dazu müssen wir die Preise für Wasser und Energie, sprich Strom, kennen. Ein Kubikmeter Wasser (plus Abwasser) kostet etwa 3,85 Euro. Der oben ermittelte jährliche Wasserverbrauch entspricht 1,82 bis 4,2 Kubikmeter. Daraus ergeben sich Wasserkosten zwischen rund 7 und etwa 16 Euro pro Jahr.

Der Stromverbrauch moderner Spülmaschinen liegt bei unter 1 Kilowattstunde (kWh) pro Spülgang. Einfachheitshalber rechnen wir jedoch mit 1 kWh. Die Kilowattstunde kostet rund 0,30 Euro. 280 Spülgänge pro Jahr bedeuten einen Stromverbrauch von 280 kWh pro Jahr. Daraus ergeben sich jährliche Stromkosten von 84 Euro (280 kWh x 0,30 Euro). Bei modernen Spülmaschinen fällt der Wert in der Praxis noch geringer aus.

 

Welche Faktoren beeinflussen hauptsächlich den Wasserverbrauch der Spülmaschine?

Allein schon der konsequente Verzicht auf das händische Vorspülen des schmutzigen Geschirrs spart Wasser und die Energie für das Temperieren des Wassers. Moderne Spülmaschinen arbeiten mit Spülmaschinen-Tabs so effektiv, dass sie auch größere Verschmutzungen sicher entfernen. Ein vorheriges Spülen ist daher nicht notwendig.

Der zweite Tipp ist, die Maschine immer nur komplett gefüllt zu nutzen. Das minimiert die Anzahl der Spülgänge und spart damit ebenfalls Wasser und Strom. Das bedeutet zwar unter Umständen, dass sich das benutzte Geschirr einige Zeit im Spüler sammelt. Jedoch beeinflusst dies die Reinigungsleistung in der Regel kaum bis gar nicht.

Experten raten übrigens unter Verbrauchsgesichtspunkten von der Nutzung der beliebten Kurzprogramme ab. Trotz der kürzeren Laufzeit ist der Verbrauch von Wasser und Strom unter Umständen sogar höher als bei den Standardprogrammen. Einsparungen kannst du mit Spar- und Eco-Programmen erzielen. Allerdings laufen diese Programme meist länger.

Eine wenig bekannte Maßnahme ist die Sauberhaltung der Filter der Spülmaschine. Verschmutzte Filter führen zu einem höheren Wasserverbrauch. Daher solltest du die diversen Filter vorbeugend regelmäßig säubern und nicht darauf warten, dass die Maschine die Reinigung mit einer Fehlermeldung einfordert.

Falls du noch eine ältere Maschine nutzt, erzielst du den größten Effekt, wenn du dir einen neuen, energieeffizienten Geschirrspüler zulegst. Das wirkt sich sofort positiv auf deinen Wasser- und Stromverbrauch aus. Wenn möglich, schließe das neue Gerät an den Warmwasseranschluss deiner Wohnung an. Damit sparst du Strom, weil die Maschine das Wasser nicht selbst erwärmen muss.

Überprüfe bei einer Neuanschaffung die für deinen Haushalt nötige Größe des Geschirrspülers. Wenn zum Beispiel die Kinder bereits aus dem Haus sind, muss es sicher nicht mehr das große Gerät mit 60 Zentimeter Breite sein. Schließlich fällt auch gar nicht mehr so viel Geschirr an. Die kleinere Ausführung weist sogar noch günstigere Verbrauchswerte auf.

 

Daran erkennst du eine energieeffiziente Spülmaschine

Die Hersteller von Geschirrspülern sind verpflichtet, ihre Maschinen mit einem Energiesparlabel zu versehen. An den aufgeführten Daten kannst du dich orientieren und Maschinen miteinander vergleichen. Der Verbrauch an Strom wird auf 2 Arten angegeben. Einmal ist der konkrete Verbrauch pro Jahr in kWh aufgeführt. Die zweite Angabe ist die Energieeffizienzklasse. Die Angabe des Wasserverbrauchs erfolgt jährlich in Litern. Alle Daten beziehen sich auf durchschnittlich 280 Spülgänge pro Jahr bei voller Beladung mit der ebenfalls auf dem Label aufgeführten Anzahl an Maßgedecken.

Ein sehr guter Wert beim Wasserverbrauch liegt bei unter 9 Litern pro Spülgang. Die genannten 280 Spülgänge ergeben damit einen Gesamtverbrauch von 2.520 Litern pro Jahr. Diese Angaben beziehen sich auf einen Geschirrspüler mit 60 Zentimeter Breite. Ein Stromverbrauch von etwa 72 kWh pro Jahr ist für die gleiche Geräteklasse ein Spitzenwert (gerechnet auf 2 Spülgänge pro Woche).

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