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Soziale Nachhaltigkeit

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

23.05.2021

Letztes Update

17.03.2022

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Soziale Nachhaltigkeit: Mensch und Gesellschaft im Mittelpunkt

Soziale Nachhaltigkeit soll die Grundbedürfnisse der Menschen stärken. Doch oftmals stehen ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit im Fokus.

Inhalt des Blogartikels

Was ist soziale Nachhaltigkeit?

Der Ruf nach sozialer Gerechtigkeit wird vielerorts immer lauter. Menschen gerecht zu behandeln und für ihre Arbeit auch gerecht zu entlohnen, ist leider nicht überall der Standard. Vielmehr ging der Trend in den letzten Jahren dahin, Produkte zu immer günstigeren Preisen anzubieten und zu kaufen. Dies hat jedoch nicht nur ökologische und ökonomische Folgen, sondern kann auch das Leben von einer Vielzahl von Menschen beeinträchtigen.

Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit

Der steigende Konsum hat Konsequenzen – nicht nur für unsere Umwelt, sondern auch für die Gesellschaft. Ziel sollte jedoch sein, unsere Erde und die damit verbundenen Rohstoffe, wie zum Beispiel Wasser, Öl, Gas und Erze, auch für nachkommende Generationen zu erhalten. Festgehalten wurde dies in dem sogenannten Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit, das die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit beschreibt. Zu den Säulen gehören:

  • die ökonomische,
  • die ökologische und
  • die soziale Nachhaltigkeit.

Ziele von sozialer Nachhaltigkeit

Hinter dem Begriff der sozialen Nachhaltigkeit steht das Ziel von Chancengleichheit und mehr Gerechtigkeit für alle Menschen. Zu den weiteren Zielen gehören:

  • eine faire Bezahlung
  • optimale Arbeitsbedingungen
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen
  • Chancen auf Bildung und Arbeit
  • Zugang zu Krankenversorgung
  • Chancengleichheit von Jungen/Männern und Mädchen/Frauen
  • Bekämpfung von Hunger und Armut

Warum ist soziale Nachhaltigkeit so wichtig?

Alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit sollten möglichst gleichbehandelt werden, um eine Balance zu finden. Das bedeutet, dass sich sowohl sämtliche Staaten als auch einzelne Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung und eine bessere soziale Gerechtigkeit einsetzen sollten. Dies betrifft vor allem Menschen – insbesondere Erntehelfer und Textilarbeiter – in den Entwicklungsländern, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, keinen Zugang zu frischem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben. Sie werden meist schlecht bezahlt, leiden unter Hunger und leben in Armut.

Oft reicht das monatliche Gehalt noch nicht einmal aus, um die Grundbedürfnisse der Menschen zu sichern und ihnen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Das Drei-Säulen-Modell strebt zwar eine Balance zwischen den einzelnen Dimensionen der Nachhaltigkeit an, jedoch bekommt die soziale Nachhaltigkeit vielen Experten zufolge immer noch zu wenig Aufmerksamkeit. Die ökologische Nachhaltigkeit scheint weitaus häufiger im Fokus zu stehen, wenn es um den Begriff Nachhaltigkeit geht. Häufig wird Nachhaltigkeit primär mit der Schonung von natürlichen Ressourcen und den Möglichkeiten zur Minderung des Klimawandels in Verbindung gebracht.

Unternehmen beschäftigen sich schon lange mit der Frage, wie sich eine nachhaltige Produktion am besten umsetzen lässt (ökonomische Nachhaltigkeit). Viele Unternehmen setzen dabei nicht nur auf eine ökologische Herstellung, sondern auch auf faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne, um alle drei Säulen der Nachhaltigkeit abzudecken.

 

So verhältst du dich sozial nachhaltig

Soziale Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Aspekt, der große und kleine Unternehmen interessieren sollte. Grundsätzlich sollte sich jeder angesprochen fühlen, um einen Beitrag für mehr soziale Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zu leisten. Nachfolgend zeigen wir dir, welche Dinge du in deinen Alltag integrieren kannst, um sozial und nachhaltig zu handeln.

  • Regionale Produkte: indem du möglichst regionale Produkte kaufst, unterstützt du die Händler und Unternehmen vor Ort. Produkte aus dem Ausland – dies betrifft vor allem Lebensmittel – müssen lange Lieferwege zurücklegen, ehe sie in deinem heimischen Supermarkt liegen, was wiederum wenig nachhaltig ist.
  • Bio-Produkte: greif beim Einkauf verstärkt auf biologische Produkte zurück. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern trägt auch zu einer besseren Gesundheit von Arbeitern bei, da sie auf den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln verzichten können.
  • Fair gehandelte Produkte: achte bei deinem Einkauf – ob Kleidung, Lebensmittel oder Möbel – auf Produkte mit Fairtrade-Siegel. Sie stehen für einen fairen Handel und eine faire Bezahlung.

Generell ist es gut, das Thema Nachhaltigkeit bewusst in deinen Alltag zu integrieren. Indem du zum Beispiel in vielen Bereichen auf nachhaltige Produkte setzt, die unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten hergestellt werden, kannst du einen Teil dazu beitragen, soziale Nachhaltigkeit zu unterstützen. Versuche dabei, so wenig Ressourcen wie möglich zu verschwenden, beispielsweise durch den Verzicht auf Fleisch und Plastik. Dadurch kannst du das Leben von Menschen in den Entwicklungsländern verbessern, die zum Beispiel unter Vertreibungen und Armut leiden. Eines der besten Beispiele ist die Abholzung von Regenwäldern und der einhergehenden Zerstörung von natürlichen Lebensräumen, um die gerodeten Flächen für den Anbau von Soja für die Tierfütterung zu nutzen.

 

So erkennst du soziale Nachhaltigkeit

Fakt ist: soziale Nachhaltigkeit betrifft nicht nur Unternehmen, sondern jeden einzelnen Menschen. Eine der besten Möglichkeiten, wie du soziale Nachhaltigkeit im Alltag erkennst, sind spezielle Zertifizierungen. Eines der bekanntesten Zertifikate ist das sogenannte Fairtrade-Siegel, das für einen fairen Handel steht. Fairer Handel bedeutet, dass Kleinbauern für ihre Arbeit angemessene Preise erhalten und unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten können. Zur Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit werden die Fairtrade-Standards regelmäßig überprüft.

Ein weiteres Zertifikat ist die CSC-Zertifizierung. Dieses Siegel wird mit unterschiedlichen Rohstoffen, wie zum Beispiel Beton und Zement, in Verbindung gebracht, die unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und der Einbeziehung des Drei-Säulen-Modells gewonnen, hergestellt und verarbeitet werden.

 

Soziale Nachhaltigkeit gegen Armut und Hunger

Als Teil des Drei-Säulen-Modells nimmt die soziale Nachhaltigkeit einen wichtigen Platz ein. Die soziale Nachhaltigkeit arbeitet mit dem Ziel, Menschen für ihre Arbeit gerecht zu entlohnen, Hunger und Armut zu bekämpfen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen sowie Chancen auf Bildung zu ermöglichen. Verbraucher und Unternehmen können gleichermaßen einen Beitrag für die Entwicklung von sozialer Nachhaltigkeit leisten, indem sie zum Beispiel verstärkt Bio-Produkte kaufen und verkaufen, Plastik vermeiden und auf Zertifizierungen, darunter Fairtrade und CSC, setzen.

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