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Smart-Meter-Steckdose

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

25.10.2020

Letztes Update

28.03.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Smart Meter: Intelligente Steckdosen

Smart Meter kommen. Ab 2032 sind die intelligenten Strommessgeräte Pflicht. Aber hast du schon von „Smart-Meter-Steckdosen“ gehört? Hier erfährst du, um was es sich dabei handelt.

Inhalt des Blogartikel

Ist die smarte Steckdose eine Alternative zum Smart Meter im Schaltkasten?

Ein Smart Meter besteht aus einem digitalen Stromzähler und einer Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway). Dieser misst den Stromverbrauch im Haushalt und speichert, wann wie viel Strom verbraucht wurde. Die verschlüsselten Daten sendet das Smart Meter Gateway an den Messstellenbetreiber, der sie wiederum an den Energieversorger weiterleitet. Über ein Online-Portal kannst du dann deinen Stromverbrauch ganz aktuell kontrollieren, auch den einzelner Geräte. Verbaut wird der intelligente Stromzähler im Schaltkasten des Hauses. Er ersetzt dort den alten, konventionellen Drehstromzähler, der nur den Stromverbrauch addiert und in Summe anzeigt – und das noch dazu analog.

Eine Smart-Meter-Steckdose ist eigentlich ein Adapter, um elektrische Geräte im Haus oder in der Wohnung zu steuern. Also eine Smart-Home-Anwendung. Nur nicht so kompliziert. Die Smart-Meter-Steckdose wird ganz einfach zwischen einem Elektrogerät – beispielsweise Hi-Fi-Anlage, TV, Kaffeevollautomat oder Waschmaschine – in die Steckdose gesteckt. Im Inneren der Steckdose befindet sich ein Funkempfänger. Dieser verbindet sich beispielsweise direkt mit dem WLAN-Router im Haus oder über eine Basisstation mit dem heimischen WLAN. Über eine App, die der Hersteller mitliefert, kann die smarte Steckdose den einzelnen Geräten zugeordnet werden. Die Bedienung erfolgt ebenfalls mithilfe einer App via Smartphone, Tablet oder Laptop. Je nach Hersteller ist auch eine Sprachsteuerung möglich.

 

Gleiche Anwendungen, verschiedene Übertragungstechnologien

Smarte Steckdosen gibt es hinsichtlich ihrer Übertragungstechnologie in verschiedenen Ausführungen:

  • WLAN
  • Bluetooth
  • Smart-Home-Funkstandard

WLAN-Steckdosen

Für WLAN-gesteuerte Steckdosen benötigst du keine extra Hardware. Du kannst sie daher schnell und einfach in dein WLAN-Netzwerk, das du zuhause nutzt, einbinden. Die Konfiguration wie auch die Einbindung erfolgen über eine App. Früher gab es teilweise Probleme mit der Stabilität des Systems, doch heute ist dies behoben.

Bluetooth-Steckdosen

Entscheidest du dich für eine Bluetooth-Steckdose, hast du den Vorteil, dass keine anderen Geräte erforderlich sind, weil die Kommunikation mit der smarten Steckdose direkt über das Smartphone hergestellt wird. Kleiner Nachteil der Bluetooth-Variante ist die Reichweite: Sie ist relativ gering. Da kann es in der Wohnung schon einmal passieren, dass die Verbindung unterbrochen wird. Um dies auszuschließen, gibt es Überbrückungsgeräte. Diese Bluetooth-Bridge verbindet sich mit dem WLAN-Netzwerk. Allerdings musst du auch hier darauf achten, dass die Entfernung zwischen Bluetooth-Bridge und Bluetooth-Steckdose nicht allzu groß ist.

Funk-Steckdosen

Eine weitere Möglichkeit sind Funk-Steckdosen. Sie kommunizieren meist über den Funkstandard ZigBee. Hierbei handelt es sich um einen der häufigsten Smart-Home-Funkstandards in der Hausautomation. Die Steckdosen funken auch hier an ein mit dem WLAN-Netz verbundenes Gateway. Vorteil dieses Funkstandards ist, dass er auch über größere Entfernungen zuverlässig funktioniert. Zudem ist der Stromverbrauch im Vergleich mit WLAN-Steckdosen niedriger.

 

Den Stromverbrauch messen

Die meisten WLAN-Steckdosen können aber dein Zuhause nicht nur smarter machen, indem du die Geräte steuern und programmieren kannst. Sie bieten dir auch die Möglichkeit, detailliert den Verbrauch der einzelnen Geräte im Haushalt anzuzeigen. Auf diese Weise hast du den Stromverbrauch und einzelne Verbraucher stets im Blick und im Griff. Du kannst so Stromfresser aufspüren und den Energieverbrauch in deinem Haus oder in der Wohnung optimieren und den Energieverbrauch effizienter und umweltschonender gestalten.

 

Intelligente Steckdose mit Smart-Meter-Funktion

Es gibt einen Anbieter, der seine Steckdosen mit Smart-Meter-Funktion bewirbt. Allerdings handelt es sich auch hier grundsätzlich um eine Smart-Home-Anwendung mit der drahtlosen Funktechnik Z-Wave. Das heißt, dass auch hier die Steuerung und Vorprogrammierung elektrischer Haushaltsgeräte im Vordergrund stehen. Die Smart-Meter-Funktion zur kontinuierlichen Kontrolle des Stromverbrauchs ist nur eine weitere Anwendungsmöglichkeit. 

Grundsätzlich bist du bei diesen Steckdosen auf die Geräte des Herstellers angewiesen, denn ohne dessen zentrale Steuereinheit funktioniert nichts. Nachdem du dich in der Home-Control-Zentrale angemeldet hast, kannst du die smarte Steckdose über das Hersteller-Home-Control-Online-Portal einfach programmieren. Dazu ist jedoch ein Account notwendig. Bist du eingeloggt, kannst du dann deine ganz individuellen Szenarien erstellen. Selbst die Steuerung per App von unterwegs ist dann möglich.

 

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Grundsätzlich kann alles gehackt werden, auch deine Hardware-Geräte. Die meisten Router bieten jedoch die Möglichkeit, DMZ/VLAN einzurichten (DMZ: Demilitarized Zone: Dabei handelt es sich um ein eigenständiges „neutrales“ Netzwerk; VLAN: Virtual Local Area Networks sind virtuelle Netzwerke, die ein bestehendes einzelnes physisches Netzwerk unterteilen). Auf diese Weise kreierst du dein eigenes Netzwerk für deine angeschlossenen Geräte. So kannst du zumindest möglichen Missbrauch durch einen externen Netzwerkzugriff einschränken.

 

Was kosten intelligente Steckdosen?

Selbstverständlich variieren die Kosten für Funksteckdosen je nach Hersteller und den angebotenen Features. Für intelligentere Modelle und Funksteckleisten musst du in Abhängigkeit vom Funktionsumfang etwa 35 bis 100 Euro bezahlen. Natürlich sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Wesentlich mehr Geld musst du ausgeben, wenn eine extra Basisstation erforderlich ist. Dies rechnet sich jedoch meist nur im Kontext mit umfassenden Smart-Home-Konzepten.

 

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Gerade in großen Häusern ist die Reichweite wichtig. Das gilt auch, wenn du die Steckdose vom Garten aus steuern willst. Es ist darauf zu achten, dass die angeschlossenen Geräte die für den Adapter zulässige Schaltleistung nicht überschreiten. Meist sind 1.000 bis 2.000 Watt ausreichend. Auch Funksteckdosen verbrauchen Strom. Da sie zum Energiesparen eingesetzt werden, sollten sie selbst möglichst wenig Strom verbrauchen. Im Schnitt ergeben sich pro Steckdose jährliche Stromzusatzkosten von etwa 2,50 Euro.

 

Fazit: Viele Vorteile mit Smart-Meter-Steckdosen

Mit einem Smart Meter haben Smart-Meter-Steckdosen lediglich die Möglichkeit der aktuellen Kontrolle über den Verbrauch der einzelnen Verbrauchsgeräte im Haushalt gemein. Dennoch ergeben sich ähnliche Möglichkeiten der Energieeinsparung. Vorteile entstehen durch die einfache Einbindung in ein Smart Home und die Steuerung elektrischer Geräte im Haushalt über das Smartphone selbst von unterwegs aus. Und natürlich aus der Tatsache heraus, dass du zur zeitnahen Messung des Verbrauchs keinen Messstellenbetreiber oder Energieversorger benötigst.

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