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Smart Home mit WiFi-Funktion

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

24.06.2021

Letztes Update

04.04.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Smart Home und WiFi: Darauf musst du achten

Umfangreiche Hausautomation und Smart Home-Funktionalität sind nicht immer dasselbe. Einzelne Funktionen lassen sich über ein Smart Home per WiFi kostengünstig realisieren.

Inhalt des Blogartikels

Die Smart Home Technologie im Überblick

Die Begriffe Smart Home und Hausautomation werden oft synonym verwendet. Bei der Hausautomation sind jedoch vor allem Funktionen der Haustechnik gemeint, also zum Beispiel die Heizungssteuerung, Smart Meter zur intelligenten Nutzung von Stromtarifen je nach Bedarf oder die automatische Steuerung von Rollläden und Einbruchmeldeanlagen.

Beim Smart Home geht es zumeist um die bequeme Steuerung alltäglicher Geräte über vernetzte Steckdosen oder kompatible Leuchtmittel. Hinzu kommt die erweiterte Funktionalität des Internet of Things. Es muss aber nicht immer die komplette Umrüstung mit teuren Endgeräten sein, um das Haus zumindest teilweise in ein Smart Home zu verwandeln und bestimmte Funktionen bequem aus der Ferne oder nach vorprogrammierten Zeitabläufen zu steuern. Entscheidend ist die Kommunikation zwischen den Geräten und der eventuell erforderlichen Steuerzentrale. Über die Jahre hinweg haben sich verschiedene Funk- und Kommunikationsstandards etabliert, die alle ihre Vor- und Nachteile haben (insbesondere bei der Sicherheit). Die Kombination von Smart Home und WiFi ist besonders beliebt, weil die meisten Haushalte bereits über die technischen Voraussetzungen zum Aufbau eines smarten Heimnetzwerks verfügen. Es gibt aber auch Nachteile, wie etwa den relativ hohen Energiebedarf von WiFi-Komponenten. Sind diese nämlich auf eine Batterieversorgung angewiesen, ist WLAN nicht die beste Wahl für die Vernetzung. Dies kann zum Beispiel bei akkubetriebenen Kameras oder Sensoren der Fall sein.

 

Smart Home mit WiFi: Funktionen am Bedarf orientieren

Zunächst solltest du dir Gedanken darüber machen, was du mit einem Smart Home per WiFi Steuerung eigentlich genau anfangen möchtest. Geht es primär um die Einbindung von Sprachassistenten zur Steuerung deiner Beleuchtung oder soll es ein eher komplexer Funktionsumfang im Sinne der vollständigen Hausautomation sein? Auch die Sicherheit ist wichtig: Die Einbindung einer wirklich guten Alarmanlage als Einbruchschutz ist über einfache Smart Home WiFi-Komponenten oft nicht möglich, weil die Hersteller auf eigene Standards und Protokolle setzen. Eine IP-Kamera im Smart Home-Netzwerk ist noch keine vollwertige Security-Maßnahme. Manipulationen der Netzwerke oder der Stromversorgung können einfache Geräte schnell außer Funktion setzen.

 

Typische Einsatzbereiche für Smart Home WiFi Komponenten

  • Smart Home Steckdosen ermöglichen das An- und Ausschalten von Geräten, die ansonsten nicht Smart-Home-fähig wären (z. B. ein Ventilator oder eine alte Stehlampe)
  • Smart Home Lichtschalter lassen sich direkt ansteuern, um z. B. eine alte Deckenlampe zu schalten.
  • Smart Home Leuchtmittel lassen sich direkt in die Fassung einschrauben und nach Anbindung an das WiFi-Netzwerk an- und ausgeschalten. LED-Lampen ermöglichen häufig auch die Änderung von Farben und Helligkeit.
  • Smart-Home-fähige Endgeräte wie Kühlschränke, oder Saugroboter lassen sich im Netzwerk komfortabel steuern.
  • Sicherheitskomponenten wie Kameras oder Außenbeleuchtung sind ebenfalls integrierbar.
  • Funktionen zur Hausautomation ermöglichen Temperaturregulierung (Heizungs- und Klimasteuerung), Rollladensteuerung und ähnliches.
  • Alle Komponenten lassen sich aus der Ferne über das Internet steuern (also auch bei Abwesenheit im Urlaub).
  • Smart Home mit WiFi-Anbindung kann ein wichtiger Beitrag zur Barrierefreiheit sein (insbesondere bei Nutzung von Sprachassistenten).

Wie funktioniert ein Smart Home mit WiFi?

Um dein Smart Home mit WiFi zu vernetzen, benötigst du einen Internetanschluss und ein entsprechendes WLAN-Netzwerk, das in der Regel über einen passenden WiFi-Router ohnehin bereits vorhanden ist. Geräte, die sich ohne zusätzlichen Hub oder eine Steuerzentrale mit dem Router verbinden lassen, können auf diese Weise relativ unkompliziert in dein Heimnetzwerk integriert werden. Ein Hub bündelt quasi die verschiedenen Smart Home-Komponenten eines Herstellers (bzw. eines bestimmten Kommunikationsprotokolls). Statt jedes einzelne Gerät aufwändig manuell ins WiFi-Netzwerk einzubinden, musst du bei Hub-Lösungen meist nur einmal den Hub installieren und kannst weitere Geräte per Plug & Play hinzufügen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn du sehr viele Komponenten einbinden möchtest. Der Hub dient außerdem unter Umständen als Signalverstärker für dein WiFi-Netzwerk.

Die Anschaffung des Hubs kostet natürlich zusätzlich Geld. Auch sind nicht alle Produkte mit allen Hubs anderer Hersteller untereinander kompatibel. Die Alternative liegt in Geräten, die ihre eigene WLAN-Kommunikation aufbauen können. Der Nachteil liegt hier wiederum im höheren Einzelpreis sowie im größeren Platzbedarf. Hub-basierte Geräte können in der Regel sehr viel kleiner gebaut werden, was je nach Einbauort entscheidend sein kann (etwa, wenn für einen größeren Lampenkörper oder eine sperrige Funksteckdose kein Platz ist). Konfigurieren kannst du deine Smart Home WiFi Komponenten in der Regel über herstellerbasierte Apps am Smartphone, Tablet oder PC. Auch die Integration von Sprachassistenten der großen Hersteller ist meistens möglich. Dann funktionieren oft sogar Smart Home-Komponenten unterschiedlicher Hersteller im Zusammenspiel mit dem Sprachassistenten.

 

Reichweite im Smart Home WiFi beachten

Wenn du bereits WLAN-Produkte in deiner Wohnung oder deinem Haus betreibst, kennst du vermutlich die Probleme mit der Reichweite, wenn du in einem anderen Stockwerk oder Zimmer einen Film auf Tablet oder Smartphone streamen möchtest. Grundsätzlich gelten diese Überlegungen natürlich auch für den Aufbau eines Smart Home WiFi Netzwerks, denn die Lampe im Keller kann nur dann ferngesteuert werden, wenn das WLAN-Signal auch dort ankommt. Um die Reichweite zu erhöhen, gibt es verschiedene Lösungen. Zum einen kannst du sogenannte Repeater einsetzen, die nicht nur die Reichweite insgesamt verbessern, sondern auch dafür sorgen, dass mehr Mbit der maximalen Verbindungsgeschwindigkeit beim Gerät ankommen. Dann spricht man auch von einem Speedport. Solche Repeater werden meist einfach in eine Steckdose gesteckt und mit dem WLAN verbunden. Nun sind Verbindungsgeschwindigkeit (Mbits) und Bandbreite für Geräte wie Smart Home Steckdosen oder LED-Lampen nicht ganz so wichtig, weil keine gigantischen Datenmengen übertragen werden müssen. Wichtiger ist vielmehr, dass ein sauberes und ungestörtes Signal gesendet und empfangen wird.

 

2,4 Ghz oder nicht? Die Achillesferse vieler Smart Home WiFi Installationen

Die Auswahl der Frequenz, auf der das WLAN mit den Komponenten kommuniziert, stellt immer einen Kompromiss dar. Die meisten (insbesondere ältere Komponenten) nutzen 2,4 Ghz (Gigahertz), weil die Reichweite gut ist. Dadurch ergibt sich aber gerade in Gegenden mit einer sehr hohen WiFi-Dichte (z. B. in Mietshäusern) das Problem, dass sich die vielen Geräte irgendwann gegenseitig stören können. Außerdem ist die Bandbreite auf dieser Frequenz geringer, was sich beim Surfen im Internet oder Streaming von Videos bemerkbar macht. Höhere Geschwindigkeiten bieten Geräte, die mit 5 Ghz-Technologie arbeiten. Das wird jedoch durch eine sehr viel geringere Reichweite erkauft. Außerdem sind nicht alle älteren Router und Endgeräte in der Lage, 5 Ghz zu nutzen.

Tipp: Wenn du Probleme mit der Reichweite hast, überprüfe, ob dein Smart Home WiFi auf 2,4 oder 5 Ghz läuft. Wenn die Option besteht, beide Möglichkeiten zu nutzen, kannst du die Reichweite durch das Umschalten auf 2,4 Ghz oft verbessern. Achtung: Manche Hersteller unterstützen nicht die gleichzeitige Nutzung von Geräten, die auf unterschiedlichen Frequenzen arbeiten. Dann musst du dich für eine Frequenz entscheiden.

 

Mehr als nur Komfort: Smart Home WiFi bringt Vorteile in vielen Bereichen

Ein wichtiger Aspekt, der in heutigen Wohnungen oft vernachlässigt wird, ist die Barrierefreiheit. Sprachassistenten können beispielsweise älteren oder mobilitätseingeschränkten Menschen dabei helfen, die Lichter im Untergeschoss auszuschalten, wenn sie bereits im Bett liegen. Doch auch die komfortable Heizungs- und Klimasteuerung sind weit mehr als nur Ausdruck besonderer Bequemlichkeit. Tatsächlich lässt sich über ein Smart Home per WiFi das Energiesparen gewaltig optimieren. Neben der Senkung von Heizkosten durch die intelligente Heizungssteuerung bzw. Klimatisierung ist nämlich auch die Einbindung von Smart Metern möglich, um die Stromnutzung insgesamt intelligenter und günstiger zu gestalten. Falls du bislang noch traditionelle Leuchtmittel wie Halogenlampen verwendest, kann die Umrüstung auf smarte LED-Beleuchtung ebenfalls viel Energie einsparen. Intelligente Endgeräte reduzieren ihren Verbrauch außerdem je nach Einstellung automatisch, etwa wenn du das Haus verlässt und längere Zeit abwesend bist. Nicht zuletzt kannst du auch den Einbruchschutz verbessern – das setzt jedoch eine sichere WiFi-Architektur voraus, die nicht ohne Weiteres von außen gehackt werden kann.

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