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Smart-Home-Versicherung: Relevanz & Optionen

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

05.10.2021

Letztes Update

09.08.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Alles rund um die Smart-Home-Versicherung

Hier erfährst du, welche Smart-Home-Versicherungen es gibt, welche Schadensfälle die Police berücksichtigen sollte und was sich bei bereits bestehenden Versicherungen verändert.

Inhalt des Blogartikels

Sollte ich das Smart Home versichern?

Wenn du in deinem Haushalt elektronische Geräte über eine Versicherung schützen möchtest, greifst du dafür klassischerweise auf die Hausratversicherung zurück. Diese reicht aber heute in vielen Fällen nicht mehr aus, wenn es um Technologie in Zusammenhang mit dem Smart Home geht. Mit einer Elektronikversicherung, dem Smart-Home-Schutz und anderen Zusatzdeckungen hast du die Möglichkeit, wirklich alle Geräte in deinem Heim einzubeziehen.

Der Smart Home Monitor zeigt, dass heute 40 Prozent der Deutschen bereits über wenigstens eine Anwendung mit Smart-Home-Fähigkeit verfügen. Damit ist die Frage für viele Haushalte relevant, welche Geräte aus ihrem Smart Home einer zusätzlichen Versicherung bedürfen.

Smart-Home-Anlagen können heute sehr umfangreich sein. Dementsprechend lohnt es sich bei vielen Geräten, diese im Rahmen einer Versicherung abzudecken. Smart Home bedeutet in der Praxis, dass du über verschiedene Geräte verfügst, die miteinander vernetzt sind und die du zentral steuerst. Das geht in vielen Fällen über das Smartphone. Grundsätzlich sind alle Geräte versicherungsrelevant, die du in irgendeiner Form über dein Smartphone bedienen kannst.

 

Welche Geräte kann ich versichern?

Unterteilen lassen sich die Geräte für das Smart Home in verschiedene Kategorien. Diese richten sich danach, welche Funktionen die Anlagen erfüllen sollen:

Prinzipiell sind alle diese Geräte und Anlagen versicherbar. Intelligente Leuchtmittel, Steckdosen für die Hausautomation und Heizkörperthermostate im Smart Home können bereits in einer kleinen Wohnung in großer Zahl vorkommen. Hier lohnt sich ein entsprechender Versicherungsschutz, um finanzielle Verluste zu vermeiden.

Schaltbare Steckdosen kommen beispielsweise häufig zum Einsatz, weil du damit anhand eines Zeitplans deine Geräte wie den Fernseher vom Netz nehmen kannst. Das ist nützlich, um in der Nacht einen Stand-by-Verbrauch zu vermeiden. Eine einzelne smarte Steckdose ist für sich genommen vielleicht keine erhebliche Investition, hier macht es aber die Menge. Denn schaltbare Geräte gibt es viele im Haus.

Weitere Beispiele für versicherbare Technik findest du im Bereich der Überwachung. Hier kommen Smart-Home-Kameras und Sensoren zum Einsatz, die häufig in der Anschaffung teuer sind. Das liegt zum Beispiel an den verbauten Objektiven und Chips für eine Aufzeichnung der Bilder in hoher Auflösung. Gerade hier ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz sinnvoll.

 

Welche Versicherung benötige ich für mein Smart Home?

Mit dem Smart Home ändert sich ggf. dein Versicherungsbedarf. Deine Möglichkeiten im Überblick:

Hausratversicherung als Basis

Die Hausratversicherung kommt für Schäden am Hausrat auf. Für Smart-Home-Geräte ist die Hausratversicherung zuständig, weil diese in der Regel nicht fest mit dem Haus verbunden sind. Zudem handelt es sich nicht um unselbstständige Komponenten. Ansonsten käme eine Abdeckung über die Gebäudeversicherung in Betracht. Tatsächlich sind die Geräte aus dem Smart Home aber bewegliche Komponenten, die im Haushalt der privaten Nutzung dienen. Hierfür ist die Hausratversicherung zuständig.

Schutzbrief oder Elektronikversicherung als Zusatz

Während bei der einfachen Hausratversicherung Aspekte wie die Grundgefahren – beispielsweise Feuer, Einbruch oder Raub – abgedeckt sind, kann sich der Versicherungsbedarf beim Smart Home noch einmal verändern.

Mit der Elektronikversicherung sind alle Geräte abgedeckt, die über elektronische Bauteile verfügen. Allgemein lassen sich damit Modelle der Informations-, Kommunikations- und Bürotechnik absichern. Das ist auch für das Smart Home relevant, um auch in folgenden Fällen abgesichert zu sein:

  • Bedienungsfehler können deutlich schneller auftreten als etwa bei der Einstellung einer Waschmaschine.
  • Möglich sind auch Schäden durch Ungeschicklichkeiten – wenn du beispielsweise ein Gerät versehentlich fallen lässt oder eine nicht richtig befestigte Kamera von der Wand rutscht.
  • Doch auch Konstruktions- und Materialschäden können auftreten, wenn die Geräte noch nicht ausgereift sind.
  • Weitere Problemfelder ergeben sich durch Vandalismus, etwa an der Überwachungstechnik im Außenbereich.
  • Zudem sind technische Defekte möglich, die durch Feuchtigkeit, Kurzschluss, Induktion oder Überstrom auftreten können.

Am Ende steht immer eine beschädigte Hardware, für die du Ersatz haben möchtest. Hier ist eine Elektronikversicherung hilfreich. Versicherer bieten vereinzelt auch spezielle Schutzbriefe an, die Hilfe im Notfall leisten und ggf. der Schadensregulierung dienen. Allerdings sind die Leistungen meist gedeckelt. Zudem kooperieren viele Anbieter nur mit bestimmten Herstellern. Ein Schutzbrief lohnt sich daher weniger, zumal der Versicherungsumfang oft schon durch bestehende Versicherungen abgedeckt ist.

Spezielle Versicherung für die Solaranlage

Die Vernetzung im Smart Home bezieht im Idealfall auch die Solaranlage ein. Mit der intelligenten Steuerung verfolgst du das Ziel, deine elektrischen Geräte wie zum Beispiel den Kühlschrank oder die Heizung so ein- und auszuschalten, dass du sie nach Möglichkeit mit Sonnenenergie betreiben kannst.

Intelligente Systeme werten zum Beispiel Wetterdaten aus und wissen daher, wann ein bewölkter Himmel demnächst die Energieerzeugung über die Solaranlage einschränkt. Diese Daten kann das Smart Home nutzen, um noch einmal schnell die Heizung hochzufahren. Weiterhin ist es möglich, einen Batteriespeicher für Photovoltaik in das Smart Home zu integrieren.

Damit ist es überlegenswert, ob eine spezielle Versicherung für die Solaranlage sinnvoll sein könnte. Ein Versicherungsschutz besteht für die Solaranlage bereits über die Wohngebäudeversicherung. Diese deckt Schäden durch Feuer, Sturm oder Hagel sowie den Austritt von Leitungswasser ab. Eine zusätzliche Versicherung ist zum Beispiel dann erforderlich, wenn du auch Diebstähle absichern möchtest.

Mit der Photovoltaikversicherung steht für die Solaranlage eine eigene Versicherungsart zur Auswahl. Hier ist das Leistungsspektrum deutlich ausgeweitet. Schließt du eine entsprechende Police ab, sind auch Überspannungsschäden, Schäden durch Konstruktions- und Aufstellfehler oder durch Naturgewalten wie Hochwasser berücksichtigt.

Zu unterscheiden sind die Elektronikversicherung und die Allgefahrenversicherung. Eine Allgefahrenversicherung ist empfehlenswert, wenn du auch Diebstahl und Vandalismus abdecken möchtest. Das ist bei der Elektronikversicherung nicht der Fall.

 

Muss ich eine bestehende Versicherung anpassen?

Die verwendete Smart-Home-Lösung kann auch Auswirkungen auf bereits bestehende Verträge für die Hausratversicherung haben. Denn mit der Vernetzung und der neu hinzukommenden Technik ist möglicherweise eine Gefahrerhöhung verbunden.

Versicherungsnehmer, die ihr Smart Home also neu einrichten, nachdem sie bereits eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, sollten die eventuelle Gefahrerhöhung prüfen. Hier sind zum Beispiel Hacker-Angriffe ein zu berücksichtigendes Risiko neuer Art. Die Hacker könnten versuchen, von außen auf das System zuzugreifen und die vernetzten Geräte zu manipulieren. Im schlimmsten Fall lösen sie damit sogar einen Versicherungsfall aus, wenn es zum Beispiel zu einem Brand kommt.

Berücksichtige, dass du nach Abschluss der Hausratversicherung und allgemein von Versicherungen keine Gefahrerhöhung vornehmen darfst, ohne dass der Versicherer vorher eingewilligt hat (§ 23 Abs. 1 Versicherungsvertragsgesetz VVG). Hier ist es wichtig, das Gespräch mit der Versicherung zu suchen.

Es ist durchaus möglich, dass es nach der Betrachtung des Falles zu einer Prämienerhöhung kommt. Erörtere bei dieser Gelegenheit am besten gleich auch, ob du eine zusätzliche Deckung etwa im Rahmen der Elektronikversicherung vornehmen solltest, um bei allen Schadensfällen die entsprechende finanzielle Sicherheit zu erhalten.

Möglich ist weiterhin, dass der Versicherer Empfehlungen dafür abgibt, welche Technik du im Smart Home verwenden solltest. Für den Versicherer ist es nämlich wichtig zu wissen, welche Geräte du genau einsetzt und wie sicher diese seiner Einschätzung nach sind. Er interessiert sich auch dafür, wer die Installation vornimmt und ob diese fachmännisch unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte durchgeführt wurde.

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