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Smart-Home-Thermometer

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

24.08.2021

Letztes Update

04.04.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Smart-Home-Thermometer: Mehr als nur eine Temperaturanzeige

Smarte Thermometer bieten dir eine detaillierte Wettervorhersage und können sogar Handlungsempfehlungen geben. Doch nicht immer sind die Geräte tatsächlich smart.

Inhalt des Blogartikels

Was ist ein Smart-Home-Thermometer?

Klassische Thermometer nutzen das Temperaturverhalten von Stoffen aus. In der Regel dehnt sich ein Stoff bei Temperaturerhöhung aus und zieht sich bei sinkender Temperatur zusammen. Bei Außen- und Innenthermometern im Haushalt wurde früher das flüssige Metall Quecksilber verwendet. Eine geringe Menge Quecksilber befand sich in einer luftdicht verschlossenen Kapillarröhre aus Glas. Bei steigender Temperatur dehnt sich das Quecksilber aus und steigt dabei in der Röhre nach oben. Bei sinkender Temperatur sinkt auch die Quecksilbersäule zusammen und zeigt die Temperatur an.

Heutzutage lässt sich die Temperatur häufig mit elektrischen Sensoren messen und auf digitalen Displays anzeigen. Im Haushalt verfügen solche modernen Thermometer oft über ein Innengerät mit einem Sensor und über einen getrennten Außensensor. Das Display im Innengerät zeigt dir parallel die aktuelle Raumtemperatur sowie die Außentemperatur an. Smart ist ein solches Gerät allerdings erst dann, wenn es über WLAN oder ein anderes geeignetes Funkprotokoll verfügt und du es so in ein Smart-Home-System einbinden kannst.

Unterschied zu Thermostaten

Ein Thermometer ist ein Gerät, das die Temperatur misst und anzeigt. Ein Thermostat hingegen ist ein Regler. Das bekannteste Beispiel ist sicher das Heizkörperthermostat. Auch das Thermostat misst die Temperatur. Darüber hinaus vergleicht es den Messwert mit der eingestellten Wunschtemperatur (Sollwert) und stellt das Heizkörperventil so ein, dass es den Sollwert erreicht.

 

Wie funktioniert ein Smart-Home-Thermometer?

Moderne digitale Thermometer für die Temperaturmessung in- und außerhalb von Räumen beschränken sich meist nicht nur auf die Temperatur. Oft messen sie auch die Luftfeuchtigkeit und ersetzen somit das Hygrometer. Bei sogenannten Wetterstationen kommt noch der Luftdruck hinzu. Damit sind kurzfristige Wettervorhersagen möglich. Eine weitere Funktion ist die Überwachung der Raumluftqualität. Mit mehreren Sensoren können die Messungen in verschiedenen Räumen gleichzeitig erfolgen und dir die Messwerte auf dem Display des Zentralgerätes anzeigen.

Die Verbindung zwischen den einzelnen verteilten Sensoren und dem Zentralgerät erfolgt per Funk. Hochwertige Geräte können dir die Daten über WLAN auf einem Smartphone anzeigen und sie dort speichern lassen. Einige solcher Messsysteme kannst du sogar mit einem Smart-Home-Lautsprecher koppeln. So kannst du beispielsweise Alexa nach der Temperatur fragen, oder einen Wetterbericht abfordern.

Die Kombination von Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und evtl. Luftqualitätsmessung hat noch einen weiteren Vorteil. Das Messgerät kann einen Alarm auslösen und dich zum Lüften auffordern, wenn eine schlechte Luftqualität das erfordert oder durch zu hohe Luftfeuchte die Gefahr von Schimmelbildung besteht.

 

Wann ist das Thermometer tatsächlich smart?

Die umfangreichen Messsysteme erhalten durch die Hersteller oftmals die Bezeichnung als smarte Thermometer oder Smart-Home-Thermometer. Sofern sich die Geräte nicht tatsächlich in ein Smart-Home-Netzwerk einbinden lassen, ist diese Bezeichnung jedoch nicht korrekt. Die Kopplung mit einem Smart-Home-System durch WLAN ist tatsächlich eher selten.

In einem Smart Home, bei dem auch die Heizung und möglicherweise die Lüftung automatisch steuern lassen, sind ohnehin schon Sensoren für die Temperaturmessung in den einzelnen Räumen enthalten. Optional bieten die Systemanbieter kombinierte Smart-Home-Thermometer und Hygrometer an. Oftmals sind auch Luftqualitätsfühler enthalten. Die Werte kannst du auf dem Display des Smart-Home-Controllers und damit auch mit dem Smartphone abrufen. Erreichen Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftqualität kritische Werte, löst der Controller einprogrammierte Aktionen aus. Zum Beispiel drosselt er die Heizung und öffnet die Fenster.

Zum optionalen Lieferumfang einiger Smart-Home-Systeme gehören komplette Wetterstationen zur Außenmontage. Sie beinhalten Temperatursensoren, Hygrometer, Luftdrucksensoren und sogar Windgeschwindigkeitsmesser. So kannst du dir deine individuelle Wettervorhersage erstellen lassen.

 

Vorteile von Smart-Home-Thermometern

Ein smartes Thermometer hat vielseitige Funktionen und verrät dir nicht nur, mit welchen Temperaturen du vor deiner Haustür rechnen musst. Es kann dich beispielsweise frühzeitig alarmieren, um Schimmelbildung in deiner Wohnung oder deinem Haus zu verhindern. Diese Vorteile hast du mit einem Smart-Home-Thermometer:

  • gleichzeitige Messung und Anzeige der Temperatur mehrerer Räume
  • Messung und Anzeige der Außentemperatur
  • häufig Kombination mit Luftfeuchtigkeitssensoren
  • kein Netzanschluss nötig, Versorgung über Batterien
  • Verbindung von Zentralgerät und Sensoren über Funk, keine Leitungsinstallation nötig
  • Warnung vor Gefahr von Schimmelbildung
  • hochwertige Geräte mit Verbindung zu Smartphone und/oder Smart Speaker ermöglichen eine sehr bequeme Fernbedienung

Was kostet ein Smart-Home-Thermometer?

Autarke Smart-Home-Thermometer, die du nicht in ein Smart Home einbinden kannst, erhältst du bereits unter 20 Euro. Je nach Ausstattung und Anzahl der möglichen Sensoren können die Preise allerdings bis in den niedrigen dreistelligen Bereich steigen.

Zu einem echten Smart-Home-System gehörende Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren kosten in der Regel unter 100 Euro. Außensensoren sind meist teurer. Ausgefeilte Außenwetterstationen zur Kopplung mit einem Smart-Home-Netzwerk können mehrere hundert Euro kosten.

 

Lohnt sich ein Smart-Home-Thermometer?

Die höherwertigen Smart-Home-Thermometer kannst du bereits als Raumklimaüberwachung bezeichnen. Du siehst auf einen Blick, welche Werte bei Temperatur und Luftfeuchte in deinen Räumen herrschen und bekommst angezeigt, wenn Schimmelbildung droht. Wenn dein Gerät zusätzlich über Luftqualitätssensoren verfügt, gibt es eine Lüftungsempfehlung bei schlechter Luftqualität. Geräte, die auch das Außenklima überwachen, können sogar kurzfristige lokale Wettervorhersagen generieren.

Darüber hinaus verfügen manche Geräte über eine Kopplungsmöglichkeit mit dem Smartphone oder Smart Speakern. Das erhöht den Bedienkomfort extrem. Ein solches Smart-Home-Thermometer lohnt sich allein schon wegen der Warnfunktionen. Zumal die Preise dieser Geräte erschwinglich sind.

Solltest du bereits ein echtes Smart Home System in deinem Wohnbereich nutzen, ist ein extra Smart-Home-Thermometer nicht vonnöten. Denn du kannst alle genannten Funktionen dieser Geräte mit integrierten oder optionalen Komponenten deines Systems realisieren.

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