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Smart Home im Neubau

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

28.08.2021

Letztes Update

09.08.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Gute Planung spart Kosten für dein Smart Home im Neubau

Immer mehr Bauherren denken darüber nach, Komponenten für ein Smart Home im Neubau direkt zu integrieren, um Kosten zu sparen. Eine sorgfältige Planung ist jedoch Voraussetzung.

Inhalt des Blogartikels

Welche Komponenten gehören in einen Smart-Home-Neubau?

Smarte Häuser und Wohnungen bieten viele Vorteile. So erhöht ein Smart Home nicht nur den Komfort, sondern kann auch beim Energiesparen helfen. Die Reduzierung von Barrieren im Alltag ist ein anderer Aspekt, der für das moderne Wohnen immer wichtiger wird. Die Sicherheit ist für viele Bauherren ein weiterer Grund, über die Integration von Komponenten für ein Smart Home im Neubau schon frühzeitig nachzudenken.

 

So planst du deinen Neubau mit Smart-Home-Komponenten

Die Überlegung, im neuen Haus ein Smart-Home-System zu verbauen, liegt nahe. So können während der Bauplanung wichtige Installationen und Einbauten frühzeitig integriert werden. Was letztlich wirklich sinnvoll ist, hängt dabei von deinen Vorstellungen und Anforderungen ab – und deinem Budget. Zunächst solltest du dir darüber Gedanken machen, welche Funktionalität du von deinem Smart Home im Neubau erwartest. Geht es vor allem um Energieeinsparung bei der Heizungssteuerung, den Komfort bei der Steuerung von Licht und Rollläden oder möchtest du eine umfassende Hightech-Lösung, bei der sich Fenster und Türen aus der Ferne öffnen und schließen lassen und ein Sicherheitssystem vor Gefahren wie Feuer, Gas oder Einbruch warnt? Auch der Garten wird immer häufiger zum Revier von Smart-Home-Geräten. Die Möglichkeiten werden in Zukunft weiter wachsen, weswegen deine Planung zukunftssicher und technisch zuverlässig sein sollte. Denn ob der Hersteller auch in 10 Jahren noch Ersatzteile oder Updates liefert, ist natürlich nicht ganz unwichtig.

 

Das richtige System für deinen Smart-Home-Neubau finden

Obwohl heutzutage immer von kabellosen Lösungen die Rede ist, macht es bei der Planung im Neubau Sinn, Smart-Home-Systeme mit Verkabelung zu planen. Kabelverbindungen sind weniger störanfällig, funktionieren zuverlässig in allen Bereichen des Hauses (also auch dort, wo der Empfang schlecht ist) und versorgen die Komponenten direkt mit Strom. Unterscheiden muss man jedoch zwischen der konventionellen Verkabelung für die Stromversorgung von Schaltern, Aktoren oder Sensoren und einem Bus-System, über das die Komponenten auch ihre interne Kommunikation abwickeln können. Somit wäre dein Smart Home unabhängig von störanfälligen WLAN-Netzwerken. Auch leere Batterien oder Akkus in Funkempfängern sind bei Verkabelung kein Problem.

 

Welcher Standard eignet sich für deinen Smart-Home-Neubau?

Entscheidest du dich für ein Bus-System (KNX), hast du die Qual der Wahl. Das von vielen Herstellern favorisierte KNX-System zeichnet sich durch seine Zuverlässigkeit aus. Allerdings gibt es mittlerweile auch andere Bus-Systeme, die mit komplexen Logik-Anforderungen besser zurechtkommen. Viele solcher Funktionen oder auch die Sprachsteuerung über einen smarten Lautsprecher sind jedoch unabhängig vom Bus-System auch über App-Lösungen der Komponentenhersteller immer besser zu integrieren. Ein Vorteil von KNX ist, dass du verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller verwenden kannst. Das ist Beispiel dann von Belang, wenn du nach einigen Jahren einen defekten Schalter tauschen möchtest, der ursprüngliche Hersteller aber gar nicht mehr existiert. Bei herstellergebundenen Bus-Systemen hast du dann unter Umständen ein Problem.

 

Zentrale oder dezentrale Installation?

Bei der zentralen Installation laufen die Smart-Home-Komponenten alle im Verteilerkasten zusammen. Die sogenannte sternförmige Verkabelung ist etwas aufwändiger, bietet aber gerade im Hinblick auf spätere Änderungen von Komponenten Vorteile. Dezentrale Installationen sind für viele Bauherren auf den ersten Blick attraktiver, weil sie keinen Grund dazu sehen, Komponenten wie Dimmer für die Wohnzimmerlampe im Schaltkasten zu installieren, wenn es auch in der Gerätedose des Lichtschalters oder der Steckdose möglich ist. Allerdings ist die dezentrale Montage (bei entsprechend vielen Komponenten) unter dem Strich oft aufwändiger und teurer als die einmalige zentrale Installation, die je nach Bus-System über genügend Steuerkanäle für die Zukunft verfügt. Die Wartung ist bei zentralen Systemen in der Regel ebenfalls einfacher. Letztlich musst du aber individuell entscheiden, welche Installation in deinem Fall sinnvoll ist.

 

Machen Vorbereitung und spätere Nachrüstung von Smart-Home-Systemen im Neubau Sinn?

Wenn das Budget keine umfassende Smart-Home-Lösung im Neubau erlaubt, neigen manche Bauherren dazu, das Smart Home dennoch vorzubereiten. Man kann ja später immer noch ein System nachrüsten. Hinsichtlich der elektrotechnischen Planung macht es aber einen erheblichen Unterschied, ob später aufwändige Arbeiten am Verteilerkasten notwendig werden. Eine umfangreiche Nachrüstung ist dann mit funkgesteuerten Systemen und Aufputz-Lösungen oft erheblich günstiger. Möchtest du außerdem deine Smart-Home-Geräte, sprich Licht, Heizung und Co., über in Wände eingelassene Tablets steuern (statt über normale Schalter), sollte dies ebenfalls frühzeitig eingeplant werden.

 

Mit diesen Kosten musst du rechnen

Während die baulichen Maßnahmen für Smart Home im Neubau bei guter Planung kaum ins Gewicht fallen, ist besagte Planung durch Fachleute unbedingt zu empfehlen – und leider auch teuer. Gleiches gilt für die Programmierung der Smart Home Technologie, sofern du nicht auf diesem Gebiet bewandert bist. Aber auch, wenn du Planung und Programmierung selbst in die Hände nimmst, darf die Abstimmung mit dem ausführenden Elektriker nicht fehlen – und ohne den geht natürlich gar nichts. Trotz sinkender Kosten für die einzelnen Systemkomponenten ist ein Smart Home je nach Funktionsumfang nicht billig. Und auch hier spielen Zielsetzung und Planung eine wichtige Rolle, denn die Smart Home Kosten im Neubau richten sich natürlich vor allem nach Größe und Umfang der Lösungen. Nach oben gibt es keine Grenzen, weswegen wir auch keine pauschalen Angaben zu den Kosten machen können.

 

Smart Home Kosten im Neubau (Angaben können je nach Hersteller variieren)

Bei unserer Recherche nach spezifischen Kosten sind wir auf folgende Werte gestoßen:

  • Stellantrieb für Heizkörper (ca. 80 Euro / Stück)
  • Kontakte für Fenster oder Türen (ca. 70 Euro / Stück)
  • Bewegungsmelder (ca. 100 Euro / Stück)
  • Dimmer (ca. 30 bis 40 Euro / Stück)
  • Universalaktoren (ca. 50 Euro / Stück)
  • Wandtaster (ca. 10 Euro / Stück)
  • Zentraler Hub zur Steuerung (ca. 300 Euro)
  • Rollladenmotoren mit Funksteuerung (ca. 150 bis 200 Euro / Stück)

Je nach benötigter Anzahl der Komponenten kann also eine hübsche Summe zusammenkommen. Hinzu rechnest du selbstverständlich die Installationskosten, die je nach Aufwand und den Voraussetzungen im Haus sowie je nach Elektrofachbetrieb extrem unterschiedlich ausfallen können. Insgesamt musst du für das Smart Home Kosten im Neubau von mehreren tausend Euro veranschlagen. Allerdings gibt es unter Umständen die Möglichkeit, staatliche Förderungen für dein Smart Home im Neubau oder in Bestandsbauten zu beantragen, weil Smart-Home-Funktionalität sowohl zur Erhöhung des Wohnkomforts und Barrierefreiheit als auch aus Gründen der Energieeffizienz und Sicherheit förderfähig sein kann.

Vorteile und Nachteile von Smart Home im Neubau

Damit dir deine Entscheidung, ob du nun Smart-Home-Komponenten verbauen möchtest oder nicht, leichter fällt, haben wir hier noch einmal alle Vor- und Nachteile für dich aufgelistet:

  • optisch perfekte Integration aller Komponenten ohne klobige Steckdose/Stecker oder Aufputz-Verkabelung
  • bei guter Planung günstiger als aufwendige Nachrüstungen mit nachträglicher Verkabelung
  • Systeme mit Verkabelung sind weniger störanfällig als Funklösungen
  • teilweise hohe Kosten für elektrische Installationen
  • je nach Hersteller und Bus-System evtl. hohe Folgekosten bei Reparatur und Austausch
  • bei schlechter Planung drohen hohe Kosten für Nachrüstungen

Smart Home im Neubau sollte von Anfang an eingeplant werden

Ein Smart Home im Neubau von Beginn an einzuplanen, erhöht die Baukosten, kann sich aber langfristig lohnen. Nicht nur, weil es komfortabler ist, sondern auch, weil sich durch Smart Home Steuerung die Heizkosten oft deutlich senken lassen. Nachrüsten ist zwar möglich, aber bei fest verkabelten Systemen oft teurer als der sofortige Einbau. Bei der Entscheidung für zentrale oder dezentrale Steuerung sowie für die Verwendung eines Bus-Systems sollten Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit in jedem Fall im Vordergrund stehen.

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