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Smart-Home-Installation: So geht‘s

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

01.08.2021

Letztes Update

09.08.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Funkbasiertes Smart Home: Installation in wenigen Schritten

Viele Hausbesitzer schrecken vor der Installation eines Smart Homes zurück, weil sie fürchten, an der Technik zu scheitern. Wir zeigen dir, wie es ohne Expertenwissen machbar ist.

Inhalt des Blogartikels

Das brauchst du für die Installation

Um dein Smart Home zu installieren, benötigst du verschiedene technische Komponenten und solltest bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Hole dir die App und ein internetfähiges Gerät

Ein Smart Home ist vor allem durch die Möglichkeit der Kontrolle und manuellen Steuerung mit der App aus der Ferne sehr beliebt. Neben den Apps der Hersteller benötigst du auch technische Geräte wie einen PC, Laptop oder Tablet für die Steuerung des Smart Homes.

Stelle die Internetanbindung sicher

Dein Smart Home sollte an das Internet angebunden sein. Aufgrund der übertragenen Datenmengen ist ein Breitband-Anschluss empfehlenswert. Achte auch darauf, dass die Funkstandards von Router und Controller übereinstimmen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Smart Home ohne Internet ebenfalls funktionsfähig.

Ein Vorteil der Internetanbindung besteht darin, dass der Hersteller der Komponenten die Software des Systems automatisch aktualisieren kann. Nutzt du Smart Speaker mit einem Sprachassistenten, ist eine Internetanbindung ebenfalls unabdingbar. Denn die hinter den Sprachassistenten stehende Künstliche Intelligenz ist auf der Cloud des jeweiligen Herstellers gehostet. Ohne die Verbindung ist keine Sprachsteuerung des Smart Homes möglich.

Sorge für eine ausreichende WLAN-Reichweite

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass das WLAN das ganze Haus mit einer ausreichenden Feldstärke abdeckt. Zumindest muss überall dort, wo ein Smart-Home-Gerät installiert ist, eine gute Verbindung zum WLAN bestehen. Vor allem dicke Wände und Decken können diese behindern. Wenn es hier Probleme gibt, nutze WLAN-Repeater oder ein Mesh-Netzwerk, um die Reichweite des WLANs zu erweitern.

Besorge dir Controller und Zusatzkomponenten für deine smarte Lösung

Der Controller ist das Herzstück der Anlage. Weitere notwendige Komponenten richten sich nach den Funktionen, die das Smart Home erfüllen soll. Die Systeme umfassen alle möglichen Sensoren, Aktoren, Schalter und Sicherheitseinrichtungen, um haushaltstypische Steuer- und Überwachungsfunktionen realisieren zu können.

Sensoren dienen zum Beispiel zur Messung der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Aktoren führen Aktionen aus. Dazu zählen das Schließen oder Öffnen von Rollläden, das Ein- und Ausschalten von Lampen oder auch das Starten und Stoppen der Kaffeemaschine und anderer Haushaltsgeräte. Zu den Aktoren gehören auch smarte Heizkörperthermostate und motorisch angetriebene Ventile.

Als Sicherheitssysteme und Überwachungstechnik kannst du beispielsweise smarte Kameras, Präsenzmelder, Rauchmelder, Wassermelder, Türschlösser, Türkommunikationsanlagen sowie Fenster- und Türkontakte im Smart Home integrieren. Du siehst, die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

So installierst du dein Smart Home in wenigen Schritten

Du kannst ein funkbasiertes Smart Home in nur wenigen Schritten installieren. Bei einer Elektroinstallation solltest du jedoch für deine eigene Sicherheit einen Fachmann hinzuziehen. Bevor du so richtig loslegen kannst, geht es zunächst an die Planung des Systems.

1. Planungsphase

Du solltest dir vorab genau überlegen, welche Funktionen und Geräte du in das Netzwerk des Smart Homes einbeziehen willst. Entscheide dich in dieser Planungsphase auch, welchen Anbieter du einsetzen möchtest. Das System sollte alle Funktionen abdecken, die du jetzt realisieren willst und auch spätere Erweiterungen ermöglichen. Die Komponenten eines Anbieters müssen in jedem Fall miteinander kompatibel sein. Es kann zu Problemen führen, wenn du für bestimmte Aufgaben auf eine andere Marke ausweichst.

Die Verbindung zwischen dem zentralen Controller und den anderen Komponenten des Smart Homes erfolgt häufig über Funk. Es gibt auch leitungsbasierte Systeme. Diese erfordern jedoch einen hohen Installationsaufwand und sind daher nur für Neubauten geeignet. In der nachträglichen Ausrüstung hat sich Funk bewährt. Dazu kommt häufig das WLAN zum Einsatz. Das erfordert eine zentrale Position des Controllers ohne Störquellen wie große Möbel, Pflanzen und technische Geräte. Deshalb ist es sinnvoll, die Position auch gleich in der Planungsphase festzulegen.

Du solltest dir auch überlegen, ob du in dein zukünftiges Smart Home einen Sprachassistenten einbeziehen willst. Wenn du bereits Alexa, Siri oder den Google Assistenten mit dem zugehörigen Smart Speaker nutzt, wähle am besten ein Smart Home, das mit deinem Assistenten kompatibel ist. Wenn du noch keinen Smart Speaker nutzt, richte die Wahl des Systems nach dem Sprachassistenten aus, den du bevorzugt einsetzen würdest.

2. Steuerzentrale anschließen

Nun kann die eigentliche Installation des Smart Homes losgehen. Schließe die Steuerzentrale an das Stromnetz an und verbinde sie mit dem WLAN. Im Anschluss rufst du über ein internetfähiges Gerät wie den PC die Installationsseite des Herstellers auf und folgst den dort vorgegebenen Schritten. Die Mobile App findest du hier ebenfalls zum Download.

3. Software einrichten

Die Software-Einrichtung und gegebenenfalls das Update erledigst du während dem Besuch der Internetseite des Herstellers.

4. Produkte anbringen

Nach der Einrichtung des zentralen Controllers installierst du alle Smart-Home-Geräte und schaltest sie ein. Willst du zum Beispiel die Heizung über das System steuern, tauschst du die Thermostate an allen Heizkörpern gegen passende smarte Thermostate aus. Hierbei kann dich ein Fachmann unterstützen.

5. Geräte hinzufügen und vernetzen

Füge nun alle Geräte, die du vernetzen möchtest, hinzu. Die meisten Zentralen haben eine Suchfunktion und können alle kompatiblen Geräte im Haus selbst finden und im System registrieren.

6. Geräte steuern und anpassen

Wenn alle Geräte in der Zentrale registriert sind, kannst du nun bestimmte Sollwerte und Aktionen für jedes Gerät einstellen.

7. Profile erstellen

Die große Stärke der Smart-Home-Systeme ist die Hausautomation. Dafür kannst du dir Profile anlegen. Bleiben wir als Beispiel bei der Heizung:

  • Hier hast du die Möglichkeit, für Werktage sowie Sonn-, Feier- und Urlaubstage separat festzulegen, wann die Heizung morgens anspringt.
  • Du solltest sie drosseln, wenn alle das Haus verlassen haben und kurz bevor der erste Bewohner zurückkommt wieder anspringen lassen.
  • Zum Abend wird dann noch die Nachtabsenkung wirksam.
  • Außerdem kannst du die Temperatur in jedem Raum individuell einstellen.

Das ist ein Beispiel für ein Zeitprofil. Darüber hinaus gibt es sogenannte Wenn-Dann-Profile. Hier reagiert das System auf ein Ereignis mit einer vorgegebenen Aktion – zum Beispiel, wenn beim Öffnen der Tür das Licht angeht. Mit Personenprofilen löst das System Aktionen aus, wenn es die Anwesenheit der betreffenden Person registriert.

8. App einrichten

Wenn du dein Smart Home per Smartphone oder Tablet steuern möchtest, installiere auf dem Device die Hersteller-App. Anschließend meldest du es mit der App an der Smart-Home-Zentrale an und vergibst ein sicheres Passwort. Mit dieser Lösung stellst du sicher, dass nur du mit deinem mobilen Gerät auf das System zugreifen kannst.

 

Wie viele Produkte kann ich nachrüsten?

Wenn du in das Thema Smart Home einsteigst, wirst du wahrscheinlich erst einmal einen Teil deiner Haustechnik und Haushaltsgeräte einbinden. Mit etwas mehr Erfahrung entwickelst du bestimmt Ideen zum Ausbau des Systems und möchtest dein Smart Home nachrüsten.

Wie viele Komponenten du insgesamt über deine Smart-Home-Zentrale steuern kannst, hängt von deren Kapazität ab. Die konkrete Anzahl findest du in der Bedienungsanleitung bzw. den technischen Daten. Aktuelle Controller können, je nach Hersteller, 80 bis 200 Geräte überwachen und steuern.

 

Was kostet die Installation eines Smart Homes?

Wenn du ein funkbasiertes Smart Home aufbaust, sind keine Installationsarbeiten notwendig, die nur ein Elektriker ausführen dürfte – vorausgesetzt, alle Komponenten verfügen über Langzeitbatterien oder können an Steckdosen angeschlossen werden. Insofern fallen also keine Kosten für die Elektroinstallation des Smart Homes an. Du hast nur den Zeitaufwand.

Die Kosten für die einzelnen Geräte fallen ganz unterschiedlich aus und hängen davon ab, welchen Umfang deine Smart-Home-Lösung haben soll und für welchen Anbieter du dich entscheidest. Du kannst Geld sparen, indem du ein preisgünstiges Starter-Sets kaufst. Eine spätere Erweiterung ist jederzeit möglich. Wenn du dein Vorhaben langfristig planst und nicht unter Zeitdruck stehst, dann nutze Rabattaktionen – zum Beispiel während der Black Week und in der Zeit vor Weihnachten.

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