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Selbstversorger auf dem eigenen Balkon

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

04.01.2021

Letztes Update

11.03.2022

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Wie wirst du Selbstversorger auf deinem eigenen Balkon?

Gärtnern wird immer beliebter, um sein eigenes Gemüse und Obst ernten zu können. Wir zeigen dir, wie du auch auf deinem Balkon zum Selbstversorger wirst.

Inhalt des Blogartikel

Selbstversorger auf dem Balkon: Welche Vorteile gibt es?

Vielleicht gehörst auch du zu denjenigen, die etwas nachhaltiger und autarker leben wollen, sei es zum Schutz unseres Planeten oder aus persönlichen beziehungsweise finanziellen Gründen. Da verwundert es nicht, dass die Nachfrage nach einem eigenen Garten steigt, wobei sich dieser Traum nicht für jeden erfüllt – wenn du in etwa in der Stadt lebst.

Sofern deine Wohnung über einen Balkon verfügt, kannst du dir dennoch ein kleines Idyll erschaffen, das zu deinem ganz persönlichen Rückzugsort aus dem Alltag wird und dir eine autarke Ernährung im kleinen Stil ermöglicht. Gärtnern hat viele Vorteile – vor allem, wenn du dich als Selbstversorger auf dem Balkon ausprobierst, auch wenn du keine riesige Ernte einfahren kannst.

Zu den größten Vorteilen gehören:

  • Du sparst etwas Geld.
  • Du kannst dich über eine natürliche Ernte (ohne Pestizide) freuen.
  • Du findest Ruhe und Entspannung.
  • Du trägst durch die Begrünung zum Schutz des Klimas bei.
  • Du gibst Insekten und Vögeln Nahrung.
  • Du lernst den Kreislauf der Natur kennen.
  • Du lebst bewusster und nimmst den Geschmack deiner Ernte intensiver wahr.

Wo sind als Selbstversorger Grenzen gesetzt?

Wenn du auf deinem Balkon gärtnern willst, siehst du dich anfangs vermutlich mit vielen Fragen konfrontiert. Gärtnern kann vor allem für Anfänger schwierig sein, die ihr Gemüse und Obst sonst nur im Supermarkt kaufen. 

Größtes Problem ist sicherlich der Platz, weshalb deine Ernte etwas kleiner ausfallen wird als in einem Garten. Auch wirst du nicht jede Gemüse- oder Obstsorte anbauen können, da die Lichtverhältnisse auf jedem Balkon unterschiedlich sind.

So benötigen einige Pflanzen, wie zum Beispiel Tomaten, Chili und Paprika, etwas mehr Sonne als andere. Dies müsstest du beherzigen, wenn du dir einen Anbauplan erstellen willst. Ebenso solltest du den Platz einbeziehen, den du zum Beispiel für die Lagerung deiner Ernte benötigst, falls du keinen Keller hast. Vergiss auch nicht den Platz, den deine Balkonmöbel oder dein Wäschetrockner einnehmen.

 

So startest du als Selbstversorger auf dem Balkon

Die Selbstversorgung auf dem Balkon muss nicht schwer sein, wie die nachfolgenden Tipps zeigen.

1. Prioritäten setzen

Zunächst einmal solltest du dich als Selbstversorger fragen, was du auf deinem Balkon überhaupt anbauen willst und was du am liebsten isst. In geeigneten Töpfen kannst du beinahe alles anpflanzen.

Allerdings solltest du dir im Klaren sein, wie groß einige Pflanzen werden können. Hier gilt: Große Pflanzen solltest du stets als Hintergrund verwenden, damit sie kleinere Pflanzen nicht überdecken. Grundsätzlich empfiehlt es sich, mit wenigen Pflanzen zu beginnen und sich dann Jahr für Jahr zu steigern.

Übrigens: Schädlinge lassen sich ganz einfach vertreiben, indem du dein Gemüse mit mediterranen Kräutern, Lavendel oder Tagetes kombinierst. Um nützliche Insekten, wie zum Beispiel Bienen, anzulocken, solltest du Ringelblumen, Klee und Kräuter anpflanzen. Sie sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch essbar.

2. Nutze den Platz aus

Da ein Balkon kleiner ist als ein Garten, solltest du den Platz optimal ausnutzen. Das bedeutet, dass du dir im Zuge deines Anbauplans nicht nur überlegen solltest, wo und wie du deine Pflanzen anordnen möchtest, sondern welche Pflanzen und welches Saatgut es sein sollen. Ein ausgewachsener Kürbis oder eine Zucchini braucht nämlich sehr viel mehr Platz als Kräuter oder Tomaten.

Neben Balkonkästen, die du ganz einfach über das Geländer hängen kannst, können unterschiedlich große Töpfe die richtige Wahl für einen kleinen Balkon sein. Diese kannst du zum Beispiel auf den Boden stellen oder in Regalen verstauen. Auch empfiehlt es sich, die Töpfe an die Wände anzubringen und „vertikal“ zu gärtnern. Hier bieten sich zum Beispiel Tomaten oder Bohnen als Kletterpflanzen an.

Falls du das Glück hast, etwas mehr Platz auf dem Balkon zu haben, kannst du dir kleinere und/oder größere Hochbeete anlegen, die du mit einem vertikalen Garten terrassenförmig verschmelzen lässt. Gerade bei einem kleinen Balkon kann es sinnvoll sein, in die Höhe zu gärtnern.

3. Kartoffelturm statt Kartoffelbeet

Ein Kartoffelturm bringt eine gute Ernte auf kleinstem Raum. Hierfür genügt einfach ein Eimer mit Erde. Jedoch kannst du dir auch einen größeren Kartoffelturm aus Pflanzstäben und Kaninchendraht herstellen, den du am Rand mit Stroh auskleidest und mit Erde und Kartoffeln befüllst.

4. Mehrmals anpflanzen und ernten

Es gibt Pflanzen, die du über die Monate verteilt mehrmals pflanzen und somit doppelt ernten kannst. Hierzu gehört zum Beispiel Salat, der – je nach Sorte – schon nach wenigen Wochen geerntet werden kann.

5. Auf die Lichtverhältnisse achten

Einige Pflanzen brauchen viel Sonne, weshalb die Ausrichtung deines Balkons beim Anbau eine große Rolle spielt. So brauchen Tomaten, Paprika, Chili, Erdbeeren, Obststämmchen und mediterrane Kräuter einen vollsonnigen Standort (Südbalkon), während heimische Kräuter, Kohl, Mangold, Porree und rote Beete auch mit wenig Sonnenlicht zurechtkommen (Nordbalkon).

6. Komposter für die Küche

Wer auf dem Balkon keinen Platz für einen Mini-Komposter hat, stellt ihn sich einfach in die Küche. Die Eimer gibt es in den unterschiedlichsten Größen, um Küchen- und Gartenabfälle auf kleinstem Raum kompostieren zu können.

 

Selbstversorgung auf dem Balkon braucht gute Planung

Wenn du auf deinem Balkon gärtnern möchtest und nur wenig Platz zur Verfügung hast, brauchst du einen guten Anbauplan, um das Saatgut und die Pflanzen auf kleinstem Raum unterzubringen. Neben einem Kartoffelturm, unterschiedlich großen Töpfen und terrassenförmigen Hochbeeten haben sich vertikale Gärten für den Balkon bewährt, um die Wände voll auszunutzen.

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