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Was ist ökonomische Nachhaltigkeit?

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

30.05.2021

Letztes Update

17.03.2022

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Ökonomische Nachhaltigkeit für mehr Umweltschutz in Unternehmen

Die ökonomische Nachhaltigkeit verfolgt das Ziel, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und gleichzeitig die Umwelt sowie die Ressourcen zu schonen.

Inhalt des Blogartikels

Was bedeutet ökonomische Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist ein aktuelles Thema, das in zahlreichen Bereichen allgegenwärtig ist. Bislang gibt es viele Konzepte, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Unternehmen etwas für den Umweltschutz leisten und gleichzeitig ihre Wirtschaftlichkeit stärken können.

Viele Unternehmen arbeiten schon lange an der Entwicklung von nachhaltigen Produkten, die keine Rohstoffe verschwenden und weder der Umwelt noch der Gesundheit schaden. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder die ökonomische Nachhaltigkeit genannt, obwohl eigentlich niemand so genau weiß, was es eigentlich heißt, ökonomisch nachhaltig zu sein.

Die ökonomische Nachhaltigkeit ist eine Säule des sogenannten Nachhaltigkeitsdreiecks – auch als Drei-Säulen-Modell bezeichnet. Zu den 3 Säulen der Nachhaltigkeit gehören die

  • ökologische Nachhaltigkeit,
  • soziale Nachhaltigkeit und
  • ökonomische Nachhaltigkeit.

Während sich die ersten beiden Säulen der Nachhaltigkeit mit den sozialen und ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeit beschäftigen, hat die ökonomische Nachhaltigkeit die Wirtschaftlichkeit im Blick. Ziel der ökonomischen Nachhaltigkeit ist, die Wirtschaftlichkeit des eigenen Unternehmens zu stärken, ohne dabei den Schutz der Umwelt aus den Augen zu verlieren.

Ökonomie und Nachhaltigkeit sind 2 Aspekte, die du auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt in Einklang bringen würdest. Deshalb ist es für viele Unternehmen ausgesprochen schwierig, sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig zu sein. Trotz des Ziels, wirtschaftlich zu denken und eine Maximierung des Gewinns anzustreben, sollte der Aspekt der Nachhaltigkeit niemals in den Hintergrund geraten.

Deshalb sind sich viele Experten einig, das Drei-Säulen-Modell trotzdem ganzheitlich zu betrachten, auch wenn die ökonomische Nachhaltigkeit nur eine Säule des Nachhaltigkeitsdreiecks ist. Schließlich spielen die sozialen und ökologischen Aspekte eine ebenso große Rolle, indem Arbeitnehmer für ihre Arbeit fair bezahlt werden und unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten können.

Nachhaltige Ökonomie nur für Unternehmen?

In erster Linie wird der Begriff der ökonomischen Nachhaltigkeit hauptsächlich mit Unternehmen in Verbindung gebracht, die im Sinne der Umwelt und der Gesellschaft handeln sollen, wobei sie für die Auswirkungen selbst verantwortlich sind. Nichtsdestotrotz müssen Unternehmen auch immer die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Ein Beispiel: Am 6. November 2020 hat die Bundesregierung beschlossen, Einweg-Plastik ab dem 3. Juli 2021 gänzlich zu verbieten. Hierzu gehören typische „Wegwerfartikel“, wie zum Beispiel Einwegverpackungen aus Kunststoff, Trinkhalme, Besteck, To-go-Becher und Einwegteller. Der Grund: Diese Artikel werden nicht nur aus fossilen Rohstoffen (Rohöl) hergestellt – sie verbleiben auch viele Jahrzehnte in der Umwelt, sobald sie nicht ordnungsgemäß entsorgt werden.

In diesem Fall sind dann die Unternehmen gefragt, eine Alternative für Einweg-Plastik zu finden. Derzeit gibt es bereits viele Produkte, die die Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllen. So findest du schon heute viele Einwegprodukte aus Bambus.

 

Das sind die Ziele der ökonomischen Nachhaltigkeit

Im Einklang mit der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit soll die ökonomische Nachhaltigkeit dazu beitragen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft zu begrenzen beziehungsweise gänzlich auszuschalten. Im Folgenden ein paar Beispiele, wie Unternehmen zum Schutz der Umwelt beitragen können:

  • den Einsatz von umweltschädlichen Inhaltsstoffen in ihren Produkten verbieten
  • unnötige Verpackungen (Plastikmüll) vermeiden
  • auf Mehrwegsysteme setzen
  • die Effizienz und Langlebigkeit ihrer Produkte verbessern
  • auf eine regionale Herstellung achten, anstatt lange Transportwege zurückzulegen
  • den Verbrauch von Wasser und Energie senken
  • den CO2-Ausstoß verringern
  • die Produktion und die betrieblichen Abläufe verbessern

Auswirkungen der ökonomischen Nachhaltigkeit

Die ökonomische Nachhaltigkeit kann viele Vorteile mit sich bringen – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Umwelt und die Menschen, die für ein Unternehmen arbeiten. Denke nur einmal an den Imagewandel, den Unternehmen für sich nutzen können, um zum Beispiel für mehr Transparenz zu sorgen und sich von konkurrierenden Unternehmen abzuheben. Durch das verbesserte Image können sie wiederum neue Kunden an sich binden, da es heutzutage viele Menschen gibt, die auf mehr Nachhaltigkeit im Alltag achten.

Für Unternehmen bedeuten die Aspekte der ökonomischen Nachhaltigkeit weitere Vorteile: Durch die Optimierung der betrieblichen Arbeitsabläufe können sie nämlich langfristig Kosten einsparen, was sich wiederum auf die betriebliche Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Kritik gibt es dennoch: So preisen viele Unternehmen Nachhaltigkeit an, obwohl sie in Wirklichkeit gar nicht nachhaltig sind. Ein gutes Beispiel ist Kleidung, die aus Bio-Baumwolle hergestellt wird. Sobald sie jedoch aus weiter Ferne angeliefert wird und lange Transportwege zurücklegen muss, ehe sie bei uns in den Regalen liegt, kann von Nachhaltigkeit keine Rede sein.

 

Fazit: Wie steht es um die Entwicklung der ökonomischen Nachhaltigkeit?

Neben der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit ist die ökonomische Nachhaltigkeit eine wichtige Säule des sogenannten Nachhaltigkeitsdreiecks. Sie spricht vor allem Unternehmen an, die im Sinne der Nachhaltigkeit handeln sollten. Anstatt die Gewinnmaximierung allein in den Vordergrund zu stellen, sollten Unternehmen vielmehr weitere Prioritäten setzen, indem sie zum Beispiel Ressourcen schonen, fairen Handel betreiben, ihre Arbeitnehmer gerecht bezahlen und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen sorgen.

Die Politik setzt hier in vielen Bereichen ein Zeichen, indem sie zum Beispiel ab dem 3. Juli 2021 Einweg-Plastik verbietet, was wiederum ein Umdenken in den Betrieben in Gang setzt. So werden viele Produkte nicht mehr aus Plastik, sondern aus Bambus hergestellt – ein Rohstoff, der äußerst widerstandsfähig und darüber hinaus biologisch abbaubar ist. Vielen Kritikern zufolge handeln Unternehmen jedoch oft „halbherzig“, indem sie ihre Produkte beispielsweise aus Bio-Baumwolle herstellen und gleichzeitig lange Transportwege in Kauf nehmen.

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