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Was bedeutet nachhaltiger Konsum?

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

14.03.2021

Letztes Update

16.03.2022

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Nachhaltiger Konsum: Wie Verbraucher die Umwelt schützen können

Schwindende Ressourcen und steigende CO2-Emissionen verlangen einen nachhaltigen Konsum, um die Umwelt zu schützen. Wir zeigen dir, wie es gehen kann.

Inhalt des Blogartikels

Darum ist nachhaltiger Konsum wichtig

Da die CO2-Emissionen (CO2: Kohlenstoffdioxid) in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und die natürlichen Ressourcen unserer Erde zunehmend schrumpfen, fordern immer mehr Experten einen nachhaltigen Konsum.

Tatsache ist: Unser Konsum ist in den letzten Jahren zu einem echten Problem geworden. Er trägt zu einem Anstieg der Treibhausgase bei und belastet die Umwelt. Allein in Deutschland sind 40 Prozent der CO2-Emissionen pro Kopf auf den Konsum zurückzuführen, davon entfallen etwa 15 Prozent auf die Ernährung. Zudem zwingt er viele Menschen, unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu arbeiten, damit wir auf die „Schnäppchenjagd“ gehen und unsere Kleidung oder Lebensmittel für wenig Geld kaufen können.

Übermäßiger Konsum macht sich nicht nur durch einen Anstieg der CO2-Emissionen bemerkbar. Weltweit ist die Existenz von etwa 1 Million Pflanzen- und Tierarten bedroht – oft hervorgerufen durch Monokulturen, einen steigenden Fleischkonsum, den Einsatz von Pestiziden und nicht zu vergessen durch den ganzen Plastikmüll, der in unseren Flüssen, Seen und Weltmeeren landet. Man geht sogar davon aus, dass es im Jahr 2050 mehr Plastik in unseren Meeren geben könnte als Fische, sofern wir nicht unseren Konsum ändern.

Was viele nicht wissen: Konsum hat nicht nur etwas mit dem Einkauf von Lebensmitteln zu tun – er schließt auch unsere Kleidung, die Kosmetik und unsere Inneneinrichtung mit ein und macht ebenfalls vor Reisen und der Mobilität nicht Halt. Wenn du zum Beispiel ein großes Auto fährst, das zudem mit Diesel betrieben wird, verbrauchst du deutlich mehr CO2, als wenn du mit einem Kleinwagen unterwegs bist, der zum Beispiel einen alternativen Antrieb hat.

Wir sind folglich die Konsumenten, die es letztendlich in der Hand haben, ob sich auf unserem Planeten etwas ändert oder nicht. Jeder Verbraucher sollte sich dabei die Frage stellen, welche Produkte er kauft und ob er diese tatsächlich braucht. Denn oft kaufen wir mehr, als wir brauchen, was letztendlich zu einer Verschwendung von Lebensmitteln und/oder einem Anwachsen der Müllberge beitragen kann.

Nachhaltiger Konsum muss dabei kein Verzicht sein. Nachhaltiger Konsum bedeutet, bewusst zu handeln sowie die Ressourcen, die sozialen und die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Menschen und zukünftigen Generationen im Auge zu haben und die Umwelt zu schützen.

 

Nachhaltiger Konsum ist ein Bestandteil der Agenda 2030

Zwar kann jeder einzelne Konsument einen Beitrag für den nachhaltigen Konsum leisten, jedoch lässt er sich mithilfe der Wirtschaft und Politik am besten und schnellsten umsetzen. Deshalb hat die Bundesregierung im Jahr 2016 das sogenannte „Nationale Programm für nachhaltigen Konsum“ ins Leben gerufen, das auch ein wichtiger Teil der Agenda 2030 ist.

In diesem Programm listet die Bundesregierung nicht nur die Bereiche auf, die die Umwelt am stärksten belasten, sondern präsentiert auch Möglichkeiten, wie die Entwicklung dieser Bereiche in Bezug auf mehr Nachhaltigkeit aussehen könnte. Zu den Bereichen, mit denen wir die Umwelt durch unseren Konsum am stärksten belasten, gehören:

  • Ernährung
  • Bekleidung
  • Mobilität
  • Wohnen und Haushalt
  • Tourismus und Freizeit
  • Büro und Arbeit

Damit diese Ziele für mehr Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren umgesetzt werden können, hat das Umweltbundesamt das „Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum“ gegründet, um die Bundesregierung und die Unternehmen bei der Umsetzung der Ziele zu unterstützen. So sollen Unternehmen zum Beispiel angehalten werden, Produkte zu produzieren, die nicht nur weniger Ressourcen verschwenden und umweltfreundlich hergestellt werden, sondern auch langlebig und energieeffizient sind.

 

Wie kann nachhaltiger Konsum aussehen?

Nachhaltiger Konsum sollte mit billigen Produkten, die keine lange Haltbarkeit aufweisen und unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt werden, nichts mehr zu tun haben. Hier werden gesundheitsschädliche Schadstoffe eingesetzt, die die Produzenten, Konsumenten und die Umwelt gleichermaßen belasten.

Damit die Entwicklung in die richtige Richtung geht, müssen sich Verbraucher über ihren Konsum im Klaren sein. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit hat sich bereits vieles getan. So kannst du als Verbraucher schon jetzt Bio-Produkte kaufen, die aus biologischer und nachhaltiger Landwirtschaft kommen. Wobei du Lebensmitteln, die aus regionalem Anbau stammen, den Vorzug geben solltest, um lange Transportwege zu vermeiden.

Was die Ernährung der Menschen in Deutschland betrifft, verzehren wir immer noch zu viel Fleisch. Allein im Jahr 2019 lag der Verzehr pro Kopf bei rund 60 Kilogramm pro Jahr. Aufgrund des hohen Fleischkonsums trägt die Massentierhaltung maßgeblich zum Klimawandel bei, da durch den Transport von Futtermitteln aus anderen Ländern und den Ausstoß von Methan durch die Tiere viel CO2 anfällt. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass durch den Anbau von Soja als Futtermittel Regenwälder gerodet werden. Nachhaltiger Konsum bedeutet, weniger Fleisch (und Milchprodukte) zu essen, beziehungsweise auf pflanzliche Alternativen zurückzugreifen.

Nachfolgend zeigen wir dir, was du als Verbraucher noch für deinen nachhaltigen Konsum tun kannst:

  • Kaufe Kleidung mit Bio-Label (Oeko-Tex® Standard 100 und Fair Trade), anstatt zu Billigprodukten zu greifen.
  • Bio-Kosmetik ist besser als konventionelle Kosmetik. Sie ist meist vegan und stammt aus biologischer Herstellung. Es lohnt sich bei diesen Produkten, auf die Label der Hersteller zu achten.
  • Verreise mit Bus oder Bahn oder bilde Fahrgemeinschaften, anstatt den Flieger zu nehmen.
  • Kaufe dir ein kleineres Auto mit alternativem Antrieb oder nutze öffentliche Verkehrsmittel.

Nachhaltiger Konsum ist machbar und fängt beim Verbraucher an

Auch wenn die Politik und die einzelnen Unternehmen in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit mehr tun müssen, geht der nachhaltige Konsum letztendlich auf den Verbraucher zurück. Wir bestimmen, was wir kaufen und wie viel. Indem wir lernen, nachhaltig zu konsumieren, tragen wir nicht nur zum Schutz unserer Umwelt, sondern auch zu einem fairen Handel und besseren Arbeitsbedingungen bei. Damit die Entwicklung positiv ausfällt und Nachhaltigkeit für jeden Verbraucher machbar ist, sollte jeder mit kleinen Schritten beginnen. Zum Beispiel kannst du mehr Bio-Lebensmittel und ökologische Kleidung kaufen, auf Fleisch verzichten oder verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

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