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Nachhaltige Unternehmen

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

16.05.2021

Letztes Update

17.03.2022

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Nachhaltige Unternehmen: Wie Firmen sich für die Umwelt einsetzen

Immer mehr Unternehmen bezeichnen sich selbst als nachhaltig. Welche Kriterien müssen Firmen für mehr Nachhaltigkeit erfüllen? Mehr dazu in diesem Artikel.

Inhalt des Blogartikels

In welchen Bereichen gibt es nachhaltige Unternehmen?

Das Thema Nachhaltigkeit beginnt bei den Unternehmen. Als Verbraucher stehst du zwar ebenso in der Pflicht, einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten, jedoch setzt das voraus, dass dir auch viele nachhaltige Produkte zur Verfügung stehen. Dabei ist wiederum die Wirtschaft gefragt, die mehr nachhaltige Unternehmen braucht, welche ihre Produkte nachhaltig produzieren und somit zum Umweltschutz beitragen. Nachhaltigkeit bei Unternehmen bedeutet, dass sie die vorhandenen Ressourcen maßvoll nutzen, anstatt sie zu verschwenden. Dabei sollte so wenig Müll wie möglich produziert werden und somit die CO2-Emissionen gesenkt werden.

Viele Unternehmen haben es sich dabei zur Aufgabe gemacht, ihre Produkte unter ökologischen Aspekten zu erzeugen, indem sie zum Beispiel auf Schadstoffe verzichten, weniger Wasser bei der Produktion einsetzen oder auf eine regionale Herstellung setzen, um die Emissionen zu senken, die durch den Transport der Waren zustande kommen. Auch stellen viele Firmen ihre Produkte ohne Plastik her, um dem weltweiten Plastikmüll zu reduzieren. Unternehmen, die vermehrt auf Nachhaltigkeit achten, gibt es zum Beispiel in diesen Bereichen:

Lebensmittelbranche

Immer mehr Hersteller setzen darauf, ihre Produkte in nachhaltigen Verpackungen zu verkaufen. So wird beispielsweise Plastik vermehrt durch Alternativen wie Bambus, Bagasse oder Hanf ersetzt. Die schnell wachsenden Rohstoffe dienen als umweltfreundliche und nachhaltige Verpackung und können zu Kartons, Schalen oder anderen Aufbewahrungsmitteln verarbeitet werden.

Kosmetik

Des Weiteren gibt es immer mehr Unternehmen, die ihre Kosmetik nachhaltig produzieren und auch verpacken. Für die Verpackung wird zum Beispiel mit Holzspänen und umweltfreundlichen Bindemitteln gearbeitet. Diese sind eine gute Alternative zu Plastik und sind ebenso öl- und wasserabweisend. Außerdem wird auf Materialien aus Bambus und Blech zurückgegriffen, die sich problemlos mehrfach befüllen lassen.

Versandhandel

Generell spielt der Versand von Produkten eine große Rolle bei der Nachhaltigkeit von Unternehmen. Das Versenden von Paketen sorgt für ein enorm hohes Aufkommen von Papier und Plastikmüll. Deshalb haben einige Unternehmen bereits auf nachhaltigere Alternativen umgesattelt. Bei immer Bestellungen erhältst du deine Ware nun nachhaltig verpackt. Kartons bestehen beispielsweise aus getrocknetem Gras, welches sich in Form von Heu nachhaltig und umweltfreundlich verarbeiten lässt. Hierbei wird deutlich weniger Wasser benötigt und auch das Füllmaterial aus Material wie Maisstärke ist biologisch abbaubar.

 

Warum wollen Unternehmen nachhaltig sein?

Es gibt immer mehr Unternehmen, die bei ihrer Produktion auf Nachhaltigkeit setzen. So sind die Umsätze grüner Produkte in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Verbraucher zeigen einen vermehrt nachhaltigen Konsum und die Forderung nach umweltfreundlichen Verpackungen verbreitet sich. Sobald die Nachfrage steigt, müssen Unternehmen zwangsläufig reagieren, um den Markt auch weiterhin bedienen zu können und keine Einbußen zu erfahren. Dass die Konkurrenz nicht „schläft“, ist ein weiterer Faktor, weshalb sich immer mehr Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit entscheiden, was letztendlich sowohl dem Image als auch der Umwelt zugutekommt.

 

Wann sind Unternehmen nachhaltig?

Eine Vielzahl an Unternehmen sagt über sich selbst, dass sie längst (noch) nicht nachhaltig sind. Natürlich bedeutet Nachhaltigkeit, im Sinne der Umwelt zu handeln und die (begrenzten) Ressourcen unseres Planeten – wie Holz, Kohle, Wasser, Erze und Erdöl – maßvoll einzusetzen, damit nachkommende Generationen sie ebenfalls nutzen können.

Produkte und Verpackungen

Es genügt also nicht, den Anbau von Bio-Baumwolle und die Herstellung von Bio-Kleidung ins ferne Ausland zu verlegen, um die Rohstoffe oder die entsprechenden Produkte wieder zurück nach Deutschland zu transportieren. Allein der Transport verschlingt Unmengen an CO2, jedoch ist die Idee, Kleidung aus Bio-Baumwolle herzustellen, ein guter Anfang. Ähnlich verhält es sich zum Beispiel mit den Verpackungen: Bio-Lebensmittel in Plastik zu verpacken, ist längst nicht nachhaltig. Hier gilt es, nicht nur den Inhalt, sondern auch die Verpackung nachhaltig zu gestalten.

CO2-Kompensation

In puncto CO2 versuchen viele Unternehmen, ihren eigenen Ausstoß zu kompensieren, indem sie zum Beispiel Bäume pflanzen, um die CO2-Bilanz auszugleichen und dadurch den Klimawandel zu mindern. Viele Experten sehen diese Kompensation langfristig gesehen allerdings als kritisch an, da Unternehmen ihre Produktion grundlegend ändern müssen, um den CO2-Ausstoß zu verringern und den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Ein nachträglicher Ausgleich der Emissionen ist zwar ein Anfang, jedoch sollte er langfristig nicht die Regel sein.

Soziale Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist jedoch viel mehr als eine biologische Herstellung und das Einsparen von Ressourcen und CO2. Natürlich geht es auch um die Wirtschaft, schließlich will ein Unternehmen nicht nur nachhaltig handeln – es will auch Geld verdienen, um auf dem Markt bestehen zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben. Nicht zu vergessen das Wohlergehen der Mitarbeiter. Es wäre nämlich alles andere als sozial, nachhaltige Produkte herzustellen, während die Mitarbeiter schlecht bezahlt werden und unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Seine Mitarbeiter fair zu bezahlen und für optimale Arbeitsbedingungen zu sorgen, zum Beispiel durch regelmäßige Pausen und dem Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeit.

Um nachhaltig zu werden und zu bleiben, sollten Unternehmen:

  • Ressourcen schonen,
  • Mitarbeiter fair behandeln und optimale Arbeitsbedingungen schaffen,
  • ökologische Produkte herstellen,
  • auf nachhaltige Verpackungen achten,
  • lange Transportwege vermeiden,
  • die Produktion grundlegend ändern, anstatt langfristig zu kompensieren.

Wie erkenne ich echte nachhaltige Unternehmen?

Viele Unternehmen werben mit einer nachhaltigen Produktion und behaupten das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr ernst zu nehmen. Bei Verbrauchern sorgt das manchmal für Skepsis, ob der nachhaltige Gedanke tatsächlich umgesetzt wird und ob sie ein Produkt kaufen können, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Das EMAS-Gütesiegel

Glücklicherweise sorgen bestimmte Siegel und Zertifikate für Transparenz, die es dir erleichtern die Nachhaltigkeit eines Unternehmens zu prüfen. Die Label oder Zertifikate können dabei entweder für ein Unternehmen oder für Produkte vergeben werden. Eines der bekanntesten Siegel für Unternehmen ist das Gütesiegel EMAS. EMAS steht für ein geprüftes Umweltmanagementsystem, das einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt.

Unternehmen, die sich hier registrieren lassen, wollen ihr Geschäftsmodell grundlegend ändern, indem sie nachhaltig wirtschaften und dabei wertvolle Ressourcen einsparen, was wiederum zum Schutz der Umwelt beiträgt. Nachhaltig bedeutet auch, effizienter zu wirtschaften, wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben und dadurch langfristig die Kosten zu senken. Für das Siegel können sich neben großen Unternehmen und Konzernen auch kleine Firmen und Geschäfte bewerben.

Weitere Siegel und Zertifikate für die Produktion von nachhaltigen Produkten sind unter anderem:

  • Fairtrade
  • der Blaue Engel
  • Bio-Siegel (Demeter, Bio, Naturland, Bioland)
  • EU-Bio-Siegel
  • der Grüne Knopf
  • ÖkoTex Standard 100 (Kleidung)
  • ISO 14001 (Umweltmanagementsystemnorm)
  • ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
  • BDIH-Siegel (kontrollierte Naturkosmetik)
  • FSC (Forest Stewardship Council) für nachhaltige Forstwirtschaft

Nachhaltige Unternehmen in Deutschland

Es gibt bereits einige nachhaltige Unternehmen, die im Sinne der Umwelt agieren und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Zertifikate und Labels, wie zum Beispiel EMAS, der Blaue Engel oder die Bio-Siegel tragen dabei zu mehr Transparenz bei und unterstreichen die Glaubwürdigkeit des Geschäftsmodells. Ziel eines Unternehmens sollte dabei nicht nur eine nachhaltige Produktion, sondern auch eine faire Behandlung von Mitarbeitern sein.

Die sogenannte Kompensation, um den CO2-Ausstoß für die Produktion auszugleichen, wird von vielen Experten als kritisch angesehen. Besser ist es, das Unternehmen insgesamt nachhaltiger zu gestalten, indem Firmen ihre Produktionsprozesse anpassen. So wird es künftig auch den Verbrauchern erleichtert, nachhaltiger zu konsumieren.

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