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Nachhaltige Putzmittel & Waschmittel

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

21.10.2021

Letztes Update

17.03.2022

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So kannst du nachhaltige Putzmittel und Waschmittel im Haushalt nutzen

Wer regelmäßig putzt, greift zwangsläufig zu Reinigungsmitteln. Viele Produkte können jedoch der Umwelt schaden, weshalb nachhaltige Putzmittel und Waschmittel besser sind.

Inhalt des Blogartikels

Warum solltest du nachhaltige Reinigungsmittel nutzen?

Die Auswahl an Putz- und Waschmitteln ist riesig, weshalb Verbraucher schnell den Überblick verlieren. Wir brauchen Reiniger für die Küche, Allzweckreiniger für das Badezimmer und Waschmittel, um die Wäsche zu waschen. Fakt ist: Putzmittel und Waschmittel gibt es für jeden Bedarf und jede Gelegenheit, um den Bakterien und Keimen in der Wohnung und Kleidung ausdrücklich den Kampf anzusagen.

Leider haben herkömmliche Reinigungsmittel einen großen Nachteil: Sie werden oft auf Grundlage von Erdöl hergestellt. Außerdem sind sie vollgestopft mit Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen, die die Atemwege und Raumluft stark belasten und sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken können. Erdöl – ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Ressourcen unserer Erde – wird mittlerweile über die Maßen abgebaut.

Die in den Waschmitteln und Putzmitteln enthaltenen Inhaltsstoffe, insbesondere auf Erdöl basierende Tenside, kommen übrigens nicht nur mit unserer Haut und Schleimhaut in Kontakt. Sie landen auch im Abwasser, von wo aus sie wiederum in das Grundwasser gelangen können. Wenn du bedenkst, dass einige Reiniger sogar giftige und ätzende Stoffe enthalten können, wird die Notwendigkeit einer Alternative besonders deutlich.

Statistisch gesehen landeten im Jahr 2019 rund 525.000 Tonnen Chemikalien aus Putzmitteln und Waschmitteln im Abwasser. Das kann sich natürlich nachteilig auf unser Wasser auswirken, das wir täglich trinken. Nicht zu vergessen die Verpackungen der Reinigungsmittel: Zuletzt lag der Verbrauch an Plastik bei 185 Millionen Tonnen. Oft landet der Plastikmüll in unseren Gewässern und kann von dort aus über andere Seen und Flüsse in die Meere gelangen, wo er sich nur sehr langsam zersetzt und das Wasser mit Mikroplastik anreichert.

 

Nachhaltige Reiniger selbst herstellen oder kaufen?

Für mehr Nachhaltigkeit sowie zum Schutz unserer Umwelt und Gesundheit solltest du dich generell fragen, welche Putzmittel und Waschmittel im Haushalt notwendig sind und wie viel du davon überhaupt brauchst. Oft kannst du die Produkte und Reiniger auch durch natürliche Hausmittel und nachhaltige Waschmittel ersetzen. Das kommt letztendlich nicht nur deiner Gesundheit zugute, sondern schont auch die Umwelt. Normaler Essig oder Zitronensäure und etwas Wasser reichen zum Putzen bereits aus, um dem Schmutz im Haushalt nachhaltig zu begegnen und eine Anreicherung von Tensiden und Mikroplastik im Grundwasser zu vermeiden.

Wir haben es zuvor bereits kurz angerissen: Wenn du deine Reiniger lieber kaufen möchtest, solltest du aufgrund des erhöhten Aufkommens von Mikroplastik in puncto Putzmittel und Waschmittel auf eine nachhaltige Verpackung achten. Viele Hersteller bieten für ihre Produkte bereits Nachfüllpackungen an, was deutlich umweltfreundlicher ist als große Plastikflaschen. Manche Anbieter setzen auf Tabs, die sich im Wasser auflösen.

Und es empfiehlt sich, zumindest zu ökologischen Reinigungsmitteln zu greifen, die zum Beispiel mit einem der folgenden Umweltzeichen gekennzeichnet sind:

  • Ecocert
  • Ecogarantie
  • Blauer Engel
  • EU-Ecolabel (für Waschmittel)
  • Nature Care Product

Trotzdem sollte sich jeder vor Augen halten, nachhaltige Waschmittel und Putzmittel sparsam zu verwenden, da sie letztendlich ebenso im Wasser landen.

 

Tipps für nachhaltige Putzmittel und Waschmittel

Nachfolgend stellen wir dir einige Reinigungsmittel vor, mit denen du nachhaltig putzen und deine Wäsche säubern kannst.

1. Essig und Zitronensäure

Essig und Zitronensäure finden sich in jedem nachhaltigen Haushalt. Sie sind wahre Alleskönner, wenn es um die Beseitigung von Fett und Kalk geht. Mit ihnen werden die Armaturen und Waschbecken wieder spiegelblank. Einfach mit einem feuchten Tuch einreiben und mit lauwarmem Wasser abspülen.

Stark verkrustete Flächen kannst du auch pur mit Essig behandeln. Verkalkte Siebe von Wasserhähnen legst du beispielsweise für einige Zeit in ein Gemisch aus Wasser und Essig, um den Kalk von der Oberfläche zu lösen. Dabei gilt jedoch: Wasser und Essig immer sparsam verwenden!

Tipp: Essig hat einen weiteren Vorteil: Er lässt sich auch sehr gut als Ersatz für Weichspüler verwenden. Dazu einfach einen Schluck in das Fach für den Weichspüler geben. Die Wäsche wird dadurch schön weich. Daneben kann der Essig vorhandene Ablagerungen in der Waschmaschine lösen. Achte aber auf die richtige Dosierung, damit das Hausmittel keine Schläuche und andere Komponenten angreift.

2. Soda

Soda ist ein ebenso nachhaltiges Putzmittel, das oft besser ist als ein herkömmliches Reinigungsmittel. Soda eignet sich zum Beispiel sehr gut, um hartnäckige Verkrustungen oder Fettablagerungen zu entfernen. 1 Esslöffel Soda auf 1 Liter Wasser reicht bereits aus, um fettige Backbleche und eingebrannte Töpfe zu säubern. Sollten die Ablagerungen sich nicht so leicht entfernen lassen, kannst du die Mischung kurz im Topf (oder Backblech) erhitzen.

In Kombination mit Natron (150 Gramm), Kernseife (100 Gramm) und Zitronensäure (50 Gramm) kannst du das Soda (150 Gramm) auch sehr gut als nachhaltiges Waschmittel für Buntwäsche verwenden. Für weiße Wäsche gibst du einfach noch weitere 50 bis 70 Gramm Zitronensäure hinzu.

3. Natron

Natron funktioniert ähnlich wie Soda – vor allem, wenn du es in Kombination mit Essig für hartnäckige Verschmutzungen und Verkrustungen als Allzweckreiniger zum Putzen verwendest. Es ist darüber hinaus etwas schonender als Soda und eignet sich deshalb hervorragend als nachhaltiges Putzmittel.

Natron kannst du übrigens auch als Alternative zu herkömmlichen Backofenreinigern verwenden. Dazu vermischst du das Pulver in einem Verhältnis von 1:1 mit Wasser und gibst es auf das Backblech oder andere Verunreinigungen im Backofen. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen sollte das Putzmittel einige Stunden lang einwirken.

4. Kernseife

Kernseife ist auf der einen Seite ein hervorragendes Putzmittel, wenn du sie mit Natron, Zitronensäure und Soda vermischst. Andererseits eignet sie sich auch sehr gut als natürliches Waschmittel, um die Wäsche ohne herkömmliche Reiniger zu säubern. Hierzu gibst du einfach 1 Esslöffel Soda und 1 Esslöffel (geriebene) Kernseife in das Waschfach der Waschmaschine.

Wenn es um nachhaltige Waschmittel geht, stellen sich viele Verbraucher oft die Frage, ob sie grundsätzlich ein Pulver oder flüssiges Waschmittel verwenden sollten, wenn sie das Reinigungsmittel zum Beispiel nicht selbst herstellen möchten.

Verglichen mit einem flüssigen Waschmittel hat ein Pulver als nachhaltige Variante die Nase vorne, da es eine bessere Waschleistung und keine Konservierungsstoffe haben soll. Außerdem sind Waschpulver in Pappkartons erhältlich, die wesentlich umweltfreundlicher sind als flüssige Waschmittel in Plastikverpackungen.

Eine weitere Alternative zu herkömmlichen Waschmitteln sind Waschnüsse. Hiermit sind die Früchte des Seifenbaumes gemeint, die während des Waschens aktive Substanzen freisetzen können. Traditionell gibst du sie in einem Baumwollsäckchen direkt in die Wäsche.

 

An nachhaltige Putzutensilien zum Putzen denken

Ebenso wichtig wie nachhaltige Putzmittel und nachhaltige Waschmittel sind Putzutensilien. Hier solltest du genauso versuchen, Müll zu vermeiden, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Auf Einwegtücher solltest du verzichten, da du sie nach der Verwendung direkt entsorgst. Besser sind Handtücher und Waschlappen, die du in der Waschmaschine waschen kannst, anstatt sie in den Müll zu werfen.

Eine gute Alternative sind Kupfertücher. Mit ihnen lassen sich selbst Glas, Ceran und Fliesen von Verkrustungen befreien. Sie können ebenso gut in der Waschmaschine gereinigt werden und sind zu 100 Prozent recycelbar.

 

Fazit: Nachhaltige Putz- und Waschmittel schonen die Umwelt

Herkömmliche Reinigungsmittel können aufgrund ihrer aggressiven Inhaltsstoffe nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit belasten. Besser ist es, nachhaltige Putzmittel zu verwenden, die du entweder kaufen oder auch selbst herstellen kannst. Zu den besten „Zutaten“ gehören Essig, Zitronensäure und Soda zum Putzen, während sich zum Waschen Kernseife und Waschnüsse sehr gut eignen, um Flecken loszuwerden.

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