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Nachhaltige Mobilität

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

07.03.2021

Letztes Update

16.03.2022

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Nachhaltige Mobilität zur Senkung der CO₂-Emission

Nachhaltige Mobilität ist ein großes Thema, wenn es um die Senkung von Emissionen und den Schutz der Umwelt geht. Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? In diesem Blogbeitrag findest du Antworten zum Thema.

Inhalt des Blogartikels

Was bedeutet nachhaltige Mobilität?

Nachhaltige Mobilität spielt beim Thema Nachhaltigkeit eine immer größer werdende Rolle, um zum Schutz der Umwelt beizutragen und die Emissionen kurz- und langfristig zu senken. Dies betrifft vor allem die bevölkerungsreichen Städte, die aufgrund des immer stärker aufkommenden Verkehrs unter einer starken CO₂-Belastung leiden.

Aufgrund des Klimawandels geht das Thema „nachhaltige Mobilität“ grundsätzlich jeden Bürger Deutschlands etwas an. Nachhaltige Mobilität bedeutet, die Entwicklung unserer Mobilität, also die Art, wie wir uns täglich fortbewegen, nachhaltiger zu gestalten. Leider ist derzeit das Gegenteil der Fall, da sich der Personenverkehr seit 1960 vervierfacht hat, während der Güterverkehr um das Dreifache gestiegen ist. Besorgniserregend ist, dass der Verkehr rund 20 Prozent der Treibhausemissionen ausmacht.

Fakt ist: Der Klimaschutzplan 2050 besagt, dass Deutschland seinen jährlichen Schadstoffausstoß bis 2030 auf 98 bis 95 CO₂-Äquivalente absenken muss. Im Vergleich: Derzeit sind es 160 Millionen Tonnen, die nicht nur durch die Wirtschaft, sondern auch durch den Verkehr verursacht werden. Die Senkung der Emissionen kann zum Beispiel durch den Einsatz von erneuerbaren Energien oder eine bessere Auslastung von Verkehrsmitteln erreicht werden.

 

Warum ist nachhaltige Mobilität eigentlich so wichtig?

Das Auto ist schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Lebens, um es beispielsweise für Einkäufe zu nutzen oder zur Arbeit zu pendeln. Die Fahrt mit dem Auto trägt allerdings nicht nur zu einer Verschwendung natürlicher Ressourcen, sondern auch zu einer hohen Feinstaubbelastung bei. Nicht zu vergessen die Lärmbelastung und die CO₂-Emissionen, die durch den Transport von Lebensmitteln und anderen Gütern durch Schiffe, Lkw und Flugzeuge entstehen. Allein in Deutschland stört der durch den Verkehr verursachte Lärm mehr als 75 Prozent der Bevölkerung.

Indem wir den Verkehr nachhaltiger gestalten, können wir

  • die CO₂-Emissionen und die Feinstaubbelastung senken,
  • natürliche Ressourcen schonen,
  • die Lärmbelastung (vor allem in den Städten) senken,
  • Naturräume vor einer Bebauung von neuen Straßen schützen,
  • die Luftverschmutzung senken.

Wie lässt sich nachhaltige Mobilität erreichen?

Nachhaltige Mobilität ist ein wichtiges Thema, das vor allem die Städte betrifft, da sie aufgrund der steigenden Anzahl an Pkw aus allen Nähten platzen. Die Zulassungsstellen melden derzeit über 50 Millionen Fahrzeuge, Tendenz steigend. Hier heißt es in Zukunft umdenken, um einen Kollaps und damit verbunden Anstieg der Schadstoffemissionen zu vermeiden. 

Ein Umdenken hat bereits begonnen, weitere Ziele sollen bis 2030 (beziehungsweise bis 2050) realisiert werden. 2050 will Deutschland nach dem Pariser Klimaabkommen CO₂-neutral sein. Ziel sollte dabei keine Unterbindung des Verkehrs, sondern eine Erhöhung der Energieeffizienz und eine verstärkte Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsträger sein. Welche Punkte zu mehr Nachhaltigkeit im Verkehr beitragen sollen, zeigen wir dir jetzt.

1. Den Verkehr attraktiver gestalten

Fakt ist: Viele Menschen sind lieber mit dem eigenen Pkw unterwegs, anstatt öffentliche Verkehrsträger zu nutzen – vor allem auf dem Land, wo das Verkehrsnetz nicht so gut ausgebaut ist und Busse oder Züge nicht im Stundentakt fahren. Will man den Verkehr nachhaltiger gestalten, muss die Mobilität attraktiver werden.

Dies soll zum Beispiel durch

  • einen konsequenten Ausbau von Fuß- und Radwegen,
  • einen Ausbau von öffentlichen Verkehrsnetzen und eine höhere Taktung öffentlicher Verkehrsmittel,
  • attraktivere Ticketpreise,
  • Carsharing und
  • eine kombinierte Nutzung von verschiedenen Verkehrsmitteln

geschehen.

Gleichzeitig soll es sowohl auf der Autobahn als auch in den Innenstädten Tempolimits (zum Beispiel 120 km/h auf Autobahnen, 30 km/h innerorts) geben, um die Umwelt zu entlasten und die Emissionen zu senken.

2. Elektromobilität fördern

Ziel sollte sein, die Elektromobilität zu fördern. 2030 sollen etwa 12 Millionen E-Autos angemeldet sein. Hierzu zählen batteriebetriebene Pkw, Plug-in-Hybride sowie Pkw mit Brennstoffzellen, die herkömmliche Fahrzeuge, die noch mit Benzin oder Diesel laufen, ablösen sollen. Um dieses Ziel zu realisieren, soll die Elektromobilität attraktiver gemacht werden, beispielsweise durch Steuervergünstigungen, Prämien und andere Vorzüge oder den steten Ausbau von Ladestationen.

Dies betrifft übrigens nicht nur den privaten, sondern auch den industriellen Sektor, indem Lkw und Busse ebenfalls elektrisch betrieben werden. Auch soll der Güterverkehr verstärkt auf der Schiene stattfinden, da die Züge elektrisch betrieben werden und somit weniger Emissionen erzeugen als der Straßenverkehr. Fakt ist jedoch auch, dass sich der Ausbau der Elektromobilität auf den Strombedarf auswirkt, was wiederum den Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen notwendig macht.

3. Einführung von Straßennutzungsgebühren (Maut)

Bislang sind es nur Lkw, für die auf Autobahnen und Bundesstraßen eine Maut fällig wird. Bis 2050 soll dies auch für Pkw, Transporter (unter 7,5 Tonnen) sowie für Busse gelten, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und den Umstieg auf das Schienennetz und die Nutzung von Fuß- und Radwegen, Elektromobilität und Carsharing-Angeboten zu fördern. Der Ausbau von Fuß-, Rad- und Schienenwegen könnte wiederum durch die Mauteinnahmen finanziert werden, die sich nach dem CO₂-Ausstoß richten.

4. Wegfall von Subventionen

Bislang gab es in Deutschland viele Vergünstigungen für den Verkehr, die bis 2050 abgebaut werden sollen, um die Verkehrswende finanzieren zu können. So soll es zum Beispiel keine Steuervorteile für Dieselfahrzeuge mehr geben. Ganz im Gegenteil: Für umweltschädliche Fahrzeuge, hierzu gehören insbesondere Dieselfahrzeuge, SUVs und Geländewagen, sind seit 2021 höhere Kfz-Steuern fällig.

Schon jetzt nutzen viele Menschen Carsharing oder E-Bike-Sharing-Angebote, um sich kein eigenes Fahrrad oder Auto kaufen zu müssen, aber trotzdem mobil zu sein. Auch kann die Bildung von Fahrgemeinschaften zu einer Senkung der CO₂-Emissionen beitragen. Viele Arbeitgeber bieten ihren Angestellten auch Diensträder oder einen Zuschuss für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an oder stellen Duschen und Umkleidekabinen für diejenigen zur Verfügung, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen.

 

Nachhaltige Mobilität in Zukunft wichtiger als je zuvor

Die CO₂-Emissionen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Derzeit macht der Verkehr etwa 20 Prozent der gesamten Treibstoffemissionen aus, weshalb der Schadstoffausstoß bis 2030 gesenkt werden soll. Bis 2050 hat Deutschland sich sogar das Ziel gesetzt, CO₂-neutral zu sein, was zum Beispiel durch einen Wegfall von Subventionen, Mautgebühren, Tempolimits, den Ausbau von öffentlichen Verkehrsnetzen und die Nutzung von erneuerbaren Energien, Carsharing und Elektromobilität geschehen soll.

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