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Nachhaltig einkaufen und konsumieren

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

07.11.2022

Letztes Update

07.11.2022

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Dank des stetig wachsenden Angebots an Öko- und Bio-Produkten entstehen immer mehr Möglichkeiten, um nachhaltig einzukaufen. Dabei geht Umweltschonung längst nicht mehr mit größerem Verzicht einher.

Inhalt des Blogbeitrags

Nachhaltig einkaufen: Wie jeder einzelne einen Beitrag leisten kann

Im Jahr 2021 lagen die jährlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland bei rund 11,7 Tonnen pro Person. Diese Zahl bewegt sich nicht nur deutlich über dem Weltdurchschnitt, sondern auch gut 3 Tonnen über dem europaweiten Mittelwert. Um die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir unseren Ausstoß laut Umweltbundesamt auf eine Tonne pro Person und Jahr reduzieren. Einen großen Beitrag leisten bereits nachhaltige Mobilitäts- und Wohnlösungen wie Energiesparhäuser oder Elektroautos und E-Bikes. Allerdings liegt das größte Einsparpotenzial im individuellen Konsum, sodass der Schritt zur Nachhaltigkeit an dieser Stelle besonders aussichtsreich ist.

 

Warum ist nachhaltiges Einkaufen so wichtig?

Das Umweltbundesamt definiert einen nachhaltigen Lebensstil dahingehend, dass die gegenwärtigen Generationen ihre Bedürfnisse auf eine Art und Weise befriedigen, welche die Möglichkeiten künftiger Generationen nicht gefährdet. Das momentane Konsumverhalten zeigt seine Auswirkungen jedoch schon jetzt. So weisen viele Produktionsstandorte prekäre Arbeits- und Lebenssituationen auf, die ausgestoßenen Emissionen treiben den Klimawandel sowie das Artensterben voran und der angehäufte Müll erzeugt Plastik-Inseln in der Größe von ganzen Kontinenten. Daher liegt es zunächst an der Politik und den Produzenten, Produkte so langlebig, reparaturfreundlich, ressourcen-  und energieeffizient wie möglich zu gestalten. Daraufhin gilt für die Konsumenten, diese Angebote wahrzunehmen. Darüber hinaus existieren aber zahlreiche Möglichkeiten, um den positiven Wandel mit alltäglichen Maßnahmen noch weiter zu fördern.

 

Mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen durch weniger Plastik

Ein Alltag mit weniger Plastik kann an vielen Stellen zu echten Herausforderungen führen. Doch der Umstieg ist allemal förderlich für die Gesundheit unseres Planeten. Eine erste Maßnahme kann der Verzicht auf Plastikbeutel sein, die für gewöhnlich in der Gemüse- und Obstabteilung auffindbar sind. Stattdessen bieten sich langlebige Stoffbeutel an, die als Begleiter für viele Einsätze mit in den Supermarkt kommen. Zwar sind Taschen aus bspw. Baumwolle emisionsreicher in ihrer Herstellung als einzelne Plastikbeutel, jedoch gleicht sich dieser Wert durch ihre langfristige Nutzung bald wieder aus.

Der Verzicht auf Plastik lädt weiterhin dazu ein, regionale Lebensmittel einzukaufen, die ohnehin nicht in Folien eingeschweißt sind. Daher sind Wochenmärkte seit jeher die ideale Möglichkeit, um emissionsarme Produkte mit kurzen Transportwegen für den nächsten Gebrauch in der Küche zu erwerben. Da diese allerdings nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen, bieten sich Bioläden und Reformhäuser als ebenso reichhaltige Optionen an. Doch auch die üblichen Supermärkte holen immer mehr in ihren regionalen und plastikfreien Angeboten auf.

Ähnlich gestaltet sich der Wandel in vielen Drogerien. Denn auch diese bieten ihre Produkte immer öfter ohne Plastikverpackungen an. So sind Shampoo, Conditioner und Duschgel längst als feste Stücke in handlichen Schachteln aus Papier erhältlich. Noch größer ist das Angebot bei der bewährten Handseife. Wenn dein Weg beim Einkaufen doch einmal nicht um Plastik herumführt, dann sind Mehrweg-Produkte klar die bessere Wahl.

 

Weniger Fast Fashion: Nachhaltigkeit im Handel

Fast Fashion beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem sich neue Kollektionen schnell nach aufkommenden Trends orientieren. Die Preise fallen dabei ausgesprochen gering aus, damit die Kunden regelmäßig neue Kleidungsstücke erwerben können. Die Kehrseite dieser Art des Konsums äußert sich daraufhin im negativen Wohlbefinden der Arbeiter und der Umwelt. Aus diesem Grund setzen immer mehr Hersteller auf Konzepte, die ein nachhaltiges Einkaufen von Mode gestatten

Nachhaltige Modemarken orientieren sich an einer Reihe von Standards, um eine geringe Belastung für die Umwelt und zugleich einen Mehrwert für alle Beteiligten zu erzeugen. Im Fokus steht zumeist die Heranziehung von nachhaltigen Ressourcen wie bspw. Bio-Baumwolle, deren Anbau ökologischen Richtlinien untersteht und so weniger Emissionen verursacht als Materialien aus dem Fast-Fashion-Segment. Auch die anschließende Produktion ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Denn in unregulierten Produktionsstätten kommen oftmals giftige Chemikalien zum Einsatz, die von dort aus in Luft und Wasser gelangen können.

Nicht selten erhalten die zuständigen Arbeiter nur geringe Löhne, damit die Verkaufspreise hierzulande möglichst attraktiv bleiben. Aus diesem Grund setzen nachhaltige Modemarken auf faire Löhne oder lassen ihre Kleidung direkt in Europa produzieren. So sichern sie nicht nur ihre Produktionsstandards ab, sondern verkürzen zugleich auch ihre Transportwege. Sowohl die ökologischen als auch die sozialen Standards lassen sich über spezielle Siegel nachvollziehen.

Wenn du besonders viel Wert auf die Schonung von Ressourcen legst, dann bietet sich dir außerdem das nachhaltige Einkaufen in Secondhand-Shops an. Da diese Geschäfte Kleidung aus zweiter Hand anbieten, werden beim Kauf keine neuen Ressourcen beansprucht und in der Regel fällt auch die Notwendigkeit einer erneuten Verpackung weg. Ein weiterer Bonus ist, dass du beim Erwerb von Secondhand-Kleidung deinen Geldbeutel schonst. Derartige Angebote findest du sowohl vor Ort in deiner Stadt als auch online.

 

Nachhaltiges Einkaufen für eine langfristige Wende

Das Einkaufen nachhaltiger Waren ist die Antwort auf einen Trend, der immer mehr Produkte zu immer günstigeren Preisen bereitstellt. Den größten Preis zahlen dabei aber die Umwelt und die an der Produktion beteiligten Menschen. Doch schon der regelmäßige Besuch eines Markts für Obst und Gemüse sowie die Wahl für regionale, plastikfreie Lebensmittel im Supermarkt bilden einen Schritt in die richtige Richtung. Eine ähnliche Vorgehensweise im Drogeriemarkt tut selbstverständlich ihr Übriges.

Zwar ist nachhaltige Kleidung teurer als es Stücke aus Fast-Fashion-Kollektionen sind, allerdings fällt ihre Klimabilanz deutlich besser aus. In den meisten Fällen sind sorgsam hergestellte Produkte aus Bio-Baumwolle und Co. gleichzeitig deutlich widerstandsfähiger, sodass du länger etwas von ihnen hast. Ebenso unterstützt der Einkauf bei nachhaltigen Unternehmen ihren Fortbestand bzw. ihren Ausbau. Noch umweltschonender ist der Griff zu Kleidung aus Secondhand-Shops, da dieser Konsum keiner neuen Herstellung bedarf.

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