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KfW-Förderungen für die Alarmanlage

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

11.11.2021

Letztes Update

06.05.2022

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Einbruchschutz: Voraussetzungen für eine KfW-Förderung der Alarmanlage

Der Einbruchschutz lässt sich in Privathaushalten erheblich verbessern. Wir erklären, was Eigentümer und Mieter beachten müssen, um die KfW Förderung für Alarmanlagen zu erhalten.

Inhalt des Blogartikels

Warum gibt es eine KfW-Förderung für Alarmanlagen und andere Sicherheitstechnik?

Wohnungseinbrüche beeinflussen das Sicherheitsgefühl ganz besonders, weil sie den privatesten Bereich betreffen. Neben dem materiellen Schaden beeinträchtigt die traumatische Erfahrung Opfer solcher Delikte oft über lange Zeit hinweg. Um Einbrüche zu verhindern, ist eine Verbesserung des Einbruchschutzes dringend zu empfehlen. Der Staat zahlt über verschiedene Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und anderer Stellen Kredite und Zuschüsse für den Einbau von Alarmanlagen und weiterer Technik, die für mehr Sicherheit im Haus sorgen.

Neben baulichen Maßnahmen, die einbruchshemmend wirken können, ist vor allem der Abschreckungsfaktor der Alarmanlage von Bedeutung. Sie kann Beschädigungen durch Einbruchsversuche oft schon durch ihre bloße Gegenwart verhindern. Spezielle Modelle können die Bewohner, Nachbarn und sogar die Polizei selbsttätig alarmieren und somit die Sicherheit des Wohnobjekts entscheidend verbessern. Zertifizierte Systeme bringen außerdem häufig Nachlässe bei Versicherungen.

 

Was beinhaltet die KfW-Förderung für Alarmanlagen?

Wie bereits geschildert, gibt es für Alarmanlagen über verschiedene Förderprogramme entweder Kredite oder Zuschüsse. Der Unterschied zwischen beiden Förderformen ist der, dass du einen Zuschuss nicht zurückzahlen musst. Neben den Maßnahmen der KfW kommen je nach Bundesland regionale Förderprogramme sowie Aktionen von Herstellern oder Versicherungen hinzu, die Haus- und Wohnungseigentümer, aber auch Mieter in Anspruch nehmen können.

Die KfW-Förderung der Alarmanlage gibt es entweder in Form eines Zuschusses über das Programm 455-E für Einbruchschutz oder über einen Kredit aus dem KfW-Programm 159 für altersgerechtes Umbauen.

KfW-Programm Einbruchschutz – Investitionszuschuss (455-E)

- bis zu 1.600 Euro Zuschuss

- erhältst du für Maßnahmen, die den Einbruchschutz verbessern

- geeignet für Eigentümer und Mieter von privat genutzten Häusern und Wohnungen

- musst du nicht zurückzahlen

KfW-Programm Altersgerecht Umbauen – Kredit (159)

- geeignet für Umbauten zur Verbesserung der Barrierefreiheit und zur Erhöhung des Einbruchschutzes

- kannst du auch für den Kauf von bereits umgebautem Wohnraum nutzen

- Förderkredit mit sehr niedrigem Jahreszins

 

Was sind Maßnahmen zum Einbruchschutz?

Wenn bei der KfW-Förderung von Einbruchschutz die Rede ist, sind verschiedene Maßnahmen gemeint, die sich zur mechanischen Einbruchshemmung oder Einbruchsverzögerung eignen. Dazu zählen der Einbau einbruchshemmender Eingangstüren in Haus oder Wohnung, einbruchshemmende Garagentore, Nachrüst-Systeme für (Fenster-)Türen und Fenster, Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (im Volksmund Alarmanlage genannt), Gefahrenwarnanlagen (zum Beispiel bei Feuer, Überschwemmung) sowie Smart-Home-Sicherheitstechnik in Verbindung mit Einbruch-Meldefunktion.

Für fast jede Maßnahme gelten besondere Voraussetzungen. Die Förderprogramme sind vor allem für Bestandsbauten gedacht, aber auch Neubauten lassen sich im Rahmen der KfW-Förderung von vornherein mit Sicherheitstechnik aufwerten.

In jedem Fall gilt: Sämtliche Arbeiten müssen Fachunternehmen durchführen und bestimmte technische Mindeststandards erfüllen, damit du eine KfW-Förderung für die Alarmanlage oder andere Geräte für mehr Sicherheit bekommen kannst.

Wichtig: Den Antrag auf Förderung musst du generell vor Beginn der Maßnahme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau stellen. Eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich.

 

Welche technischen Voraussetzungen musst du beachten?

Die KfW-Förderung für Alarmanlagen und andere Sicherheitstechnik ist an die Einhaltung technischer Mindeststandards gebunden. Damit soll sichergestellt werden, dass deine Alarmanlage auch tatsächlich die gewünschte Wirkung gegen Wohnungseinbrüche entfaltet.

DIN-Normen

Je nach Maßnahme müssen unterschiedliche DIN-Normen eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für bauliche Maßnahmen, die einbruchshemmend wirken sollen. Die Einhaltung der DIN-Normen stellt sicher, dass es für die Produkte eine Zertifizierung nach festgelegten Prüfverfahren gibt.

Widerstandsklassen

Von der Industrie oft als WK oder RC (für Resistance Class) bezeichnet, definieren Widerstandsklassen den jeweiligen Sicherheitsgrad gegen Einbruchsversuche. Je höher die Klasse, desto besser der Einbruchschutz.

U-Wert

Eigentlich vor allem im Hinblick auf Wärmedämmung relevant gehen Widerstandsklasse und U-Wert bei Fenstern und Türen oft Hand in Hand. Der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärmeenergie in Watt pro Quadratmeter bei einer Temperaturdifferenz von 1 Grad Celsius durch das Bauteil dringen kann. Je geringer der U-Wert, desto geringer der Energieverlust. Um die KfW-Förderung für Einbruchschutz zu bekommen, müssen die Bauelemente neben der geforderten Widerstandsklasse auch die Anforderungen an den U-Wert erfüllen.

 

Wie viel Geld gibt es bei der KfW Förderung einer Alarmanlage?

Generell gibt es die Fördermittel zum Einbruchschutz sowohl für Häuser als auch für Eigentumswohnungen. Die Höhe des Zuschusses hängt von der jeweiligen Maßnahme ab. Förderfähig sind Materialkosten und Handwerkskosten.

Um überhaupt die KfW-Förderung Einbruchschutz zu erhalten, muss die Summe der Investitionen mindestens 500 Euro betragen. Die Höhe des Zuschusses beträgt zwischen 100 und maximal 1.600 Euro. Für Investitionen zwischen 500 und 1.000 Euro zahlt die KfW 20 Prozent Zuschuss. Nach Erreichen dieser Grenze gibt es bis zu einer Gesamtinvestition von 15.000 Euro einen Zuschuss von 10 Prozent.

Bei Inanspruchnahme des KfW-Kredit-Programms 159 (Altersgerecht Umbauen) werden maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit gezahlt. Finanzierbar sind bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten inklusive Nebenkosten (für Planung, Beratung etc.).

 

Kombinationen verschiedener Förderprogramme: Die KfW hilft

Wenn du deine Wohnung oder dein Haus mit Sicherheitstechnik aufwerten möchtest, kann es sinnvoll sein, diese Maßnahmen zu kombinieren. Insgesamt ist es oft günstiger, mehrere Dinge auf einmal anzugehen, weil sich Planung und Ausführung bündeln lassen.

Frage daher am besten bei der KfW direkt nach, welche Förderungen du kombinieren kannst, um neben einer erhöhten Sicherheit dein Haus noch anderweitig zu optimieren.

Tipp: Eine Übersicht, welche Fördermittel die KfW noch vergibt, haben wir dir in diesem Artikel zusammengestellt.

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