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Die neuen intelligenten Stromzähler

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

17.05.2021

Letztes Update

23.03.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Mit intelligenten Stromzählern zu mehr Transparenz im Stromverbrauch

Die intelligenten Stromzähler sollen künftig mehr Überblick über den Verbrauch ermöglichen, so dass Stromfresser erkannt, die Umwelt geschont und Kosten verringert werden können.

Inhalt des Blogartikels

Neue Zähler im Namen der Energiewende

Mit dem voranschreitenden Wandel hin zum Smart Home nehmen auch intelligente Stromzähler eine immer wichtiger werdende Rolle ein. Sie verfügen sowohl über neue digitale Komponenten als auch über eine Verbindung zu anderen Geräten, was es den Verbrauchern möglich macht, die von ihnen genutzten kWh (Kilowattstunden) stets im Blick zu behalten. Die Einführung der smarten Messeinrichtungen stellt daher eine Gelegenheit dar, langfristig Strom und Kosten zu sparen.

 

Das Smart Meter und das intelligente Messsystem

In vielen Haushalten hängt noch ein klassischer Stromzähler, der „Ferraris-Zähler“ genannt wird. Du kennst dieses Gerät womöglich aus deinem eigenen Keller, wo die verbrauchten Kilowattstunden hinter einer Scheibe mit einem elektromechanischen Zählwerk dargestellt werden. Diese Zähler zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Daten jährlich vom Messstellenbetreiber abgelesen und dem Stromanbieter übermittelt werden. Im Anschluss erhält der Verbraucher dann seine generierte Jahresabrechnung.

Während der traditionelle Stromzähler die verbrauchten kWh also addiert und zwischen Zeiten oder Tarifen in der Regel nicht unterscheidet, erfasst die neue, intelligente Messeinrichtung ganz genau, wann wie viele Kilowattstunden verbraucht worden sind. Hierfür wird im Sekunden- oder Minutentakt die Leistung sämtlicher elektrischer Haushaltsgeräte gemessen – egal ob Kühlschrank, Kaffeemaschine, HiFi-Anlage oder TV. Diese Verbrauchsdaten werden dann vom Smart Meter an den Stromanbieter und den Verbraucher selbst aufbereitet und gesendet.

Möglich ist das dank einer eigenen Kommunikationseinheit in Gestalt des Smart-Meter-Gateways. Es stellt die entscheidende Schnittstelle zwischen dem intelligenten Stromzähler und dem gesamten Stromnetz dar. Das erlaubt den wechselseitigen Austausch zwischen dem jeweiligen Haushalt und dem Netzbetreiber in einem übergeordneten Messsystem. Auf diese Weise wird also das gesamte Stromnetz smart, so dass die Energie stets dorthin geschickt werden kann, wo sie aktuell gebraucht wird.

 

Für wen gilt der Umstieg?

Der Einbau von intelligenten Stromzählern wird in vielerlei Hinsicht zur Pflicht, nachdem das entsprechende Gesetz zur „Digitalisierung der Energiewende“ bereits 2016 verabschiedet wurde. Aus diesem geht hervor, dass bis zum Jahr 2032 in jedem Unternehmen und in vielen Haushalten ein intelligentes Messsystem installiert sein muss. Darum ist es durchaus sinnvoll, sich bereits heute darum zu kümmern.

Die flächendeckende Einführung (auch Roll-Out genannt) sieht im Detail vor, die Verbraucher stufenweise – erst mit digitalen, dann mit Smart Metern – auszustatten. Dabei werden zunächst Unternehmen mit einem Energieverbrauch ab 10.000 kWh in die Pflicht genommen. Private Haushalte mit einem Verbrauch von über 6.000 kWh bilden das Ende der Umstellung. Bei geringerem Stromverbrauch sieht der Gesetzgeber zwar die Installation eines digitalen Stromzählers vor, jedoch aber keine Pflicht zum Umstieg auf eine intelligente Messeinrichtung. Ob in solchen Privathaushalten ein Smart Meter verbaut wird, entscheiden demnach die Netzbetreiber oder die Vermieter selbst.

Grundlegende Voraussetzung für den verpflichtenden Einbau eines Smart Meters war, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) die technische Möglichkeit der Ausstattung zuvor feststellt. Im Detail belief sich diese Anordnung darauf, dass mindestens 3 voneinander unabhängige Unternehmen intelligente Messsysteme auf dem freien Markt anbieten müssen, die den Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes genügen. Dieser Umstand gilt bereits seit Februar 2020 als erfüllt.

 

Die verbrauchten kWh richtig auslesen

An jedem Smart Meter befindet sich zugleich eine Infrarot-Schnittstelle, über die sich mittels eines zugehörigen Lesekopfs aktuelle Daten auslesen lassen. Dank eines USB-Kabels können die Nutzer eines solchen Geräts auch einen Laptop an dem intelligenten Zähler anschließen. Über das Internet gilt dies im Übrigen auch für das Smartphone. Die erforderliche Software sowie die notwendige PIN stellt in beiden Fällen für gewöhnlich der Messstellenbetreiber zur Verfügung. In den meisten Fällen handelt es sich dabei zugleich um den regional zuständigen Netzbetreiber.

Dabei wird jedoch nicht nur der Stromverbrauch an sich sichtbar: Du kannst mithilfe des Smart Meters auch all diejenigen Haushaltsgeräte identifizieren, die am meisten Strom benötigen. Wenn du beispielsweise vor Augen hast, was die 20 Jahre alte Gefriertruhe wirklich verbraucht, wirst du dir eher überlegen, in ein energiesparsames Elektrogerät zu investieren. Auch der Verbrauch deiner Leuchtmittel wird dir früher oder später ins Auge fallen. Mit energiesparenden LED-Birnen wirst du schließlich deinen Stromverbrauch senken können.

Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass es sich dabei immer um zeitlich begrenzte Anwendungen handelt, die sich nur teilweise auf das Verbrauchsverhalten im Alltag übertragen lassen. Natürlich müssen die Geräte, die am meisten Strom verbrauchen, wie Kühlschränke oder Gefrierschrank, dabei permanent laufen. Wer will sie schon abschalten? Die Benutzung von Wasserboiler, Unterhaltungselektronik, Ofen und Herd hängt aber wiederum deutlich von der Alltagsroutine der Verbraucher ab.

 

Intelligente Stromzähler gehen mit Kosten einher

So wie es aktuell aussieht, müssen Privathaushalte die Kosten für den Einbau eines neuen Smart Meter Stromzählers selbst bezahlen. Auch die jährlichen Grundkosten für den Smart Meter könnten höher sein als bei den klassischen Ferraris-Zählern.

Der Gesetzgeber sieht zwar eine Obergrenz vor, die der möglichen Ersparnis durch die intelligenten Messeinrichtung entsprechen soll. Doch viele außenstehende Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass die Verbraucher am Ende draufzahlen werden.

Prüfe daher am besten frühzeitig, ob du beispielsweise bei deinem Stadtwerk eine finanzielle Förderung für deinen Smart Meter erhältst. Denn viele Stadtwerke bieten Smart Meter verbilligt an oder unterstützen den Einbau durch ausgewählte Handwerker in deiner Nähe.

 

Intelligente Stromzähler: ein langwieriges Projekt

Die intelligenten Messeinrichtungen, welche das Stromnetz in ein großes Messsystem verwandeln, setzen sich einen verringerten Stromverbrauch von Unternehmen und Haushalten zum Ziel. Auf diesem Weg sollen also Geräte und Gewohnheiten erkannt werden, die besonders viel Strom verbrauchen. Bis zum Jahr 2032 betrifft die Entscheidung vornehmlich Unternehmen und Haushalte, die besonders viele kWh an Strom verbrauchen.

Was hierbei bislang offen bleibt, ist die Frage nach den genauen Kosten. Denn es steht noch nicht fest, ob der letztendliche Wechsel zu den smarten Messeinrichtungen auch eine dauerhafte finanzielle Belastung für die Verbraucher darstellen wird. Bis eine Entscheidung getroffen ist, werden die Messstellenbetreiber bzw. Netzbetreiber ihr Messsystem zwar weiter ausbauen, jedoch zunächst nur die Zähler austauschen, die besonders hohe kWh vorweisen.  

Neue Description, da zuvor noch nicht vorhanden

Bislang weicht er vom Fokus-Keyword ab und ähnelt stattdessen dem Artikel zu "Vor- und Nachteile von Smart Meter".

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