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Intelligente Messsysteme für Strom

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

24.05.2021

Letztes Update

23.03.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Die neuen intelligenten Messsysteme für Strom

Der Einbau von intelligenten Messsystemen für Strom ist ein Ziel der Energiewende. So sollen der private Energieverbrauch sowie das gesamte Stromnetz mit den Jahren smart werden.

Inhalt des Blogartikels

Intelligente Messsysteme gestalten den Umgang mit Energie neu

Nach und nach sollen in Deutschland und anderen europäischen Ländern die herkömmlichen Zähler ausgetauscht werden. Ersetzt werden sie durch Smart Meter – die intelligenten Stromzähler. Die sind nicht nur digital, sondern zugleich auch kommunikativ. Auf diese Weise bilden die neuen Stromzähler ein ganzes System, welches zahlreiche Vorzüge mit sich bringt. Was es mit der Verbindung von Smart Home und Stromnetz auf sich hat, erklären wir dir in diesem Beitrag.  

 

Analoge oder smarte Stromzähler?

Noch in vielen Haushalten sind analoge Stromzähler vorzufinden. Sie funktionieren elektromechanisch, so dass die verbrauchte Energie ein Zählwerk in Bewegung versetzt, welches den Stromverbrauch anzeigt. Dem entgegen stehen Smart Meter, womit digitale Stromzähler gemeint sind, die dank einer Kommunikationseinheit internetfähig sind. Diese Technik erlaubt es sowohl Daten zu senden wie auch zu empfangen. Auf diese Weise können Zählerstände und Energieflüsse direkt an den Stromanbieter weitergegeben werden, während umgekehrt Tarifänderungen von den intelligenten Strommesssystemen empfangen werden können.

Ein weiterer großer Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt darin, dass der analoge Zähler für gewöhnlich einmal im Jahr abgelesen wird und einen Überblick über den gesamten Stromverbrauch gibt. Der intelligente Stromzähler ist jedoch in der Lage, stets aktuelle Informationen zu individuellen elektrischen Geräten zu liefern. Dadurch wird der Energieverbrauch transparenter und ist leichter zu verringern.

 

Smart-Meter-Gateway: Vermittler zwischen Haushalt und Stromnetz

Die Zusammenführung zu einem übergeordneten Messsystem ist dank des Smart-Meter-Gateways möglich, welches das Bindeglied zwischen den intelligenten Stromzählern und dem Stromnetz bildet. Die benötigte Verbindung geschieht dabei über LAN, das Mobilfunknetz oder Powerline. Sollte kein Empfang möglich sein, wird ein eigenes Netzwerk eingerichtet, wodurch jeder intelligente Stromzähler überall eingesetzt werden kann.

Der Datenverkehr ist dabei verschlüsselt, so dass ausschließlich bekannte Teilnehmer und Geräte vom Smart-Meter-Gateway akzeptiert werden. An erster Stelle erfolgt so ein Austausch von Verbrauchs- und Einspeisewerten sowie Netzzustandsdaten zwischen dem Nutzer und dem Netzbetreiber. Aber auch dem Messstellenbetreiber sind gewisse Rechte eingeräumt, wodurch er das Gerät aus der Ferne überprüfen und warten kann.

Darüber hinaus ist ebenfalls der Anschluss von zusätzlichen Endgeräten möglich, wodurch der aktuelle Stromverbrauch auf dem Smartphone via App oder auf dem Laptop durch eine Kabelverbindung abrufbar ist. Alle zwei Sekunden werden die Verbrauchsdaten eines Haushaltes abgelesen. Somit entgehst du der Gefahr, am Jahresende eine hohe Nachzahlung zu erhalten.

 

Intelligente Messsysteme: Strom zu sparen ist ihr oberstes Ziel

Die smarten Messeinrichtungen sollen den Energieverbrauch also transparenter machen. Wie sieht das aus? Ganz einfach: Mit einem intelligenten Stromzähler können einzelne Geräte identifiziert werden. Somit werden Stromfresser erkennbar gemacht und zu hohe Verbräuche effektiv minimiert. Diese Maßnahme soll so nach und nach den privaten Ausstoß von CO₂ verringern.

Weiterhin kann sich durch die Kommunikationsfähigkeit der intelligenten Messsysteme, ganz im Sinne des sich immer mehr ändernden Strommixes, auch der Stromfluss beeinflussen lassen. Ökostromprodukte werden immer weiter ausgebaut und übernehmen am Markt einen großen Anteil der benötigten Energie. Allerdings sind Wind, Wasser und Sonne nicht beeinflussbare Faktoren, die zu Schwankungen in der Einspeisung von Energie ins Netz führen. Wenn aber mit Hilfe von intelligenten Messsystemen die Netze und Verbräuche ausgelesen werden können, dann ist zugleich der Netzbetreiber in der Lage, die Stromflüsse so zu steuern, dass sie dort ankommen, wo sie gerade benötigt werden.

 

Für wen ist der Einbau eines smarten Stromzählern vorgesehen?

Das Rollout der intelligenten Messeinrichtung wurde bereits 2016 in die Wege geleitet. Bis 2032 sollen viele deutschen Haushalte und Unternehmen mit solchen intelligenten Messsystemen für Strom ausgestattet sein.

Für Unternehmen mit einem Verbrauch ab 10.000 kWh (Kilowattstunden) gilt die Frist für den Einbau von intelligenten Messeinrichtungen bereits seit Abschluss des Jahres 2017. Seit Ende des Jahres 2020 werden vorerst private Haushalte mit einem Verbrauch, der 6.000 kWh übersteigt, in die Pflicht genommen. Unter 6.000 kWh sollen moderne Zähler, die über ein digitales Display verfügen, freiwillig zum intelligenten Messsystem aufgerüstet werden.

Verantwortlich für den Einbau, die Wartung und die periodische Auslesung des Zählers ist in der jeweilige Messstellenbetreiber. Dieser entspricht in der Regel zugleich dem regional zuständigen Netzbetreiber.

 

Intelligente Messsysteme im Namen der Energiewende

Bis Ende des Jahres 2032 möchte Deutschland alle Messsysteme für Strom „intelligenter“ machen. Stromverbräuche von Privathaushalten und Unternehmen sollen somit transparenter werden. Dadurch erhält jeder eine bessere Übersicht seiner Stromkosten, kann Ursachen für zu hohe Stromverbräuche ausfindig machen und beseitigen sowie den gesamten Stromverbrauch im Sinne der Energiewende und des Klimaschutzes verringern.

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