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Änderung der Energieeffizienzklassen

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

01.01.2022

Letztes Update

25.04.2022

Energieeffizienzklassen-Änderung: Neues EU-Energielabel für Geräte

Seit März 2021 müssen elektrische Geräte mit einem neuen EU-Energielabel gekennzeichnet werden, um in puncto Energieverbrauch mehr Klarheit zu schaffen. Erfahre mehr über die Details der Energieeffizienzklassen-Änderung.

Inhalt des Blogartikels

Wie sieht die Energieeffizienzklassen-Änderung aus?

Energielabels sind den meisten Menschen bekannt. Sie sollen den Energieverbrauch elektrischer Geräte anzeigen, sodass Verbraucher beim Kauf von Produkten einen Überblick über die Energieeffizienz bekommen. Die effizientesten Geräte wurden bislang mit einem Energielabel A+, A++ oder A+++ versehen, schlechtere erhielten das Energielabel B, C und D. Diese Klassen haben bei vielen Verbrauchern jedoch zunehmend für Verwirrung gesorgt. Aus diesem Grund hat die EU eine Energieeffizienzklassen-Änderung beschlossen, die am 1. März 2021 in Kraft trat.

Durch die Energieeffizienzklassen-Änderung sollen Verbraucher endlich mehr Klarheit beim Kauf von Elektrogeräten bekommen und sich schnell einen Überblick darüber verschaffen, wie effizient ein Produkt des jeweiligen Herstellers tatsächlich ist und wie viel Strom oder Wasser es verbraucht. Verglichen mit den alten Energielabels soll die neue Energieeffizienzklassen-Änderung mehr Transparenz schaffen, um Verbrauchern den Kauf von elektrischen Geräten zu erleichtern.

Zur Darstellung der Klassen bzw. Energieeffizienz fallen die bisherigen Energielabels weg. Sie werden durch die Bezeichnungen G, F, E, D, C, B und A ersetzt.

 

Welche Geräte sind von der Energieeffizienzklassen-Änderung betroffen?

Von der Energieeffizienzklassen-Änderung sind mehrere Geräte betroffen, deren altes Energielabel durch ein neues ausgetauscht wird. Die verwirrenden Plus-Klassen entfallen dabei gänzlich und werden durch ein einfaches A ersetzt. Geräte, die nach dem alten Energielabel mit einem A+++ versehen waren, werden seit dem 1. März 2021 jedoch nicht unbedingt durch ein A ausgetauscht, da die EU weitere Differenzierungen vorsieht. So kann es durchaus sein, dass Geräte, die früher mit A+++ gekennzeichnet wurden, mit dem neuen Energielabel D versehen sind.

Folgende Produkte sind seit dem 1. März 2021 von der Energieeffizienzklassen-Änderung betroffen:

  • Kühlschränke
  • Gefriergeräte
  • Waschmaschinen
  • Wäschetrockner
  • Geschirrspüler
  • Computermonitore
  • TV-Geräte

Seit dem 1. September 2021 müssen auch alle Leuchtmittel mit dem neuen EU-Energielabel gekennzeichnet sein. Das alte Label läuft zum 1. März 2023 aus. Das bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt durchaus noch Leuchtmittel im Handel zu finden sind, die das alte Energielabel haben. Neben der Energieeffizienzklassen-Änderung müssen die Geräte auch einem neuen Ökodesign entsprechen, das zum Beispiel Auskunft über die Nachhaltigkeit von elektrischen Produkten gibt.

 

Welche Unterschiede gibt es bei alten und neuen Energielabels?

Dem neuen Energielabel wird ab sofort ein QR-Code hinzugefügt, den Verbraucher mit ihrem Smartphone scannen, um sich über die sogenannte EPREL-EU-Datenbank der Hersteller einen Überblick über den Verbrauch des jeweiligen Gerätes zu verschaffen.

Die farbliche Skala bleibt dabei erhalten, nur mit dem Unterschied, dass die elektrischen Geräte mit dem neuen Energielabel deutlich einfacher und übersichtlicher eingeteilt werden können. Doch Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+++ erhalten dabei nicht unbedingt das neue Label A. Ganz im Gegenteil: Bei der Umstellung der Energielabels können viele Geräte die Anforderungen der neuen Energieeffizienzklasse A (noch) nicht erfüllen, weshalb sie zwangsläufig etwas schlechter klassifiziert werden und zum Beispiel die Energieeffizienzklasse B erhalten.

Neben dem Energielabel sollten zusätzliche Informationen eine detaillierte Übersicht über den Verbrauch pro Nutzung geben. Bislang wurde der Verbrauch immer pro Jahr angegeben. Das neue Energielabel unterliegt dabei einer neuen Berechnung, die verschiedene Daten, zum Beispiel

  • die Leistung,
  • den Energieverbrauch,
  • den Wasserverbrauch,
  • die Kapazität,
  • das Volumen,

einbezieht.

 

Was steht auf dem neuen Energielabel?

Laut der neuen Energieeffizienzklassen-Änderung sollen die Energielabel vereinfacht werden. So können Verbraucher auf dem neuen EU-Energieeffizienzklassen-Label mehr Informationen ablesen, die (je nach Gerät) unterschiedlich ausfallen können.

Das Energielabel einer Waschmaschine zeigt an,

  • wie viel Wasser und Strom die Waschmaschine pro Waschgang verbraucht,
  • wie viel Kilowattstunden (kWh) sie pro 100 Waschzyklen verbraucht,
  • wie hoch die Geräuschentwicklung ist (Spitzenwert beim Schleudern),
  • welche Füllmenge an Wasser sie hat.

Das Energielabel eines Kühlschranks zeigt an,

  • wie viel Strom das Gerät im Jahr verbraucht,
  • wie groß die Geräuschentwicklung ist,
  • wie hoch der Stromverbrauch je Volumen ist.

Das Energielabel eines Fernsehers gibt an,

  • wie hoch der Stromverbrauch je 1.000 Stunden Nutzungsdauer ist,
  • wie hoch der Energieverbrauch im HDR-Modus ist,
  • wie groß die Bilddiagonale ist,
  • wie hoch die Auflösung in Pixeln ist.

Das Energielabel eines Geschirrspülers gibt an,

  • wie hoch der Stromverbrauch pro 100 Waschgängen ist,
  • wie viel Wasser das Gerät pro Waschgang verbraucht,
  • wie lang das Programm dauert,
  • wie hoch die Schallemission ist.

Mit der eingeführten Ökodesign-Richtlinie erfahren Verbraucher zudem nicht nur wertvolle Informationen über die Recycling- und Reparaturfähigkeit des Produktes – die Ökodesign-Richtlinie soll auch Auskunft über die Verfügbarkeit von notwendigen Ersatzteilen liefern und die Frage beantworten, wie umweltfreundlich die Produkte und deren Herstellung tatsächlich sind.

Geräte mit einem alten Energielabel arbeiten im Übrigen nicht automatisch ineffizienter, selbst wenn sie schlechter bewertet werden. Die Energieeffizienzklassen-Änderung soll vielmehr die Hersteller dazu bewegen, energieeffizientere Geräte herzustellen, die im Reparaturfall relativ schnell mit einem neuen Ersatzteil versorgt werden. Was den Preis betrifft, müssen diese Gebrauchsgegenstände nicht zwangsläufig teurer sein.

 

Die Energieeffizienzklassen-Änderung vereinfacht Energielabel

Das frühere Energielabel– vor allem die Plus-Klassen – war oft unübersichtlich und nicht endnutzerfreundlich. Für Verbraucher sagte das Label nur wenig über die Effizienz eines elektrischen Gerätes aus. Dank der Energieeffizienzklassen-Änderung soll diese Etikettierung um ein Vielfaches vereinfacht werden, um die mehr Transparenz in puncto Strom- und Wasserverbrauch zu bieten.

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