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Energie sparen im Unternehmen

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

06.11.2021

Letztes Update

25.04.2022

Energie sparen im Unternehmen: Maßnahmen für mehr Effizienz

Energie sparen lohnt sich für Unternehmen, um die Energiekosten zu senken. Wir zeigen, wie groß das Einsparpotenzial ist und die besten Tipps für einen geringeren Verbrauch.

Inhalt des Blogartikels

Wie groß ist das Einsparpotenzial in Unternehmen?

Nicht nur Privatverbraucher haben das Energiesparen für sich entdeckt: Auch immer mehr Unternehmen überprüfen ihren Energieverbrauch, um den Betrieb effizienter zu gestalten und Geld einzusparen. Insbesondere kleinere Firmen und Start-ups, die mit einem geringeren Budget jonglieren müssen, können mit den richtigen Maßnahmen profitieren und viel Energie sparen.

Wenn du bedenkst, dass die Industrie und das Gewerbe etwa zwei Fünftel des gesamten Stromes in Deutschland verbrauchen, wird das Einsparpotenzial besonders deutlich. Unternehmen brauchen Strom fast überall – vor allem für die Beleuchtung. Nichtsdestotrotz können auch andere Bereiche ein hohes Einsparpotenzial aufweisen, zum Beispiel die Wärmeversorgung und Lüftungsanlage.

 

Verpflichtende Energieaudits

Für viele Unternehmen sind seit 2015 sogenannte Energieaudits verpflichtend, mit denen sich der Energieverbrauch und das Einsparpotenzial analysieren lassen. Energieaudits müssen Firmen durchführen, die nach den Kriterien des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nicht zu den kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) zählen.

 

Tipps, mit denen Unternehmen Energie sparen

Es gibt einfache und umfangreichere Maßnahmen, mit denen das Energiesparen im Unternehmen gelingt. Diese sind besonders effektiv:

Energiesparen durch eine bessere Beleuchtung

Wie bereits erwähnt hat die Beleuchtung in Unternehmen ein großes Einsparpotenzial. Licht wird überall gebraucht – ob in Büros, im Aufenthaltsraum, in Umkleidekabinen, Werkstätten oder Hallen. Wer hier immer noch auf alte Glühbirnen oder Neonröhren setzt, wirft das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Dabei lässt sich mit der richtigen Beleuchtung in einem Unternehmen nicht nur viel Energie sparen, auch die Lichtverhältnisse in den Räumen verbessern sich enorm.

So haben Firmen die Möglichkeit, alte Neonröhren durch effizientere LED-Lampen auszutauschen und die Räume besser auszuleuchten. Natürlich sollte die Anzahl der Lampen immer von der Größe des Raumes (und der Deckenhöhe) abhängig sein. Bei hohen Decken kann das Anbringen von speziellen Reflektoren sinnvoll sein, um dunklere Bereiche zu erhellen. Räume, die zu bestimmten Zeiten weniger frequentiert sind, können zum Beispiel zusätzlich mit Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern im Smart Home ausgestattet werden, die Strom sparen.

Durch diese Maßnahmen lassen sich zwischen 20 und 80 Prozent der Energie einsparen. Zusätzlich können eine Veränderung der Lampenhöhe (beispielsweise bei hohen Decken) oder helle Decken- und Wandfarben für mehr Energieeffizienz, eine bessere Reflexion und mehr Helligkeit sorgen. Tageslichtsensoren messen den Lichtbedarf bei einfallendem Sonnenlicht.

Energiesparen durch Energieeffizienz am Arbeitsplatz

Der Stromverbrauch ist vor allem in Büroräumen hoch, weil die elektronischen Geräte, wie zum Beispiel Computer und Drucker, kontinuierlich in „Bereitschaft“ sind. Dabei können Unternehmen viel Energie sparen, wenn die Geräte im Standby-Betrieb (Energiesparmodus) laufen, sobald die Mitarbeiter sie nicht nutzen. Wenn sie die Technik ganz ausschalten, ist die Einsparung noch höher. In jedem Fall lohnt es sich, die Mitarbeiter zu sensibilisieren, nicht genutzte Geräte auszuschalten oder den Energiesparmodus zu nutzen, um den Energieverbrauch am Arbeitsplatz zu senken.

Energiesparen durch effiziente Lüftung und Heizung

Heizungs- und Lüftungsanlagen sind echte Stromfresser, weshalb es sich für Unternehmen lohnt, in puncto Heizung und Lüftung mehr Energie zu sparen, beispielsweise durch eine:

  • Senkung der Vorlauftemperatur,
  • einen hydraulischen Abgleich oder
  • eine bessere Wärmedämmung.

Bei einer in die Jahre gekommenen Heizung, wie einer alten Gas- und Ölheizung, kann sich die Anschaffung einer neuen Anlage lohnen, um die Energieeffizienz zu steigern. Das gelingt beispielsweise durch die Nutzung von Solarthermie, den Einbau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) oder einer Pelletheizung. Das BAFA unterstützt Solarthermieanlagen mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Nicht nur im Winter können Unternehmen Energie im Büro sparen. Im Sommer laufen die Klimaanlagen auf Hochtouren, verbrauchen sehr viel Strom und verursachen hohe Energiekosten. Die Anlagen sind vor allem dann in Betrieb, wenn die Temperaturen in den Innenräumen ansteigen. Hier können Unternehmen Energie sparen, indem sie die Klimaanlagen so einstellen, dass sie erst bei etwas höheren Temperaturen arbeiten. Innenräume lassen sich durch das Anbringen eines Sonnenschutzes vor dem Fenster etwas abkühlen.

Energiesparen durch die Beseitigung von Stromfressern

Viele Firmen könnten mehr zum Energiesparen beitragen, wenn sie sämtliche Stromfresser aufspüren und abschalten oder durch effizientere Geräte ersetzen. Die Anschaffung von modernen Geräten ist zwar auf den ersten Blick teuer, spart aber langfristig Energie und Geld. Denn die neuen Geräte laufen mit einer niedrigeren Drehzahl und lassen sich individuell regulieren (Suffizienz).

Gerade wenn viele Maschinen gleichzeitig betrieben werden, kann es sich lohnen, den genauen Stromverbrauch mithilfe spezieller Messgeräte zu bestimmen. So haben Firmen die Möglichkeit, gezielt Maßnahmen zu ergreifen. Dabei kann ein intelligentes Energiemanagementsystem helfen. Es trägt maßgeblich zu einer optimalen Steuerung des Stromverbrauches bei, sodass das Unternehmen Energie spart.

Mithilfe des Systems lassen nicht nur der Stromverbrauch und die Energiegewinnung perfekt aufeinander abstimmen – auch die überschüssige Energie kann für einen späteren Gebrauch gespeichert werden (beispielsweise mit einer Solaranlage und einem Batteriespeicher für Photovoltaik).

Weitere Stromfresser in einem Unternehmen können auch Kompressor-Anlagen sein. Diese haben eine schlechte Energieeffizienz, da sie für die Bereitstellung von Druckluft sehr viel Energie benötigen. Der verbrauchte Strom soll dabei um das Vierfache teurer sein als Gas oder Öl. Zusätzlich können die Anlagen auch anderweitig Energie verbrauchen, wenn sie zum Beispiel alt und undicht sind. Hier sollten Unternehmen auf jeden Fall nachbessern, indem sie zum Beispiel alte Rohre oder undichte Ventile austauschen, Lecks schließen und/oder mit Zeitschaltuhren (Smart Home) arbeiten.

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