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Ruhezustand oder Energie sparen?

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

24.05.2021

Letztes Update

24.04.2022

Was ist besser: Der Ruhezustand oder die Energie-sparen-Option?

Um Energie zu sparen, kann der Rechner in den Ruhezustand oder Energiesparmodus versetzt werden. Wir verraten dir, worin sich die Energieoptionen unterscheiden.

Inhalt des Blogartikels

Wo liegt beim Ruhezustand und Energiesparmodus der Unterschied?

Wer täglich am Computer sitzt und langfristig etwas Strom sparen möchte, sollte die beiden Sparfunktionen nutzen. Allerdings wissen viele Menschen gar nicht, dass ihre Computer, Notebooks oder Tablets über diese Funktionen verfügen. Dabei können sie durch die Verwendung der beiden Einstellungen jede Menge Energie sparen, was sich auf die kommende Stromrechnung positiv auswirken kann. Anstatt den Computer mehrmals am Tag herunterfahren zu müssen, kann er auch einfach in den Standby Modus oder Ruhezustand versetzt werden. Stellt sich natürlich die Frage, welchen Unterschied es zwischen den beiden Energieoptionen gibt.

Was ist der Ruhezustand?

Gegenüber dem Energiesparmodus hat der Ruhezustand den großen Vorteil, dass der Computer in dieser Zeit keinen Strom verbraucht, wodurch der Akku geschont wird. Außerdem wird die jeweilige Sitzung auf der Festplatte gespeichert, was bedeutet, dass keine Daten verloren gehen, wenn die Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt wird. Da der Computer die gespeicherten Informationen von der Festplatte abrufen muss, kann es erfahrungsgemäß etwas länger dauern, bis der Rechner aus dem Ruhezustand „erwacht“ ist. Deshalb empfehlen viele Experten den Ruhezustand in erster Linie für den Akkubetrieb, um dadurch den Akku zu schonen und dessen Lebensdauer zu verlängern.

Was ist der Energiesparmodus?

Der Energiesparmodus hat im Gegensatz zum Ruhezustand den Vorteil, dass der Computer sofort aus dem Standby Modus erwacht. Das liegt daran, dass die aktuellen Daten der Sitzung im sogenannten Arbeitsspeicher (RAM) gespeichert werden. Der Zugriff auf den Arbeitsspeicher nimmt für den Rechner weitaus weniger Zeit in Anspruch als der Zugriff auf die Festplatte. Der Energiesparmodus hat allerdings auch einen Haken: Der Standby Modus verbraucht nämlich selbst beim Energiesparen Energie, obwohl der Stromverbrauch sehr gering ist.

Wird der Rechner jedoch über eine längere Zeit nicht genutzt, kann die Leistung des Akkus darunter leiden, was im schlimmsten Fall zu einem Verlust der Daten führen kann, sobald der Computer heruntergefahren wird. Die Daten der vorherigen Sitzung gehen bei einem unbeabsichtigten Herunterfahren des Rechners verloren, da sie nur in dem Arbeitsspeicher (und nicht auf der Festplatte) gespeichert werden. Aufgrund dieser Eigenschaft soll sich der Energiesparmodus in erster Linie für den Netzbetrieb eignen, um einen Verlust der Daten zu vermeiden.

 

Ruhezustand und Energiesparmodus für welche Geräte?

Nicht nur Notebooks, sondern auch Laptops und Tablets verfügen über zwei Energieoptionen, um die Arbeit am Computer zu unterbrechen und dabei kurz- oder langfristig Energie einzusparen. Nutzer können hier zwischen dem Ruhezustand und dem Energiesparmodus wählen. PCs sind in der Regel nur mit einer Energieoption, dem Energiesparmodus, ausgestattet. Einige PCs können dabei mithilfe einer speziellen Taste zum Energiesparen in den Standby Modus versetzt werden, während sich der Energiesparmodus anderer Rechner durch einen kurzen Klick auf den Netzschalter aktivieren lässt. Bei einem Laptop soll sich diese Energieoption durch das bloße Zuklappen des Bildschirms aktivieren lassen.

Was viele nicht wissen: Selbst bei Smartphones funktioniert der Modus „Ruhezustand“, indem das Gerät zum Beispiel so eingestellt wird, dass sich nach einiger Zeit der Bildschirm abdunkelt.

 

Ruhezustand und Energiesparmodus einstellen: So funktioniert’s!

Um den Ruhezustand oder Energiesparmodus am Computer einzustellen, braucht es nur wenige Handgriffe. Glücklicherweise erleichtert Windows 10 die Einstellung enorm, sodass die Einstellungen der Energieoptionen nicht allzu schwer sind. Nachfolgend zeigen wir dir in wenigen Schritten, wie du den Ruhezustand und den Energiesparmodus einstellen und deinen Computer in den Standby Modus versetzen kannst.

So stellst du den Ruhezustand ein

Die Energieoption „Ruhezustand“ lässt sich ganz leicht in den Einstellungen von Windows aktivieren. Dazu einfach

  • „Netzbetrieb und Energiesparen“ auswählen,
  • „zusätzliche Energieeinstellungen“ anklicken,
  • wählen, „was beim Drücken des Netzschalters passieren soll“,
  • in den „Einstellungen für das Herunterfahren“ die Option „Ruhezustand“ anklicken und
  • die „Änderungen speichern“.

Der PC kann nun entweder über das Windows-Symbol oder den Netzschalter in den Ruhezustand versetzt werden.

So stellst du den Energiesparmodus ein

Die Einstellung des Energiesparmodus lässt sich mit der Kombination der Windows-Taste und der Taste „R“ aktivieren. Es erscheint ein Fenster mit einer Eingabeaufforderung. Um in das Menü zu gelangen, sollte hier der Begriff „control“ eingegeben und bestätigt werden. Anschließend sollten Nutzer auf

  • „Energieoptionen“ klicken,
  • „auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“,
  • den Haken neben der Option „Energie sparen“ entfernen und dann
  • die „Änderungen speichern“.

Welche Vorteile können die Energieoptionen haben?

Energiesparen am PC kann viele Vorteile haben. Während der Rechner im Energiesparmodus noch aktiv ist und somit auch etwas Strom verbraucht, fährt er die Systeme im Ruhezustand vollkommen herunter. Einer der größten Vorteile dieser energiesparenden Energieoption ist sicherlich, dass sich durch den Ruhezustand bares Geld sparen lässt, da der Computer, sobald er in diesen Modus versetzt wird, keinen Strom verbraucht. Allerdings braucht der Computer auch etwas länger, ehe er aus dem Ruhezustand wieder hochgefahren wird. Dies wird für viele Nutzer oft als Nachteil angesehen, wenn sie ihre Arbeit an dem Rechner möglichst schnell fortsetzen wollen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Standby Modus den Akku schont. Anstatt den Rechner auch dann laufen zu lassen, wenn er gerade nicht genutzt wird, fährt man ihn einfach herunter und belässt ihn ganz bewusst im Ruhezustand, ehe er wieder hochgefahren wird. Selbst bei Handys soll sich der Ruhezustand bemerkbar machen. Im Allgemeinen sollen Verbraucher durch die Nutzung der Energieoption bis zu 10 Prozent Strom einsparen können, was langfristig den Akku schonen kann.

Übrigens: Die Arbeit am Laptop, Notebook oder Tablet ist günstiger als am PC. Durchschnittlich sollen sich mit diesen Geräten nicht nur etwa 18 Euro im Jahr, sondern auch 27 Kilogramm CO₂ einsparen lassen, was letztendlich dem Geldbeutel und der Umwelt zugutekommt. Wer die Lebensdauer seines Akkus durch spezielle Energieoptionen verlängert, trägt auch zum Schutz von natürlichen Ressourcen bei, da für die Herstellung Lithium abgebaut wird. Um den Rohstoff zu gewinnen, werden mitunter ganze Seen, beispielsweise in Chile, trockengelegt.

Dies raubt den Menschen nicht nur wertvolles Trinkwasser – auch fehlt das Wasser, das sie zum Beispiel für die Bewässerung ihrer Felder benötigen. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Abbau von Lithium Staub freisetzt, der die Gesundheit belasten und die Böden verunreinigen kann.4

 

Ruhezustand bringt gegenüber Energiesparmodus mehr Vorteile

Der Energiesparmodus hat zwar den großen Vorteil, dass der Computer sofort betriebsbereit ist, wenn er aus dem Standby Modus wieder hochgefahren wird, jedoch hat der Ruhezustand eindeutig die Nase vorn. Auch wenn das Hochfahren etwas länger dauert, sparen Nutzer mit dieser Energieoption langfristig mehr Geld ein, da der Computer im Ruhezustand keine Energie verbraucht. Noch mehr Geld können Verbraucher einsparen, wenn sie sich anstelle eines PCs einen Laptop, ein Notebook oder ein Tablet kaufen, die noch weniger Strom verbrauchen.

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