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So geht Energie sparen in der Schule

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

21.06.2021

Letztes Update

24.04.2022

Wie lässt sich in der Schule Energie sparen?

Es gibt viele Möglichkeiten, um Energie zu sparen. Das ist in Schulen nicht anders. Und es lohnt sich. Hier gibt es ein paar Energiespartipps.

Inhalt des Blogartikels

Energiesparen und Klimaschutz bei Renovierungsarbeiten in der Schule berücksichtigen

Der positive Effekt auf den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit, der durch das Energiesparen in der Schule entsteht, ist kein kleiner. Immerhin verbringen Schüler und Lehrkräfte um die 70 bis 80 Prozent ihrer Zeit in den Klassenräumen – das bedeutet: ständig angeschaltetes Licht und somit auch ein hoher Stromverbrauch. Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (destatis) vom März 2021 gab es im Schuljahr 2020/2021 in Deutschland rund 10,9 Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens. Nimmt man alle Schularten, Teil- und Vollzeitbeschäftigte zusammen, werden diese von rund 828.720 Lehrern unterrichtet. Dass viele der deutschen Schulen teilweise seit Jahren in einem maroden Zustand sind und dringendst renoviert beziehungsweise saniert werden müssen, ist bekannt.

Die Krise als Chance begreifen

Während der Coronakrise sind auch der Zustand und die Ausstattung der Schulen wieder stärker in den Fokus gerückt. Vehement wird gefordert, endlich sowohl für den Fortschritt der Technologie als auch im Sinne des Klimaschutzes zu handeln. In Deutschland ist Schule jedoch Ländersache. Und bereits in der Vergangenheit flossen Gelder aus den knapp gefüllten Kassen der Kommunen oft nicht in das „Sanierungsprojekt Schule“. Während der Pandemie hat sich die finanzielle Situation durch weggebrochene Einnahmen weiter verschärft. Dennoch lassen sich immer durch einfache energiesparende Maßnahmen die Kosten reduzieren und der Klimaschutz festigen.

Zudem bieten einige der verantwortlichen Kultusministerien der 16 Bundesländer Förderprogramme an. So stellt beispielsweise die Landesregierung von Baden-Württemberg in den Jahren 2020 und 2021 zur Förderung von Schulsanierung und den Neu- und Umbau von Schulen insgesamt rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. An entsprechender Stelle nachzufragen, ist in jedem Fall nicht verkehrt.

Die Stadt kann mitunter helfen, dass Schulen Energie sparen

Bevorzugt während der Schulferien werden kleinere und mittlere Sanierungsarbeiten in Angriff genommen. Im Zuge dieser Maßnahmen bietet es sich beispielsweise an, die Beleuchtung komplett auf energiesparende LED-Lampen umzustellen: eine einfache Optimierung mit großer Wirkung. Selbst durch Maßnahmen, die wenig kosten oder gar kostenfrei sind, lässt sich eine Energieeinsparung von 10 bis 15 Prozent erzielen.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, vorab und soweit vorhanden das kommunale Energiemanagement (KEM) der Stadt zu kontaktieren. Denn in kommunalen Liegenschaften wie Schulen kennen sich die Gebäudenutzer in der Regel nicht wirklich damit aus, wie die Gebäudetechnik effizient genutzt werden kann. Das KEM ist in der Lage, Einsparpotenziale zu erkennen, dauerhaft zu sichern und durch laufendes Energie-Controlling beziehungsweise Energiemanagement zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs beizutragen.

Das geschulte Personal entwickelt basierend auf exakten Analysen Strategien zum Energiesparen in der Schule. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen helfen so mit, die Kassen der Kommunen zu entlasten und regionale wie auch globale Klimaziele zu erreichen. Kommunen bestätigen, dass sich die Kosten für das KEM – Einrichtung und Personal – bereits nach 2 bis 3 Jahren amortisiert haben. Das KEM gibt Auskunft darüber,

  • welche Verbraucher wie viel Energie und Wasser erfordern,
  • wo Verbrauchsschwerpunkte sind und
  • wo die Energieverluste, beispielsweise durch brennendes Licht oder Geräte im Stand-by-Modus besonders hoch ausfallen.

Einfach Energie sparen in der Schule: Tipps und Tricks

Viele Einzelmaßnahmen ergeben in Summe ein ordentliches Einsparergebnis. Mit den folgenden Energiespartipps erfährst du, wie einfach es sein kann, Energie in der Schule zu sparen und somit der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Richtig Heizen und Lüften

Falls trotz der Coronapandemie keine Lüftungsanlage eingebaut wurde, helfen folgende Maßnahmen, um Energie zu sparen und die Gesundheit der Schulkinder und der Lehrer zu schützen:

  • Heizung abstellen
  • Fenster ganz öffnen
  • 5 bis 10 Minuten Stoßlüften; besser noch: bereits nach Ablauf von 2 Schulstunden 3 bis 5 Minuten
  • bei Fenstern an mehreren Seiten des Klassenzimmers: Querlüften, um schnelleren Luftaustausch zu ermöglichen
  • nach dem Lüften: Heizung sofort wieder anstellen

Stromfresser aufspüren

Je nach Ausstattung befinden sich in den Klassen- und Lehrerzimmern unzählige Elektrogeräte, die entweder permanent eingeschaltet sind oder zumindest im Stand-by-Betrieb auf ihren Einsatz warten. Dies sind beispielsweise:

  • Drucker und Kopierer
  • Computer
  • Fernseher
  • Projektoren
  • Ladegeräte
  • Beleuchtung
  • Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine, Kühlschrank und Geschirrspüler
  • Getränkeautomaten
  • Heizungspumpen und Haustechnik

So lässt sich Strom in der Schule sparen:

  • Geräte, die nicht permanent im Einsatz sind, ausschalten; bei Stand-by-Möglichkeit den Stecker ziehen
  • Photovoltaikanlage installieren
  • grünen Strom nutzen
  • für die Beleuchtung Bewegungsmelder einbauen
  • kein künstliches Licht an sonnigen Tagen; eventuell Jalousien öffnen
  • Licht ausschalten, sobald die Klasse den Raum verlässt
  • Leuchtmittel durch LED ersetzen
  • bei Neuanschaffungen von Geräten auf Lebensdauer und Energieeffizienz achten
  • alte Heizungspumpen – 10 Jahre und älter – durch neue austauschen; alte Heizungspumpen verbrauchen extrem viel Strom. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen bis zu 90 Prozent weniger Strom.

Wasser bewusst einsetzen

Inzwischen werden die Hände weitaus öfter gewaschen als noch vor 2 Jahren. Das bedeutet aber nicht, dass der Wasserhahn ständig aufgedreht sein muss.

Wärmedämmung

Zugluft macht nicht nur krank, sondern führt auch zu hohen Energieverlusten. Durch eine Wärmedämmung der Gebäudehülle lassen sich an Schulgebäuden die Heizkosten um einige Tausend Euro pro Jahr reduzieren. Selbst durch den Fensteraustausch können vierstellige Beträge eingespart werden.

 

Fördergelder über die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Wird das Schulgebäude komplett zum Energieeffizienz-Standard umgebaut, gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Programm Kommunen – Kredit (264) bis zu 30 Millionen Euro Kredit und bis zu 50 Prozent Tilgungszuschuss. Aber auch Einzelmaßnahmen wie die Wärmedämmung oder der Heizungsaustausch werden gefördert.

Alternativ gibt es noch das Programm Kommunen – Zuschuss (464) mit einem Zuschuss von bis zu 15 Millionen Euro für Sanierungen zum Effizienzhaus. Diese Förderungen können ab Juli 2021 bei der KfW beantragt werden, Zuschüsse für Einzelmaßnahmen hingegen bereits seit Januar beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Auf der KfW-Website gibt es zudem weitere Förderungen, die für Schulen interessant sein könnten.

 

Energiesparen in der Schule hilft auch Kommunen, Geld zu sparen

Je mehr Geld in die Hand genommen wird, desto mehr lässt sich auf lange Sicht sparen. Zum Energieverbrauch der Kommunen tragen Schulen am meisten bei. Daher sollte eine energetische Sanierung wo immer möglich durchgeführt werden. Eine Finanzierung aus Fördermitteln macht das auch in Zeiten knapp gefüllter Kassen möglich.

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