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Die Bedeutung des CO2-Fußabdrucks

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

21.03.2021

Letztes Update

16.03.2022

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CO2-Fußabdruck als Grundlage für ein besseres Klima

Der CO2-Fußabdruck zeigt, wo wir im Alltag den Ausstoß von Emissionen verringern und so die Klimabilanz verbessern können.

Inhalt des Blogartikels

Was ist der CO2-Fußabdruck?

Lebensmittel und Kleidung kaufen, den Kamin beheizen und mit dem Auto zur Arbeit fahren: Das sind alles Dinge, die für uns eigentlich ganz normal sind. Leider hinterlässt unser Konsum auch Spuren, die durch einen kontinuierlichen Verbrauch von natürlichen Ressourcen und einen erhöhten CO2-Ausstoß deutlich werden. Eigentlich sollten die Menschen mit den natürlichen Ressourcen, die unsere Erde in einem Jahr zur Verfügung stellen kann, bis zum Ende des Jahres haushalten können. Jedoch brauchen wir sie mit jedem weiteren Jahr schneller auf, sodass wir für den Rest des Jahres „auf Pump leben“.

Dieses Datum, das das Ende der natürlichen Ressourcen unserer Erde in einem Jahr aufgrund unseres verschwenderischen Lebensstils kennzeichnet, wird auch gern als „Overshoot Day“ bezeichnet. Um den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen, müssen wir daher lernen, unseren Konsum zu überdenken. Dies kann zum Beispiel mithilfe eines CO2-Rechners geschehen, der uns zeigt, ob wir nachhaltig leben und wie es mit unserer Klimabilanz aussieht. Für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks (Carbon Footprint) sind nur wenige Angaben erforderlich. Je größer der CO2-Fußabdruck ist, desto höher ist der Verbrauch an natürlichen Ressourcen, was wiederum zu einer verstärkten Produktion von Treibhausgasen beiträgt.

Entwickelt wurde der CO2-Fußabdruck in den 90er-Jahren, als die beiden Wissenschaftler William Rees und Mathis Wackernagel einen Rechner entwickelten, um die natürlichen Ressourcen unserer Erde und deren Nutzung gegenüberzustellen. Somit wollten sie nicht nur herausfinden, was wir verbrauchen, sondern auch wissen, was uns überhaupt zur Verfügung steht. In Zeiten des Klimawandels ist der CO2-Fußabdruck immer mehr in den Mittelpunkt gerückt, um unseren Konsum messbar zu machen. Das geht ganz leicht: Du gibst einfach ein paar Eckdaten, wie zum Beispiel

  • den Stromverbrauch,
  • das Konsumverhalten,
  • den Urlaub,
  • die Mobilität sowie
  • den Verbrauch von Lebensmitteln und Energie

in eine Suchmaske ein, bevor der Rechner deinen ganz persönlichen CO2-Fußabdruck ermittelt. Der Carbon Footprint wird übrigens in sogenannten CO2-Äquivalenten angegeben, da die jährlichen Emissionen nicht nur durch CO2 verursacht werden. Es gibt noch weitere Treibhausgase, die die Emissionen steigern können. Hierzu gehören:

  • Schwefelhexafluorid
  • Lachgas
  • Methan
  • Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe
  • Stickstofftrifluorid
  • Perfluorierte Kohlenwasserstoffe

Warum ist der CO2-Fußabdruck von Bedeutung?

Für viele Wissenschaftler ist der CO2-Fußabdruck von großer Bedeutung, weil das Kohlenstoffdioxid zu den Treibhausgasen gehört, die für unsere Erde eine enorme Belastung darstellen und maßgeblich zum Klimawandel beitragen. Um die jährlichen Emissionen zu begrenzen, soll der jährliche Ausstoß von CO2 nicht mehr als 2 Tonnen pro Person betragen. Leider sieht die Bilanz mit mehr als 11 Tonnen an CO2 pro Kopf anders aus.

Der CO2-Fußabdruck ist jedoch nicht nur für private Haushalte, sondern auch für Unternehmen von Bedeutung, die zum Beispiel durch die Herstellung und den Transport von Konsumgütern viel CO2 ausstoßen und dadurch das Klima belasten. Unternehmen, die ihre Produktion nachhaltiger gestalten wollen, messen dem Carbon Footprint daher einen hohen Stellenwert bei. Denn somit können sie nicht nur einen Beitrag zur Senkung der Emissionen und zum Schutz unserer Umwelt leisten, sondern auch zur Senkung ihrer Betriebskosten.

Dass der Ausstoß von Treibhausgasen so hoch ist, liegt daran, dass viele Unternehmen immer noch Kohle, Erdöl und Erdgas nutzen, anstatt auf erneuerbare Energien zu setzen. Auch trägt der Fleischkonsum und der damit verbundene Ausstoß an Methan aufgrund der Massentierhaltung zu einem Anstieg der Emissionen bei.

Die hohen CO2-Emissionen werden hauptsächlich durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen verursacht, wobei die Landwirtschaft aufgrund der Freisetzung von Methan eine ebenso große Rolle spielt. Wie bereits geschildert, produziert jeder Mensch in Deutschland um die 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Statistisch gesehen entfallen etwa

  • 36 Prozent auf das Wohnen (Betriebskosten),
  • 26,6 Prozent auf die Mobilität,
  • 12,3 Prozent auf die Ernährung,
  • 13 Prozent auf andere Produkte und
  • 12,2 auf sonstige Dienstleistungen.

Derzeit geht man sogar davon aus, dass wohlhabende Menschen doppelt so viel CO2 produzieren. Die Studie bezieht sich auf die Jahre 1990 bis 2015, in denen die reichsten Menschen der Welt etwa die Hälfte der CO2-Emissionen verursacht haben sollen. Allein in Deutschland sollen die CO2-Emissionen der reichsten Menschen 26 Prozent betragen, was auf eine verstärkte Mobilität (Flugreisen), die Nutzung von SUV und einen stärkeren Konsum zurückzuführen ist.

 

Wie kannst du deinen Carbon Footprint verringern?

Es gibt glücklicherweise viele Möglichkeiten, um seine CO2-Bilanz zu verbessern und zu einem nachhaltigeren Lebensstil zu finden. Nachfolgend geben wir dir ein paar Tipps an die Hand, wie du CO2-Emissionen im privaten Bereich senken kannst.

  1. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du das Auto im Alltag öfter stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Im Vergleich: Die CO2-Emissionen eines Autos liegen bei 416 Kilogramm pro Jahr, während öffentliche Verkehrsmittel nur etwa 140 Kilogramm CO2 verbrauchen.
  2. Selbst wenn du einkaufst, kannst du einen Beitrag für den Klimaschutz leisten und deinen Carbon Footprint verringern: Greife verstärkt zu Produkten, die aus regionalem Anbau stammen. Noch besser wird die Klimabilanz, wenn die Produkte nachhaltig produziert wurden. Dies gilt übrigens auch für deine Kleidung. Hier ist es zum Schutz des Klimas immer besser, keine neuen Produkte zu kaufen, sondern auf Secondhandkleidung zu setzen.
  3. CO2 kannst du auch in deinen eigenen 4 Wänden einsparen, wenn du die Heizung im Winter um 1 Grad Celsius absenkst. Besonders energiesparend sind auch elektronische Thermostate, die sich punktgenau einstellen lassen. Wenn du dazu die Fenster beim Lüften für wenige Minuten weit öffnest, anstatt sie eine längere Zeit gekippt zu lassen, sparst du zusätzlich Energie. Und um die Ausgaben für Strom zu senken, lohnt sich der Wechsel zu einem Ökostromanbieter.
  4. LED statt Halogenlampe oder Glühbirne, Fernseher und PC ausschalten anstelle von Stand-by-Modus: Auch mit kleinen Dingen kannst du deinen CO2-Fußabdruck verringern.

Fazit: Bereits kleine Schritte tragen zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks bei

Wenn es um den Schutz des Klimas und die Verringerung der CO2-Emissionen geht, können alle Menschen etwas tun, indem sie ihren persönlichen CO2-Fußabdruck messen. Den größten Anteil machen die Betriebskosten aus, gefolgt von Mobilität und Ernährung. Wenn du regionale Produkte einkaufst, öfter auf Secondhandkleidung setzt, die Raumtemperatur um 1 Grad Celsius absenkst und verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzt, tust du bereits einiges für eine bessere CO2-Bilanz.

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