So geht nachhaltiger Konsum!

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Mehr Umweltbewusstsein durch nachhaltigen Konsum

Nachhaltigkeit ist ein relevantes Thema, um bewusster mit den natürlichen Ressourcen umzugehen und den Konsum zu reduzieren. Dabei ist es ganz einfach, Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Denn es kommt oft auf die kleinen Schritte an, die im Endeffekt viel bewirken können.

Warum wird Nachhaltigkeit immer wichtiger?

Nachhaltigkeit bekommt einen immer größer werdenden Stellenwert. Wenn wir an einen nachhaltigen Konsum denken, haben viele von uns vermutlich den Kauf von ökologischen Lebensmitteln und klimafreundlich-produzierter Kleidung im Blick. Dabei ist Nachhaltigkeit so viel mehr als das.

Nachhaltigkeit bedeutet, viel bewusster zu konsumieren und nicht nur die natürlichen Ressourcen unseres Planeten, sondern auch die Umwelt und das Klima zu schützen. Dazu muss natürlich jeder einen großen Schritt aus seiner Komfortzone heraustreten. Fakt ist: Wir können immer und überall konsumieren, um einen hohen Lebensstandard zu behalten. Ein neues Smartphone hier, ein Fernseher da, dazu Lebensmittel, Kosmetik und Kleidung im Überfluss: Es gibt vermutlich kaum etwas, das du nicht kaufen kannst.

Oft kaufen wir sogar Dinge, die wir gar nicht brauchen – Dinge, die aufwendig hergestellt werden und aus weit entfernten Ländern stammen. Dies kann wiederum zur Verschwendung von natürlichen Ressourcen und Energie beitragen. Langfristig gesehen zahlt jeder von uns einen hohen Preis, da der fortwährende Konsum zulasten der natürlichen Ressourcen geht und eine enorme Belastung für unser Klima ist. Aus diesem Grund wird der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit immer lauter.

Was bedeutet nachhaltiger Konsum eigentlich?

Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Doch was bedeutet es eigentlich, nachhaltig zu leben? Nachhaltigkeit ist eng mit unserem persönlichen Konsum verknüpft. Wer nachhaltiger leben möchte, denkt bewusster über seinen persönlichen Bedarf nach und fragt sich, ob diese oder jene Dinge tatsächlich gebraucht werden. Fakt ist: Nachhaltigkeit fängt im Kopf an.

Geprägt wurde der Begriff der Nachhaltigkeit von dem sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz in Freiberg, der sich bereits im Jahre 1713 die Frage stellte, wie man die Ressource Holz auch in Zukunft sichern kann. Mit seinem damaligen Konzept, nur so viele Bäume zu fällen, wie die Menschen auch tatsächlich brauchen, setzte er den Grundstein für mehr Nachhaltigkeit.

Heute ist es vermutlich der Klimawandel, der viele Menschen dazu bewegt, nachhaltiger zu leben. Deutschland hat das Thema Nachhaltigkeit mit dem Klimaschutzprogramm 2030 bereits auf den Weg gebracht. Dieses Programm sieht zum Beispiel vor, den Ausstoß an Treibhausgasen deutlich zu begrenzen. Junge Leute, wie die Fridays-for-future-Bewegung, treiben den Umweltschutz aktiv voran. Kaum zu glauben: Die Generation 55+ mischt hier ganz vorne mit. Plastik im Alltag vermeiden und alte Dinge recyceln, anstatt gleich neu zu kaufen, gehören zur Maxime von mehr als 50 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Gleichzeitig bekommen biologische und regionale Produkte immer mehr Aufwind, um auf den Einsatz von künstlichen Düngemitteln, Pestiziden und langen Transportwegen zu verzichten. Selbst die vegane Lebensweise kann immer mehr Befürworter verzeichnen. Indem wir nachhaltiger leben, können wir die natürlichen Ressourcen unseres Planeten besser schützen und den Ausstoß von Treibhausgasen – allen voran CO₂ – weiter begrenzen. Nachhaltigkeit bedeutet auch, einen fairen Handel zu betreiben und Menschen für ihre Arbeit gerecht zu entlohnen – vor allem in den ärmsten Ländern der Welt.

Was viele oft nicht wissen: Viele Rohstoffe werden in den ärmsten Regionen, wie zum Beispiel dem Kongo, abgebaut. Die dort lebenden Menschen werden dafür kaum entlohnt. Sie müssen oft unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, wobei sie Giftstoffen ausgesetzt sind und keinen Zugang zu frischem Trinkwasser haben. Grund genug, um gegen die Ausbeutung von Menschen und die Verschwendung von natürlichen Ressourcen vorzugehen und endlich aktiv zu werden.

Ziel sollte sein, das Thema Nachhaltigkeit in vielen Bereichen anzuwenden, indem du:

  1. Nur so viel kaufst, wie du tatsächlich brauchst.
  2. Etwas reparierst oder in Secondhandshops einkaufst, anstatt etwas neu zu kaufen.
  3. Dinge kaufst, die keine natürlichen Ressourcen verschwenden.
  4. Richtig recycelst.

In diesen Bereichen ist nachhaltiger Konsum möglich

Nachhaltigkeit lässt sich in nahezu allen Lebensbereichen anwenden – längst nicht nur in der Lebensmittelindustrie oder der Kosmetik. Nachfolgend erläutern wir dir die Bereiche, in denen du verstärkt auf Nachhaltigkeit achten kannst. Viele sehen die Nachhaltigkeit als starken Verzicht an, was jedoch nicht ganz richtig ist. Nachhaltigkeit bedeutet lediglich, etwas genauer auf sein persönliches Konsumverhalten zu schauen, den Konsum einzuschränken oder Alternativen zu finden.

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1. Nachhaltiger Konsum im Haushalt

Der Haushalt schließt grundsätzlich viele Dinge ein, die du täglich nutzt und auf die du gewissermaßen auch angewiesen bist. Hierzu zählen vor allem Strom, Heizung und Wasser – für viele eine Selbstverständlichkeit. Insbesondere für Strom und Heizung werden auch heute noch Kohle, Gas und Öl verbraucht – fossile Brennstoffe, die uns nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen und rund 85 Prozent der Emissionen an Treibhausgasen ausmachen.

Ziel sollte sein, bewusster mit diesen Ressourcen umzugehen, indem du zum Beispiel:

  • den Wasserhahn nicht unnötig laufen lässt,
  • die Heizung drosselst (1 Grad macht schon viel aus),
  • Stromfresser durch energieeffiziente Geräte ersetzt,
  • unnötige Stromquellen (Licht, Radio) ausschaltest (auch kein Standby),
  • Energiesparlampen den Vorzug gibst,
  • den Backofen nicht vorheizt,
  • die Ölheizung gegen erneuerbare Energien (Solarthermie, Wärmepumpe) austauschst,
  • deine Wäsche an der Luft trocknest oder
  • zu einem Ökostromanbieter wechselst.
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2. Mehr Nachhaltigkeit in den eigenen vier Wänden

Insbesondere in puncto Haushalt gibt es häufig viel Nachholbedarf. Hier kann sich das Thema Nachhaltigkeit zum Beispiel in

  • der Sanierung und Dämmung (nachhaltige Materialien),
  • der Verwendung und Herstellung ökologischer Reinigungs- und Waschmittel,
  • dem bevorzugten Kauf von Kleidung und anderen Materialien aus Naturfasern,
  • der Anschaffung von nachhaltigen Möbeln und
  • der Vermeidung von Frischhaltefolien aus Plastik und Aluminium

widerspiegeln.

Diese Maßnahmen beschränken sich allerdings nicht nur auf die eigenen vier Wände, sondern auch auf den Garten, mit dem du einen großen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und zum Schutz der Umwelt beiträgst. Immerhin ist der Garten ein wahres Idyll für viele Tiere (vor allem Insekten), die in vielen Regionen vom Aussterben bedroht sind und auf diese Weise einen geeigneten Lebensraum und Nahrung finden. Du kannst (und solltest) beispielsweise

  • heimischen Pflanzen den Vorzug geben,
  • auf selbst hergestellten Kompost anstelle von Kunstdünger setzen,
  • das Wasser zum Gießen in Regentonnen auffangen,
  • Gemüse und Obst mit blühenden Pflanzen kombinieren,
  • große Flächen begrünen, anstatt einen Steingarten anzulegen und
  • selbst den Balkon als Biotop nutzen.
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3. Nachhaltige Fortbewegungsmittel

Viele wollen ihr Auto nicht mehr missen. Mit dem eigenen Pkw unterwegs zu sein, ist bequem, aber auch eine Belastung für die Umwelt – vor allem, wenn du viele unnütze Fahrten zurücklegst. Fakt ist: Ein beachtlicher Teil (etwa ein Fünftel) der Emissionen an Treibhausgasen wird durch den Verkehr verursacht. Auch in diesem Bereich kannst du einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten, indem du beispielsweise:

  • verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzt,
  • öfters zu Fuß gehst oder das Rad nimmst,
  • Fahrgemeinschaften bildest,
  • Carsharing den Vorzug gibst (vor allem in Großstädten),
  • ein Elektro- oder Hybrid-Auto kaufst,
  • eine eigene Wallbox installierst und sie mit anderen Nutzern teilst (Wallbox-Sharing).
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4. Nachhaltiger konsumieren

Selbst mit deiner Ernährung kannst du nachhaltiger leben. Wusstest du, dass unser Lebensmittelkonsum etwa 40 Prozent der Emissionen ausmacht? Die Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln verschlingt zum Beispiel große Mengen an natürlichen Ressourcen. Sie verbraucht riesige Flächen, die allein für die Tierhaltung und den Anbau von Futtermitteln genutzt wird. Hierfür werden zum Beispiel Regenwälder gerodet. Um nachhaltiger zu leben, kannst du zum Beispiel:

  • den Konsum von tierischen Lebensmitteln stark einschränken oder ganz einstellen (vegetarische oder vegane Lebensweise),
  • regional, saisonal und biologisch einkaufen,
  • unverpackte Lebensmittel kaufen,
  • Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums länger nutzen,
  • weniger Nahrungsmittel wegschmeißen und nur so viel kaufen, wie du brauchst,
  • auf frische Lebensmittel anstelle von Fertigprodukten & Fast Food zurückgreifen,
  • Wasser aus Glasflaschen nutzen oder gleich Leitungswasser trinken.

Des Weiteren wirkt sich der nachhaltige Konsum im Haushalt auch auf

  • die Entsorgung (Recycling),
  • den Urlaub (Zug und Bus statt Flugzeug),
  • den Arbeitsplatz und
  • die Finanzen (nachhaltige Banken & Finanzprodukte)

aus.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Nachhaltigkeit

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Welche Vorteile und Auswirkungen kann Nachhaltigkeit haben?

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, die eigenen Kosten zu senken. Gleichzeitig schonst du natürliche Ressourcen und leistest einen aktiven Beitrag gegen die Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Dass wir insgesamt immer mehr Ressourcen verschwenden, macht der sogenannte Earth Overshoot Day deutlich, der jedes Jahr etwas früher stattfindet. Er symbolisiert den Tag, an dem wir unsere natürlichen Ressourcen aufgebraucht haben.

Eigentlich sollten wir mit diesen Ressourcen ein ganzes Jahr lang auskommen, jedoch haben wir sie im Jahre 2021 schon am 29. Juli aufgebraucht. Das bedeutet, dass wir mittlerweile etwa 1,5 Erden brauchen, um unseren Konsum zu decken. Ein Grund mehr, umweltfreundlicher zu konsumieren und das Thema Nachhaltigkeit in vielen Bereichen einfließen zu lassen.

Auf diese Weise kannst du zum Erhalt der Artenvielfalt, zum Schutz der Natur und Lebensräume und zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen. Gleichzeitig sorgst du mit einem nachhaltigen Konsum dafür, dass Menschen unter würdigen Arbeitsbedingungen arbeiten und für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden können.

Nachhaltiger Konsum ist auch in kleinen Schritten möglich

Nachhaltigkeit ist ein immer größer werdendes Thema – vor allem, wenn man den Blick auf den Klimawandel richtet. Wenn du nachhaltig konsumieren möchtest, kannst du in jedem Lebensbereich aktiv werden – beispielsweise durch die Einsparung von Energie und Wasser, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und den bewussten Kauf von ökologischen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln und natürlichen Materialien und Möbeln.

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Carsten Kannengießer
Dein Energiewende Guide

Mein Name ist Carsten, ich bin 28 Jahre jung, lebe im Saarland und arbeite als Junior Online Marketing und Event Manager bei net4energy. Wenn du mich fragst, ist die Energiewende ein Muss. Natürlich reißt jeder einzelne von uns keine Bäume aus, aber wenn jeder von uns einen kleinen Teil zur Energiewende beiträgt, können wir großes schaffen. Gerne bin ich der Guide an deiner Seite zu deiner Energiewende im Bereich intelligent wohnen.

Schau dir gerne alle meine Beiträge zum intelligenten Wohnen in unserem Magazin an.