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Welche Zuleitung braucht deine Wallbox?

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

20.04.2021

Letztes Update

13.06.2022

Wallbox Zuleitung: So funktioniert die Installation einer Ladestation

Wer sein Elektroauto nicht unterwegs laden möchte, besorgt sich einfach eine Wallbox. Bei der Installation einer Ladestation gibt es jedoch einiges zu beachten.

Inhalt des Blogartikels

Was ist eine Wallbox Zuleitung?

Wenn du dein Elektroauto bequem zu Hause laden möchtest, geht dies nicht so einfach über die Steckdose. Sie verfügt nämlich nicht über die nötige Ladeleistung, sodass es unter Umständen zu einem Kabelbrand kommen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass du auf das Laden deines Elektroautos gänzlich verzichten musst. Das Elektroauto über die Steckdose aufzuladen, funktioniert nämlich durchaus, wenn du die dafür benötigte Leitung von einem Elektriker installieren lässt. Allerdings benötigt der Akku deines Elektroautos relativ lange, ehe er vollständig aufgeladen ist.

Wesentlich einfacher geht das Laden über eine sogenannte Wallbox. Wallboxen werden auch gerne als Wandladestationen bezeichnet, da sie einfach an der Wand installiert werden. Im Gegensatz zu einer Steckdose bietet eine Wallbox nicht nur maximalen Komfort, sondern auch maximale Sicherheit, da sie über bestimmte Schutzvorrichtungen verfügt, die einen Kabelbrand verhindern können. Das fest installierte Kabel bietet außerdem eine weitaus bessere Leistung als eine Steckdose, sodass du den Akku deines Elektroautos auch viel schneller laden kannst. Während Steckdosen mit einer Leistung von 2,3 Kilowatt arbeiten, ist die Ladeleistung einer Wallbox zehnmal stärker.

 

Welche Vorteile hat eine Wallbox Zuleitung?

Eine eigene Wallbox Zuleitung hat grundsätzlich viele Vorteile. Einer der größten Vorteile einer eigenen Ladestation ist, dass das Laden des Elektroautos bequem ist. Meistens steht das Auto ohnehin mehrere Stunden in der Garage oder im Carport, sodass du die Zeit auch zum Laden der Batterie nutzen kannst. Verglichen mit einer Steckdose lädt die Wallbox auch wesentlich schneller.

Im Gegensatz zu öffentlichen Ladestationen, die in der Regel an verschiedene Anbieter gebunden sind und einen Vertrag erfordern, kann zum Laden an der eigenen Ladestation der eigene Stromvertrag genutzt werden. Du bestimmst selbst, welcher Netzbetreiber den Strom liefern soll. Oft bieten einige Netzbetreiber sogar ausgesprochen günstige Stromtarife an, die sich auf die heimische Wallbox beziehen.

 

Welche Wallbox Zuleitung ist nötig?

Wenn du dir eine Wallbox in der Garage oder im Carport installieren möchtest, stehst du vermutlich vor der Frage, welche Zuleitung du für die Wallbox brauchst. Nachfolgend erklären wir dir in Kürze, was du bei der Installation deiner Wallbox Zuleitung benötigst.

1. Bestimme die Ladeleistung deiner Wallbox

Nicht jede Wallbox Zuleitung passt auch zu jedem Elektroauto, weshalb du vor der Installation prüfen solltest, ob Wallbox und Fahrzeug kompatibel sind. Entscheidend ist hier das Bordladegerät, das in dem Fahrzeug integriert ist. Wer kein Risiko eingehen möchte, lässt sich eine Wallbox Zuleitung legen, die mit einer Leistung von 11 Kilowatt arbeitet. Mit dieser Ladestation kann die Aufladung ein-, zwei- oder dreiphasig erfolgen, sodass du selbst eine große und leistungsstarke Batterie bequem über Nacht aufladen kannst.

Einige Elektroautos lassen sich auch über eine Wallbox aufladen, deren Zuleitung mit 22 Kilowatt arbeitet, allerdings sind diese Ladestationen in den meisten Fällen auch etwas teurer und eignen sich nicht für jedes Elektroauto.

Grundsätzlich gilt: Die Installation einer Wallbox Zuleitung sollte immer von einem Elektriker durchgeführt werden, wobei du den Einbau vorab beim zuständigen Netzbetreiber anmelden solltest. Mit der Anmeldung will der Netzbetreiber lediglich sicherstellen, dass das Netz die erforderlichen Bedingungen (Ladeleistung) erfüllt. Sollte die Wallbox Zuleitung mit mehr als 11 Kilowatt, beispielsweise mit 22 Kilowatt, arbeiten, ist beim zuständigen Netzbetreiber eine Genehmigung einzuholen. Dieser Antrag muss grundsätzlich vor der Installation gestellt werden, damit der Netzbetreiber für die Prüfung des vorhandenen Stromnetzes genügend Zeit hat.

2. Prüfe den Untergrund

Die Installation einer Wallbox Zuleitung ist in der Regel vollkommen unproblematisch, allerdings empfiehlt es sich, schon vorab einen Blick auf die Stelle zu werfen, die du für den Anbau nutzen möchtest. Sofern du die Wallbox an einer älteren Wand befestigen möchtest, solltest du den Untergrund unter die Lupe nehmen, da die Ladestation etwa vier Kilogramm wiegt. Mitunter lohnt sich auch die Installation einer speziellen Halterung, was vor allem in Garagen oder Carports empfehlenswert sein kann.

3. Lass die Installation nur von einem Fachmann durchführen

Eine Wallbox Zuleitung läuft nur über eine Starkstromleitung, die du von einem erfahrenen Elektriker legen lassen solltest. Bei der Installation gibt es einige Dinge zu beachten, da die Leitung auch an den Verteilerkasten angeschlossen und angepasst und mit einer zusätzlichen Sicherung ausgestattet werden muss. In den meisten Fällen ist hierfür ein Wanddurchbruch nötig, um das Kabel von der Garage oder dem Carport zum Verteilerkasten zu legen.

Übrigens: Die Kabellänge spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Länge des Kabels sollte nämlich so gewählt sein, dass du das Elektroauto bequem an die Wallbox anschließen kannst und nicht auf jeden Zentimeter angewiesen bist. Sollten zum Beispiel zwei Autos in dem Carport parken, sollte jedes Elektroauto einen Zugang zur Wallbox Zuleitung haben.

4. Das brauchst du noch für eine Wallbox Zuleitung

Wallbox Zuleitungen müssen noch mit einigen Zusatzoptionen ausgestattet werden, die einen besseren Bedienkomfort und mehr Sicherheit bieten. Eine der wichtigsten Komponenten ist zum Beispiel der Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter), der nicht nur das Elektroauto, sondern auch die hauseigene Stromleitung vor Fehlerströmen bewahrt, die unter Umständen zu Kabelbränden führen können.

Außerdem muss bei der Installation einer Wallbox Zuleitung ein Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) gelegt werden, der zum Schutz vor Überhitzung und damit verbundenen Schäden eingebaut wird.

 

Was kostet die Wallbox Zuleitung?

Die Preise für die Installation einer Wallbox Zuleitung fallen äußerst unterschiedlich aus und richten sich in der Regel nach der Art der Ladestation und der Montage. Günstige Wallboxen sind schon ab 500 Euro erhältlich, während andere 2.000 Euro kosten können. Positiv ist: Die Installation einer Wallbox Zuleitung kann vom Staat mit 900 Euro pro Ladepunkt belohnt werden – vorausgesetzt, die Ladeleistung beträgt 11 Kilowatt. Außerdem sollte der für die Wallbox notwendige Strom zum Laden der Batterie aus erneuerbaren Energien stammen. Der Antrag zur Förderung der Wallbox Zuleitung kann bei der sogenannten KfW-Bank gestellt werden.

 

Eigene Wallbox Zuleitung bringt viele Vorteile

Wer ein Elektroauto fährt, dieses aber nicht ständig an öffentlichen Ladestationen laden möchte, fährt mit einer eigenen Wallbox meist viel besser. Die Installation einer Wallbox Zuleitung kostet zwar Geld, allerdings kann sie nicht nur staatlich gefördert werden – auch ist der Strom für das Aufladen der Batterie meist viel billiger als an öffentlichen Ladestationen.

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