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Wallbox mit WLAN

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

10.09.2021

Letztes Update

17.01.2022

Wallbox mit WLAN

Eine Wallbox mit WLAN bietet dir im Vergleich zu herkömmlichen Wallboxen viele zusätzliche Eigenschaften. Wann sich die Nutzung tatsächlich lohnt, erfährst du hier.

Inhalt des Blogartikels

Wie funktioniert eine Wallbox mit WLAN?

Vorab – die meisten Publikationen zu dem Thema sprechen von smarten oder intelligenten Wallboxen. Dass sie über eine WLAN-Schnittstelle verfügen, ist lediglich eine der Eigenschaften. Das integrierte WLAN-Modul ermöglicht die Verbindung der Wallbox mit dem Internet. Allerdings kann das auch über ein LAN-Kabel oder über Mobilfunk erfolgen. Manche Wallboxen bieten mehrere Möglichkeiten an. Aber WLAN dürfte am gebräuchlichsten sein. Verfügt doch heutzutage nahezu jeder Haushalt über einen WLAN-Router, an dem sich auch eine Wallbox per WLAN anmelden kann.

Eine Wallbox mit WLAN funktioniert wie ein ganz gewöhnliches Modell. Du schließt dein Elektroauto mit einem Ladekabel an und es wird durch die Wallbox aufgeladen. Durch den WLAN-Anschluss hast du aber die Möglichkeit, die Ladevorgänge von fern, zum Beispiel mit deinem Smartphone, zu überwachen und zu steuern.

 

Das solltest du bei der Installation beachten

Zunächst einmal solltest du die Installation nicht selbst durchführen. Beauftrage dazu besser einen Elektrofachmann. Er wird zuallererst dein Stromnetz zu Hause prüfen und – bei Notwendigkeit – auf die Installation einer Wallbox vorbereiten. Häufig ist es notwendig, für die Wallbox einen neuen Anschluss zu verlegen, der von der sonstigen Hausinstallation getrennt ist. Damit lässt sich sicherstellen, dass die hohen Stromstärken der Ladeleistung dein Hausnetz nicht überlasten.

Bei der Auswahl der Wallbox gehst du von der Ausstattung deines Fahrzeugs aus. Hast du eine Wallbox mit fest angeschlossener Leitung ausgesucht, muss der dort vorhandene Stecker mit der Ladesteckdose sowie der Ladeleistung deines Elektroautos kompatibel sein. Hat die Wallbox eine Steckdose, brauchst du zusätzlich das entsprechende Ladekabel, das an die Ladestation und dein Fahrzeug passt. Beim Internet-Anschluss der Wallbox per WLAN ist meist nicht viel tun. Hast du das WLAN an der Ladestation aktiviert, musst du das Gerät nach Anleitung im Manual an deinem WLAN-Netzwerk anmelden.

 

Vorteile der Wallbox mit WLAN

Durch die Fähigkeit zur Kommunikation hat eine WLAN-Wallbox eine Reihe von Eigenschaften, über die einfache Wallboxen nicht verfügen. Mit den zusätzlichen Eigenschaften kannst du beispielsweise:

  • Ladevorgänge per WLAN starten oder stoppen
  • Ladestromstärke (Ampere) ändern oder begrenzen
  • Grenzwert erreichte kWh zur Beendigung des Ladevorgangs festlegen
  • ausführliche Info zum Ladevorgang anzeigen
  • aktuell geladene kWh anzeigen
  • Zugriffskontrolle per RFID verwalten
  • Ladetimer einstellen/aktivieren
  • automatische Kabelverriegelung einstellen
  • WLAN-Einstellungen der Wallbox ändern
  • Anzeigeoptionen an der Box ändern
  • Zugriff über die Cloud des Herstellers erlangen
  • Smartphone App des Herstellers nutzen

Das ist nur eine Auswahl üblicher Features. Welche Möglichkeiten deine Wallbox konkret bietet, hängt vom Hersteller ab.

Was kostet eine Wallbox mit WLAN?

Wallboxen, die eine Kommunikation per WLAN ermöglichen, sind nicht wesentlich teurer als vergleichbare Geräte ohne diese Ausstattung. Der Preisunterschied beträgt nur etwa 100 bis 200 EUR. Für ein Modell mit WLAN musst du mit einem Preis zwischen rund 400 und 900 Euro rechnen.

 

Lohnt sich eine Wallbox mit WLAN?

Wenn du schlichtweg das Elektrofahrzeug deiner Familie weitgehend automatisch laden möchtest, bedarf es nicht unbedingt einer Wallbox mit WLAN. Du kannst sie allerdings leicht in dein bestehendes Smart Home System integrieren. Möchtest du aber etwas mehr Kontrolle über die Ladevorgänge und auch aus der Entfernung auf die Wallbox zugreifen, geht es nicht ohne. Besonders interessant ist eine smarte Wallbox für dich in den drei folgenden Beispielszenarien:

Elektroauto als Dienstfahrzeug

Es bietet sich an, dein elektrisches Dienstfahrzeug auch zu Hause zu laden. So kannst du es über Nacht laden und morgens mit voller Batterie losfahren. Mit den in der Hersteller-Cloud gespeicherten Daten kannst du deinem Arbeitgeber ganz einfach nachweisen, welche Kosten dir das Laden des Fahrzeugs zu Hause verursacht hat.

Gemeinschaftliche Nutzung der Wallbox

Durch die Verwaltung mehrerer Nutzer über RFID-Karten und die Statistikdaten in der Hersteller-Cloud kannst du die gemeinschaftliche Nutzung einer Wallbox in einer nachbarschaftlichen Gemeinschaft organisieren und pro Nutzer abrechnen. Wenn die Gemeinschaft daraus ein Business machen möchte, ist die Einrichtung mehrerer Wallboxen als öffentlicher Ladestandort denkbar. Ähnlich wie bei den öffentlichen Ladesäulen diverser Anbieter kann das automatisch ablaufen, weil sowohl die Wallboxen untereinander und auch mit Management- und Abrechnungssoftware in der Cloud über das bereits weltweit etablierte Kommunikationsprotokoll OCPP kommunizieren. Es muss also niemand ständig vor Ort sein.

Nutzung von eigenem Solarstrom

Besitzer einer Photovoltaikanlage haben die Möglichkeit, einen Teil ihres Solarstroms zum Aufladen ihres Elektroautos zu nutzen. Die Wallbox muss dazu mit dem Energiemanagement der Solarmodule kommunizieren können. Das funktioniert am einfachsten über ein bereits vorhandenes WLAN. Auf diese Weise kannst du den Eigenverbrauch deines Solarstroms erhöhen und deinen Bedarf an Strom aus dem öffentlichen Netz senken.

 

Setzen sich smarte Wallboxen zukünftig durch?

Mit Blick auf die Vielzahl von Herstellern, die bereits intelligente Wallboxen anbieten, lässt sich sagen: Wallboxen mit WLAN haben sich bereits durchgesetzt. In finanzieller Hinsicht sind die Unterschiede zu Geräten ohne WLAN nicht sonderlich groß. Darüber hinaus wird die Bedeutung der smarten Wallboxen in Zukunft noch wachsen. Strom aus den meisten regenerativen Quellen hat das Problem, dass er nicht kontinuierlich erzeugt werden kann. Die wechselnden Überschüsse und Defizite destabilisieren das Stromnetz. Zum Ausgleich sind große Speicherkapazitäten notwendig. Dazu können auch an Wallboxen angeschlossene Elektroautos dienen. Das funktioniert aber nur, wenn die Wallboxen mit der Managementsoftware des öffentlichen Stromnetzes kommunizieren können.

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